Von hinten durchs Knie
7. Mai 2007, 11:21 Uhr
Schafferei
Halla
Manchmal weiß man schon vorher, wenn etwas schiefgeht: Ich arbeite schon seit längerem nebenbei an einem Auftrag für eine Kundin, die zwar ziemlich beratungsresistent ist, aber sehr gut zahlt.
Deren Website ist jetzt fertig, lediglich Korrekturen an Texten fehlen noch. Die Notwendigkeit eines CMS oder Redaktionssystems sah die Kundin nicht, daher muss das jetzt alles händisch geschehen. Diese Korrekturen traut sich die Kundin selbst zu - scheitert aber bereits am FTP-Zugriff auf die Dateien.
Die Lösung (wie könnte es anders sein…?): Die gesamte Seite auf eine CD brennen und auf dem Postweg an die Kundin schicken, sie macht dann die Korrekturen, brennt wieder eine CD, schickt diese an mich zurück und ich lade dann alles wieder per FTP hoch. Umständlicher gehts nicht mehr - mal ganz davon abgesehen, dass die Seite von CD ohnehin nicht lauffähig ist, da alle Pfadangaben absolut sind und außerdem eine PHP-Implementierung vorgesehen ist.
Arbeit der Kategorie Eins stinkt
21. März 2007, 17:27 Uhr
Ich und mein Martyrium
Halla
Es gibt im Grunde genau zwei Arten von Jobs:
- Jobs, bei denen man pünklichst zum Feierabend den Hammer fallen läßt, augenblicklich alles vergißt, womit man sich die vergangenen 8 Stunden beschäftigt hat, nachhause geht und den Tag erst so richtig beginnt. Typischerweise geht man ausschließlich wegen des Geldes arbeiten und lebt primär fürs Wochenende.
- Jobs, bei denen die Arbeitszeit eine untergeordnete Rolle spielt, mit denen man sich identifiziert und die einen herausfordern. Auch privat intressiert man sich für die Inhalte des Berufslebens und im Idealfall hat man sein Hobby zum Beruf gemacht. Kohle ist dabei nicht die ausschließliche Motivation; allerdings kommt die irgendwann von ganz allein.
Der Traumjob: Bauhof! 24/7 Rock’n'Roll.
Ich kenne beide Arten von Arbeit. Allerdings ist es (glücklicherweise!) lange her, dass ich mir einen Job der Kategorie Eins antun mußte. Aber was soll ich sagen? Das Studentenleben und damit auch mein Dispo haben mich eingeholt - womit ich zum ersten Mal seit Jahren wieder einen stinklangweiligen Brot-und-Butter Job ausschließlich des Geldes wegen antreten muss. Wenigstens ist der Job sehr gut bezahlt und die Kollegen sind nett, was ja schon mal viel Wert ist - viele wären wohl froh, überhaupt sowas zu haben.
Ein kleiner Tipp, damit die Zeit rumgeht: Armbanduhr ausziehen, einstecken. Anschließend die Uhr in der Windows-Taskbar ausknipsen. Acht Stunden vom Lebenszeitkonto* abziehen. Und dann Augen zu und durch.
* Das Konto, auf dem man die Zeit für Dinge wie einen Baum pflanzen, ein Haus bauen, mit dem Motorrad von Frankfurt nach Kapstadt fahren, eine Kneipe eröffnen etc. anspart.
Eskorte
8. Oktober 2006, 20:36 Uhr
Schafferei
Halla
Ohne Internet kein Sex (oder nein, halt, umgekehrt). Diese Weisheit bewahrheitet sich nicht erst seit “One Night in Paris” sondern bereits seit den Anfängen des Netzes. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch ich als Netizen damit in Berührung komme. Nicht als Konsument (natürlich!), sondern als “Macher” sozusagen.
Eine (seriöse!) Agentur, mit der ich schon ein paar Mal zusammen arbeitete, bat mich um eine Aufwandsschätzung für eine Kleinigkeit. Es ging um den Einbau des Lightbox-Scripts in eine bestehende Website. Nicht weiter erwähenswert, wäre der Kunde nicht ein “Eskortservice” und das Lightbox-Script für die adäquate Präsentation der Girls Angestellten bestimmt. Eskortservice ist in diesem Fall übrigens nicht mißzuverstehen - die Mädels werden im einschlägigen Schemata beschrieben (”Mandy, süße 22 Jahre, AV,GV,ZK möglich”, etc.), es ist also klar, wie der Hase läuft.
Aber was solls - Geld stinkt bekanntlich nicht, und man(n) ist schließlich Profi. Daher verkniff ich mir auch die Frage, ob ich mich in Naturalien bezahlen lassen kann.
mal wieder Wordpress…
21. September 2006, 19:33 Uhr
Für Nerds
Halla
Als ich vor über einem Jahr mit Reality on the Rocks gestartet bin, stand dahinter eine einfache Motivation: Ich war neugierig auf Wordpress und wollte damit experimentieren. Im Laufe der Zeit kam auch noch die Lust an der Schreiberei dazu und auch das Verständnis für Wordpress wuchs.
So langsam scheint sich das bezahlt zu machen: Heute kam schon wieder ein Auftrag rein, der mit Wordpress als “Lightweight” CMS umgesetzt werden soll, mittlerweile der dritte in Folge. Wordpress bietet dabei aus Sicht des Kunden eine Reihe von Vorteilen gegenüber einer Eigenentwicklung:
- es fallen keine Lizenzgebühren an
- der Code ist robust und verhältnismäßig sicher
- regelmäßige Updates und Patches werden geliefert, das hält die Folgekosten klein
- der Kunde kann fast alles selbst administrieren
- Ganz wichtig: durch die hohe Verbreitung des Systems findet sich immer jemand, der sich damit auskennt. Er ist also nicht an mich als “Webmaster” gebunden, sondern kann bei Bedarf wechseln.
- die Umsetzung eines Projekts benötigt im Vergleich mit einer Eigenentwicklung nur einen Bruchteil der Zeit
- freie Plugins (bspw. für den Spamschutz oder für Bildergallerien) sind bei Bedarf in Hülle und Fülle kostenlos verfügbar
- die Suchmaschienenoptimierung ist ungeschlagen (ein echtes Killerargument)
Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen, das sind nur Punkte, die mir adHoc aus Kundensicht einfallen…..