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Google machts geschickt

Google machts geschickt

23. Februar 2007, 10:36 Uhr Industrie? Anarchie! Halla

Microsoft sorgt sich mal wieder um das Wohlergehen seiner Kunden und stattet das neue Office 2007 mit einem Rückkanal aus, über den die Software nachhause und mit einem Marktforschungsunternehmen telefonieren darf - ungefragt, versteht sich.

Sowohl WebTrends als auch Microsoft beteuern, die gesammelten Daten nicht missbräuchlich zu verwenden. (Golem)

Die Daten seien nicht personenbezogen und angeblich geht es lediglich darum, die Qualität der Hilfefunktion zu verbessern. Aber muss das denn wirklich heimlich passieren? Könnte man vorher nicht den jeweiligen User um Zustimmung bitten? Wohl eher unpraktisch, denn Heise merkt zu Recht an, dass…

[…] sich der anscheinend selbst generierte numerische Code, den etwa Word an Webtrends schickt, mit dem Lizenzschlüssel des aussendenden Office korrelieren lässt und damit auch weitere Schlüsse über den Anwender ermöglicht.

Google Apps hat derartige Probleme nicht: Die “Office-Suite” befindet sich ohnehin schon online - nauchhause telefonieren ist also gänzlich überflüssig. Ein Durchsuchen der eigenen Server reicht bereits aus (und damit kennt Google sich ja recht gut aus), um wertvolle Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten der User zu machen zu können.

Psst…: OpenOffice!

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30. Oktober 2006, 11:26 Uhr Celluloid Goofystylz

In meinem von Zeit-, Job- und Geldlosigkeit geplagten Alltag schummelt sich Regelmäßig eine Farce ein. Manchmal frage ich mich, ob nicht mein gesamtes Leben eine Farce ist, aber das ist ein anders Thema. Diesmal hätte ich es aber riechen können.

Jedenfalls wurde meine Annahme mal wieder untermauert, als ich mich zu einem kostenlosen Screening für den Kinofilm Borat (Genau, der alberne Ali-G Heini mit russischem Akzent) einladen ließ. Kostenlos nicht nur für mich, weil ischn gailer Tüpp binn, sondern für jeden. Frei registrierbar über’s Internet und so auch geschehen für mich über die Mitbewohnerin meiner Freundin.
Eigentlich eher eine Kost, die höchstens mein DVD-Spieler an total verregneten Tagen zu knuspern bekommt, die ich aber “für umme” und dazu noch vor dem Kinostart ungern ablehnen wollte. Man setzt sich zwar trotzdem ein paar Richtlinien, so was wie: “Wenn er synchronisiert ist, gehen wir wieder!” oder “Also, wenn der nix taugt gehen wir einfach in einen Film nebenan…”, aber wieso ich nicht von vornherin mißtrauisch war, ist mir ein Rätsel. Es gibt nichts umsonst! Nie!
Das ich als als armseliges Marketingwerzeug funktionieren sollte, war mir natürlich klar. Gerade bei Komödien läuft ja viel über Mund-zu-Mund-Propaganda, aber 20th Century Fox sollte noch ein paar weitere schicke Aufgaben für mich parat haben.

Also ab ins Multiplex, wo die Karten spätestens 2 Stunden vorher abgeholt werden mußten. Super, da hat man vor dem Film wenigstens mal ein wenig Zeit, die Auslage im Kino zu betrachten. Zum Beispiel das alte Popcorn hinter den verschmierten Scheiben oder das achte Plakat von einem computeranimierten Weihnachtsmärchen. Man kann sich auch nochmal über das Parkhaus amüsieren, das einen 20 Minuten vor der Schranke hat stehen lassen.
Aber wurscht, was macht man nicht alles um 7 Euro zu sparen, halt noch ein Asiaten von gegenüber zwischen die Kiemen und dann ins Kino.

Aber von wegen!
Zwischendurch erkannte einer meiner Begleitungen den netten Zusatz auf der Kinokarte: Bei Einlaß werden Personenkontrollen durchgeführt.
Dann haben wir kurz skeptisch geguckt, aber ist ja ne Komödie - vielleicht alles Teil der Show?
Bullshit, auf einmal standen wir zusammen mit den (wirklich) 250 Leuten, die auch unsere kühne Idee hatten, in einer Schlange vor einem Metalldetektor. Wie Wie am Flughafen! Ich wollte schon Gürtel und Schuhe ausziehen…
Da standen wir dann 45 Minuten, bis uns von geschultem Personal die Handys abgenommen wurden. Ausnahmslos jedes Handy wurde von jedem Gast eingesackt! Dazu wurden dann auch nette durchsagen gemacht, wie zum Beispiel “Wir entschuldigen uns für die Unanehmlichkeiten, doch die derzeitige Raubkopierer -Stituation zwingt uns….” bla, bla. Raubkopierer-Stituation? Bitte? Was ist mit der Kunden-Situation. Ach so, wir sind ja keine Kunden, wir sind Marketingschäfchen. Ich vergaß.
Dann wurden wir gefilzt. Das verbreitet prima Laune vor so einem stimmungsgeladenen Film.

Endlich im Kinosaal angekommen mußte natürlich noch auf jeden gewartet werden, der in die USA einreisenins Kino kommen wollte. Also saßen wir noch fast ne Stunde rum.
Dann der Film, der zwar lustig, aber in meinen Augen trotzdem kein Kinomaterial ist (but what the bleep do I know…).

Durchgstanden war es damit aber noch lange nicht, man will ja sein Handy wiederhaben. Bis wir draussen waren, hat mir 20th Century Fox, neben meiner Würde, 4 Stunden meines Lebens geklaut. Ohne Film.
Da kaufe ich mir das nächste mal doch lieber eine Karte zur Premiere.
Und filme den Schinken da ab.

Missing Link

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12. September 2006, 10:30 Uhr Für Nerds , Political correctness Halla

[DRM - Digital Rights Management] rettet das Geschäftsmodell der Industrie, welche kommerzielle Inhalte produziert. Aber DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein – und die Maschine gibt Ihnen nur Zugriff, wenn Sie den richtigen Schlüssel haben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass wir in zehn Jahren überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben, weil sich die Software ändert. Die Bücher aus dem 16. Jahrhundert hingegen können wir heute noch lesen, wir müssen sie nur aufschlagen.

Guter Punkt, den er da anspricht: Digitale Technologien unterliegen extrem kurzen Innovationszyklen. Lawrence Lessig, Verfassungsrechtes und Begründer der Creative Commons Initiative im Interview. (via Netzpolitik.org).