Arbeit der Kategorie Eins stinkt
21. März 2007, 17:27 Uhr Ich und mein Martyrium Halla
Es gibt im Grunde genau zwei Arten von Jobs:
- Jobs, bei denen man pünklichst zum Feierabend den Hammer fallen läßt, augenblicklich alles vergißt, womit man sich die vergangenen 8 Stunden beschäftigt hat, nachhause geht und den Tag erst so richtig beginnt. Typischerweise geht man ausschließlich wegen des Geldes arbeiten und lebt primär fürs Wochenende.
- Jobs, bei denen die Arbeitszeit eine untergeordnete Rolle spielt, mit denen man sich identifiziert und die einen herausfordern. Auch privat intressiert man sich für die Inhalte des Berufslebens und im Idealfall hat man sein Hobby zum Beruf gemacht. Kohle ist dabei nicht die ausschließliche Motivation; allerdings kommt die irgendwann von ganz allein.
Der Traumjob: Bauhof! 24/7 Rock’n'Roll.
Ich kenne beide Arten von Arbeit. Allerdings ist es (glücklicherweise!) lange her, dass ich mir einen Job der Kategorie Eins antun mußte. Aber was soll ich sagen? Das Studentenleben und damit auch mein Dispo haben mich eingeholt - womit ich zum ersten Mal seit Jahren wieder einen stinklangweiligen Brot-und-Butter Job ausschließlich des Geldes wegen antreten muss. Wenigstens ist der Job sehr gut bezahlt und die Kollegen sind nett, was ja schon mal viel Wert ist - viele wären wohl froh, überhaupt sowas zu haben.
Ein kleiner Tipp, damit die Zeit rumgeht: Armbanduhr ausziehen, einstecken. Anschließend die Uhr in der Windows-Taskbar ausknipsen. Acht Stunden vom Lebenszeitkonto* abziehen. Und dann Augen zu und durch.
* Das Konto, auf dem man die Zeit für Dinge wie einen Baum pflanzen, ein Haus bauen, mit dem Motorrad von Frankfurt nach Kapstadt fahren, eine Kneipe eröffnen etc. anspart.

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