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Sprachlos

Sprachlos

1. Juni 2007, 22:55 Uhr Political correctness Halla

Man mag von den Diskussionen um die G8-Demos halten, was man will. Angesichts dieses Videos, das auf G8-Tv.org veröffentlicht wurde, bleibt mir allerdings schlichtweg die Spucke weg:

Ein Konvoi aus 15 Trucks mit Ausrüstungsgütern für das Anti-G8 Camp in Wichmanndorf wird von der Polizei auf offener Straße gestoppt. Der “Einsatzleiter” gibt daraufhin vor laufender Kamera den Grund dafür zum besten:

Wir haben begründete Hinweise darauf, daß es sowohl aus [Aufzählung verschiedener Bundesländer] reichlich Hinweise darauf gibt, daß gestohlene Fahrräder hier [… dieser Teil geht im Gejohle der Demonstranten unter…] Meine Damen und Herren, wir werden Ihre Personalien feststellen wir werden hier die Fahrzeuge durchsuchen und wir werden diese Massnahme konsequent durchziehen.

Anschließend rücken dutzende Polizisten an, kontrollieren scheinheilig ein paar Fahrräder (und was für Schrotträder!) und nehmen fleißig Personalien auf. Ja, richtig gelesen. Von allen Demonstranten werden mit diesem lächerlichen, vorgeschobenen Grund die Personendaten gesammelt und die Menschen eingeschüchtert und kriminalisiert - und das obwohl sie nur ein Grundrecht wahrnehmen wollen.

Wie lächerlich will sich der Staat eigentlich noch machen? Ich dachte schon, mit den Geruchsproben wäre das Ende der Fahnenstange erreicht - aber nein, da geht noch mehr. Es scheint tatsächlich so, als wäre Heiligendamm demokratiefreie Zone (die dafür umso repressiver ist). Hoffentlich ist das kein Vorgeschmack auf das, was bald ganz Deutschland blühen könnte, wenn Herr Schäuble dieses Land noch länger mit kranken Ideen terrorisiert. Ein besseres Beispiel dafür, wie man von Berlin aus die Bürger verarscht, gibt es wohl kaum…

Ne, Kinners’, ich mag Deutschland eigentlich wirklich gern - aber dieser Staat ist einfach nicht mehr mein Staat. Obwohl, jetzt wo man so rigoros gegen Fahrraddiebe vorgeht, bekomme ich vielleicht auch meine vier gestohlenen Räder wieder. Bisher hieß es da bei der Polizei nämlich immer nur “Schaun’ Se mal bei Ebay rein, vielleicht ham’se da ne Chance”.

Falschrum

Falschrum

13. März 2007, 23:03 Uhr Erzähls der Parkuhr , Ich und mein Martyrium Halla


Und Gott fragte die Steine: “Wollt Ihr Biker sein?”
“Nein, Herr!”, antworteten die Steine.
“Dazu sind wir nicht hart genug.”

Hart wir Stein bin ich praktisch seit meiner Geburt, nur der Biker ist zur Zeit noch in Arbeit. Vorallem in technischer Hinsicht. So versuche ich seit 5 Tagen einen Fahrrad-Tacho Trainingscomputer zur Mitarbeit am Lenker im Cockpit zu bewegen. Natürlich nicht irgendeinen, sondern einen schönen Wireless Computer und allem möglichen Schnickschnack. Man will muss ja schließlich auch im Sattel oder in der Natur irgendwas Digitales um sich herum haben.

Heute kam der Tag, an dem ich den sauren Apfel biß und mich von einem Schrauber darüber aufklären ließ, warum sich mein Trainingscomputer so konsequent weigert, mich mit Infos zu versorgen:

  1. Im hiesigen Rhein-Main Gebiet haben Bike-Computer meiner Marke massive Probleme durch irgendeinen Sendemast, ich vermute mal durch den Fernsehtum in Ginnheim oder irgendeinen Radiomast auf dem Feldberg.
  2. Ich habe den Sender mit mehreren Lagen Panzerband umwickelt, was dem Kontakt zwischen Signalgeber und Sender nicht gerade förderlich ist. Gleiches galt für meine alternative Befestigungsmethode mit 5mm Kabelbindern anstatt dem Orginal 2mm Gummiband.
  3. Ich habe den Sender *hust* falsch herum eingebaut.

Dass ein Sendemast meine kleine Funkstrecke zwischen dem Sender am Gabelholm und dem Computer am Lenker stören soll, finde ich gleichsam abwegig und toll. Es scheint aber zu stimmen, da der Hersteller die Modelle wohl bei Käufern aus der Region anstandslos gegen kabelgebundene Computer austauscht.

Was aber die beiden anderen Punkte angeht: Das ist peinlich. Gut, zu Panzerband und Kabelbindern stehe ich, ein richtiges Bike ist schließlich kein Ponyhof. Aber der Einbau verkehrt herum… eiei, das war mir nun wirklich peinlich.