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Ich bin jemand anders

Ich bin jemand anders

5. April 2007, 13:18 Uhr Netzfundstücke Halla

Ich hatte vor einigen Monaten schon mal dargelegt, weshalb ich im Netz nie die korrekte Schreibweise meines Namens benutze, sondern immer nur eine Abwandlung davon: Das hat nichts damit zu tun, daß ich nicht dazu stehen würde, was ich schreibe, vielmehr will ich vermeiden mit meinem Klarnamen unkontrolliert für alle Ewigkeiten bei Google gelistet zu werden.

Wie unangenehm ein tolles Google-Ranking des eigenen Namens werden kann, belegt eindrucksvoll ein Beispiel aus dem SelfHTML Weblog:

Neulich bekamen wir hier eine E-Mail an die Redaktion mit der Bitte, einen Beitrag aus dem Archiv zu löschen. Da dieser Beitrag aus dem Jahr 2004 stammt, haben wir natürlich nachgefragt, was denn der Grund für diese Bitte sei. Da bekamen wir eine der Antworten, die ich nun nicht unkommentiert lassen möchte:
… ich habe bei einer Bewerbung u.a. diesen Beitrag ausgedruckt vorgelegt bekommen. Da man mir aufgrund des Threadinhaltes den Job als Webentwickler mangels Fachwissen nicht zugetraut hat, wurde ich abgewiesen.

Gerade für “Webschaffende”, egal ob Designer, Entwickler, Projektmanager, Texter, Konzepter, oder Serverspezialisten ist das so eine Sache: In wohl keinem anderen Bereich läuft derart viel fachlicher Austausch in Form von Foren, Mailinglisten oder Blogs direkt übers Netz. Diese Tatsache kann im ungünstigsten Fall wie im o.g. Beispiel sehr negativ zurückschlagen. Erste (Fach-)Foren, wie z.B. das Traumprojekt, haben daraus Konsequenzen gezogen und lassen das Lesen in bestimmten Boards nur nach einer Anmeldung zu - das schreckt sowohl Personalchefs als auch Google ab.

Dieses “Problem” haben allerdings nicht nur die Webworker allein: In der Wirtschaftswoche sowie der Tagesschau finden sich darüber gleichmaßen hervorragende wie erschreckende Artikel.

Wer im Web also unter seinem richtigen Namen auftritt, sollte genau wissen was er tut und sich vorallem im Klaren darüber sein, daß er dank Google und dem berühmt-berüchtigen Cache jegliche Kontrolle über dessen Verwendung verliert, was eben im schlimmsten Fall zu dem o.g. Effekt führen kann.

Islamistenbox

Islamistenbox

1. April 2007, 15:36 Uhr Netzfundstücke Halla

Vor kurzem wurde die sog. Anti-Terror Datei vom Reichs-Sicherheitsministerium von Hr. Schäuble freigeschaltet. Wer sicherstellen möchte, daß er auch ja erfasst und nicht etwa übergangen wird, kann auf die TerrBox XR3 vertrauen.

Die TerrBox enthält einen vollständigen Linux PC, der darauf programmiert ist, sich wie der Rechner eines Terroristen zu verhalten. D.h. er schickt in zufälligen Abständen eMails mit terrorverdächtigen Inhalten (wie z.B. der Anfrage nach Auslandsaufenthalten in arabischen Ländern) an Adressen aus Pakistan, Iran und anderen arabischen Ländern. Die eMails sind dabei in schlechtem Englisch oder bestem Arabisch abgefasst und es gibt mehr als 1000 verschiedene Vorlagen. Der Rechner surft weiterhin von Zeit zu Zeit selbstständig im WWW auf islamischen Seiten. Desweiteren enthält die Festplatte einige im Internet verfügbare Bombenbauanleitungen, es gibt Kalendereinträge mit wichtigen islamischen Feiertagen, den kompletten Koran und einige theologische Abhandlungen.

Erhältlich bei GetDigital.de (via)

Google machts geschickt

Google machts geschickt

23. Februar 2007, 10:36 Uhr Industrie? Anarchie! Halla

Microsoft sorgt sich mal wieder um das Wohlergehen seiner Kunden und stattet das neue Office 2007 mit einem Rückkanal aus, über den die Software nachhause und mit einem Marktforschungsunternehmen telefonieren darf - ungefragt, versteht sich.

Sowohl WebTrends als auch Microsoft beteuern, die gesammelten Daten nicht missbräuchlich zu verwenden. (Golem)

Die Daten seien nicht personenbezogen und angeblich geht es lediglich darum, die Qualität der Hilfefunktion zu verbessern. Aber muss das denn wirklich heimlich passieren? Könnte man vorher nicht den jeweiligen User um Zustimmung bitten? Wohl eher unpraktisch, denn Heise merkt zu Recht an, dass…

[…] sich der anscheinend selbst generierte numerische Code, den etwa Word an Webtrends schickt, mit dem Lizenzschlüssel des aussendenden Office korrelieren lässt und damit auch weitere Schlüsse über den Anwender ermöglicht.

Google Apps hat derartige Probleme nicht: Die “Office-Suite” befindet sich ohnehin schon online - nauchhause telefonieren ist also gänzlich überflüssig. Ein Durchsuchen der eigenen Server reicht bereits aus (und damit kennt Google sich ja recht gut aus), um wertvolle Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten der User zu machen zu können.

Psst…: OpenOffice!