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Redaktionssystem oder doch nicht?

Redaktionssystem oder doch nicht?

13. Oktober 2006, 21:10 Uhr Für Nerds Halla

Perun aka. Vladimir Simovic läßt sich in diesem lesenswerten Beitrag über Redaktions- und CM-Systeme als “Jobmaschine” aus. Galten diese vor Jahren noch als “Jobkiller” im Bereich Webdesign, so hat sich das seiner Meinung nach im Laufe der Zeit ins Gegenteil verkehrt.

Eine Auffassung die ich voll und ganz unterschreiben würde. Noch vor wenigen Jahren stand ich Systemen wie Joomla (vormals Mambo), Typo 3 oder gar Wordpress sehr skeptisch gegenüber. Selbst coden macht sexy und ist das einzig wahre - so sah ich das damals. In der Zwischenzeit aber muss ich sagen: Mit einem Redaktionssystem im Hintergrund fährt man besser. Lästige Standardarbeiten im Backend (z.B. das Verarbeiten von User-Daten, Validierungen, Benutzerverwaltungen etc.) werden einem abgenommen, der Code ist i.A. besser, sicherer und moderner (im Alleingang kann man unmöglich dieselbe Qualität erreichen wie ein Team von Entwicklern, das über Jahre hinweg tüftelt und codet) als bei einer Eigenentwicklung, man kommt schneller an Ergebnisse und der Auftraggeber ist nicht an einen Entwickler gebunden. Man kann sich viel mehr auf das Umsetzen der Vorgaben fürs Frontend konzentrieren, die Entwicklungszeiten sinken von mehreren Monaten auf wenige Wochen, trotzdem geht einem die Arbeit nicht aus.

Allein im letzten Monat habe ich zwei Projekte mit einem Wordpress-Backend aus der Taufe gehoben (JanDoerrie.com und Aeco-Teulada-Moraira.com, wird noch mit Inhalten befüllt), bei beiden Projekten betrug die Entwicklungszeit nur wenige Wochen, für letzteres habe ich eigens sogar zwei Plugins programmiert und einige weitere modifiziert (u.a. die Kontaktformulare, deren Funktionalität mittels benutzerdefinierten Feldern gesteuert werden kann). Die von Perun angesprochene “Zusatzqualifikation” in Bezug auf CMS’se oder Frameworks nehme ich ebenfalls als solche wahr: So sprach mich z.B. eine Agentur gezielt auf meine Wordpress-Kenntnisse hin an.

Selbst Coden bringt Erfahrung und Know-How. Bestehenden Code verwenden und erweitern bringt Ergebnisse, ohne das diese gezwungenermaßen an Individualität verlieren. An dieser Weisheit ist durchaus was dran, wie ich in den letzten Jahren gelernt habe.