Too much
1. Juli 2007, 21:04 Uhr
Steaks mit Fritten
Halla
Wenn das stimmt, was der Nährtwertrechner auf der Burger King Website proklamiert, dann habe ich meine 15 Euro fürs Abendessen in etwas über 3000 Kilokalorien umgesetzt. Das bedeutet eine Extraschicht auf dem Laufband, fürchte ich.
Doener bestellen fuer Profis
13. Juni 2007, 21:14 Uhr
Steaks mit Fritten
Halla
Ein Mann, Mitte/Ende 40, Typ Beamter mit einer dicklichen Frau im Schlepptau betritt “meine” Dönerbude und poltert direkt los: “Was gibt es denn hier?”. Seine Frau drückt ihm die ein Flugblatt in die Hand, das vor der Kasse liegt. Er fängt an zu lesen und murmelt irgendwas in sich rein, was wie “Nur Döner oder was?” klingt.
Was hat er erwartet? Von einem Laden, der Delicato Döner heißt…?
Beide setzen sich dann erstmal hin und diskutieren, was sie bestellen sollen. Die Frau will einen Kinderdöner, woraufhin sie eine verbale Schelle kassiert: “Den gibts doch um die Uhrzeit gar nicht mehr! Da liegen die Kinder im Bett”. Wohlgemerkt, es ist halb acht Uhr abends und die Bemerkung war tätsächlich ernst gemeint.
Die Diskussion ging noch eine Weile weiter, und als ich gerade am Zahlen war, würde die Bestellung vom Tisch aus Richtung Kühltheke quer durch den kleinen Laden geblökt: “Zwei Döner, einer mit extra Fleisch, wenig Soße und ohne Tomaten und Zwiebeln”. Und dann zeigte der Beamte doch noch ein wenig Humor (oder das was er dafür hielt): “Und dann noch einen, ohne Brot, ohne Fleisch, Tomaten, Salat und Soße”, gefolgt von einem lauten Lacher über den eigenen Witz. Hach, wie urkomisch.
Schnell weg hier.
Es geht auch ohne Fleisch
1. April 2007, 16:27 Uhr
Steaks mit Fritten
Halla
Ich habe mein ganzes Leben gern und viel Fleisch gegessen. Leckere Schnitzel mit Pommes (kurz: Schnipo), schöne Steaks, Würstchen in Hotdogs oder ein knuspriges Hähnchen vom Spieß - immer wieder gern. Allerdings habe ich den Entschluss gefaßt, meine Ernährung radikal umzustellen und mich ab sofort vegetarisch zu ernähren. Ein Entschluss, der sich nahtlos jenen Prozess einfügt, den ich in den letzten Jahre begonnen habe: Eine gesünderes Leben zu führen. Nachdem ich vor Jahren mit regelmäßigem Sport anfing und vor einem guten Jahr auch das Rauchen aufgegeben habe, ist es nur konsequent, auch der Ernährung die Beachtung zu schenken, die sie verdient.Die Gründe für diese (durchaus als fundamental zu bezeichnende) Umstellung sind ebenso zahlreich wie vielfältig:
- Man muss sich klarmachen, daß das Schnitzel auf dem Teller ein Leichenteil ist. So hart das auch klingt. Nicht sonderlich appetitlich, oder?
- Für ökologisch angebautes Fleisch fehlt mir das Geld, und die “Nachteile” der Massentierhaltung sind hinreichend bekannt. Ich kann und will das nicht länger unterstützen.
- Der Konsum von Fleisch sorgte bei mir in der Vergangenheit für eine sehr einseitige Ernährung: Eine vegetarische Lebensweise wird für mehr Abwechslung sorgen.
- BSE, Vogelgrippe und immer wieder Gammelfleisch: Ich will “sauberes” Essen auf dem Teller, keine alte oder vergammelte Nahrung.
- Ganz wichtig: Döner schmeckt auch ohne Fleisch, vegetarische Döner sind genauso lecker und sogar billiger. Für mich als bekennenden Fan der Brottaschen ein wichtiges Kriterium. Und für den Grill im Sommer gibts ebenfalls Alternativen, z.B. Grillkäse, Tomaten, Pilze etc.
- Meine Ernährung wird gesünder und Fettärmer. Schöner Nebeneffekt: Ich komme leichter zu meiner Sommer-Adonis Figur.
- Wenn ich weiterhin soviel Junkfood in mich reinstopfe, werde ich irgendwann fett oder sehe mit 30 aus als wäre ich 60. Eine gesunde, vegetarische Ernährung verhindert das.
Und jetzt werde ich erstmal die Salami entsorgen, die seit Wochen auf der Mikrowelle liegt. Mit der bin ich ein für allemal fertig.
The Rise and the Fall
13. März 2007, 00:51 Uhr
Steaks mit Fritten
Halla
Ich bin ausgesprochener Liebhaber der internationalen Küche: Türkische Döner, thailändische Ente, kroatische Grillteller, italienische Pizza&Pasta, saftige BK-Burger, mexikanische Burritos&Tortillas - am liebsten in Mengen von denen man pakistanische Fußballnäher über Wochen hinweg ernähren könnte. Nicht weiter verwunderlich also, daß das wichtigste Utensil in meiner Küche die Mappe mit den Speisekarten aller Lieferservice- und Take-Away-Restaurants im Umkreis ist.
Mit anderen Worten: Ich bin ein kompetenter Ansprechpartner, wenn es um Fast- und Junk-Food geht (für alles andere ist die Freundin zuständig). Während ich für jedes Essen meinen jeweiligen Stammlieferanten habe, ist das bei Döner anders: Obwohl ich mir ein- bis zweimal die Woche so ein Gelöt einschiebe, habe ich noch immer niemanden gefunden, der es geschafft hätte, über die Jahre hinweg gleichbleibende Qualität zu liefern.
Aufgrund langjähriger Marktstudien konnte ich einen Schweinezyklus beobachten, dem alle mir bisher bekannten Dönerbudenbetreiber folgen:
- The Rise
Der Laden siedelt sich neu an, der Besitzer buhlt um Kundschaft und strebt nach Fame in der Szene. Bei den Preisen handelt es sich ohnehin um Einheitspreise, also ist hier nicht viel zu holen, differenziert wird hauptsächlich anhand von zwei Merkmalen: dem Belag und dem Brot. Ein neuer Betreiber röstet das Brot schön lange, damit es warm und knusprig wird, der Belag ist in ausreichender Menge vorhanden. Es wird die “Königshäufung” angewandt: Fleisch, Rohkost, Sauce, dann wieder Fleisch.
- Make Money
Der Laden liefert gleichbleibende Qualität und erarbeitet sich ein Stammpublikum. Als Stammgast verteidigt man “seine” Bude gegen alle Kritiker und Diskussionen darüber, wo es den besten Döner gibt, arten auch schnell mal in wahre Glaubenskriege aus die bereits Freundschaften zerstört und Beziehungen zerbrochen haben.
- Sellout
Langsam und zu Beginn fast unmerklich läßt die Qualität nach: Brot wird nicht mehr lange genug getoastet, die Saucen- und Belagmenge bricht ein. Das Fleisch wird nicht mehr direkt von Kolben gesägt, sondern vorgeschnitten und in einer Edelstahlbox bis zum Verkauf warmgehalten. Es wird die einfache Häufung angewandt, bei der im Gegensatz zum Königsweg die letzte, schließende Fleischschicht unterschlagen wird. Die kritischen Stimmen mehren sich, immer öfter hört man im Bekanntenkreis mahnende Worte und Berichte über mangelhafte Döner.
- The Death
Plötzlich hängt sang- und klanglos ein anderer Name über der Tür, der alte Besitzer hat verkauft, ein Neuer zieht ein (der in ca. 88.3% der Fälle auch das alte Interieur und die Geräte übernimmt) und versucht sein Glück. Der Zyklus beginnt erneut bei Punkt 1.
Als kompetenter Beobachter des Dönermarkts habe ich für mich die folgende Strategie entdeckt um den Eintritt von Phase 3 objektiv erkennen zu können: Bekomme ich dreimal hintereinander einen Döner, der mich nicht befriedigen konnte und aussah wie Dresden ‘45, wird es Zeit einen letzten Tee mit dem Maitre d’Cuisine zu trinken und einen neuen Stammlieferanten zu suchen. Am besten eine erfolgshungrige Young Gun, die sich noch in Phase 1 befindet.
Aber es erschreckt mich doch zutiefst, daß ich heute zum zweiten Mal in Folge einen Döner hatte, der erhebliche geschmackliche Mängel am Brot aufwies. Befinden sich mein Stammlieferant und ich uns etwa schon auf dem Weg zu Phase 3? Bitte nicht…
Sparfuchs
9. Oktober 2005, 13:41 Uhr
Steaks mit Fritten
Halla
Sparrezept für mittellose Studenten:
3 Gemüsemaultaschen aus dem Lidl, 2 Brühwürfel, 1 Liter Wasser - alles zusammen in einen Topf kippen und 15 Minuten kochen lassen, Fertig. Wer es richtig krachen lassen will, nimmt noch ein Brötchen dazu.
Kostet fast nichts:
6 Maultaschen - 99 Cent (Lidl)
12 Brühwürfel - 49 Cent (Lidl)
2 Brötchen - 30 Cent
Auf eine Portion gerechnet heißt das 49,5 Cent für die Maultaschen, 8,16 Cent für die Brühwürfel, 30 Cent für die Brötchen, insgesamt 87,66 Cent. Ist man gerade klamm, läßt man die Brötchen einfach weg. Wenn das mal nichts ist: Die ganze Mahlzeit kostet weniger als eine Mahnung von der Bücherei, braucht nur einen Topf für die Zubereitung (aus dem kann man dann auch gleich essen) und man muss kein Gemüse schnibbeln oder sonst irgendwie Zeit oder Aufmerksamkeit aufs Kochen zu verwenden (alles in einen Topf, Herd anschalten, warten, essen und gut iss’).
Aber irgendwie…. ach ich weiß nicht - ich brate mir einen Burger! Noch reicht die Kohle dazu.