Up in Smoke
6. August 2006, 23:53 Uhr
Rauchfrei
Halla
Es wird Zeit, daß ich meinem Alter Rechnung trage und mir ein paar ruhige, kultivierte Hobbys suche. Bedauerlicherweise ist Golfen zu teuer und immer nur Computer wird auch langsam langweilig.
Daher habe ich beschlossen, wieder mit dem Rauchen anzufangen (diesmal allerdings auf eine distinguiertere und zivilisiertere Art und Weise als noch vor 8 Monaten) und habe mir eine wunderschöne, orientalische 60cm Shisha geleistet. Samt Kohle und 4 Sorten Tabak. Und bevor jetzt die “Jehova”-Rufe losgehen: Diese Art von Rauchen hat mit dem stumpfsinnigen Zigarettenkonsum in der Kaffeepause natürlich ungefähr so viel zu tun wie das Abpumpen eines Six-Pack Bier mit dem Genuss eines 10 Jahre alten Rotweins zu tun hat. Nein, Freunde der Nacht, jetzt wird genossen und nicht mehr konsumiert.
Wenn das Ding geliefert wird, hänge ich mich gemütlich auf die weiche Couch, mache das Rotlicht samt entspannter Musik an und genehmige mir eine schöne Shisha mit aromatisiertem Doppel-Apfel Tabak. Und vielleicht noch einen Martini dazu. Wer braucht da schon Urlaub im Ausland?
Notiz an mich selbst: Auch kein schlechtes Geburtstagsgeschenk, so eine Shisha.
Rauchfrei, 6 Monate
6. Juni 2006, 20:05 Uhr
Rauchfrei
Halla
Letzte Woche am 31. Mai war Welt-Nicht-Raucher-Tag und gleichzeitig mein eigenes halbjähriges Nichtraucher-Jubiläum. Herzlichen Glückwunsch, Herr Halla. Wenn ich keinen 4tägigen Partymarathon hinter mir hätte (in meinem Alter steckt man das nicht mehr so gut weg), würde ich fast sagen: Ich fühle mich gesund und kräftig genug, um Bäume auszureißen.
Im Grunde war das Aufhören so lächerlich einfach, daß ich schon fast mit dem Gedanken spiele, wieder anzufangen. Und dann nochmal aufzuhören. Nur so zum Spaß. Schließlich habe ich verdammt coole Aschenbecher, ist doch schade drum wenn die nicht mehr benutzt werden. Naja, mal sehen.
Achja, gespart habe ich seitdem ca. 800 Euro (bei meinem ehemaligen Verbrauch von einem Päckchen/Tag). Und fehlen tut mir auch nichts - kein Mensch muss am Computer, beim Bier oder nach dem Essen rauchen. Darauf zu verzichten, nimmt einem kein bißchen Lebensqualität, auch wenn ich davon als Raucher noch felsenfest überzeugt war. Im Gegenteil, alles nur blöde Angewohnheiten. Probiert es aus!
Rauchfrei, 4 Monate
16. April 2006, 17:19 Uhr
Rauchfrei
Halla
Nein, ich bin noch nicht wieder rückfällig geworden und schon seit über 4 Monaten Nicht-Raucher. Wenn mir das jemand im Dezember 2005 gesagt hätte, hätte ich ihn wohl ausgelacht…
Rückblickend war die Entscheidung genau richtig. Das allgemeine Wohlbefinden ist sehr viel größer, man riecht und schmeckt besser, schläft tiefer, wacht erhohlter auf und meine Ausdauer ist seitdem geradezu explodiert, was ich z.B. bemerke wenn ich laufen gehe. Ich bilde mir auch ein, über ein deutlich verbessertes Hautbild zu verfügen - die Haut kommt nicht mir nicht mehr so fahl wie früher vor.
Das mit der Gewohnheitsmäßigen Zigarette in den Pausen auf der Uni, nach dem Essen, vorm Rechner oder zum Bier in der Kneipe hat sich auch erledigt, danach habe ich nicht mehr das geringste Verlangen. Von daher betrachte ich mich mittlerweilie als echten Nichtraucher.
Wenn ich mir überlege, daß ich früher pro Woche durchaus eine Stange für 40 Euro weggezogen habe, dann macht das 640 Euro, die ich seitdem gespart habe: Ein kompletter Urlaub. Vollkommen verrückt, soviel Geld für einen Quatsch wie Zigaretten zu verballern. Aber als Raucher habe ich immer gesagt “Das ist es mir wert, das ist ein Stück Lebensqualität für mich”. Wer sich dieser Aussage wiedererkennt, dem kann ich nur sagen: Einfach mal aufhören. Das bringt wirklich mehr Lebensqualität.
Rauchfrei, 3 Monate
10. März 2006, 12:15 Uhr
Rauchfrei
Halla
Am 10.12.05 war Schluss mit lustig, und ich habe mit dem Rauchen aufgehört. Ich habe die schwierige Anfangsphase überstanden, Weihnachten und Silvester, meine stressige Klausurenphase, den achso-lustigen Fasching und bin heute noch immer rauchfrei. Freier denn je, möchte ich schon fast sagen.
Gelegentlich durchzuckt mich noch die Lust nach einer Zigarette, das läßt sich aber gut kontrollieren. All die Dinge, vor denen ich “Angst” hatte, von denen ich dachte, sie bringen mich zurück zur Kippe, die haben sich in der Zwischenzeit als reine Gewohnheit herausgestellt: Nach dem Essen, am Computer, im Auto, die Pausen, beim Weggehen abends usw. Alles kein Problem mehr. Ich hätte es mir als Raucher niemals vorstellen können, aber: Es fehlt mir schlicht und ergreifend nicht. Um ehrlich zu sein, finde ich es erschreckend, daß ich mir früher gar nicht vorstellen konnte, wie es ist, beim Programmieren am Computer nicht zu rauchen. Ich dachte oft, mir würde sowas wie “Lebensqualität” oder “Genuss” verloren gehen, wenn ich aufhöre. Lächerlich. Darüber kann ich heute nur noch den Kopf schütteln - es ist eine miese, stinkende, teure und ungesunde Angewohnheit, die mit Genuss nicht das geringste zu tun hat. Wer Rauchen als Genuss ansieht, sollte erstmal versuchen, drauf zu verzichten - das ist ein noch größerer Genuss.
90 Tage, das sind (bei meinem “alten” Verbrauch) etwa 120 Schachteln, 2280 Zigaretten nicht gerauchte Kippen. 480 Euro, die ich nicht einfach verbrannt habe. Das mit Aufhören war eine der besten Entscheidungen der letzten Jahre.
Rauchfrei, 6 Wochen
23. Januar 2006, 11:11 Uhr
Rauchfrei
Halla
Mittlerweile bin ich seit über 6 Wochen ohne Zigaretten unterwegs, seit dem 10.12.05 um genau zu sein - auch wenn mir in den Kommentaren bereits gegenteiliges unterstellt wurde.
Die Vorteile sind mittlerweile nicht mehr so offensichtlich, allerdings auch im Laufe der letzten Wochen gegenüber meiner Zeit als Raucher in Vergessenheit geraten. Wer erinnert sich schon gern an stinkende Hände oder Wohnungen, an den Geruch von kaltem Rauch, an überquellende Ascher, an das Kratzen im Hals und das astmathische Husten, an die betäubte Zunge und die systemathische Vergiftung des eignen Körpers und die Unsummen von Geld, die das auch noch gekostet hat?
Nein, ich spare noch immer jede Menge Geld (das ich auch bitter nötig habe… jemand ne PS2 kaufen?), schlafe tief, rieche gut und seh (relativ) frisch aus - hey ladies….
Die einzige Kippe, die ich seit letztem Jahr geraucht habe, war an Silvester um -politisch unkorrekt- ein paar Raketen abzufeuern. Allerdings war ich überrascht: Selbst voll wie eine Haubitze nicht mehr ganz nüchtern hat die Kippe ziemlich bitter geschmeckt. Ich bin sicher, wenn man das ignoriert, hätte man an dem Abend auch noch in ein paar mehr wegziehen können, aber hey: What for? Wenn’s nicht schmeckt, lass ich es. Ist ja nicht wie beim Obstler: Der schmeckt zwar auch nicht, aber man hat wenigstens was davon…
Was aber nach wie vor verblüfft: Wenn man gemütlich mit Freunden bei einem Bier zusammensitzt, kommt einem doch schnell der Gedanke, daß man doch mal gern eine rauchen würde. Nur ganz kurz, mehr wie so eine Art Geistesblitz. Vergleichbar mit dem plötzlichen Heißhunger auf Schokolade oder so. Gottseidank läßt sich dieser “Reflex” genauso leicht bekämpfen wie er kam, aber es ist schon interessant zu sehen, wie sich manche Gewohnheiten im Laufe der Jahre festgebrannt haben. 10 Jahre Rauchen lassen sich halt nicht in ein paar Wochen wegwischen.
Ich glaube, darin liegt auch das Geheimnis nicht wieder anzufangen: Man muss der Tendenz, die Vergangenheit immer rosig zu sehen, bewußt entgegenarbeiten und sich bewußt machen, wie beschissen die Raucherei eigentlich war. Ganz ablegen wird man die Gewohnheit, bei bestimmten Situationen zur Kippe greifen zu wollen, sicher nicht (vielleicht nach ein paar Jahren mal…), aber wenn es dann mal macht, schmeckt es eh nicht (Stichwort Silvester). Also läßt man es lieber gleich ganz bleiben.
Was mich wirklich freut: Mein Konsum von Bonbons und Kaugummis geht allmählich wieder auf ein vertrebares Maß zurück.
Geld gespart: 42 Tage * 4 Euro = 168 Euro (mindestens… eher mehr)
Gegenwert: eine gebrauchte Playstation 2 plus eine Flasche Havanna Club. Oder ein neues Rad.
Rauchfrei, 2 Wochen
25. Dezember 2005, 19:44 Uhr
Rauchfrei
Halla
Allen Unkenrufen und Gegenwetten zum Trotz bin ich noch immer Nichtraucher, mittlerweile schon stolze 2 Wochen. Donnerstag war ich auf einem Geburtstag und gestern abend an Weihnachten richtig bis 6 Uhr morgends feiern. Ohne Rauch. Das, was mir anfangs am meisten Sorgen gemacht hat, nämlich die Kombination aus Alkohol und Zigaretten, bekomme ich von Mal zu Mal besser in den Griff. War es in der ersten Woche noch sehr schwer, das unter Kontrolle zu halten, war es gestern abend eigentlich ein Kinderspiel. Ein, Zweimal hatte ich das Bedürfnis zu rauchen, das ließ sich aber genauso schnell niederkämpfen wie es gekommen war. Und wie schon mal gesagt: Ich habe mindestens ein Päckchen am Tag geraucht, über Jahre hinweg - ich war also durchaus ein starker Raucher (auch noch blaube Gauloises, die übelsten Lungentorpedos überhaupt…).
Zugenommen habe ich übrigens auch kein Gramm. Meine Essgewohnheiten haben sich nur in den ersten 3 Tagen geändert (ich hatte mehr Appetit), aber das hat sich schnell wieder gelegt. Außerdem habe ich beim Sport mehr Spaß und verbrenne dementsprechend mehr auch mehr Kalorien.
Ich muss sagen, bisher fällt mir die Entwöhnung wesentlich leichter als erwartet. Aber seien wir doch mal ehrlich: Jeder sagt, aufzuhören wäre unglaublich schwer, es wäre die Hölle, etc. Blabla… Aber wer sagt das denn? Nur Personen/Gruppen, die selbst ein Intresse daran haben, diesen “Irrglauben” zu verbreiten. Als da wären:
- Die Tabakindustrie
Das Intresse der Tabakindustrie ist klar: Die wollen verkaufen. Kein Wunder, daß die sagen, es wäre schwer aufzuhören. Schließlich sollen ja alle Kippen kaufen.
- Die Hersteller von Nikotinpflastern, Kaugummis mit Zigarettengeschmack usw.
Klar - die wollen auch nur verkaufen, und reden einem ein, man könne es ohne die (teuren) Hilfen kaum schaffen.
- Freunde und Bekannte
Die haben zwar kein finanzielles Intresse daran, aber sowas sagen normalerweise nur Raucher, die es nicht geschafft oder wieder angefangen haben. Das gerade diese Gruppe es als kaum schaffbar darstellt, liegt wohl mehr daran, daß man sich die eigene Schwäche nicht eingestehen will….*duck*
Am schwierigsten waren eigentlich die ersten 3 Tage - danach wird es immer einfacher… Also nur Mut - So schwer ist das mit dem Aufhören gar nicht.
Notiz an mich selbst:
Eine Woche hinter mir, Rauchverlangen gleich null, auch wenn mir die Gewohnheiten noch immer im Kopf rumschwirren
Geld gespart: 14*4 Euro Euro + 4 Extrapäckchen zum Feiern/Wochenende, gesamt: 70 Euro.
Gegenwert: günstige Jacke, ein paar neue Schlappen oder ein guter, dicker Kapuzenpulli
Rauchfrei, eine Woche
19. Dezember 2005, 01:54 Uhr
Rauchfrei
Halla
So - heute ist meine erste Woche ohne Zigaretten vorbei.
Ich habe eisern durchgehalten, war zwischenzeitlich mit viel Alkohol feiern, war in einer Kneipe mit Freunden Bierchen trinken und bin mit einer Freundin essen gegangen, mit ist ein Rechner gecrasht, ich habe abends am Notebook gecodet und gearbeitet, mich auf der Uni gelangweilt und zu den Rauchern gestellt, war lange Strecken im Auto ohne Radio unterwegs - Kurz gesagt: Alles Gelegenheiten, die ich früher gewohnheitsmäßig mit der einen oder anderen Zigarette verbunden hätte.
Zwischenzeitlich kommt immer mal wieder das Verlangen nach einer Zigarette hoch - aber das kommt nur kurz und läßt sich leicht unterdrücken, wenn man sich bewußt macht, das man nur im Begriff ist, einer blöden Gewohnheit nachzugeben - sonst nichts.
Auf der anderen Seite finde ich immer mehr Vorteile:
Ich spare einen Haufen Geld (vorallem 2-Euro Münzen und 5-Euro Scheine sind auf einmal wesentlich länger im Portmonaie), fühle mich frischer und ausgeruhter und habe einfach mehr Energie. Wenn ich laufen gehe, laufe ich viel schneller und ausdauernder als früher - ohne daß ich mich mehr anstrenge. Ich kann wieder besser riechen und schmecken, schlafe tiefer und komme morgends leichter aus dem Bett und ich muss nicht alle zwei Tage durchsaugen um Zigarettenasche wegzubekommen. Und ich wurde zum ersten Mal seit Jahren jünger geschätzt als ich tatsächlich bin - und nicht älter!
Ich kann mir gut vorstellen, daß es umso leicher fällt aufzuhören je mehr man vorher geraucht hat. Klingt vielleicht paradox, aber letzten Endes klappt es bei mir persönlich, weil ich mir die Vorteile vor Augen halte, die ich vom Nicht-Rauchen habe. Und je stärker man vorher geraucht hat, desto stärker fallen einem diese Vorteile eben auf. Und bei über 65.000 gerauchten Zigaretten fällt einem da so einiges auf…
Notiz an mich selbst:
Eine Woche hinter mir, Rauchverlangen gleich null, auch wenn mir die Gewohnheiten noch immer im Kopf rumschwirren
Geld gespart: 32 Euro
Gegenwert: Iss mir egal jetzt….
noch immer Rauchfrei
17. Dezember 2005, 14:21 Uhr
Rauchfrei
Halla
Geschafft. Feuerprobe mit Sternchen bestanden. Tag 4, 5 und 6 sind (entgegen anderslautender Vermutungen) noch immer Rauchfrei.
Donnerstag abend war ich auf einer Studi-Party in der Druckwelle Dieburg: Null Style, Coolnessfaktor praktisch nicht vorhanden, dafür aber Stimmung bis zum Abwinken. Für den Betrag, den man in Frankfurt für einen Gin Tonic zahlt, kann man sich in der Druckwelle praktisch komplett betrinken. Kurz gesagt: ein echter Studentenladen.
Letzteres war auch mein Plan: Falls ich Lust bekommen sollte zu rauchen, ziehe ich die Notbremse und betrinke mich in kürzester Zeit derart, daß ich gar nicht mehr rauchen will (Es gibt dort 0,5l Long-Island Ice Teas für 5 Euro, die sich vorzüglich dazu eignen). Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war zwar betrunken, habe aber trotzdem nicht geraucht.
Wiso auch? Rein körperlich ist das Nikotin schon lange aus meinem Körper verschwunden, ein körperliches Verlangen wie beim echten Drogenentzug gibt es nicht mehr. Alles was geblieben ist, sind schlechte Angewohnheiten (Kippchen nach dem Essen, zum Bier/Kaffee, am Computer etc). Aber die kann man ja durchaus unter Kontrolle halten - man ist ja kein Tier ohne eigenen Willen. Was es aber in der Kombination mit dem Alkohol schwerer macht: Alkohol verstärkt bis zu einem gewissen Maß die eigenen Empfindungen und senkt die Hemmschwelle ab. So gesehen steigt unter Alkoholeinfluss das Verlangen zu rauchen während gleichzeitig die Hemmschwelle dazu sinkt. Blöde Kombination…
Macht man sich das aber mal klar, ist es gar nicht mehr so schwer, dem kleinen Affen in Kopf, der rauchen will, ein lautes “Halts Maul, Du Arsch!” entgegen zu schreien. Ich habe übrigens tatsächlich die Vorstellung von so einem kleinen Affen in meinem Kopf, der ständig nach Zigaretten verlangt. Gegen den kämpfe ich an - klingt zwar bescheuert, aber ich bin sehr visuell veranlagt und was ich mir bildlich vorstellen kann (so wie den Affen), das fällt mir generell leicht.
Weite positive Dinge, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind:
- Spaß mit dem Kater:
Ein Kater nach dem übermäßigem Genuss von Long-Island Ice Teas fällt nicht annähernd so unangenehm aus, wie ein Kater nach zuviel Long-Islands mit 20-30 Zigaretten. Im Gegenteil: Ist man den Alkohol/Rauch Kater gewohnt, so kann man schon fast über den reinen Alkohol-Kater lachen.
- Breite Brust durch den Kampf gegen den Affen:
Es fühlt sich schon gut an, wenn man sich selbst beweisen kann, stark genug zu sein um gegen den rauchenden Affen im eigenen Kopf anzukämpfen….
- Mehr Geld:
Es ist immer noch toll, wieviel Geld man überall spart - Gerade im Supermarkt und der Tankstelle habe ich eigentlich immer noch Zigaretten mitgenommen (wenn man schon mal da ist…). Das entfällt nach wie vor und für die 4 Euro kann ich praktisch Unmengen an Kaugummis, Bonbons oder sauteuren Fruchtsäften mitnehmen. Und trotzdem zahle ich an der Kasse weniger als früher.
- geringeres Verlangen:
Heute ist Tag 6 meines Entzugs - und ich habe praktisch kein Verlangen mehr nach Zigaretten. Es ist auch nicht mehr so, daß mir etwas “fehlt”. Es ist fast “normal” nicht zu rauchen. Gelegentlich kommt so eine Art “Schub” wo ich gern mal eine rauchen würde - aber das läßt sich gut “bekämpfen”.
-
normaler Appetit:
Hatte ich in den ersten Tagen wirklich fürchterlichen Kohldampf und war auch ständig am Futtern, so hat sich das ebenfalls erledigt. Mein Hungergefühl ist wieder auf ein normales Maß zurückgegangen.
Notiz an mich selbst:
Tag 4,5 und 6 rauchfrei. In Kombination mit Alk wirds manchmal hart, aber das ist mit etwas Selbstdisziplin unter Kontrolle zu halten. Ansonsten keine Probleme. Gutes Körpergefühl. Bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung mit dem Rauchen aufzuhören.
Geld gespart: 4*4 Euro (an einem Tag mit Party und Uni wie Donnerstag wären früher 2 Schachteln fällig gewesen), gesamt: 28 Euro.
Gegenwert: ein 256MB USB-Memory Stick
Rauchfrei, Tag 3
14. Dezember 2005, 23:06 Uhr
Rauchfrei
Halla
3ter Tag ohne Zigaretten - und mir geht es noch immer gut. Entgegen anderslautender Prophezeihungen halte ich bisher gut durch und habe mich heute sogar todesmutig zu meinen alten Raucherfreunden gestellt. Ohne zu rauchen, versteht sich. Wer mal wie ich einen kalten Entzug vom Crack durchgemacht hat, den kann ein bißchen Nikotin nicht schocken.
Positive Veränderungen, die mir heute aufgefallen sind:
- Geringere Rechnung beim Einkaufen:
Ich kaufe meist nur für die nächsten 2-3 Tage ein und nehme immer 2-3 Päckchen Zigaretten mit. Kosten für Essen, Getränke und Haushaltsgegenstände summieren sich meist auf einen Betrag um die 15 Euro, die Zigaretten auf zusätzliche 8-12 Euro. Mein Einkauf ist also auf einen Schlag um die Hälfte billiger! (Ja, ich weiß, das ist nix neues - aber es macht einen Unterschied ob man es schwarz auf weiß auf der Kasse sieht oder sich nur “denkt”)
- Weniger nachdenken und mehr Platz:
Früher mußte ich immer an Zigaretten und Feuerzeug denken, am besten irgendwo im Auto oder der Tasche noch ein Ersatzpäckchen bunkern, morgends dran denken, das Zeugs mitzunehmen und und und… So what?! Außerdem habe ich wesentlich mehr Platz in den Hosentaschen. Liebe Frauen, passt mal auf, was wir Männer so immer in den Hosentaschen haben, ohne dazu gleich eine Handtasche schleppen zu müssen: Handy, Schlüssel, Feuerzeug, Kleingeld, Kaugummis, Zigaretten, MP3-Player (zumindest ich) - das dickste Paket davon entfällt ab sofort, und ich habe endlich mehr Platz für meinen großen … ach lassen wir das einfach bevor das Niveau unter der Grasnarbe schürft.
- Ordung:
Vorher stand immer ein Ascher auf dem Schreibtisch, auf dem Couchtisch, bei den Büchern und neben dem Bett. Und immer lagen diese nervigen, kleinen Aschefetzen drumrum. Das ist ebenfalls Schnee von gestern….
Ein Nachteil soll aber auch nicht unerwähnt bleiben. Ich stopfe solche Unmengen von Wrigleys Extra, Airwaves und sonstigen Kaugummis in mich rein, daß ich Angst davor habe, bald zu erfahren, was Wrigleys unter “übermäßigen Gebrauch” versteht. Dann sollen diese Dinger lt. Packungshinweis nämlich abführend wirken… Außerdem verzeichne ich einen überdurchschnittlichen Appetit - der erhöhten Aufnahme von Kalorien begegne ich aber mit viel Sport (so ca. 1-1,5h/Tag).
Morgen steht mir der ultimative Test bevor: Die erste (Studenten-)Party mit Alkohol, aber ohne Zigaretten. Es können Wetten abgeschlossen werden, meine Herren, wie das enden wird…
Notiz an mich selbst:
Tag 3 ohne Entzugserscheinungen überstanden, kämpfe aber gegen großen Appetit. Gewohnheiten bekomme ich langsam in den Griff - mit viel Selbstdisziplin.
Geld gespart: 4 Euro, gesamt: 12 Euro.
Gegenwert: eine Woche lang Mittagessen in der Mensa
Opium fuers Volk
14. Dezember 2005, 14:19 Uhr
Rauchfrei
Halla
Habe gerade eben mein letztes Päckchen Kippen an ein paar Komilitonen verschenkt. An Silvester und zu anderen Gelegenheiten, an denen ich mir vorgenommen habe aufzuhören, habe ich schon öfter mein Päckchen verschenkt. Meistens nur, um mir keine 30 Minuten später wieder ein neues zu kaufen…
Diesmal ist es endgültig - So schnell kaufe ich keine mehr.