Keine Frage, früher war natürlich alles besser. Vorallem die ersten Computerspiele wie z.B. die des Commodore C64 (ich sag nur “Datasette“), die im nachhinein betrachtet ihren ganz eigenen Zauber hatten.
Vom Amiga 500…
Nach dem C64 kam der Amiga 500. Und mit ihm Klassiker wie Turricane, California Games, R-Type, Oil Imperium, Ports of Call, Silent Service oder Gunship. 7,06 Mhz CPU, 512 KB Arbeitsspeicher: Zocken auf ganz hohem Niveau also, mit Sound, echter Top-Grafik (damals!) und Disketten-Wechsel-Orgien. Der Amiga hatte in der Grundausstattung keine Festplatte, sondern lediglich ein 3.5″-Disketten Laufwerk. So kam es, daß man z.B. grafisch anspruchsvolle Adventures auf bis zu 10 Disketten verteilen mußte, die natürlich je nach Position im Spiel gewechselt werden wollten.
…zum PC
Was danach kam, war so etwas wie die Götterdämmerung: Der PC begann den Amiga als Spielemaschine abzulösen. Zunächst mit 3- und 486en mit 33 und 40Mhz, danach die ersten Pentium I Rechner mit 90Mhz. Jede moderne Grafikkarte hat heutzutage zehn- oder gar zwanzigmal soviel Grafikspeicher zur Verfügung als damals der gesamte Rechner Arbeitsspeicher hatte.
Kleiner Link-Tip am Rande: Gabys (virtuelles) Computermuseum, mit Homecomputern aus den 80er Jahren. Einer Zeit also, in der eine Festplatte mit 10MB kaum erschwinglich war.
Civilization und Pirates haben mich mindestens zwei Jahre meines Lebens gekostet. Mir hatten es insbesondere Stratgiespiele und Simulationen angetan, ab und an auch mal ein Action-Adventure. In meiner “harten” Phase als begeisterter Zocker machte ich so manche Nacht durch und saß danach in der Schule im Unterricht, nur um dabei Strategien für den aktuellen Zock auszuarbeiten und aufzuschreiben.
Irgendwann mit Anfang/Mitte 20 legte sich die Begeisterung dann etwas, und ich verlor (nicht zuletzt auch dank chronischem Zeitmangel) das Intresse am Zocken. Heute kaufe ich nur noch selten ein Spiel, die beiden letzten waren Civilization IV und Call of Duty II, glaube ich.
Oldskool, Baby
Moderne Spiele sind technisch top, keine Frage, aber trotzdem haben die alten Games noch immer ihren Zauber und ich habe mir schon oft gewünscht, mal wieder einen der Klassiker in die Finger zu bekommen und etwas zu zocken. Nur woher nehmen? Google führt oft nur auf irgendwelche dubiosen russischen (Warez-)Seiten, die wenig vertrauenserweckend wirken.
Gestern dann der Fund des heiligen Grals: Abandonia.com!
Weit über 1000 Spiele, fein säuberlich nach Titel und Genre sortiert und durchsuchbar, jedes Spiel mit Beschreibung und Kompartibilitätshinweisen, Screenshots und Link zum direkten Download (sofern das Spiel mittlerweile freigegeben wurde). Alles ohne Viren oder Malware (soweit ich das beurteilen kann), nervige Banner und Popups.
Auf der Site finden sich z.B. Perlen wie Arkanoid, North&South, Railroad Tycoon, Pirates, Civilization, Ufo, Monkey Island, Battle Isle, California Games, Dune II, Test Drive, Castles, Heroes of Might&Magic, Wings of Fury, Bards Tale, Bundesliga Manager, Populous, Elite uvm.
Leider ist es so, daß der Zauber der Spiele doch recht schnell wieder verfliegt, wenn man sie erstmal angespielt hat - man ist zwischenzeitlich verwöhnter was Grafik und Gameplay angeht, als man denkt. Aber für einen gemütlichen Sonntagnachmittag reichts allemal.
Sicher kennt jeder das Problem: Man will sich irgendwo anmelden, z.B. an einem neuen Dienst im Netz oder einem Forum, weiß aber noch nicht, ob man den angelegten Account irgendwann nochmals benutzen wird (z.B. weil man den Dienst nur mal antesten möchte, oder nur eine einzige Frage in einem Forum loswerden will). Problem dabei: Bei solchen Anmeldungen muss zur Verifizierung meist die E-Mail Adresse angegeben werden, Links zum Löschen des Accounts finden sich aber bei den wenigsten Anbietern.
Eine Lösung könnte eine zweite Trash-E-Mail Adresse sein, die man sich extra für eine solche Problematik angelegt hat. Auf eine andere (weitaus elegantere) Lösung weist das Webmaster Blog hin: Guerillamail. Eine Mail-Adresse kann mit einem einzigen Klick für 15 Minuten ohne Angabe von weiteren Daten angelegt werden, nach Ablauf der Zeit verfällt die Adresse und ist schlichtweg nicht mehr existent.
Anhänge lassen sich zwar auf diese Art nicht verschicken, aber Filesharing per E-Mail war ohnehin noch nie eine Killerapplikation.
Wer auch immer das Gefühl hat, er würde in einem Hasenkasten in einer anonymen Mietskaserne verrotten, der sollte sich mal die Bilder von Michael Wolf aus Hong-Kong ansehen… Bedrückend Beeindruckend!
In einem Linux-Forum bin ich auf einen intressanten Thread gestoßen: Der Verfasser sucht ein Embedded-Linux, um damit eine Digitale Kamera sowie diverse Sensoren zu steuern und Messdaten zu speichern. Sinn und Zweck? Das System soll an einen Ballon gehängt werden und ca. 30km aufsteigen (20km höher als zivile Verkehrsflugzeuge…). Tolle Idee, aber ist wie immer bei guten Ideen: Gabs schon mal.
Das Nova 1 Experiment hat es sich zum Ziel gemacht, einen selbstgebastelten Ballon mit einer Digicam ausgerüstet so hoch wie nur irgendwie möglich aufsteigen zu lassen, am besten in die obersten Luftschichten, an den Rand des Weltalls. Abgefahrene Idee…
Website und vorallem die knapp 900 automatischen Aufnahmen der Kamera gibts hier zu bestaunen….
All die gelackten Marketingsprüche, die Millionenbeträge für teure PR-Kampagnen, die Tonnen von Koks auf den Klos der Werbeagenturen, die Jahre der Ausbildung zum Werbetexter und Grafiker, die Arbeit eine Marke und ein Image zu einem Produkt aufzubauen, nur um es den potentiellen Kunden schmackhaft zu machen und sie zum Kauf zu bewegen.
Das muss doch nicht sein. Es geht auch einfacher und die plattesten Sprüche ziehen bekanntlich am besten (Ich sag nur “Geiz ist geil”). Frei nach dem KISS-Prinzip: Keep it simple and stupid. Daran muss auch der Verfasser der Spammail gedacht haben, die gerade bei mir einschlug:
Mit Grup Tekan war das so eine Sache. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands haben die Jungs sich ja nicht den Arsch auf einsamen Bühnen abgespielt, bevor sie ihren Durchbruch hatten. Ganz im Gegensatz zu der Coverband aus dem folgenden Video….
Etwas schief ist der Gesang schon noch, aber wer mit einer solchen Inbrunst vor leeren Bühnen performt, der hat früher oder später seinen Durchbruch - Das wird schon noch, Freunde der Sonne! (youTube Direktlink für die Feedleser)
Nur weil die Stirn immer höher wird, hab ich nicht gleich das Gefühl, dass die Friedhofsgärtner hinter mir herlaufen. Im Gegenteil.
Ich bin ein sehr geselliger Typ, aber nicht immer zwingend mit anderen Leuten.
Wenn die Katze ein Pferd wäre, würde sie den Baum hochreiten.
Frauen sind wie Zahnbürsten, nützlich, wichtig, und so weiter, aber man sollte ein und dieselbe nicht zu lange benutzen äääähhh…. haben!!
Na? Woher kommen die Zitate? Nicht allzuschwer zu erraten, vermute ich. Stromberg ist Kult, keine Frage. Und jeder Kult gerät früher oder später in den einen oder andere Mash-Up, wie es auf neu-Deutsch so schön heißt. Der nachfolgende ist besonders gut geworden…
Moment mal: Spinne ich, oder gabs bei Spiegel Online tatsächlich einen Relaunch? In der Anbetracht der Tatsache, daß ich heute vormittag noch auf der Seite war, kann der Rollout eigentlich nur einige Stunden alt sein.
Die neue Seite sieht sehr viel aufgeräumter aus als die alte, und auch die schrecklich hippen, ultrafeinen Farbverläufe in der Navigation fehlen nicht… Auf eine vertikale Hauptnavigation wird verzichtet, stattdessen läuft alles über ein horizontales Menü - ebenfalls ein Trend der letzten Jahre. Die Links für RSS&Co sind wesentlich prominenter platziert, ein Zeichen dafür, wie sehr sich diese Formate gerade durchsetzen (auf der alten Seite waren sie irgendwo versteckt, wo sie keine Sau finden konnte).
Offensichtlich basiert das neue Design nicht mehr auf einem veralteten Tabellenlayout, sondern setzt voll und ganz auf CSS. Wer allerdings denkt die Seite würde auf HTML 4.01 Strict validieren, der hat sich geschnitten. Als CMS wird übrigens Vignette eingesetzt - erkennbar an den generierten Kommentaren (das war aber auch vorher schon so).
Nach GMX, Lycos usw. und jetzt auch dem Spiegel dürfte damit die Mehrzahl der reichweitenstärksten deutschen Websites auf CSS-Layouts basieren - eine Entwicklung, auf die ich vor 3 Jahren noch kein Geld gesetzt hätte. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es endlich auch mal den Dinosaurier Heise mit einem Relaunch erwischt.
Update: Einfach mal runterscrollen… Der Spiegel kommentiert sein Redesign sogar selbst. Das SpOn-Forum basiert jetzt auf vBulletin, das scheint mir auch neu zu sein - das alte Forum sah mehr nach selbst entwickelt aus…
Manche nennen es pragmatische Methologie, andere wieder eine Philosophie, in jedem Fall ist es sozusagen einer der Grundpfeiler des vielgehypten Web 2.0. (…und im Moment in seiner Form wieder in der Diskussion…)
Eigentlich kannte ich das Konzept nur von Software -der Quellcode wird offen gelegt; das erklärt dann nämlich auch ziemlich genau den Namen und worum es geht.
Um so interessanter fand ich es, auf einen Open-Source-Film zu treffen, Filme haben ja eigentlich gar keinen Quellcode.
Aber es scheint ja mitlerweile alles Open-Source zu geben, wahrscheinlich auch bald eine Starbucks Karamell-Latte.
Um es voraus zu schicken, was einen Open-Source-Film wirklich ausmacht, ist bisher (zumindest nach meinen Recherchen) nicht ausreichend definiert. Das Label tragen deshalb zu allgemeiner Verwirrung nicht nur Werke die in ihrer Kreation offen sind, d.h. nachträglich von jedem verändert werden dürfen, sondern auch Filme die “nur” mit Open-Source-Technologie kreiert wurden.
Ich persönlich finde letzteres falsch deklariert, weil es nach der Einbindung von Open-Source-Technologie immer noch ein stinknormaler Film zu einem billigeren Preis darstellt. Aber wenn dann auch der tatsächliche Content frei editierbar ist, kann ich die Paralellen durchaus ziehen. Für mich macht der Name nur einen Sinn, wenn die einzelnen Filmkomponenten sozusagen den Quellcode darstellen und das ganze eine Creative Commons Lizenz bekommt. Egal, mich fragt ja eh keiner…
Eine schöne und gleichzeitig erschreckende Vorstellung, daß Menschen mit ganz verschiedenem Standort, Herkunft und Paradigmen an der Produktion mitwirken können. “Fremde” werden sozusagen ein Teil des Filmteams. Von der künstlerischen Tragweite bin ich fasziniert: Ein Film offenbart sich als Werk ohnehin nur entlang einer Zeitachse, aber dieses Werk dann auch noch konstanter Fluktuation entlang einer zweiten Zeitachse zu unterwerfen birgt mit beinahe unendlichen Möglichkeiten auch unendlich viel Potential. Was tatsächlich funktioniert, und was nicht, wird sich herausstellen, aber theoretisch ist ein Open-Source-Film niemals fertig. Gefällt mir! Von Profan bis Weltverändernd ist alles drin - im “selben” Film, veilleicht auch erst nach Jahren der Entwicklung.
Darauf läßt sich eine Diskussion über die moralische Verpflichtung der “Macher” entfachen, was auch mit einigen Erstlingwerken schon geschah, aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen dürfte. Auch Rezensionen passen nicht mehr hier rein, deswegen einfach mal ein paar Filme hier oder hier anschauen, vielleicht auch mal an einem rumschrauben…
Irgendwann gibt es keine schlechten Filme mehr, nur noch unfertige
Die Japaner sind komplett durchgepeitscht. Wortwörtlich!
Ich habe großen Respekt vor vielen Eigenheiten dieser Kultur, aber die Unterhaltung nimmt dann doch zwischendurch groteske Züge an. Im Regelfall manifestiert sich das am eindrucksvollsten in Gameshows. Diese hier ganz hart:
Sechs Jungs stehen breitbeinig aufgereiht for einer “Eierpeitsche” und müßen irgendwas schnell vorlesen. Wers nicht schafft wird gepeitscht! Alllteeeeer! Seid ihr noch zu retten? Das tut schon beim zuschauen weh!
OK, ein bisschen lustig ist’s schon, gerade der letze Kerl, der immer heftiger gegen die drastischen Maßnahmen protestiert.