Die Kategorie „Lernerei“

Ein Pils ist kein vollwertiger Ersatz für eine Mahlzeit und 11 Uhr vormittag hat mit “früh am Morgen” nichts mehr zu tun. Das schlechte Gewissen (”Eigentlich müßte ich mal was lernen…”) meldet sich permanent zu Wort und der Magen ist genauso leer wie das Konto. Kurz: Das Studentenleben läßt grüßen.

36 Beiträge in dieser Kategorie.

Abgabe

Abgabe

22. Februar 2006, 13:36 Uhr Lernerei Halla

So, damit wäre für meine Komilitonen und mich und das erste Semester auf der Uni gelaufen: Gerade war ich dort und habe noch eine letzte Hausarbeit abgegeben, mein Design-Booklet, das alle gesammelten Werke des letzten halben Jahres enthält.

Wer neugierig ist, kann es sich hier mal ansehen:
http://www.realityontherocks.com/media/msd/d1/index.htm

Ich muss allerdings dazu sagen, daß ich selbst vieles davon für ziemlich mies (und teilweise mit heißer Nadel gestrickt) halte. Vorallem der “CI -Farben Sound” ist absolut übel, genau wie die heiße Luft und das BlaBla bei den Bildanalysen (da kommt schnell mal der Blogger in einem durch). Im Gegensatz dazu gefallen mir das Kaleidoskop oder die Postkarte (Grüße aus Frankfurt!) schon wesentlich besser… (Flash8, mit Sounds)

Trotzdem, irgendwie fühle ich mich in der Informatik und der Programmierung wohler - die sieht zwar nicht gut aus und man kann damit keine Frauen beeindrucken, aber dafür gibts klare Regeln.

Zwei Dinge noch am Rande: Ja, der Code ist tabellenbasierend (”Jehova, Jehova!”, Web 1.0 rockt!, und ja, für eine Public-Website käme das nicht mehr in Frage), aber das war eine Zeitfrage. Und nein, ich finde kein besseres Foto von mir - ich seh nun mal so aus….;-)

Gib ab

Gib ab

19. Februar 2006, 18:47 Uhr Lernerei Halla

Ich habe 13 Jahre Schule, Abitur, ein abgebrochenes Studium, eine Berufsausbildung, 3 Jahre als Festangestellter und dann noch ein angefangenes (laufendes) Studium hinter mir: Ich habe soviele Prüfungen und Klausuren geschrieben, daß ich damit meine Wohnung tapezieren könnte und soviele Abgabetermine und Deadlines gesehen, daß die nicht mehr in meinen Outlook-Kalender passen würden.

Daher sollte man meinen, daß ich es in der Zwischenzeit wohl besser wissen müßte, aber manche Dinge ändern sich einfach nie: Immer alles auf den letzten Drücker! Ich weiß seit Monaten, wann ich mein Booklet für Design abgeben muss - Und wann fällt mir ein, daß das dieser Termin schon in 3 Tagen ist und die Hälfte der Inhalte noch fehlt? Na klar. Heute abend.

Damit hätte sich die Frage der Beschäftigung für die nächsten Tage geklärt: Analysen von irgendwelchen Bildern verfassen.
Naja, es gibt schimmeres (aber auch besseres…)

Schnaps, ich komme

Schnaps, ich komme

9. Februar 2006, 02:20 Uhr Lernerei Halla

So. Morgen noch, dann sind die Prüfungswochen auf der Uni rum, es gibt endlich Semesterferien, man kann das studentische Leben wieder genießen und muss nicht mehr ständig an die verdammte Uni bzw. die Lernerei (wer bemerkt den Widerspruch in dem Satz?) denken. Hach, wie schön.

Zur Feier des Tages werde ich mich schrecklich betrinken mir danach erstmal ein Bierchen genehmigen und alles Erlernte wieder aus dem Kopf spülen. Wunderbar. Meine bärtigen Komilitonen sind auch schon ganz naß drauf, sich endlich mal wieder vollaufen zu lassen zu rasieren.

Ich hoffe nur, daß das mit dem Ende der Prüfungswochen auch das Niveau meiner Einträge wieder steigt bzw. sinkt. Irgendwie gings in den letzten Wochen doch dauernd wieder um den Uni-Quatsch…

Was ich schon immer wissen wollte

Was ich schon immer wissen wollte

7. Februar 2006, 19:12 Uhr Derber Shit, Alter! , Lernerei Halla

Darf ich vorstellen: Discrete Cosinus Transformation, verantwortlich für die Artefakte bei stark komprimierten JPEGs.
Dieses Monster ist mir gerade in meinem Script begegnet…. Kranker Shit, oder?

Los gehts

Los gehts

29. Januar 2006, 20:03 Uhr Lernerei Halla

So. Morgen gehts endlich los mit den Klausurwochen auf der Uni.

Montag Spanisch, Mittwoch Mathe, Donnerstag dann Economics. In der darauf folgenden Woche gehts am Dienstag mit Informatik weiter, Mittwoch Abgabe und Präsentaion eines Booklets mit einer Reihe von Arbeiten für Design und Donnerstag als Abschluss dann noch eine Klausur mit in MultiMedia Technik. Sechs Klausuren in zwei Wochen klingt nach einem vertretbaren Maß, aber wenn ich mir überlege, daß der Stoff pro Klausur vom Umfang her locker dem meiner Ausbildungs-Abschlußprüfung entspricht… Naja, Augen zu und irgendwie durch. Zwei Wochen, vollgepackt mit Spaß, Freude und Spannung. Super. Aber immerhin: Bisher hab ich alles ohne Kippen überstanden.

Danach werden meine Komilitonen sich endlich wieder rasieren (hoffe ich zumindest…) und ich werde mir endlich mal wieder ein Bier einen Kasten Bier eine Flasche Havanna einbauen. Ist doch auch was.
Für heute abend muss es aber erstmal eine Portion Sateé-Hühnchen vom Billig-Chinesen um die Ecke tun. Mit etwas Glück Pech verbringe ich die nächsten zwei Wochen nicht mehr bei irgendwelchen Klausuren, sondern mit dem Kopf in der Kloschüssel.

Wenn ich mir das so überlege, ging es jetzt doch recht schnell

Versteh ich nicht

Versteh ich nicht

24. Januar 2006, 01:44 Uhr Lernerei Halla

Was zum Geier wollen die von mir?

[…]Begründen Sie mit der Konzeption der Elastizität, warum Produktivität und Bodenpreise quer über alle Gegenden positiv korreliert sind, im Längsschnitt über die Zeit aber negativ verknüpft sind. (Anm.: Economics / VWL zum Thema Preiselastizitäten)

Alles klar - Zeit fürs Bett. Das ist zu spät für heute…

Breathe

Breathe

10. Januar 2006, 12:29 Uhr Lernerei Halla

Mir fällt gerade auf, daß die neue Musik zur Visa Card Werbung “Breathe” von Telepopmusik ist. Ein wunderbar entspanntes, melodisches TripHop House Elektro irgendwas Stück Musik…

Das ich auch gerade für ein Min-Projekt in Design für die Uni benutze. Schön. Musik, die in der Werbung verwendet wird, kann ja nie so verkehrt sein.

Atomkraftwerk auf dem Strich

Atomkraftwerk auf dem Strich

24. Oktober 2005, 20:35 Uhr Lernerei Halla

Heute in den Übungen zu den Designvorlesungen: Die Aufgabe bestand darin, Begriffe wie “Nähe”, “Sicherheit”, “Hass”, “Aggession” usw. mit einfachen Linien/Strichen auszudrücken, umso beim Betrachter eine entsprechende Assoziation auszulösen. Ein Kommilitone zeigt seine Lösung zu dem Begriff “Sicherheit” (glaube ich zumindest) dem restlichen Kurs: Drei schwarze paralell angeordnete, vertikal ausgerichtet Rechtecke (eben sehr dicke Linien) auf weißem Grund im oberen Bilddrittel. Ganz einfach, ganz minimalistisch.

Plötzlich meldet sich aufgeregt neben mir ein anderer Kommilitone. Er assoziiere mit dem “Bild” ganz klar ein Atomkraftwerk.

Bitte? Was? Ja, richtig gelesen: ein Atomkraftwerk. Totenstille, dann leises, verkniffenens Grunzen und Lachen aus allen Ecken. Ich könnte Stein und Bein schwören, daß das keine Show war, sondern daß mein Mitstudent es todernst meinte. Gemäß meiner eigenen Definition von Fett habe ich ja selbst ein Faible für AKW’s. Aber in drei parallel stehenden Linien so ein Ding zu erkennen? Respekt!

Wunderbarer Technik-Shit

Wunderbarer Technik-Shit

14. Oktober 2005, 21:20 Uhr Lernerei Halla

Wer kann mir den Unterschied zwischen Kunst und Design nennen? Ein ganz einfacher, ganz wesentlicher Unterschied existiert zwischen beidem. Die Auflösung gibts später am Ende von diesem Eintrag.

Ich habe 1998 Abi gemacht und 99/2000 studiert. Ich kann mich noch gut an die damalige Ausstattung der Hörsääle erinnern: Es gab nämlich keine. Von einem Mikrofon, das der Prof in einem schätzungsweise 200 Jahren alten Ständer vor der Brust tragen mußte, mal abgesehen, war nichts an Technik verfügbar.

Gestern abend, im Jahr 2005, dann meine erste Vorlesung in MultiMedia Technologies auf der FH Dieburg bzw. der FH Darmstadt. Vorlesung mit 60 Leuten - kein Vergleich zu den Hörsäälen der TU Darmstadt wo gern mal mehrere Hundert saßen. Der Prof mit einem perfekt (!) eingestellten Funkmikrofon und einem kleinen Clip am Kragen, wie im Fernsehen. 2 große Motorleinwände, 2 festinstallierte Beamer. Neben ihm ein Touchscreen, mit dem er die Lamellen an den Fenstern und so ziemlich alles andere im Raum kontrollieren konnte. Die Inhalte der Vorlesung selbst kamen direkt von einem TabletPC, auf dem er auch via Touchscreen Bemerkungen kritzeln konnte. Nix mehr mit altmodischer Kreide oder Schiefertafeln…

Aber das allergeilste (man kann es nicht anders sagen): Als er vorn am Pult ein paar (historische) Gegenstände aus der Multimedia-Welt vorgeführt hat (alte Videospiele, Speicherkarten, Disketten, Kameras etc) konnte man in der letzten Reihe natürlich nichts sehen. Kein Problem. Unter der Decke neben den Beamer hängen festinstallierte Videokameras, die per Joystick direkt auf das Pult ausgerichtet werden konnten. Ordentlich ranzoomen, die Ausgaben der Kameras direkt auf den Beamer geschaltet, et vóila: Schon konnte man sich die kleinen SD-Karten auf dem Pult in 5m Bilddiagonale auf der Leinwand ansehen. Wunderbare Technikspielerei, ehrlich! Ich bin extrem positiv überrascht über die Ausstattung der FH. Ich bin auf die Mac-Labore gespannt, über die unter den Studenten fast schon ehrführchtig gesprochen wird…

Achja, der Unterschied zwischen Kunst und Design: Design erfüllt immer einen Zweck, Stichwort Produkt- oder Industrie- bzw. Kommunikationsdesign. Ein Design hat immer in allererster Linie eine Aufgabe zu erfülllen (”Form follows function”). Der Designerstuhl muss zum Sitzen bequem sein, der Designer-Korkenzieher muss die Flasche einfach und innovativ öffnen. Kunst hingegen muss eigentlich nichts können, sie erfüllt keinen Zweck, hat keine praktische Aufgabe. Gut, was?

Fruehschoppen

Fruehschoppen

4. Oktober 2005, 22:31 Uhr Lernerei Halla

Das nenn ich mal eine kompetente Erstsemester-Einführung. Nach einer kurzen Ansprache des Dekans hat sich jede Fachschaft in ihr entsprechendes Gebäude zurückgezogen um dort weitere Studienangelegenheiten zu besprechen. Gleiches galt auch für den Fachbereich “Medien”, dem auch (wer hätte es gedacht) Media System Design zugeordnet ist.

Erste Überraschung beim Rückzug in das Gebäude des FB Medien: Kein holzbestuhlter Vorlesesaal, sondern ein mit Sofas und Sesseln zugestellter Raum, schön gemütlich. Kaum reingekommen haben ein paar ältere Semester Bierkästen und Bretzeln angeschleppt. In Gedanken konnte ich es mir nicht verkneifen, den Hemd-in-der-Hose-BWL’ern erstmal den Mittelfinger zu zeigen und mich über die Media-Attitüde mit Frühschoppen zu freuen :-)

Zweite Überraschung: Ich wußte zwar, daß der Studiengang auf englisch ist, aber das man es so ernst nimmt…? Bei keinem “offiziellen” Gespräch (Vorstellung der Professoren, Studieninhalte, etc) habe ich auch nur einen einzigen deutschen Satz gehört. Ausnahmlos englisch. Naja, halb so wild. Ich habe 3 Jahre lang mit radebrechenden indischen Kollegen auf englisch kommunizieren müssen. Dagegen sind Deutsche, die sich in Englisch versuchen, eine wahre Offenbarung… In Mathe ist mein Verständnisproblem doch erheblich größer.