Google machts geschickt
23. Februar 2007, 10:36 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Microsoft sorgt sich mal wieder um das Wohlergehen seiner Kunden und stattet das neue Office 2007 mit einem Rückkanal aus, über den die Software nachhause und mit einem Marktforschungsunternehmen telefonieren darf - ungefragt, versteht sich.
Sowohl WebTrends als auch Microsoft beteuern, die gesammelten Daten nicht missbräuchlich zu verwenden. (Golem)
Die Daten seien nicht personenbezogen und angeblich geht es lediglich darum, die Qualität der Hilfefunktion zu verbessern. Aber muss das denn wirklich heimlich passieren? Könnte man vorher nicht den jeweiligen User um Zustimmung bitten? Wohl eher unpraktisch, denn Heise merkt zu Recht an, dass…
[…] sich der anscheinend selbst generierte numerische Code, den etwa Word an Webtrends schickt, mit dem Lizenzschlüssel des aussendenden Office korrelieren lässt und damit auch weitere Schlüsse über den Anwender ermöglicht.
Google Apps hat derartige Probleme nicht: Die “Office-Suite” befindet sich ohnehin schon online - nauchhause telefonieren ist also gänzlich überflüssig. Ein Durchsuchen der eigenen Server reicht bereits aus (und damit kennt Google sich ja recht gut aus), um wertvolle Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten der User zu machen zu können.
Psst…: OpenOffice!
Krieg der Welten
13. Oktober 2006, 21:59 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Als die Deutsche Bank oder auch die Allianz Versicherung ankündigten, trotz hoher Gewinne Stellen abzubauen, lösten die Konzerne damit Stürme der Entrüstung aus, egal ob in der Politik, bei den Gewerkschaften oder beim Otto-Normalbürger.
Mein BWL-Professor hingegen erklärt diesen Schritt wie folgt:
Kennzahlen für den Erfolg (vulgo: der Aktienkurs) wirtschaftlichen Handelns sei in Zeiten globaler Märkte nicht mehr der Gewinn, den ein Unternehmen erwirtschaftet. Viel wichtiger sei dessen Rentabilität. Ein rentables Unternehmen ist jederzeit in der Lage, ein weniger rentables Unternehmen zu schlucken, selbst wenn das aufgekaufte Unternehmen das bei weitem größte von beiden ist: Jüngst geschehen, als sich Porsche bei VW eingekauft hat.
Als Manager eines Unternehmens sei man in erster Linie dessen Besitzern verpflichtet - und das sind die Aktionäre, die aus Gründen der Gewinnmaximierung auf größtmögliche Rentabilität eines Unternehmens drängen, daher sei das Handeln von Unternehmen wie der Dt. Bank oder der Allianz durchaus legitim. Schließlich erreicht man durch die “Freisetzung” von Mitarbeitern oder die Verlagerung von Produktionsstandorten eine höhere Rentabilität (nicht umsonst steigt der Aktienkurs eines Unternehmens, sobald es bekannt gibt, daß Mitarbeiter entlassen werden).
Eine sehr kalte, nüchterne und technokratische Sichtweise der Dinge, die man (sofern man Wert auf eine gerade Nase legt) besser nicht vor einem der betroffenen Angestellten äußern sollte.
Wendelin Wiedeking hingegen ist der Chef von Porsche und vertritt eine radikal andere Denkweise als seine Kollegen oder mein BWL-Prof. So bekennt er sich klar zum Standort Deutschland und seinen Mitarbeitern, auch seine Prioritäten sind anders gesetzt: Zuerst kommen die Kunden, dann die Mitarbeiter, erst dann die Aktionäre. Ein Konzept, mit dem er eigentlich keinen Erfolg haben dürfte, glaubt man den Thesen seiner Manager-Kollegen. Die Realität aber sieht anders aus: Gewinne und Aktienkurse der Firma Porsche explodieren seit Jahren regelrecht.
Sein neues Buch heißt “Anders ist besser“. Wiedeking erklärt darin, warum er sein Konzept für das bessere hält. Das ist insofern intressant, als das Wiedeking wie gesagt ein Top-Manager und Industriekapitän ist und kein Gewerkschafter oder (schlimmer) Politker, von denen man solche Thesen ohnehin erwartet hätte.
Ich bin schwer gespannt darauf, wie Wiedeking meinen BWL-Prof widerlegen kann. In ein paar Tagen schlägt sein Buch hoffentlich hier auf.
Apple vs. Asia
15. September 2006, 15:02 Uhr
Celluloid , Industrie? Anarchie!
Goofystylz
Apple scheint Asiaten nicht zu mögen. Cinematical berichtete gestern über Apples Verbot vom neuen iTunes Moviestore in ganz Asien (!). Der “Musicstore” für Filme, erst am Dienstag offiziell ins Leben gerufen, wird wegen der hohen Zahlen von illegalen Kopien in diversen asiatischen Ländern Millarden von Menschen vorenthalten.
Glückwunsch, mal wieder bestraft die Industrie Ihre Kunden, statt das Problem an der Wurzel zu bekämpfen. Oder will Aplle kein Geld von Fernost?
Ich war sehr gespannt auf diese Dienstleistung. Schade, daß sie jetzt einen fahlen Beigeschmack bekommen hat.
Ich trete jetzt glaube ich auch der Piratenpartei bei.
Jobs bei Google
4. September 2006, 22:03 Uhr
Für Nerds , Industrie? Anarchie!
Halla
Ideen muss man haben.
Für Suchmaschinen oder für die automatisierte Datenverarbeitung im Allgemeinen werden Bilder immer ein Problem bleiben, da ein Programm niemals den Inhalt eines Bildes erfassen kann. So stellt sich bspw. das Foto eines Hafens für ein Computersystem als komplexe Anordnung von einzelnen Pixeln dar, die sich alle in Position und Eigenschaften wie Farben o.ä. voneinander unterscheiden. Diese Anordung von Pixeln aber auch als Hafen zu erkennen, das leisten die Systeme heute und in absehbarer Zukunft nicht. Ein Problem, daß bspw. die Google-Bildersuche löst, indem man einfach auf den textlichen Kontext in dem das Bild steht, die alt-Tags sowie auf den Dateinamen zurückgreift, um ungefähr “abschätzen” zu können, was das entsprechende Bild überhaupt darstellt. Das Ergebnis varriert allerdings stark und kann u.U. auch vollkommen unbrauchbar sein (besonders bei komplexen oder unkonventionellen Bildinhalten)
Ein Lösungsansatz besteht in der Verwendung von sog. “Tags”. Tags sind Schlüssel- oder Schlagwörter, die einem Bild sozusagen als Metadaten von einem Menschen (der den Inhalt begreift) zugeordnet werden. Das Bild eines Hafens könnten man so mit den Wörtern “Hafen”, “Küste”, “Landschaft”, “Liegeplatz”, “Seefahrt”, “Meer”, “Schiffe”, “Ankerplatz” verschlagworten, wodurch ein erheblich besseres Suchergebnis gewährleistet wäre. Diese Technik wird von vielen Foto-Communities wie Photocase, Stock Exchange oder -am bekanntesten- Flickr schon lange angewandt, das “Taggen” (Verschlagworten) der Bilder übernehmen die Fotografen beim Hochladen ihrer Bilder selbst.
Da aber niemand seine Bilder und Grafiken bewußt bei Google einstellt (sondern diese einfach von Google indiziert werden) sind die Bilder in Googles Suchindex auch nicht entsprechend getaggt. Um das zu leisten, müßte man Menschen beschäftigen, die sich jedes Bild einzeln ansehen und anschließend in Stichworten notieren, was darauf zu sehen ist (selbst in Indien oder China dürfte das aufgrund ungeheuren Menge Unsummen kosten oder Jahre dauern).
Und genau jetzt kommt Googles Ideenreichtum ins Spiel: Warum Mitarbeiter beschäftigen und bezahlen, die sich um das Taggen der Bilder kümmern? Warum nicht einfach die Community, die Netcitizens, die User dazu bringen, sich freiwillig(!) und unbezahlt(!) jedes einzelne Bild(!) im Index anzusehen und sie Stichwörter zum Inhalt eingeben lassen? Wie schafft man sowas? Ganz einfach: Man appeliert an den Spieltrieb der Menschen. Heraus kam der Google Image Labeler.
Lt. Golem ist der Image Labeler…
[…] ähnlich wie ein Wettkampfspiel aufgezogen. Der Dienst stellt zwei per Zufall ausgewählten Anwendern das gleiche Bild zur Verfügung und lässt beiden 90 Sekunden Zeit, treffende Stichworte zu vergeben. Sobald beide das gleiche Schlüsselwort vergeben haben, ist die Spielrunde beendet. Bis dahin können beliebig viele Label verteilt werden.
Mit anderen Worten: Man verschlagwortet, man “taggt” einfach zufällige Bilder “im Wettkampf” mit einem anderen. Eine schlichtweg geniale Idee von Google, die, wenn sie funktioniert, Google umsonst eine riesige Datenbank mit unschätzbar wertvollen verschlagworteten, getaggten Bildern verschaffen wird.
Den “moralischen” Aspekt der Idee, User für lau vor den eigenen Karren zu spannen, lassen wir einfach mal dezent unter den Tisch fallen. Schließlich wird niemand zum Mitspielen gezwungen.
Und jetzt? Auch mal unbezahlt und für weniger als einen lauen Händedruck für Google arbeiten und einem millardenschweren Unternehmen spielerisch dabei helfen, seine Marktführerschaft weiter auszubauen? Kein Problem, einfach hier klicken und es kann losgehen.
DRM Crap
31. August 2006, 12:01 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
DRM - Digital Rights Management - ist einer der Hauptgründe dafür, warum ich persönlich Online-Shops wie iTunes oder MusicLoad nur ungern nutze. Marcus von Netzpolitik.org fasst die Argumente gegen DRM verständlich zusammen und nennt die Nachteile.
Der Artikel ist kurz und knackig, das Lesen lohnt sich. Gilt auch für die Kommentare dazu.
Nachspielen verboten
22. August 2006, 01:40 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Ach ja, die Jungs von der Musikindustrie, das sind schon ein paar echte Herzchen, man muss sie einfach liebhaben.
Nachdem man in der Vergangenheit den Tauschbörsen-Nutzern am liebsten noch den Golfkrieg in die Schuhe geschoben hätte, hat man jetzt noch ein weiteres Feindbild ausgemacht: Die Betreiber von Seiten, die Gitarrentabs zum Nachspielen von Liedern anbieten. Wohlgemerkt: Die Tabs werden nicht verkauft, sondern sind freie oder Fanprojekte. Die Begründung muss man sich mal wieder auf der Zunge zergehen lassen:
Die MPA macht indes geltend, dass die Verkäufe von Notenblättern populärer Musikstücke seit Anfang der 90er-Jahre von rund 25.000 Stück pro Song auf lediglich 5.000 gesunken seien.
(Heise.de)
Liebe Musikindustrie, was ist falsch verdrahtet bei euch im Kopf? Was bringt einen dazu, so vehement gegen Fans, Kunden und letzten Endes auch Käufer vorzugehen und wie ein Pitbull gegen alles zu klagen? Warum sind immer die Fans an allem schuld? Warum kommt niemand auf die Idee, selbst mal darüber nachzudenken, wo Fehler gemacht wurden oder was man machen könnte, um das “Produkt” Musik und alles was dazu gehört für die Käufer wieder attraktiver zu machen?
Die Technologie, das Internet, die angebliche Wurzel allen Übels kann man nicht wieder zurück in die 80er Jahre klagen. Und die Leute, die es benutzen noch weniger. Wie wäre es denn, wenn man endlich mal anfangen würde, das alles als Chance und nicht als Bedrohung zu begreifen?
Sparfuchs
13. August 2006, 21:02 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Also manchmal lohnt sich das spießige Vergleichen von Preisen wirklich. Meine Wohnzimmerlampe zum Beispiel: Das gute Stück kostet im Netz 69 Euro zzgl. Versand. Exakt dasselbe Modell kostet in einem Einrichtungshaus hier um die Ecke (Achtung) 209 Euro!
Anderes Beispiel: Knopfzellen. Bei einer bekannten Baumarktkette kosten 2 Knopfzellen von Duracell 2,99 Euro. Hier bekomme ich 10 Stück für 1,99 zzgl. Versand.
Hab ich schon erwähnt, daß ich das Internet liebe?
Hard Work
9. August 2006, 19:20 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Vor einigen Monaten wurde viel über das “Heise-Foren Urteil” diskutiert, demzufolge ein Webseitenbetreiber auch unmittelbar für von Besuchern veröffentlichte Inhalte haftbar zu machen wäre. In der Konsequenz bedeutete dies, daß künftig jeglicher Content vor Veröffentlichung geprüft werden müßte, was insbesondere für Privatpersonen, die Foren oder auch Blogs betreiben, nicht mehr umsetzbar wäre.
Im Grunde genonmmen ist es eine Ironie, daß ich genau dieser Tatsache (naja, fast - soweit ich weiß, ist das Urteil noch nicht rechtskräfitg) meinen aktuellen Job verdanke. Für die Marketing-Kampagne eines Consumer-Produkts kümmere ich mich um das Content-Management, d.h. ich überprüfe die Beiträge von Usern auf pornografische Andeutungen, Gewaltverherrlichungen etc. Sofern der Beitrag etwas in der Richtung enthält, gebe ich ihn frei lösche ich ihn. Zwar ist der Auftraggeber meines Wissens nach nicht gesetzlich dazu verpflichtet, eine solche Kontrolle durchzuführen, aber bevor sich am Ende geschäftsschädigende Postings auf der Seite finden, geht man verständlicherweise lieber auf Nummer Sicher.
So leicht und anspruchslos wie damit habe ich noch nie Geld verdient: Ich sitze in Shorts zuhause vorm Rechner, muss pro Stunde etwa fünf kurze Beiträge von Usern lesen und diese danach freischalten oder ablehnen. Die Beiträge sind dabei technisch auf eine sensationelle Länge von einem (!) Satz begrenzt. Das ist alles. Ob ich nebenbei am Kochen bin, blogge, mir solche Seiten ansehe oder fernsehe, das spielt keine Rolle. Nur ein Nickerchen halten, das geht leider nicht. Ganz so unstressig ist es doch widerrum nicht.
Auf der einen Seite ist das alles nicht nicht schlecht, ergibt sich dadurch doch DIE Gelegenheit, endlich mal das Photoshop Buch durchzuarbeiten, das ich vor Monaten gekauft habe (was ich eigentlich schon während des laufenden Semesters erledigen wollte). Auf der anderen Seite bietet so ein Job natürlich nicht die geringste Herausforderung. Ganz im Gegensatz zu diesem hier, der zwar anspruchchsvoller, intressanter und nutzbringender fürs Studium gewesen wäre, aber eben trotz ungleich höherer geforderter Leistung viel, viel schlechter “bezahlt” worden wäre - so schlecht, daß ich ihn nicht annehmen konnte, da nicht mal meine Lebenshaltungskosten gedeckt wären.
Da ist doch wirklich was faul im System.
Generation P
7. August 2006, 13:23 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Je besser die Qualifikation bzw. der (Aus-)Bildungsgrad, desto besser auch das Einkommen/Gehalt. Sollte man zumindest meinen. Leider ist dem schon lange nicht mehr so.
Seit einiger Zeit geistert der Begriff der “Generation Praktikum” durch die Medien (bspw. in der Zeit). Jungen, gut ausgebildeten potentiellen Arbeitnehmern (häufig Akademikern) wird statt einem richtigen Job einfach ein Praktika angeboten, in dem man dann erstmal 3 oder 6 Monate Vollzeit arbeiten darf und im Grunde die Arbeit eines “echten” Mitarbeiters erledigt - allerdings eben für lau oder bestenalls einem Gehalt der Größenordnung “Flaschenpfand kannste’ behalten”. Ein Arbeitsverhältnis wird in den wenigsten Fällen daraus, lieber holt man sich nach Ablauf der Zeit den nächsten Praktikanten von der Straße/der Uni. In der Medienbranche eine gängige Praxis (mein Mitblogger Jan kann davon ein Lied singen…), und nach dem, was man so hört auch in anderen Branchen nicht unüblich.
Bisher bin ich von Praktikas verschont geblieben, aber im Grunde war es nur eine Frage der Zeit, bis es auch mich trifft. Für die Semesterferien hatte ich mich bei einem großen Konzern als Entwickler für PHP und Typo3 um einen Ferienjob beworben und alle meine Unterlagen eingereicht. Referenzen, Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse, Lebenslauf, diverse Zertifikate etc. Ein paar Tage später kam ein Anruf vom Leiter der Abteilung “New Media”: Man habe großes Intresse an einer Zusammenarbeit, meine Referenzen wären hervorragend blablabla… Nach dem Gespräch ging mir die “Light-Version” zweier Pflichtenhefte zu, ich solle sie mir ansehen und sagen welches mir eher zusagt.
Nun habe ich bereits eine abgeschlossene Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung in genau diesem Bereich, und ich traue mir durchaus zu, den Aufwand und die Kosten eines Projekts abschätzen zu können: Diese Projekte waren umfangreich, (technisch) anspruchsvoll und erforderten Spezialwissen, das man sich erst anlesen müßte. Projekte, deren Resultat eben kein “Nice-to-have” wäre, sondern Projekte mit denen die Firma gutes Geld verdienen würde. Projekte, die in den Händen eines Entwicklerteams wesentlich besser aufgehoben wären, als bei einer studentischen Aushilfe. Trotzdem war ich begeistert, daß man mir sowas zutrauen würde.
Zumindest bis zum zweiten Gespräch mit der Firma. Ich ging in meiner blinden Naivität von wenigstens 12 Euro/Stunde aus (was noch immer wenig wäre, es ging schließlich nicht darum Burger zu braten oder Zeitungen auszutragen). Aber nichts da: 300 Euro. Im Monat. Für 8 Stunden gut qualifizierte Arbeit pro Tag. Mit einem Praktikantenvertrag.
Und, ach ja, natürlich hätte ich die “Ehre” hinterher den Namen des Konzerns in meinen Lebenslauf schreiben zu dürfen. Avec plaisier, Monsieur.
Ich empfinde das als Schlag ins Gesicht und als Frechheit. Ich erwarte nicht, daß man mir den roten Teppich ausrollt, wenn ich komme. Aber ich biete Know-How, (Arbeits-)Erfahrung, Professionalität und Motivation und erwarte dafür zumindest eine Gegenleistung, mit der ich meine Miete zahlen kann und mich nicht von Nudeln mit Ketchup ernähren muss.
Den Job Das Praktikum habe ich abgelehnt. Mal ganz davon abgesehen, daß ich in Kambodscha beim Zusammennähen von FlipFlops einen besseren Stundenlohn als 0,53 Euro (!!) hätte, ist das auch eine Sache des Prinzips: Arbeitet kostet nun mal Geld. Je anspruchsvoller, desto teurer wirds. Das scheinen manche Firmen einfach vergessen zu haben. Diese Unsitte, Praktikanten als “volle” Arbeitskräfte zu verheizen, bringt doch keinem was.
Stattdessen habe ich einen Job im Content-Management gefunden. Ein Idiotenjob, anspruchslos und -verglichen mit den Projekten von oben- ausgesprochen stumpfsinnig. Wichtigste Fähigkeit: Mann muss lesen können.
Aber die Bezahlung geht klar: 7,50 Euro pro Stunde. Soweit zu dem Trugschluss, daß sich Qualifikation und Ausbildung immer rechnen.
Genervt
23. Juli 2006, 13:27 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Werbung ist eine Pest. Flash kann ebenfalls eine Pest sein. Beides zusammen ist mehr als ich ertragen kann und kommt eher Ebola denn der Pest gleich.
Mir fallen in der letzten Zeit verstärkt Flash-Werbebanner auf, die nervigerweise nicht nur jeden PopUp-Blocker umgehen, sondern die darüber hinaus auch noch Sounds integrieren. Zum Kotzen! Normalerweise beachtet man die Banner gar nicht mehr, aber wehe es quakt plötzlich irgendein scheppernder, blechiger 32kBit/s-Sound aus den Lautsprechern. Besonders negativ sind mir dabei Golem mit einem Werbebanner für Plus’ “Viva Vital” (mit Kai Pflaume - ausgerechnet…) und die Intro aufgefallen. Bei dem Introbanner kommt plötzlich von der Seite unter ekelhaftem “Reifenquietschen” ein Formel1 Wagen ins Bild geschossen - klickt man ihn schnell weg, dauert es 5 Sekunden, und der Banner kommt direkt wieder.
Was bitte soll sowas? Das ist die reinste Anti-Werbung! Wenn ich mit sowas genervt werde, reagiere ich regelrecht wütend auf das Unternehmen. Aufmerksamkeit schaffen ist schön und gut, aber doch bitte nicht um jeden Preis! Wenn diese Beispiele Schule machen, werde ich Flash kurzerhand deaktivieren.
Übrigens: Die Bannereinblendungen werden in beiden Fällen durch irgendwelche Ad-Server gesteuert, also nicht wundern, wenn ihr vielleicht gerade keines findet. Surft einfach öfter mal auf den o.g. Sites rum und früher oder später kriegen sie euch.