Ende der Legende 1
22. Februar 2007, 21:55 Uhr
Ich und mein Martyrium
Halla
Das erste eigene Auto ist wie die erste Liebe: Man wird sie nie vergessen. Ich kenne zumindest niemanden, der nicht wie aus der Pistole geschossen dessen Hersteller, Modell, PS und das Baujahr (gut, Frauen erinnern sich zumindest an die Farbe) nennen könnte.
Mein erstes und bisher einziges Auto war ein 94er Seat Ibiza mit gewaltigen 45PS (sic!), ohne Schnickschnack wie Servolenkung, Alufelgen, Spoiler, Zigarettenanzünder oder gar elektrischen Fensterhebern. Dafür war die Kiste robuster als ein Zementmischer, mit Werkstattkosten zwischen Null und dem gesammelten Flaschenpfand nach einem durchschnittlichen Wochenende.
Mit 18 Jahren ist einem nichts peinlich. Das einzige Goodie, das ich mir gönnte, war eine wirklich brachiale Anlage mit 10-Fach CD-Wechsler (diese silbernen, runden Scheiben) , 800 Watt Magnat-Verstärker und einem Soundstream-Subwoofer mit 30cm Membran (ja, wir brauchen Bass). Wenn der Bass lospolterte, mußte man wirklich Angst um die Radmuttern haben. Das beste war der Aufkleber auf der Heckklappe: “Proud to be loud”, darunter ein Totenschädel mit Schallschutzkopfhörern. Ja ja, schon gut, mit 18/19 Jahren ist einem eben nichts peinlich und das war noch in den 90ern. (Die gesamte Anlage wurde ein Jahr später geklaut, während das Endspiel der WM98 in Frankreich lief. Vom Versicherungsgeld gabs dann keine neue Anlage, sondern ein Top-Fahrrad, das widerrum ein Jahr später geklaut wurde. Genau wie sein Nachfolger.)
Ende der 90er wurde das Auto sogar zu meinem Lebensunterhalt: Ich betrieb auf dem Schulhof einen schwungvollen Handel aus dem Kofferraum heraus mit allem möglichen Zeugs, von dem ich glaube, das es im elterlichen Haushalt von niemand vermissen würde: Klamotten, Werkzeug, alles was nicht niet- und nagelfest war. Unter anderem mal einen Fernseher, den mein Vater vorübergehend im Keller zwischenlagern wollte. Selber schuld. (Brachte immerhin 30 oder 40 Mark…)
Ich weiß bis heute nicht, woher die Flecken auf der Rückbank kamen!Was haben wir nicht alles miteinander erlebt. 2000km Touren an den Atlantik waren kein Problem, genauso wenig wie der TÜV - obwohl mir Freunde und Bekannte regelmäßig die Straßentauglichkeit abgesprochen haben. Die alte Klapperkiste lief wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, 10 wunderschöne Jahre (meine ganze verdammte Jugend!) hatten wir beide miteinander verbracht.
Bis dem legendären, heißgeliebten und altehrwürdigen Streitroß durch zwei hinterhältige Rammstöße im Abstand von nur wenigen Wochen der Todesstoß versetzt wurde. Die Geschichte erzähl’ ich dann aber ein andermal.
Erledigt
1. September 2006, 20:50 Uhr
Ich und mein Martyrium
Halla
Gammelfleisch-Skandal war gestern. Heute ist hemmungslose Völlerei angesagt.
- 500g Cordon-Bleue
- 750g Wellschnitt-Fritten
- 200g eingelegte Pilze
- 0,25l Jägersoße
- 1,5l Coke
- eine nicht näher zu bestimmende Menge Ketchup
Macht nach Adam Riese 3,2 kg Nahrung. Erlegt in unter 60 Minuten. Allein. Wer sagt, daß der moderne Mensch nicht mehr wie seine Vorfahren früher um das Essen kämpfen bzw. es sich erjagen muss, der kann unmöglich nachvollziehen, wie es mir gerade geht.
Ich fühle mich, als hätte ich höchstpersönlich eine Herde Mammuts erlegt.
Kein Anschluss unter dieser Nummer
25. August 2006, 01:23 Uhr
Erzähls der Parkuhr , Ich und mein Martyrium
Halla
Vor kurzem war ich mit einem Mädel, das ich am Wochenende davor kennengelernt hatte, einen Wein trinken. Sie hält mich unterschwellig für einen Aufreißer und will mir nicht so recht glauben, daß ich ihre Nummer eingespeichert habe (sondern einfach nur auf ihre SMS zurückgerufen habe).
Zum Gegenbeweis suche ich ihre Nummer raus und halte ihr mit einem triumphierenden Lächeln mein Telefon unter die Nase. “Lena 0177-12345678″* steht da. Mein triumphierendes Lächeln verwandelt sich in ein dämliches Grinsen als sie mich ansieht und sagt: “Das ist nicht meine Nummer, das ist eine andere Lena”. Kann doch gar nicht sein, denke ich mir, und nach einigen Sekunden krampfhaften Suchens finde ich sie unter M wie “Mobil Lena 0163-987654321″. Andere Nummer, andere Lena. Gegenbeweis gescheitert.
Auch wenn mich das nicht gerade glaubwürdiger macht, sie nahm es mit Humor. Gottseidank.
* Namen und Telefonnummern von der Redaktion geändert
Das elende Parkhaus
22. August 2006, 01:16 Uhr
Ich und mein Martyrium
Halla
Ich hasse das Einkaufen in echt. Nur im Internet macht das Spaß (aber in welchem “echten” Laden kann ich auch schon in Unterhose nachts um 3 Einkaufen).
Am Wochenende wars mal wieder soweit: Einer meiner PAR36 Strahler ist abgeraucht und Ersatz mußte her. Mein “Stammladen” für Elektronikbedarf befindet sich in einem nahgelegenen Einkaufszentrum, dessen Tiefgarage ich vor dem Einkauf meinen schrottigen Seat überantwortete.
Meines Wissens nach war in diesem Parkhaus das Parken für die Dauer von weniger als 30 Minuten kostenlos, weshalb ich Rentner, Paare und Frauen mit Kinderwagen die mir in den Weg kamen rücksichtlos überrennen mußte ich den Einkauf auf Männerart erledigte: Laden stürmen, zuerst ins Regal und danach in die Brieftasche greifen und wieder raus. Die GSG9 hätte ihre wahre Freude an mir gehabt.
Exakt 20 Minuten später stand ich am Parkautomaten um mir die kostenlose Ausfahrt bestätigen zu lassen. Aber nichts da: 30 Cent wollte dieser Kasten von mir sehen. Da haben die doch einfach ihre Preispolitik im Parkhaus geändert - ohne mir was zu sagen! Das Problem dabei: Ich hatte nicht einen lausigen Cent Bargeld einstecken. Noch dazu fand sich an dem blöden Parkautomaten kein Knopf, mit dem man sich die Karte hätte wiedergeben lassen können. Ich muss ziemlich dämlich auf das Display geglozt haben, als hinter mir eine Frau zu meckern begann: “Junger Mann, wird das nochmal was?”. Spontan erinnerte ich mich an MC Winkels Ungeduldig&Jähzornig Bewegung erinnert als ich mich umdrehte und sie genervt über den Konstruktionsfehler an dem Kasten vor mir aufklärte und an einen anderen Automaten verwies.
Nach geschätzen 20 Minuten kam dann auch die Karte wieder aus dem Schlitz, was mich einer Lösung aber keineswegs weiterbrachte - woher 30 Cent nehmen? Passanten anschnorren? Ich und mein Konto, wir mögen zwar wie Penner aussehen, aber das ließ mein Stolz trotzdem nicht zu. Also erstmal zum Auto und die Kiste nach ein paar Cent zwischen den Sitzen abgesucht. Ergebnis: 15 Cent, 2 Feuerzeuge, ein Bier, ein Eiskratzer und eine alte Parkscheibe.
Fehlten noch immer 15 Cent. Ich sah keine andere Möglichkeit mehr, als zur Bank auf der anderen Seite zu laufen und dort am Automaten Geld zu holen. Dummerweise habe ich ein Konto bei der Sparkasse - und nicht bei der Volksbank. Aber in den sauren Apfel mußte ich wohl beißen und 20 Euro abheben. Plus 5 Euro Gebühren (für lausige 15 Cent!). Hätte ich nicht über die Kameras Bescheid gewußt, ich hätte im Weggehen den verdammten Laden angezündet, so geladen war ich.
Also wieder zurück zu meinem Freund, dem Parkautomaten. Karte rein, und wie hätte es anders sein sollen: Das verdammte Ding wollte ums Verrecken den Schein nicht annehmen. Also stand ich wieder wie der Depp vom Dienst davor und wartete auf eine Rückgabe meiner Karte. Mit dem Unterschied, daß ich ständig leise Flüche und Verwünschungen vor mir hinbrummte. Hätte ich nicht über die Kameras Bescheid gewußt, ich hätte den verdammten Laden angezündet, so geladen war ich.
Gut. 20 Euro kleinmachen. Am besten beim nächstbesten Bäcker mit einem Käsebrötchen für 60 Cent. Mein Blick brachte die Bedienung schnell zum Schweigen, nachdem sie mich gefragt hatte, ob ich es nicht “kleiner” hätte. Hätte ich nicht über die Kameras Bescheid gewußt, ich hätte den verdammten Laden angezündet, so geladen war ich.
Aber wenigstens hatte ich satte 20 Minuten später endlich die 30 Cent in der Tasche und konnte das elende Parkhaus verlassen. Hätte ich nicht über die Kameras Bescheid gewußt, ich hätte den verdammten Laden angezündet, so geladen war ich.
Was mich doppelt ärgert: Beim Schreiben dieses Textes kommt mir gerade die rettende Idee. Ich hätte einfach das Bier trinken sollen, das ich im Auto gefunden habe. Der Flaschenpfand beträgt genau 15 Cent. Zusammen mit den 15 Cent, die ich unter den Sitzen gefunden habe, hätte das gereicht.
Chop-Suey
13. August 2006, 18:22 Uhr
Ich und mein Martyrium
Halla
Warum fragt mich “mein” Chinese nach einer Kundennummer, wenn ich Hähnchen süß-sauer bestelle? Und warum rufe ich bei dem einen Restaurant an und will beim anderen bestellen? “Nr. 11? Haben wir nicht” - (Blick aufs Handydisplay) “Oh Sorry, ich wollte auch woanders bestellen, sehe ich gerade. “.
Der Abend gestern steckt mir offensichtlich mehr in den Knochen als gedacht. Oder ich bin zu blöd um Chop-Suey zu bestellen. Beides möglich.
H(a)H(a)
28. Juli 2006, 15:27 Uhr
Ich und mein Martyrium
Goofystylz
Ich find Hamburg ja geil.
So als halber Frankfurter möchte man das ja nicht gerne zugeben, aber die City rockt. Ich hatte da jedesmal ne gute Zeit.
Auch letztens bei einem Kurztrip über’s Wochenende.
Kleine Touritour Nachts nähe Reeperbahn, die gemessen am Promillespiegel langsam dem Ende entgegen schritt. Irgendwann waren wir mal acht Leute, aber mitlerweile war das Feld der Feiernden bereits um 4 Personen lichter und ich stehe in dieser “Barbara-Bar”. In beiden Händen jeweils zwei Bierflaschen marschiere ich in Richtung Tanzfläche, als mir irgendwer von hinten in die Jacke greift. Man denkt ja bei Guuder Laune nicht gleich ans schlimmste, vielleicht will ja einer meiner Gesellen nur mal telefonieren, ich drehe mich um… und sehe natürlich kein bekanntes Gesicht, nur tanzende Meute. Shit! Bierflaschen abstellen, Tasche checken.
Das Handy war natürlich weg. Fuck, der muß Richtung Ausgang gelaufen sein!
Als ich dann mit erheblichem Nachdruck den Weg zur Tür freigeräumt hatte (das geht dann mit steigendem Promillewert wiederum ganz gut) bin ich draußen einfach dem nächstbesten, schnellmarschierenden Typen hinterher gerannt. Ich hätte den armen Kerl auch fast umgemäht - der war’s nämlich garnicht, wie sich später rausstellte-, wenn mich nicht ein Zivibulle angehalten hätte. Ob mir was gestohel worden wäre, sie haben eben einen Kerl festgenagelt, den sie beim Handyklau beobachtet haben. Ich dachte nur noch “KEIN SCHEIß??? Ihr habt den Wichser schon???”.
Ganze Arbeit, die Jungs hatten den Kerl schneller in der Wache als ich zur Aussage hinterherkommen konnte. In Handschellen und allem, das Handy gab’s zur Belohnung sofort wieder.
Fuck yeah! Miami Vice hat nix gegen Euch! Bin ja sonst nicht immer überzeugt von polizeilicher Arbeit, aber das war beeindruckend.
Dann wurde es aber ein wenig Problematisch. Schonmal sturzbetrunken eine Aussage machen müßen? In einem dieser widerlichen Beamtenkammern mit Neonlicht und 5 Polizisten im Raum? Ich muß den armen Mann so vollgelallt haben, daß er mir gegen Ende nur noch Satzvörschläge gab, die abnicken oder verneinen mußte.
Ich frage mich ob es an der betrunkenen Aussage oder dem unglaublichen Wert meines Handys (300 €) lag, aber ein paar Wochen später wurde ich in der Sache als Zeuge vor Gericht in Hamburg geladen. Ich habe mich zwar sehr bemüht das irgendwie ad Akta legen zu laßen - weil so eine Hamburg hin-her Tour ja dann doch den ganzen Tag kostet - aber es war unumstürzliches Gesetz, daß ich das machen muß, was ein Richter sagt. Sonst gibts Ääschäääär.
Dann halt hin da. Ich stehe vorm Gerichtssaal, der Zivibulle auch, und Richter samt Entourage gehen in den Gerichtssaal. Die flinke Elster ist noch nicht da, er ist wohl auf freiem Fuß, dafür aber sein Dolmetscher - Häuptling Langfinger ist nämlich ein Immgrant aus Frankreich. Und er taucht auch nicht mehr auf. Nach 30 Minuten hatte der Kerl noch eine Strafe an der Backe und ich die Patte für die sinnlose Reise in den Händen.
Das war’s. Dafür bin ich nochmal nach Hamburg gefahren? Super, das muß alles insgesamt 3000 Euro gekostet haben, für ein
Handy das zehn Prozent davon Wert ist. Und es ist NICHTS passiert. Wenn das nicht so traurig wäre, könnte ich darüber jetzt eigentlich lachen. HH.
On the blog again
24. Juli 2006, 21:02 Uhr
Ich und mein Martyrium
Goofystylz
Um etwaige Verwechslungen zu vermeiden: dies ist weder ein Beitrag vom Halla noch ein Gastbeitrag (wie mir Daniel geraten hat, diesen Beitrag zu nennen… Frechheit, scheinbar bin ich vom Mitblogger zum Gastblogger degradiert worden!)
Gut, ich gebe zu, meine Abstinenz von 3 Monaten läßt auch den Schluß zu, daß ich mich aus diesem profanem literarischen Gekröse des Informationszeitalters gänzlich verabschiedet hätte. Keine sinnfreien HipHop Posts, null Kinobeiträge, nix mit Wetterei über toxische Profanitäten, überhaupt alles sehr einseitig.
Zu meiner Entschuldigung - mein Leben war aber in letzter Zeit sowas von turbulent, daß mir jedesmal, wenn ich ans bloggen dachte, mein Bett einfach interessanter erschien. Kurze Abhandlung gefällig? (…wer hat da “nein” gesagt?…)
Nachdem ich aus meiner alten Knechtschaft bei dem Werbefilmproduktionsladen entflohen bin, habe ich das mit der Selbsständigkeit losgetreten.
Naja, leise in den Wind geflüstert triffts eher, nach 3 Aufträgen (immerhin!) war erstmal die Luft raus und ich mußte mir Alternativen zum Durchkommen ausdenken.
Da ich meine Lebenserhaltungskosten schon ziemlich ans Minimum gefahren habe, blieb nur noch eins: Freundin anpumpen einen echten Job suchen. Mein Mitbewohner war so nett, mir einen anzutragen. Und so scanne ich seit fast zwei Monaten jetzt Dokumente in Wiesbaden. Ein furchtbar uninteressanter, monotoner aber dennoch hochbezahlter Job, der sehr viel freie Zeiteinteilung zuläßt. So kann ich zwischendurch auch mal den ein oder anderen Filmjob mitmachen. Und mein Konto regelt das mit der Zeiteinteilung auch ganz effizient für mich.
Die freie Zeit verbringe ich dann mit der Freundin mit Elterngeburtstagen in Stuttgart oder Bremen (warum mußten meine Eltern nur aus 2 grundverschiedenen Himmelsrichtungen in Frankfurt ansiedeln um dann nach 20 Jahren wieder zurück zu ziehen? WTF, Mom and Pops???), vor Gericht in Hamburg (als Zeuge, wohlgemerkt - aber das wird ein eigener Post…), als freies Taxiunternehmen für meine diversen Familienmitglieder, oder einfach nur im Freibad, wo ich über mein schweres Los unter der Sonne philosophieren konnte.
Da kam mirdann, so unter unter einer Eiche im Freibad, nach dem üblichen Selbstmitleid wieder in den Sinn, wie therapeutisch dieser Blog immer war. In jedem Fall sieht man mich jetzt wieder öfter, ob’s Euch gefällt oder nicht.
Vielleicht befördert man mich dann auch wieder zum Mitblogger…
…hoffe ich.
Happy Birthday
24. Juli 2006, 13:22 Uhr
Erzähls der Parkuhr , Ich und mein Martyrium
Halla
Geburtstage sind schlimm. Ganz schlimm war mein eigener 25ster, mit dem meine Pubertät endete und der nahtlos in die Quarterlife-Crisis führte, die wahrscheinlich zu meinem 30sten von der Midlife-Crisis abgelöst wird.
Aber auch die Geburtstage von Freunden und Bekannten haben ihre Tücken, auch wenn diese weniger psychischer Natur sind, sondern mehr mit den Geschenken zusammenhängen. Kommt man bei männlichen Freunden meist ohne Probleme mit einem Kasten Bier, einer Flasche Whisky oder einfach einem Playboy als Geschenk aus (das worüber man sich selbst auch freuen würde), so erfordern Frauen da schon etwas mehr Aufmerksamkeit. “Was schönes” soll es für gewöhnlich sein, etwas “Individuelles”, eine “Überraschung” bitte. Gern auch was “Selbstgebasteltes”.
Gerade bei der eigenen Freundin stößt man schnell an die Grenzen. Die Standardgeschenke wie Parfüm, Einladungen zum Essen, Unterwäsche (wer da wen beschenkt ist die Frage…) oder Schmuck hat man innerhalb von 2 Jahren durch. Und will man der Freundin klarmachen, daß die Carrerabahn auf keinen Fall ein Geschenk mit Eigennutz ist, muss man schon wirklich überzeugend auftreten und sich gut verkaufen können. Ist die Schonfrist, während der man noch Schmuck, Unterwäsche etc. verschenken darf, abgelaufen, bricht einem als Mann vor jedem Geburtstag und Weihnachten der kalte Schweiß aus, zumindest wenn man ähnlich fantasie- und einfallslos wie ich ist. Wiso geht das nicht einfacher, liebe Frauen? Gebt eurem Partner doch einfach die Bestellnummer der Sache, die ihr euch wünscht, und alles wäre gut. Vergeßt das mit den “versteckten Hinweisen” ein halbes Jahr vor dem Event: Wir vergessen das sowiso oder verstehen es erst gar nicht. Und noch ein Tipp an die Männer: Einfach mal die Mutter oder Schwester der Freundin anfragen, das führt häufig zu sehr guten Eingebungen oder Tipps.
Meine Mutter hat das mit den Geburtstageschenken in der Zwischenzeit übrigens aufgegeben. Wir kennen uns ja schon seit 27 Jahren, wie sollte ich da schließlich noch Ideen für Geschenke haben? Nachdem sie schon das eine oder andere Mal Geschenke von mir mit Kommentaren wie “Nächstes Jahr aber wieder Blumen, ok?” quittiert hat, ist sie in den letzten Jahren dazu übergegangen, ihre Geschenke selbst zu kaufen und sie mir danach zu mit dem Kommentar “Hier, das kannst Du mir zum Geburtstag schenken” in die Hand zu drücken. Der Pragmatismus liegt eben in der Familie…
Meinen internen Reichsparteitag in Bezug auf Geburtstage feiere ich aber jedes Jahr am 30. Juli: An diesem Tag fallen die Geburtstage einer lieben Bekannten, meiner eigenen Mutter und der besten Freundin an einem Tag zusammen.
Für die Frauen gilt übrigens: Wenn ihr ein schönes Geschenk für uns sucht, begebt euch einfach in das Männer-Wunderland (nein, nicht in die Playboy Villa), zu ThinkGeek.com. Nach nahezu allem, was man dort bestellen kann, würde ich mir sämliche zehn Finger lecken: ein Ring mit integriertem Flaschenöffner, eine LED-Taschenlampe ohne Batterien, einem Leatherman, dem Super-Ohr, einem Stift, mit dem man in die Luft schreiben kann, einem Tape-Deck (MC’s!) für den PC, einem Mini-Katapult, einer Marshmellow-Kanone, einer 10-Schuss-Gummiband-Kanone, einem ferngesteuerten Ufo, einem Raketenwerfer oder die Krönung: Ein ferngesteuerter Zeppelin, mit dem man im Zimmer rumfliegen kann.
Flasche leer
13. Juli 2006, 00:48 Uhr
Ich und mein Martyrium
Halla
Verdammt. Ausgerechnet jetzt ist die Patrone meines Druckers leer. Ausgerechnet jetzt, mitten in der Nacht, wo ich mir noch schnell einen kleinen “Merkzettel” für die Klausur morgen ausdrucken wollte.
Warum passiert das immer wenn man es am allerwenigsten gebrauchen kann? Verdana, Schriftgröße 7 - Das bekomme ich handschriftlich nicht leserlich hin.
Mach hin, Mensch!
7. Juli 2006, 12:38 Uhr
Ich und mein Martyrium
Halla
Liebe Frührentner, Rentner(-innen) und Hausfrauen,
es gibt einen Weg, wie man das Abkassieren an der Aldi- oder Minimal- oder sonstwas-Kasse massiv beschleunigen kann:
- Nicht dumm rumstehen und glotzen:
Es gibt keinen Grund, die Kassierein mit weit aufgerissenen Kuhaugen regungslos anzuglotzen, während diese ihre Arbeit macht und die Waren über den Scanner zieht. Stattdessen könnte man auch schon mal die Einkäufe eintüten. Das hat den Vorteil, daß man es nach dem Bezahlen nicht mehr machen muss und dabei den nächsten Kunden nicht im Weg rumsteht.
- Vergeßt die Nummer mit dem “passend zahlen”:
Wir schreiben nicht mehr 1940, sondern 2006. Adolf ist schon lange tot und EC- sowie Kreditkarten sind flächendeckend eingeführt worden. Einfach das nächste Mal der netten Dame an der Kasse das Plastik-Dingens in die Hand drücken, unterschreiben, und schwupps, habt ihr passend gezahlt. Kein nervöses Rumsuchen mehr nach 1- oder 2-Cent Stücken. Oder ihr zahlt immer mit “zuviel” Geld, und lasst euch einfach mal den Rest von der Kassiererin wiedergeben. Das schwere Kleingeld werft ihr zuhause dann ins Sparschwein, das ihr widerrum regelmäßig in den Münzzähler bei eurer Bank kippt.
Es reicht - ich trete ab sofort der von Burnster&MC Winkel lancierten Ungeduldig&Jähzornig-Bewegung bei.