Neben Ein Colt für alle Fälle, A-Team, Airwolf, McGyver, Kampfstern Galaktika und Pams Tüten Baywatch waren der Knight Rider und KITT die Helden meiner TV-Jugend.
Und jetzt… jetzt schickt mir ein Freund doch tatsächlich das neue Video von David Hassel-”The Hoff” zu! “Jump in my car” - Wunderbar (reimt sich sogar). YouTube-Direktlink
Wem The Hoff noch nicht hart ist, dem sei auch Basshunter - Boten Anna ans Herz gelegt. Schrecklich, aber es bringt mich zum lachen (mit deutschen Untertiteln kommt es am besten)
Gegen Ende hängt mir die Prahlerei mit der Statistik [Anm.: der verkauften Platten] so gründlich zum Hals raus, wie anderen die Goldkette drum herum.
Das ewig gleiche Geschwafel über dieselbe, der ausgelutschte Gangsta-Mist und allem voran die Fixierung auf Cash geht mir zunehmend massiv auf den Sack, zumal das Ganze im Falle Flers wie üblich nicht etwa in ausgefuchsten Reimen sondern mit dem gleichen Abwechslungsreichtum vorgetragen wird, den der Gesichtsausdruck im Booklet zur Schau stellt. “Kuck mal böse für ‘ne Mark” hätte meine Oma dazu angemerkt.
Beim Auspacken meine Umzugskartons bzw. der darin befindlichen CD Sammlung fiel mir gerade was ganz was Feines in die Hände: Das Album “The In Sound from Way out” von den Beastie Boys, erschienen anno 1996 (10 Jahre nach Tschernobyl, aber das spielt im Grunde ja keine Rolle). Kein typisches Beastie Boys Album, sondern ein reines Instrumental-Dingens mit einem völlig ungewohnten Sound: Funkig, Jazzig, Relaxt, Smooth und ganz sicher alles andere als Massenkompartibel.
Mein Anspieltip: In 3’s und Sabrosa. Reinhören bei Amazon, wo das Album vollkommen verdient satte 5 Sterne als Kundenbewertung abzieht. (Nein, ich habe keinen Partnervertrag mit Amazon…)
Also ganz im Ernst, die extreme Häufung von Musik-bezogenem Content in der letzten Zeit ist Zufall. Ehrlich.
Aber das muss ich einfach schreiben: Ein neues Album der Red Hot Chili Peppers erscheint am 5. Mai! “Stadium Arcadium“. Eine Single scheints schon zu geben - “Dani California”. Lief gerade auf MTV, und ich muss sagen: Es rockt! Yeah!
Amazon nimmt schon Vorbestellungen entgegen. Bin ich der letzte, der das mit dem neuen Album mitbekommen hat?
Wie ich gerade auf einem entsprechenden Plaket vor der Haustür gesehen habe, gibts am 17.4. in der Frankfurter Jahrhunderthalle ein echtes Highlight: Riders on the Storm - Musik der legendären Doors. Jim Morrison, der Sänger, hat leider bereits vor etlichen Jahren das Zeitliche gesegnet, aber Ray Manzarek und Robby Krieger (der “Light my Fire” schrieb und damit den Durchbruch der Doors möglich gemacht hat) sind noch am Start und treten dort zusammen mit Ian Astonbury (k.A. wer das ist) auf.
Wer sich mal ansehen will, wie die verbliebenen Doors heutzutage aussehen, sollte sich dieses Video bei YouTube (wo sonst….) reinziehen. Der Alt-Hippie mit den Räucherstäbchen am Keyboard ist übrigens Ray Manzarek, der für die typische warme Hammond-Orgel in allen Doors-Songs verantwortlich war.
Als riesiger Fan der Doors kann ich übrigens jedem Intressierten ein paar gute Bücher ans Herz legen:
Uns verbrennt die Nacht
Kennt glaube ich jeder (auch als Nicht-Doors-Fan). In dem Buch beschreibt der Autor eine (Party-)Nacht mit Jim Morrison, als dieser in LA noch ein Unbekannter war. Im Vergleich zu anderen Büchern finde ich es etwas kurzweilig - taugt höchstens als Einstiegsdroge oder als Unterhaltungslektüre in der S-Bahn.
Strange Days
Die Autorin lernt Morrison während eines Interviews für ein Magazin kennen und beginnt eine lange Affaire mit ihm (nicht zu verwechseln mit seiner “offiziellen” Freundin Pamela Courson). In Strange Days erzählt sie davon und ich muss ehrlich zugeben, daß diese Liebesgeschichte sogar mich trockenen Knochen sehr gerührt hat (aber nicht weitersagen!).
Die Doors, Jim Morrison und ich. Mein Leben mit den Doors
Ray Manzarek, der das Buch schrieb, war der o.g. Keyboarder und Gründungsmitglied der Doors. Ein Hippie durch und durch. Entsprechend verkopft ist das Buch auch, trotzdem gibt es wie kein anderes Einblicke in das was hinter den Doors gesteckt hat.
Keiner kommt hier lebend raus
“Offizielle” Biographie von Morrison. Interessant, liest sich aber naturgemäß etwas trocken.
Wonderland Avenue
Was soll ich sagen? Das Buch rockt wie kein anderes das ich jemals gelesen habe. Der Autor Dany Sugarman hat die Doors im Alter von 17 Jahren kennengelernt und zunächst ihre Post sortiert, später wurde er dann zum Manager und erzählt in dem Buch von seinem Leben und dem der Doors. Ich weiß nicht, was davon wirklich passiert ist und was er sich ausgedacht hat - ist mir aber auch egal, dafür liest sich das Buch zu gut. Kostprobe gefällig?
An einer Stelle feiert Sugarman die Nacht (oder mehrere hintereinander?) mit viel Alkohol und noch mehr Drogen durch, bis er irgendwann Hunger bekommt. Also ab ins Auto und zu einem Feinkostladen. Da er bereits doppelt sieht, bindet er sich einen Schal so um den Kopf, daß nur noch ein Auge frei ist (!!) - Problem behoben. Auf dem Rückweg kann er sich nicht mehr beherrschen und fummelt im Essen rum, dabei wickelt er das Auto leider um eine Ampel. Völlig fertig flüchtet er zu Fuß nach Hause, das Auto läßt er an der Ampel stehen. Am nächsten Tag kann er sich an nichts mehr erinnern und vermißt sein Auto. Da ihm das öfter passiert, hat er einen Trick: Er meldet das Auto als gestohlen und hofft dann, daß die Polizei es einige Tage später findet. So auch dieses Mal - was ihm in dem Fall nicht nur die Erinnerung wieder bringt, sondern ihn auch vor unangenehmen Fragen schützt (die Polizei denkt, das der Dieb das Auto gegen die Ampel gesetzt hat).
Stories von diesem Kaliber ziehen sich durch das gesamte Buch - wunderbar.
Besonders spannend ist es auch zu sehen, wie alle Bücher immer wieder Überscheidungen haben. So erzählt Patricia Keannally bspw. über den kleinen Botenjungen der Doors (Dany Sugarman), Ray Manzarek wiederrum schreibt über Keannally usw.
Wenn ich mir eine Zeit aussuchen dürfte, in der ich leben wollte, wären das ganz sicher die späten 60er/frühen 70er….
Es ist doch immer wieder nett, mit einem Kumpel in einer Kneipe Bar abzuhängen, ein paar Bierchen zu trinken und sich über typische Belanglosigkeiten zu unterhalten. Solange keine Frau dabei ist, sind Dialoge im folgenden Stil wohl eher die Regel als die Ausnahme:
- Alter, die Mukke von [John] Frusciante klingt schön kaputt, als hätte er beim Spielen direkt die Nadel im Arm!
- Keine Ahnung, hatte nur die blaue Platte mit Mila Jovovich - total schräg. Ich schätze, er wollte sie nur knallen.
- Na und? Das ist doch auch eine vollkommen legitime Motivation um mit ihr ein Album zu machen?
Selten so gelacht. Egal.
Für die richtige Gesprächs-Atmosphäre ist die Mukke enorm wichtig. Egal ob man mit einem Kumpel ein Bier trinkt, versucht im Sinne von [John] Frusciani eine Frau von sich zu überzeugen oder sich nur für den weiteren Abend warmläuft: Nicht zu laut, nicht zu aufdringlich, nicht zu Old-Skool, lieber zu cool als zu poppig und bitteschön nicht zu kopflastig - geschweige denn etwas wo ich auf den Text achten muss (bin ja selbst am reden). Die Musik darf mich nicht einschläfern, soll mich wachhalten aber auch nicht zuviel Aufmerksamkeit von mir verlangen. Man könnte fast sagen, Fahrstuhlmusik wäre genau das richtige.
Ich muss aber leider sagen, die Musik hat mich heute abend etwas genervt. Nicht weiter wild, schließlich ist mein Musikgeschmack auch nur einer von vielen, aber nachdem ich schon bezüglich des Frühlings meine Top-Ten abgegeben habe, hier die noch die Mukke, die ich in (m)einer Bar abfeuern würde - wenn ich den eine hätte (Ich und eine eigene Bar, damit hätte man den Bock zum Gärtner gemacht…):
Murderers - John Frusciante
Die Mukke aus dem Skate Video im Beitrag davor. Nothing more to say.
Places of Light - Brainticket, auf dem DJ Kicks Album mit Chicken Lips
Klingt wie die Doors im Jahr 2000 ohne Jim Morrison, Quasi Hammond Orgel goes Elektro.
Loungin’ - Guru
Gibt’s eine Nummer, die besser in eine Bar paßt, als das Teil von Guru? Uralt, aber ungeschlagen - und das für mich einzig denkbare HipHop Ding, das ich mir in so einer Situation anhören könnte. Wahrscheinlich hat er das Liedchen auch an irgendeiner Theke geschrieben…
Comfortably Numb -Scissor Sisters
Als hätte jemand die Eier von den Typen in einen Schraubstock geklemmt. Kräftig eingeklemmt. Synthie-Sounds befreit vom Autosscooter-Image. Zum Mitwippen.
KID - Hupendi Muziki Wangu
Hupen Izi Was? Wiso muss ich bei dem Tital sofort an Japanische Karaoke Girls denken? Oder an David Hasselhoff - ach, neeee, das war ja K.I.T.T. Und wiso klingt das Teil so, als würde jemand im Hintergrund ständig eine Schweizer Kuhglocke läuten? Und wiso paßt trotzdem alles so verdammt gut zusammen?
Eple - Röyksopp
Keine Ahnung, wieoft ich das Teil schon als Unterlege-Musik im Fernsehen gehört habe. Zu recht. Die Melodie hat man nach 2 Takten verinnerlicht, ab dem 3ten Takt pfeifft man mit.
Two people - Jean Jacques Smoothie
Ich weiß nicht, ob mich der Name des Interpreten mehr an einen Softeis-Hersteller oder einen Softporno-Star erinnert. “Two People” zumindest würde wunderbar in einen Softporno passen. Oder in eine relaxte Gartenparty bei 25 Grad um 2 Uhr morgens.
Waiworinao - Ricardo Villalobos
In Sydney gibt es ein Stadtviertel, das heißt Woolloomooloo. Kein Scheiß - ich war selbst schon da und Irgendwie erinnert mich der Titel “Waiworinao” daran. Ein Titel von Ricarado Villalobos komplett ohne Bassline? Klingt komisch, ist aber so. Und kommt dabei unglaublich cool und relaxt rüber.
Sola - Spiller
Action. Aber bitte nicht zuviel. Ich muss schließlich noch trinken.
Flyin’ on 747 - Kid Loco
Wer noch rocken gehen will, zieht bei diesem Track weiter. Für alle anderen wird es etwas entspannter.
Clouds across the Moon - Rah Band
Klingt nach 50er Jahre Zukunftsvision-Shizze, Space-Age und Panton Design, nach Lounges, Liebeslied und Hörspielkassette. Einfach abgefahren eben.
If I Go - Korsakow
Wenn House immer so klingen würde, würde ich nichts anderes hören. Egal ob zum BBQ, zum Trinken, Tanzen oder Rumgammeln: Das Ding paßt immer.
Rikki - Mylo
Am Anfang denkt man, die CD hängt ganz einfach, und ist versucht mit einem beherzten Schlag nachzuhelfen. Dann aber kommt drauf, daß das “Hängenbleiben” genauso zum Lied gehört wie zu Cheech & Chong. Und man fängt von selbst an, unbewußt mitzuschnippen oder mitzuwippen. Very Nice!
Make Love - Daft Punk
Unbeding ausspielen, bevor man den Laden zumacht. Der Titel heißt nicht nur “Make Love”, er klingt auch so. Und gibt jedem Kerl noch die Chance auf einen letzen Angriff.
Need you Tonite - Mylo
Ich liebe Mylo. Wenn es mit Daft Punk’s “Make Love” nicht geklappt hat, kann man sich vorm Rauswurf noch aufs Betteln verlegen und statt der Love-Machine-Nummer die “Isch brauche disch - Need you tonite” Nummer abziehen. Die Mucke jedenfalls paßt dazu wie die Pickel zur Pubertät.
Loose Grooves and Bastard Beats - Tommy Gueruero
Ohne Worte. Laid Back. Vollkommen.
After Dark - Tito and Tarantula
Aus dem “From Dusk till Dawn” Soundtrack. Kam schon jemals was schlechtes von Tarantino? Nein? Na also. Das ist die Musik, mit der ich nachhause gehen will…. In diesem Sinne: Gute Nacht!
Lange, ungekämmte Haare, gammliges T-Shirt, verrissene Jeans, die Bartstoppeln im Gesicht und über allem das Holzfällerhemd. Klingt nach ungepflegtem Arschloch - war aber trotzdem (oder gerade deshalb?) einer der Helden meiner lange vergangenen Jugend und die Ikone der frühen 90er Jahre: Kurt Cobain, Frontmann von Nirvana und Erfinder des Grunge. Gestorben heute vor 12 Jahren, als er Vorder- bzw. Rückseite seiner Schrotflinte miteinander verwechselt hat. Etwas ungeschickt, so ganz salopp gesagt.
Grunge war irgendwie die einzige Musikrichtung Anfang der 90er, die wirklich neu war und mir gefallen hat. Später kamen noch der Techno und die “Raves”, auf denen irgendwelche Landpomeranzen mit Fellstiefeln und Tankstellen-Rocker mit Bauarbeiter-Weste zu Tausenden in umgebauten Messehalten kollektiv spastische Zuckungen bekommen haben. Damit bin ich nie warmgeworden (allein schon diese Menschenmassen: Wie findet man sich da wieder, wenn man mal schnell pissen gehen muss?), ganz im Gegensatz zum Grunge und Nirvana: Selbstzerstörerisch, Rauh, Wild, Neu, Aggressiv, Laut und viel Scheißegal-Attitüde - das sind die Adjektive, die mir dazu einfallen. Und damit kann ich verdammt gut leben.
Ich glaube, es gibt in meinem Freundeskreis niemanden, der auch heute noch länger als 5 Sekunden braucht, um den Sound von damals zu erkennen - geschweige denn die charakteristische Stimme von Kurt Cobain. Wirklich zu schade, die Sache mit der Schrotflinte 1994. Aber für die Legendenbildung überaus förderlich. Cobain war er bei seinem Tod erst 27 Jahre alt - genau wie Janis Joplin, Jim Morrison und Jimi Hendrix. Genau wie ich zur Zeit. Oha.
Heute abend als kleine Hommage auf Heavy Rotation in iTunes: “MTV Unplugged in New York with Nirvana”. Wenn das mal nicht paßt wie der Topf auf den Deckel: MTV Unplugged ist genauso 90er-Jahre-mäßig wie Nirvana. Und noch immer genauso gut.
Jazzanova legen ihrem Album “The Remixes 2002-2005” einen leeren, bedruckten CD-Rohling bei, den man verwenden kann, um vom Orginal ein Backup zu brennen oder eine Kopie für Freunde oder den CD-Player auf dem Klo zu machen.
The release “Jazzanova Remixes 2002-2005″ comes alongside a blank, but designed cd-r. Either for back-up or for a copy to friends, everybody can use this blank disc as he chooses to. Jazzanova created a special DJ mix, exclusively downloadable on www.jazzanova.net.
So weckt man (zumindest bei mir) echte Sympathien, bekommt noch ein bißchen Gratis-PR und zeigt den “Rechteverwertern” auf subtile Art und Weise den Mittelfinger.
Stahlblauer Himmel, kein Wölkchen weit und breit, die Sonne scheint und der Frühling liegt in der Luft. Zumindest im Rhein-Main Gebiet. Leider ist es noch immer etwas kalt, aber es gibt einen Weg, den Frühling/Sommer vorab zu simulieren: Sommer für Arme, sozusagen. Einfach mal im Auto die Heizung aufdrehen und die Fenster zumachen. Dazu Sonnenbrille aufsetzen und Radio IPod laut aufdrehen. Nach ein paar Minuten Zeit und etwas gutem Willen glaubt man tatsächlich, im Sommer gelandet zu sein. Funktioniert alternativ auch an kalten, klaren Wintertagen.
Musik ist ganz wichtig dazu, daher nachfolgend 10 Track die für mich selbst einfach genauso zum Frühling gehören wie kürzer werdende Röcke bzw. länger werdende Beine (Betonung liegt auf Frühling, für den Sommer ist die Mukke zu anstrengend). Bevor sich in den Kommentaren wieder die Musik-Nazis beschweren (*was Musik-Nazis sind, könnt ihr am Ende dieses Posts nachlesen): Das ist meine Mukke, die nicht zwingend für jeden was mit dem Frühling zu tun haben muss.
Los geht’s:
Sonnenlischt - Grup Tekan Make it tonight - The Hellacopters.
Den Albumtitel “Rock&Roll is dead” strafen die Jungs selbst ab. Frisch, rockig, rotzig und laut mit einer echt fröhlichen Gitarre.
Song2 - Blur
In your Face, M’Fukka! Na? Endlich wach? Komm zu Dir, Winter ist vorbei, draußen scheint die Sonne!
Rubicon - Alan Braxe & Fred Falke
Ausgesucht von Erlend Oye, seines Zeichens eine Hälfte der Kings of Convience, für sein DJ Kicks Album. Frische, glückliche und tageslichttaugliche House-Mukke.
You wish - Nightmares on Wax
Fast schon zu entspannt für den Frühling, eher was Downbeatmäßiges für den Sommer. Oder für den Übergang. Oder einfach für beides.
Paranoid - Black Sabbath
Ein weiterer Track aus der “In your Face” Reihe, diesmal vom Prince of Darkness himself. Nicht mehr taufrisch, aber nach wie vor ungeschlagen und Bestandteil jeder Playlist. Wenn ich das im Ohr habe, verwandelt sich der Büro-Drehstuhl auf dem ich mir den Hintern platthocke in eine schwere, hochvolumige Maschine auf irgendeinem sonnenbeschienen Highway. Biergeschmack im Mund und eine Brünette auf dem Sozius inklusive.
Roll the Dice - Moonbootica
Klingt zwar nach Großraumdisco in Hoyerswerda, macht aber trotzdem Spaß und der Bass knallt auch gewaltig. Und das ist es, was letzten Endes zählt. Bass.
The Groove Machine / Boogie Train - The Glimmers
Der Name ist Programm. Wer da keine gute Laune bekommt oder anfängt mit dem Fuss zu wippen, dem ist nicht mehr zu helfen.
Schrapnell - Isolee
Diese Hawaiimäßigen-Gitarren und dazu die Elekro-Beats. Besser gehts nicht mehr. Einfach nur Fett. Viel zu energiegeladen für einen heißen Sommertag, aber für den Frühling genau richtig.
Dancing on the Ceiling - Lionel Richie
Der Typ hat nicht nur Mukke gemacht, die man zum Frauen-rumkriegen benutzen kann: “Dancing on a Ceiling” ist ein echter Partytrack und macht einen Heidenspaß.
Mehr als das - Mono & Nikitaman
Mono&Nikitaman klingt zwar mehr nach der Banenenplantage eines alternativen Aussteigerpärchens, ist aber Raggae/Dancehall/Jamaica-irgendwas mit deutschen Texten. “Mehr als das” groovt und kann laut im Auto mitgesungen werden. Allein für Textzeilen wie “Ich will leben und nicht nur existieren” gibts von mir einen Grammy oder sowas.
Papa Noah - Seeed
Mit dem neuen Album und dem Ding-Video haben sie ja nicht gerade Punkte bei mir gesammelt, aber das New Dubby Conqueros Album fand ich Weltklasse. Papa Noah darf nie fehlen, wenn die Sonne scheint.
Dr. Pressure - Mylo vs. Miami Sound Machine
Ok, Ok - überschüttet mich mit Spott und Häme, lacht mich aus und verachtet mich - aber ich steh ein bißchen auf Gloria Estafan und ihre Miami Sound Machine. Dazu noch die Beats von Mylo und schon ist ein megafettes Sommer-Sonne-Gute-Laune Ding ferddisch’.
Hawaii Five-0 - Ventures
Das Theme der 70er Jahre Fernsehserie “Hawaii Five-0″ (ach, echt?) von den Ventures als Instrumental nachgespielt. Erinnert mich ständig an “Endless Summer“, Meer und an Hawaii.
Susanne zur Freiheit - Fischmob
Womit wir mal wieder bei der alten Schule des deutschen HipHop wären. Völlig Laid-Back, entspannt, groovend und mit fettem Text zum Mitsingen (”Nivea für die trockene Haut / und ein Slayer-Tape für die rockende Braut”)
Sind mehr als 10 Tracks geworden… egal.
Genießt die Sonne!
*Achja, die Musiknazis: Jeder hat einen oder mehrere davon in seinem Freundeskreis. Musiknazis haben den guten Geschmack in Sachen Musik gepachtet (meist kennen sie sich auch wirklich aus, das muss man ihnen lassen) und lassen diesen auch gern raushängen. Der Begriff selbst entspringt der Tatsache, daß sie sich gern zum Richter über die Vorlieben anderer aufschwingen und neben der eigenen Meinung nur schwer eine weitere akzeptieren können (es sei denn die andere Meinung kommt ebenfalls von einem Musiknazi).
Derzeit läuft ein Werbespot der Fifa (oder des DFB?) für die WM 2006 im Fernsehen. Unter dem Motto “Die Welt zu Gast bei Freunden” trifft ein brasilianisch-japanisches-irgendwas-Pärchen auf dem Weg ins Stadion allerhand deutsche Prominenz (Claudia Schiffer als Security, Ulli Hoeneß an der Würstchenbude, Schumacher als Taxifahrer etc.).
Die Mucke, mit der der Spot unterlegt ist, fiel mir von Anfang an auf. Wen es interessiert:
Es handelt sich um den “Bongo Song” von Zongamin ein wirklich fetter Track mit einem dämlichen Namen, der sich auch auf dem Annie-Album der DJ-Kicks Reihe des !K7 Labels findet. Selbiges lief gerade bei mir im Hintergrund und ich dachte mir: Hey, das kennste doch…!
Bei Amazon kann man reinhören. Vorausgesetzt man hat die neuester Version des Ultra-Spyware-Amok-Tools von Real installiert…
So. Schluß für heute mit dem Musik-Content auf Reality on the Rocks.