Miranda
19. August 2006, 21:41 Uhr
Für Nerds
Halla
Seit ein paar Tagen spuckt mein Miranda Messenger ständig merkwürdige Fehlermeldungen bei Anmelden am ICQ Netzwerk aus: ICQ hat mal wieder das Protokoll geändert, um User zu ärgern, die nicht den orginalen Client verwenden (da diese im Gegensatz zum “echten” Client meist werbefrei sind).
Seit heute steht ein entsprechendes Update bereit, daß das Problem beheben sollte. Einfach entpacken, die beiden .dll-Dateien ins Plugin-Verzeichnis von Miranda kopieren und schon ist die Sache erledigt.
Nur mal so zur Info….
Und wieder ein Opfer
17. August 2006, 19:55 Uhr
Erzähls der Parkuhr , Für Nerds
Halla
Ob es am thematischen Sommerloch in der Blogosphäre liegt? Oder einfach daran, daß sich die Blogosphäre eben so gern mit sich selbst beschäftigt? Ich weiß es nicht. Zumindest sind eine E-Mail und ein Anruf mal wieder Auslöser genug eine Sau durchs Dorf zu treiben.
Dr. Frank Huber, seines Zeichens irgendein Marketingvogel, hat offensichtlich eine Reihe von bekannten Bloggern (”A-Blogger”) angemailt und nach einer Telefonnummer gefragt, da er gern eine “Vermarktungsidee” (bzgl. Blogs) besprechen würde. Und zumindest bei Udo Vetter vom Law Blog hat er sich auch telefonisch gemeldet (obwohl seine vorangeganen Mail schlicht ignoriert wurde).
Soweit eigentlich keine große Sache - sollte man meinen. Bis Felix von Wirres.net daraus einen Eintrag gemacht hat. Die daraus entstandenebrannte Flamewar Diskussion in den Kommentaren sollte man sich ruhig mal durchlesen, da sie mehr über die Funktionsweise der Blogosphäre verrät als so mancher schlauer Web-Zwonull-Community-Text.
Hr. Huber (der “Vermarkter”) diskutiert selbst leidenschaftlich mit und verteidigt seinen Standpunkt vehement - nämlich den, das Werbung sehr wohl in Blogs paßt. Und bekommt dafür (und vorallem für die Art und Weise der Kontaktaufnahme) von der Mehrzahl der Kommentatorenziemlich eins vor den Latz geknallt. Seine aufgeblasene, selbstgerechte Ausdrucksweise Schreibweise ist dabei eine Sache, die mir auch ziemlich gegen den Strich gehnt.
Aber das ist kaum der Fehler, den er begangen hat, sondern: Hr. Huber hat versucht mit Bloggern wie mit Geschäftsleuten in Kontakt zu treten. Eine (persönliche) E-Mail mit einer Geschäftsidee bzw. einem Angebot zu schicken und telefonisch nachzufassen, wenn sich nichts tut, mag nervig sein. Trotzdem ist es der Regelfall, wie er mir selbst in der Firma schon etliche Male unterkam. Nur leider sind Leute wie Felix Schwenzel oder Udo Vetter keine Geschäftsleute (zumindest nicht in Hinsicht auf ihre Blogs), sondern eben Privatpersonen. Und die können sehr empfindlich reagieren, wenn sie sich gestört fühlen - gleichwohl auch Hr. Huber ein zartes Pflänzchen zu sein scheint, wenn ich mir seine Kommentare auf wirres.net so ansehe.
Erinnert sich noch jemand an diese Geschichte mit den rätselhaften Postkarten, die vor letztes Jahr durch die Blogosphäre geisterten? Letzten Endes war das auch nicht mehr und nicht weniger als eine Art von PR-Aktion um sich ins Gespräch zu bringen. Und zwar vom Marketing-Blog. Die Nummer damals saß. Nicht nur bei mir, sondern auch bei allen Bloggern, mit denen der Hr. Huber so gern ins Geschäft kommen wollte. Vielleicht hätte er sich vorher mal mit den Kollegen vom Marketing Blog über die Befindlichkeiten der “Szene” unterhalten sollen.
Damit hätten wir Nummer Zweitausendvierhundertwasweißich, der in dem Minenfeld Blog/Web2.0/Flickr/Community/WasWeißich gnadenlos auf die Schnauze geflogen ist, weil er keine Ahnung hat, wie das alles so tickt. Schade eigentlich. Seitdem ich als Student von weit weniger als Hartz4 leben muss und mir nur noch den Thai leisten kann, der schon zigmal vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, wäre ich froh, wenn mein Hobby ein paar Euro pro Monat abwerfen würde.
Freiheit oder Moral
16. August 2006, 00:12 Uhr
Für Nerds
Halla
Es bahnt sich gerade eine höchst intressante Diskussion darüber an, ob man die GPL so modifizieren sollte, daß sie einen Gebrauch entsprechender lizenzierter Software durch Militärs oder ähnlich gelagerte Organisationen, die Menschen Schaden zufügen können, ausschließt.
Sogenannte “freie Software” (bpsw. Linux, MySQL, OpenOffice, Wordpress - also die Software auf der dieses Blog aufsetzt, etc.) wird häufig unter der Gnu Public License, der GPL, veröffentlicht. Das wichtigste Grundprinzip besteht dabei darin, absolut jedem den “freien Austausch von Wissen, ebenso wie den freien Zugang zu technischem Wissen und Kommunikationsmitteln, nach Vorbild der wissenschaftlichen Freiheiheit” zu ermöglichen. Um das zu erreichen darf entsprechend lizensierte Software (kostenlos) zu jedem Zweck von jedem genutzt und frei verteilt (”kopiert”) werden - auch die wirtschaftliche Verwendung ist problemlos möglich. Der Quellcode liegt offen und kann von jedermann eingesehen und verändert oder angepaßt werden. Details zur GPL finden sich wie immer in der Wikipedia.
Für mich klingt das immer etwas nach modernem Hippietum - mit dem Unterschied, das das “jedem gehört Alles/für eine bessere Welt”-Prinzip dieses Mal funktioniert. Tausende von Programmiereren weltweit entwickeln hervorragende Software, ohne die Systeme wie z.B. das Internet heute undenkbar wären. Teilweise aus privaten Idealismus, teilweise als “normale” Angestellte von Konzernen oder Stiftungen wie der Mozilla Foundation, teilweise aus Spaß an der Technik schlägt man sich Nächte um die Ohren und schenkt das Resultat danach der Welt. Freie Software befindet sich seit Jahren in allen möglichen Bereichen auf dem Vormarsch, die für Otto-Normal-User bekannteste Anwendungen dürften wohl der freie Browser Firefox oder der Webserver Apache sein.
Mit anderen Worten: Freie Software ist sowas wie der Herr-der-Ringe-Gandalf, der “Good Guy”. Die Lizenz, bzw. der Grundgedanke des frei verfügbaren Wissens für jeden, der dieser Lizenz zugrunde liegt, ist ein integraler Bestandteil des “Hippie-Systems” (für den Ausdruck in dem Zusammenhang komme ich in die Hölle, ich weiß es…).
Nun aber stellen die Entwickler der Cluster-Software GPU (einer freien Anwendung für verteiltes Rechnen auf Grundlage des Gnutella-Netzwerks) eine Erweiterung der GPL vor, die eine Verwendung der Software verbietet, wenn diese zum Schaden von Menschen eingesetzt werden könnte. Konkreter: Die Software dürfte vom Militär oder ähnlichen Organisationen nicht mehr verwendet werden (”no-military-Lizenz”).
Die zentrale Frage, die sich nun stellt, ist folgende:
Darf man (bzw. sollte man) die Grundprinzipien des freien Austauschs von Wissen, die freie Verwendbarkeit von unter der GPL veröffentlichter Open-Source Software, ja die GPL selbst antasten und bestimmten Gruppen verbieten, entsprechende Software zu verwenden?
Diese Frage birgt einiges an Zündstoff und wird sicher für ausgedehnte Diskussionen sorgen.
Moralisch gesehen ist der Vorstoß in Richtung eines no-Military-Zusatzes sicher vollkommen korrekt und absolut nachvollziehbar. Aber Golem bringt das Dilemma recht gut auf den Punkt:
Bei Open Source geht die Verwendungsfreiheit jeglichen ethischen, moralischen oder sonstigen Bedenken vor.
(Golem.de)
Eine Rakete kann einen Atomsprengkopf transportieren der Tausenden Menschen das Leben kostet. Genausogut kann eine Rakete aber einen Satelliten zur Klimaforschung in die Umlaufbahn bringen oder ein Atomkraftwerk den Strom für ein Krankenhaus erzeugen. Technologie war schon immer ein zweischneidiges Schwert, daß sich wie ein Flaschengeist verhält - sobald er einmal freigelassen wurde, bekommt man ihn nicht mehr in die Flasche zurück. Man kann nur noch entscheiden, wozu man die vorhandene Technologie einsetzen will. Das aber entscheiden in den wenigsten Fällen die Entwickler (leider), sondern andere. Vulgo: Die Politik und die Industrie. Das mußten schon Robert Oppenheimer oder Wernher von Braun schmerzlich erfahren. (Zugegeben, der Vergleich hinkt, waren es doch in den Fällen die Militärs selbst, die die entsprechenden Forschungsfelder finanziert haben)
Auf der anderen Seite halte ich es für durchaus begrüßenswert, wenn die Entwickler ihr eigenes Schaffen reflektieren und versuchen mit einem entsprechenden Lizenzzusatz ein Zeichen zu setzen - wer weiß, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn das die o.g. Wissenschaftler damals getan hätten. Inwieweit sich praktisch überhaupt ein Verwendungsgebobt durchsetzen ließe, sei dabei einfach mal dahingestellt (ob sich bspw. der Iran um eine GPL scheren würde… ich glaube eher nicht).
So oder so: Ich bin höllisch gespannt darauf, welches Ergebnis die Diskussion in der Community zutage bringt und wie dieses Ergebnis begründet wird. Jedwede Freiheit um jeden Preis? Oder moralische Werte, die diese Freiheit einbremsen?
Verraten und Verkauft
7. August 2006, 17:34 Uhr
Für Nerds , Netzfundstücke
Halla
AOL hat lt. Heise eine Datei mit Suchanfragen von 500.000 Usern veröffentlich und es offensichtlich nicht für notwendig gehalten, diese Daten anständig zu anonymisieren. Lediglich die Screennames verschwinden, aus den Anfragen selbst lassen sich jedoch Rückschlüsse auf die Person dahinter ziehen. Im SEO-Blog fasst man das schön zusammen:
[Eine Datei, nach der sich] jeder Marketingler die Finger lecken, manch SEO seine Frau verkaufen und manch Spammer seine Schwiegermutter ermorden würde
War das nicht auch bei AOL, wo sich ein gefeuerter Mitarbeiter vor ein paar Monaten noch schnell mit den E-Mail Adressen von mehreren Hunderttausend Usern den Ausstieg vergoldet hat? Und die Adressen verkauft hat? Oder war das bei Yahoo…?
falscher Fehler
24. Juli 2006, 01:13 Uhr
Für Nerds
Halla
Flash und ich, wir beide stehen einfach auf Kriegsfuß miteinander. Was soll ich mit so einer Fehlermeldung denn bitteschön anfangen?

Geschenkt
20. Juli 2006, 18:46 Uhr
Für Nerds
Halla
Zugegeben, es fällt schwer, sich bei dieser Hitze und in meiner aktuellen Ferienstimmung mit tiefschürfenderen Dingen als der Frage ob Licher bitterer ist als Jever, zu befassen. Nichtsdestotrotz möchte ich auf ein Posting von Dirk “Bembelkandidat” Schneider verweisen, der sich mit den neuen, geänderten Nutzungsbedingungen von youTube auseinandersetzt.
Demnach erhält youTube (oder spätere rechtliche Nachfolger, vulgo: Käufer) ab sofort sämtliche (Verwertungs-)Rechte der hochgeladenen Clips. Mit anderen Worten: Wer selbst Videoclips erstellt und diese bei youTube veröffentlicht, gibt sämtliche Rechte daran ab und “schenkt” sie sozusagen dem Unternehmen. Wie gesagt, mehr dazu bei Dirk und auch bei Golem.
Schade, daß es diese Geschäftsbedingungen bei Grupp Tekan und dem Sonnenlischt noch nicht gab. Dann wäre uns dieser unsägliche Raab-Auftritt und die noch schlimmere Single dazu vielleicht erspart geblieben.
Thickbox
15. Juli 2006, 13:30 Uhr
Für Nerds
Halla
Das Lightbox-Script kennt mittlerweile jeder, der sich nicht nur als Besucher, sondern auch als Coder/Programmierer/Designer/Arbeitssklave durchs Netz bewegt. Mittels Lightbox können Bilder in effekthascherischster Weise angezeigt werden, die jedes PopUp-Fenster vor Neid zerplatzen ließe und jedem Pixelschubser Designer das Blut in die Lenden treibt. Beispiel gefällig? Wir setzen es bspw. in der Screenshot-Galerie von Fooma ein.
Der Designer, mit dem ich dort zusammenarbeite, war davon so begeistert, daß er am liebsten gleich die ganze Seite in eine solche Lightbox verpackt hätte, wenigstens aber auch Textinhalte - was allerdings mit dem aktuellen Script nicht ohne weiteres möglich ist. Diese Tatsache hätte dem armen Kerl fast die Tränen in die Augen getrieben.
Zumindest bis jetzt. Denn jetzt gibt es die ThickBox (Seite mit Beispielen & Code), die neben Bildern auch in der Lage ist, geschriebene, textliche Inhalte darzustellen - sogar scrollbar, sofern das gefordert ist. Besonders schick: Die Möglichkeit Formularelemente (bspw. ein Login-Formular) auf diese Weise zu öffnen. Sieht verdammt gut aus und macht wirklich Eindruck. (via Dr.Web)
Und jetzt, mein lieber Freund Designer und Kupferstecher, bin ich mal gespannt, wielange es dauert, bis mein Telefon klingelt und Du mich fragst, wie aufwändig das Einbinden der ThickBox in aktuelle Projekte ist 
Was ich schon immer mal sagen wollte
14. Juli 2006, 12:45 Uhr
Für Nerds
Halla
Eine schlaue Antwort auf die (nervtötende und häufig abfällige) Frage, ob das Bloggen nicht dasselbe ist, wie ein “Tagebuch” im Internet zu führen ist, könnte sein: Nein, Bloggen hat mehr mit kreativem Schreiben zu tun, das häufig durch im Alltag auftretende Themen inspiriert ist. Und vielleicht etwas mit der Meinungsäußerung zu (Rand-)Themen.
(Sieht man mal von den themenspezifischen- und fachbezogenen Blogs oder gar den Company-Blogs ab)
Warum herrscht dieses Vorurteil, ein Blog sei ein Tagebuch, eigentlich vornehmlich bei Leute vor, die noch nie ein (halbwegs gutes gemachtes) Blog gelesen haben?
I will not…
8. Juli 2006, 15:18 Uhr
Für Nerds
Halla

“Hey Daniel, I don’t have a modem and can’t connect to the Internet, can you fix this?”
Ich liebe es, wenn ich verkatert im Bett liege, das Telefon klingelt und mich jemand zur Reparatur seines Computers zwangsverpflichtet. Weil ich auch gerade sonst nichts zu tun habe.
So nicht
5. Juli 2006, 10:43 Uhr
Für Nerds
Halla
Ich gehe mal davon aus, daß jemand das Prinzip eines Blogs oder eines RSS-Feeds noch nicht ganz verstanden hat, wenn er mich bittet ihm “eine Mail zu schicken” sobald ich was neues geschrieben hätte.