Die Kategorie „Für Nerds“

Wenn jemand “Flop” sagt, denkst Du -im Gegensatz zu Deinen Freunden- nicht sofort an “Flip” und Sommer, sondern an “Floating Point Operations per Second” und findest es toll, daß das außer Dir im Grunde keiner versteht. Die Zahlen 23 und 42 sind für Dich nicht nur “irgendwelche” Zahlen, sondern haben eine tiefere Bedeutung. Du empfindest Kaffeetassenwarmhalteplatten für den USB-Anschluss nicht als überflüssig, sondern als durchweg nützliche Sache und könntest sowiso das gesamte Sortiment von Thinkgeek.com leerkaufen? Du wirst dauernd von irgendwem angerufen, dessen “PC nicht mehr geht”? Tja - dann bist Du wohl ein Nerd.

Herzlich willkommen. Du Nerd!

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XAMPP und das CakePHP Framework

XAMPP und das CakePHP Framework

30. Januar 2007, 13:10 Uhr Für Nerds Halla

Wer als Entwicklungsumgebung das Framework CakePHP unter Windows mit XAMPP betreiben möchte, der sollte darauf achten, daß mod_rewrite auch aktiviert ist, da ansonsten die Routes nicht korrekt funktionieren.

In der Standardkonfiguration von XAMPP ist mod_rewrite abgeschaltet. Zum Aktivieren reicht es aus, die folgende Zeile in der \xampp\apache\conf\httpd.conf im Abschnitt für den Dynamic Shared Object (DSO) Support zu enkommentieren:

  1. # LoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.so

Außerdem ist natürlich darauf zu achten, daß AllowOverride auf All gesetzt ist, da sonst Cake’s .htaccess-Dateien nicht berücksichtigt werden. Danach aber funktioniert die Kombination CakePHP/XAMPP meiner bisherigen Erfahrung nach tadellos.

Mehr (allgemeine Infos) dazu im Cake Manual “Installing”, “5. Configuring Apache and mod_rewrite”.

Redaktionssystem oder doch nicht?

Redaktionssystem oder doch nicht?

13. Oktober 2006, 21:10 Uhr Für Nerds Halla

Perun aka. Vladimir Simovic läßt sich in diesem lesenswerten Beitrag über Redaktions- und CM-Systeme als “Jobmaschine” aus. Galten diese vor Jahren noch als “Jobkiller” im Bereich Webdesign, so hat sich das seiner Meinung nach im Laufe der Zeit ins Gegenteil verkehrt.

Eine Auffassung die ich voll und ganz unterschreiben würde. Noch vor wenigen Jahren stand ich Systemen wie Joomla (vormals Mambo), Typo 3 oder gar Wordpress sehr skeptisch gegenüber. Selbst coden macht sexy und ist das einzig wahre - so sah ich das damals. In der Zwischenzeit aber muss ich sagen: Mit einem Redaktionssystem im Hintergrund fährt man besser. Lästige Standardarbeiten im Backend (z.B. das Verarbeiten von User-Daten, Validierungen, Benutzerverwaltungen etc.) werden einem abgenommen, der Code ist i.A. besser, sicherer und moderner (im Alleingang kann man unmöglich dieselbe Qualität erreichen wie ein Team von Entwicklern, das über Jahre hinweg tüftelt und codet) als bei einer Eigenentwicklung, man kommt schneller an Ergebnisse und der Auftraggeber ist nicht an einen Entwickler gebunden. Man kann sich viel mehr auf das Umsetzen der Vorgaben fürs Frontend konzentrieren, die Entwicklungszeiten sinken von mehreren Monaten auf wenige Wochen, trotzdem geht einem die Arbeit nicht aus.

Allein im letzten Monat habe ich zwei Projekte mit einem Wordpress-Backend aus der Taufe gehoben (JanDoerrie.com und Aeco-Teulada-Moraira.com, wird noch mit Inhalten befüllt), bei beiden Projekten betrug die Entwicklungszeit nur wenige Wochen, für letzteres habe ich eigens sogar zwei Plugins programmiert und einige weitere modifiziert (u.a. die Kontaktformulare, deren Funktionalität mittels benutzerdefinierten Feldern gesteuert werden kann). Die von Perun angesprochene “Zusatzqualifikation” in Bezug auf CMS’se oder Frameworks nehme ich ebenfalls als solche wahr: So sprach mich z.B. eine Agentur gezielt auf meine Wordpress-Kenntnisse hin an.

Selbst Coden bringt Erfahrung und Know-How. Bestehenden Code verwenden und erweitern bringt Ergebnisse, ohne das diese gezwungenermaßen an Individualität verlieren. An dieser Weisheit ist durchaus was dran, wie ich in den letzten Jahren gelernt habe.

mal wieder Wordpress…

mal wieder Wordpress…

21. September 2006, 19:33 Uhr Für Nerds Halla

Als ich vor über einem Jahr mit Reality on the Rocks gestartet bin, stand dahinter eine einfache Motivation: Ich war neugierig auf Wordpress und wollte damit experimentieren. Im Laufe der Zeit kam auch noch die Lust an der Schreiberei dazu und auch das Verständnis für Wordpress wuchs.

So langsam scheint sich das bezahlt zu machen: Heute kam schon wieder ein Auftrag rein, der mit Wordpress als “Lightweight” CMS umgesetzt werden soll, mittlerweile der dritte in Folge. Wordpress bietet dabei aus Sicht des Kunden eine Reihe von Vorteilen gegenüber einer Eigenentwicklung:

  • es fallen keine Lizenzgebühren an
  • der Code ist robust und verhältnismäßig sicher
  • regelmäßige Updates und Patches werden geliefert, das hält die Folgekosten klein
  • der Kunde kann fast alles selbst administrieren
  • Ganz wichtig: durch die hohe Verbreitung des Systems findet sich immer jemand, der sich damit auskennt. Er ist also nicht an mich als “Webmaster” gebunden, sondern kann bei Bedarf wechseln.
  • die Umsetzung eines Projekts benötigt im Vergleich mit einer Eigenentwicklung nur einen Bruchteil der Zeit
  • freie Plugins (bspw. für den Spamschutz oder für Bildergallerien) sind bei Bedarf in Hülle und Fülle kostenlos verfügbar
  • die Suchmaschienenoptimierung ist ungeschlagen (ein echtes Killerargument)

Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen, das sind nur Punkte, die mir adHoc aus Kundensicht einfallen…..

Sailing Clicker

Sailing Clicker

12. September 2006, 12:05 Uhr Für Nerds Halla

Eine Software, die dem technophilen Nerd in mir das Messer in der Hose aufklappen läßt und den Speichel zum unkontrollierten Laufen bringt: Sailing Clicker.

Sailing Clicker wird auf PC und Handy und/oder Handheld instaliert, von wo aus sich dann Applikationen auf dem PC, konkret PowerPoint, der MediaPlayer und iTunes, steuern lassen. Unterstützt werden Bluetooth, W-Lan und Infrarot. Endlich iTunes vom Handy aus steuern, dank Bluetooth auch durch Wände hindurch oder über größere Entfernungen.

Besonders cooles Gimmick: Sailing Clicker stoppt Filme oder Musik bei einem eingehenden Anruf automatisch. Bleibt nur zu hoffen, daß die Verbindung verschlüsselt oder sonstwie geschützt funktioniert - sonst browst sich am Ende auch mein Nachbar durch meine Musik.

Dumm nur: Nicht alle Handys werden unterstützt, das gilt leider auch für mein altes Samsung. Verdammt!

Ende der Werbepause.

Missing Link

Missing Link

12. September 2006, 10:30 Uhr Für Nerds , Political correctness Halla

[DRM - Digital Rights Management] rettet das Geschäftsmodell der Industrie, welche kommerzielle Inhalte produziert. Aber DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein – und die Maschine gibt Ihnen nur Zugriff, wenn Sie den richtigen Schlüssel haben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass wir in zehn Jahren überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben, weil sich die Software ändert. Die Bücher aus dem 16. Jahrhundert hingegen können wir heute noch lesen, wir müssen sie nur aufschlagen.

Guter Punkt, den er da anspricht: Digitale Technologien unterliegen extrem kurzen Innovationszyklen. Lawrence Lessig, Verfassungsrechtes und Begründer der Creative Commons Initiative im Interview. (via Netzpolitik.org).

Spiegel Online Redesign

Spiegel Online Redesign

6. September 2006, 17:22 Uhr Für Nerds , Netzfundstücke Halla

Moment mal: Spinne ich, oder gabs bei Spiegel Online tatsächlich einen Relaunch? In der Anbetracht der Tatsache, daß ich heute vormittag noch auf der Seite war, kann der Rollout eigentlich nur einige Stunden alt sein.

Die neue Seite sieht sehr viel aufgeräumter aus als die alte, und auch die schrecklich hippen, ultrafeinen Farbverläufe in der Navigation fehlen nicht… Auf eine vertikale Hauptnavigation wird verzichtet, stattdessen läuft alles über ein horizontales Menü - ebenfalls ein Trend der letzten Jahre. Die Links für RSS&Co sind wesentlich prominenter platziert, ein Zeichen dafür, wie sehr sich diese Formate gerade durchsetzen (auf der alten Seite waren sie irgendwo versteckt, wo sie keine Sau finden konnte).

Offensichtlich basiert das neue Design nicht mehr auf einem veralteten Tabellenlayout, sondern setzt voll und ganz auf CSS. Wer allerdings denkt die Seite würde auf HTML 4.01 Strict validieren, der hat sich geschnitten. Als CMS wird übrigens Vignette eingesetzt - erkennbar an den generierten Kommentaren (das war aber auch vorher schon so).

Nach GMX, Lycos usw. und jetzt auch dem Spiegel dürfte damit die Mehrzahl der reichweitenstärksten deutschen Websites auf CSS-Layouts basieren - eine Entwicklung, auf die ich vor 3 Jahren noch kein Geld gesetzt hätte. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es endlich auch mal den Dinosaurier Heise mit einem Relaunch erwischt.

Update: Einfach mal runterscrollen… Der Spiegel kommentiert sein Redesign sogar selbst. Das SpOn-Forum basiert jetzt auf vBulletin, das scheint mir auch neu zu sein - das alte Forum sah mehr nach selbst entwickelt aus…

Wordpress als Redaktionssystem

Wordpress als Redaktionssystem

5. September 2006, 22:46 Uhr Für Nerds Halla

Wenn man länger mit Wordpress gearbeitet hat, stellt man schnell fest, wie leistungsfähig, flexibel, benutzerfreundlich und erweiterbar dieses System ist - eine Tatsache, die in der Zwischenzeit viele andere ebenfalls erkannt haben. Dabei eignet sich Wordpress schon lange nicht mehr nur als reines Blog-System: Schon längst läßt es sich gut als Redaktionssystem für kleine bis mittlere Sites nutzen, für die ein ausgewachsenes CMS wie Joomla oder gar Typo3 vollkommen over-sized wäre.

Anfang letzter Woche habe ich mit Wordpress eine Seite für meinen Co-Autor Jan aka Goofystylz umgesetzt (gut, inhaltlich sieht es noch etwas lau aus, aber das macht Jan schon noch), der versucht sich als freier Filmemacher/Regisseur/Kabelträger/Post-Producer/WasAuchImmer eine Existenz aufzubauen - klar, daß da kein Weg an einer eigenen Website vorbeiführt.

Mal die Seite ansehen? Angefangen bei den Bannern in der linken Spalte, über die Hauptnavigation, die News, die Bilder in den Gallerien und natürlich den Inhalt der statischen Seiten kann wirklich alles flexibel über das Wordpress-Backend administriert werden, ohne das dazu der geringste Eingriff in den Code nötig wäre. Die Seite ist dabei (WP-typisch) extrem Suchmaschienenfreundlich und validiert nach XHTML 1.0 Transitional. Entwicklungszeit mit allem drum und dran: etwa 3-4 Manntage. Hätte ich die Seite samt Backend “from Scratch” erstellen müssen, d.h. bei 0 angefangen, hätte es Wochen gedauert und die Funktionalitäten hätten nicht annähernd an die jetzt verfügbaren herangereicht.

Selber Coden und Programmieren bringt Erfahrung und Verständnis. Der Rückgriff auf vorhandene Software und das Anpassen selbiger aber führt zu Ergebnissen. An dieser Weisheit ist durchaus was dran.

Jobs bei Google

Jobs bei Google

4. September 2006, 22:03 Uhr Für Nerds , Industrie? Anarchie! Halla

Ideen muss man haben.

Für Suchmaschinen oder für die automatisierte Datenverarbeitung im Allgemeinen werden Bilder immer ein Problem bleiben, da ein Programm niemals den Inhalt eines Bildes erfassen kann. So stellt sich bspw. das Foto eines Hafens für ein Computersystem als komplexe Anordnung von einzelnen Pixeln dar, die sich alle in Position und Eigenschaften wie Farben o.ä. voneinander unterscheiden. Diese Anordung von Pixeln aber auch als Hafen zu erkennen, das leisten die Systeme heute und in absehbarer Zukunft nicht. Ein Problem, daß bspw. die Google-Bildersuche löst, indem man einfach auf den textlichen Kontext in dem das Bild steht, die alt-Tags sowie auf den Dateinamen zurückgreift, um ungefähr “abschätzen” zu können, was das entsprechende Bild überhaupt darstellt. Das Ergebnis varriert allerdings stark und kann u.U. auch vollkommen unbrauchbar sein (besonders bei komplexen oder unkonventionellen Bildinhalten)

Ein Lösungsansatz besteht in der Verwendung von sog. “Tags”. Tags sind Schlüssel- oder Schlagwörter, die einem Bild sozusagen als Metadaten von einem Menschen (der den Inhalt begreift) zugeordnet werden. Das Bild eines Hafens könnten man so mit den Wörtern “Hafen”, “Küste”, “Landschaft”, “Liegeplatz”, “Seefahrt”, “Meer”, “Schiffe”, “Ankerplatz” verschlagworten, wodurch ein erheblich besseres Suchergebnis gewährleistet wäre. Diese Technik wird von vielen Foto-Communities wie Photocase, Stock Exchange oder -am bekanntesten- Flickr schon lange angewandt, das “Taggen” (Verschlagworten) der Bilder übernehmen die Fotografen beim Hochladen ihrer Bilder selbst.

Da aber niemand seine Bilder und Grafiken bewußt bei Google einstellt (sondern diese einfach von Google indiziert werden) sind die Bilder in Googles Suchindex auch nicht entsprechend getaggt. Um das zu leisten, müßte man Menschen beschäftigen, die sich jedes Bild einzeln ansehen und anschließend in Stichworten notieren, was darauf zu sehen ist (selbst in Indien oder China dürfte das aufgrund ungeheuren Menge Unsummen kosten oder Jahre dauern).

Und genau jetzt kommt Googles Ideenreichtum ins Spiel: Warum Mitarbeiter beschäftigen und bezahlen, die sich um das Taggen der Bilder kümmern? Warum nicht einfach die Community, die Netcitizens, die User dazu bringen, sich freiwillig(!) und unbezahlt(!) jedes einzelne Bild(!) im Index anzusehen und sie Stichwörter zum Inhalt eingeben lassen? Wie schafft man sowas? Ganz einfach: Man appeliert an den Spieltrieb der Menschen. Heraus kam der Google Image Labeler.

Lt. Golem ist der Image Labeler…

[…] ähnlich wie ein Wettkampfspiel aufgezogen. Der Dienst stellt zwei per Zufall ausgewählten Anwendern das gleiche Bild zur Verfügung und lässt beiden 90 Sekunden Zeit, treffende Stichworte zu vergeben. Sobald beide das gleiche Schlüsselwort vergeben haben, ist die Spielrunde beendet. Bis dahin können beliebig viele Label verteilt werden.

Mit anderen Worten: Man verschlagwortet, man “taggt” einfach zufällige Bilder “im Wettkampf” mit einem anderen. Eine schlichtweg geniale Idee von Google, die, wenn sie funktioniert, Google umsonst eine riesige Datenbank mit unschätzbar wertvollen verschlagworteten, getaggten Bildern verschaffen wird.

Den “moralischen” Aspekt der Idee, User für lau vor den eigenen Karren zu spannen, lassen wir einfach mal dezent unter den Tisch fallen. Schließlich wird niemand zum Mitspielen gezwungen.

Und jetzt? Auch mal unbezahlt und für weniger als einen lauen Händedruck für Google arbeiten und einem millardenschweren Unternehmen spielerisch dabei helfen, seine Marktführerschaft weiter auszubauen? Kein Problem, einfach hier klicken und es kann losgehen.

Coitus Interruptus

Coitus Interruptus

24. August 2006, 00:29 Uhr Für Nerds Halla

Manchmal hasse ich Computer, täglich Brot hin oder her.

Seit gestern habe ich versucht, auf einer Kiste ein schönes, frisches OpenSuSE 10.1 Linux zu installieren - was auch wunderbar klappte, bis die Konfiguration der Netzwerkkarte an der Reihe war. Ab da ging nichts mehr, egal ob als DHCP-Client oder mit fester IP konfiguriert. Die Karte wurde korrekt erkannt, aber das Interface ließ sich ums Verrecken nicht starten (”ifup eth0″). Auch eine 2malige Neuinstallation und das Downgrade auf OpenSuSE 10.0 brachten kein Ergebnis, und dabei kann man bei der IP-Konfiguration eigentlich dank Yast kaum was falsch machen.

Sicher, man hätte meinen können, die Netzwerkkarte ist defekt. Dummerweise lief auf dem Rechner zuvor ein altes SuSE 8.2, mit dem die Karte nicht die geringsten Mucken machte. Auch in diversen Linux-Foren konnte mir niemand weiterhelfen. Erst als ich sehr, sehr tief in irgendwelchen Systemlogs gegraben hatte, bekam ich eine Idee von dem, was da schiefgehen könnte: Ein hinterhältiges Interrupt-Problem… Warum auch immer das in der 10er Version auftaucht und in der 8er SuSE Version ohne Probleme funktioniert, weiß der Geier.

Aber ich weiß, wie man dieser widerborstigen Kiste beikommt: Aufschrauben, Netzwerkkarte rausnehmen, im benachbarten PCI-Slot wieder einsetzen, Zuschrauben. Nicht elegant, aber effektiv. Die Netzwerkkarte funktioniert auf Anhieb. Nach stundenlanger Fehlersuche.

Spam

Spam

21. August 2006, 00:18 Uhr Für Nerds Halla

Wer hätte gedacht, daß ich mich eines Tages über Spam freuen würde?

Vor einigen Monaten habe ich ein Projekt für einen Kunden gemacht, eine Website, die auf Wordpress aufsetzt (Wordpress läßt sich ja auch wunderbar als kleines Redaktionssystem nutzen). Nachdem der Auftrag abgeschlossen war, kam es zu kleinen Unstimmigkeiten mit dem Auftraggeber, der immer mehr einforderte als vereinbart war (”Können wir hier noch, können wir da noch blabla”). Eine Zeitlang kann man sich das antun (bin ja kein Erbsenzähler), aber irgendwann habe ich ihm zu verstehen gegeben, daß weitere Arbeiten bzw. Änderungen eben auch mehr kosten und von mir gesondert berechnet werden müßten.

Das Resultat: Funkstille. Der Kunde hat die Passwörter für FTP und Datenbank geändert, ohne mir Bescheid zu geben, was Support für mich natürlich unmöglich macht. Aber ok, die Rechnung war bezahlt, so what.

Wie ich gerade gesehen habe, wird die Seite jetzt zunehmend bespamt, Spamkarma oder Captchas sind nicht installiert (”Braucht doch niemand, das kann man auch manuell löschen”). Ich wette, es dauert keine 2 Wochen mehr, dann klingelt mein Telefon und
ich darf Spamkarma installieren. Wozu ich natürlich die neuen Passwörter wieder brauche.