Die Kategorie „Derber Shit, Alter!“

Ohne Worte…

97 Beiträge in dieser Kategorie.

Cold Case

Cold Case

8. August 2006, 13:03 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Bits und Bytes sind eine Sache. Die Server bzw. die Hardware dazu eine andere. Beides sind sozusagen essentielle Bestandteile des Internets. Aber eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die Zigtausend Web- und Datenbankserver oder Router weltweit 24/7 am Leben zu erhalten, sind moderne Rechenzentren. Und in denen widerrum geht ohne leistungsfähige Kühlung gar nichts.

Welcher immense Aufwand betrieben wird, um so ein Rechenzentrum anständig kalt zu halten (und weshalb Google in die Nähe eines Wasserkraftwerks zieht), das hat Isotopp in seinem Blog sehr anschaulich beschrieben.

Noch mehr Infos und Fotos von der gewaltigen Infrastruktur, die ein großes Rechenzentrum benötigt, kann man sich übrigens auch auf den Seiten von Hosteurope ansehen.

Hilti, Pt. 1

Hilti, Pt. 1

8. August 2006, 03:45 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Seit ich vor zwei Monaten in meine neue Wohnung eingezogen bin, führe ich einen Kampf gegen Decken und Wände, deren Beton über denselben gefühlten Härtegrad wie Hitlers Führerbunker verfügt. Ein Anruf beim Vermieter heute mittag hat mich bestätigt: Bei allen tragenden Wänden und den Decken wurde massiver Stahlbeton verarbeitet (das erklärt auch den schlechten Empfang von fremden WLANs…).

Ein Opfer hat der Fight Halla vs. Stahlbeton bereits gefordert: Auf meinem Oberarm befindet sich eine Daumennagelgroße Brandwunde, entstanden durch die Berührung mit einem Bohrer, der nach 2 Minuten Bohren bei 2500 Umdrehungen/Minute und eingeschaltetem Schlagwerk tiefrot geglüht hat. Unterbrochen wurde ich damals übrigens durch diese Spezialistinnen. Gebracht hat das freilich trotzdem nichts - das entstandene Loch ist nur wenige Zentimeter tief und hat dabei bereits zwei Bohrer gefressen. Wohlgemerkt, ich habe das alles nicht mit einem Warmduscher-Akkuschrauber versucht, sondern mit einem 800 Watt starken Metabo-Schlagbohrer.

Aber ab sofort ist Schluß mit den Fisimatenten: Ich habe massivst aufgerüstet und mir eine schwere Hilti besorgt, einen elektropneumatischen Bohrhammer (Hi , Grant). Allein das Wort “elektropneumatischer Bohrhammer” muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: 900 Watt Leistung, 3000 Umdrehungen/Minute, ein pneumatisches Schlagwerk, SDS-Max-Bohrfutter, Sicherheitskupplung, gekapseltes Getriebe, automatische Schnellabschaltung wenn der Bohrer auf Kabelschächte oder Armierungseisen trifft, über 5 Kilo Kampfgewicht. Diese Höllenmaschine wird den Wolframcarbid-“Widia” Bohrer zweifelsohne genauso brachial durch den Stahlbeton schieben wie eine Saturn5-Rakete Apollo 11 quer durch die Atmosphäre auf dem Mond geschossen hat.

Morgen ist der große Showdown zwischen Halla vs. Stahlbeton. Wäre ich meine Nachbarn der Stahlbeton würde ich mich schon jetzt (Achtung, ganz schlechtes Wortspiel folgt!) verbröseln. Denn wird ein echter Gewinnertyp die Drecksarbeit übernehmen: Die Hilti und ihr elektropneumatisches Schlagwerk. Hach, isch freu misch drauf!

Fooma gestartet

Fooma gestartet

3. August 2006, 16:44 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Gestern mittag, pünktlich mit nur einer Stunde Verspätung, war es endlich soweit: FOOMA ist offiziell gestartet. (Einer der Gründe, weswegen hier die letzten Tage relative Funkstille herrschte…)

FOOMA steht für Football Online Manager und ist -ähnlich wie Comunio.de- ein browserbasierendes Online-Spiel, bei dem es darum geht, die Geschicke eines Bundesliga-Teams zu übernehmen und gegen andere Mitspieler zu bestehen. Das besondere dabei: Vereins- Spielernamen, Fotos usw. entspricht der realen Bundesliga, das heißt, man kann den “echten” Odonkor kaufen und muss sich nicht auf einen “Udunkur” oder sowas beschränken. Auch die Ergebnisse stützen sich auf die reale Bundesliga: Die Noten der Zeitschrift Kicker werden in das Spiel eingeflochten, sodaß sich die Geschehnisse im realen Fussball direkt auf das Spiel auswirken. Also das perfekte Spiel für all die kleinen Bundestrainer im Lande.

Vor einigen Monaten haben wir dazu eine kleine Vorab-Seite ins Netz gestellt, gestern dann ging endlich das fertige Spiel für alle Fans an den Start.

Klingt alles nach Schleichwerbung im Blog? Falsch, das ist keine Schleichwerbung, das ist direkte Werbung für FOOMA! Ich selbst habe seit Anfang des Jahres aktiv an dem Projekt als Coder/Programmierer mitgearbeitet und daher ein großes Intresse am guten Gelingen und am Erfolg der Sache. Außerdem sind die drei Macher Freunde von mir und versuchen sich damit eine Existenz aufzubauen. Bisher läßt es sich ausgesprochen gut an: Seit gestern mittag die Registrierung für alle geöffnet wurde, haben die Userzahlen alle Erwartungen und Kalkulationen übertroffen und entsprechen eher der Anzahl an getrunkenen Sektgläsern, als der Zahlen in den Excel-Sheets. Hoffen wir, daß das so bleibt.

Die Idee zu einem solchen Spiel kam den Drei fussballbegeisterten Vieren im Juli 2005 beim (wie sollte es anders sein?) Grillen während des Confed-Cups: Allesamt waren bereits Zocker von vorhandenen, ähnlichen Managerspielen, die aber auch latent unzufrieden mit der vorhandenen Qualität waren. Und so beschloss man es einfach besser zu machen als die anderen und nahm sich viel vor. Das Problem dabei: Keiner von ihnen hatte wirklich eine entsprechende Ausbildung oder die Erfahrung um eine derart komplexe Aufgabe umzusetzen. Weder im technischen noch im kaufmännischen Bereich (Gut, einer der drei ist ein wirklich fähiger Grafiker, aber ein Grafiker allein macht genausowenig so ein Projekt wie eine Schwalbe einen Sommer macht).

Wer schon sich schon mal an derartige Projekte herangewagt hat, der weiß, wie ungeheuer Komplex sowas sein kann: Businessplan aufbauen, Kalkulationen erstellen, das Buhlen um Kredite, Juristische Fragen, Lizenzrechte, Verhandlungen mit den Lizenzgebern, Bürokratie von Vadder Staat, die hochkomplexe Technik, die nötig ist, Auswahl einer Plattform und deren Architektur, die Suche nach Programmieren und die Programmierung selbst, die Umsetzung des Spiels, das Grafik- und Gamedesign, das Payment, Aufbau und Administration der Server, die Spiel- und Sicherheitskonzeption, das Testing, das Marketing, Bekanntmachen eines solchen Spiels und und und und…

Das Internet kann in jeder Hinsicht ein technisches, juristisches und kaufmännsiches Mienenfeld sein, wenn man sich nicht entsprechend auskennt. Ich würde mal behaupten, ich weiß ungefähr welche Fallstricke dort lauern und wüßte, wie ich die eine oder andere Fallgrube zuschütten könnte. Trotzdem: Ein Projekt in dieser Größenordung hätte ich verworfen, noch bevor ich mit dem gegrillten Steak vor mir fertig gewesen wäre. Erst recht, wenn ich Copy nicht von Paste unterscheiden könnte.

Damit wir uns richtig verstehen: Es ging von Anfang an nicht darum, eine Hobbysite aufzubauen, sondern man wollte irgendwann davon leben können, sprich: Wir reden von einer Existenzgründung. Im Internet. Irre? Ja, das dachte ich auch.

Das die drei sich trotz allem an eine solche Aufgabe getraut haben, hat nicht nur mir ein müdes und mitleidiges Lächeln ins Gesicht gezaubert: Ich war überzeugt davon, daß sowas einfach unmöglich zu schaffen sein kann. Sicher - Glaube kann Berge versetzen und für ein erfahrenes, gemischtes Projektteam mit einem angeschlossenen Netzwerk aus Spezialisten wäre das alles kein Problem. Aber für die 3 Flitzpiepen? Nur mit Fussballwissen, einem Grafiker und entsprechendem Enthusiasmus ausgestattet? Never!

Anfang des Jahres mußte ich meine Meinung von damals revidieren: Man war weiter gekommen, als ich es überhaupt für möglich gehalten hätte. Die drei Macher haben alles in die Waagschale geworfen, über ein Jahr ausschließlich an dem Projekt gearbeitet, von weit weniger als Hartz4 im angemieteten kleinen Büro gelebt (teilweise sogar geschlafen) und die persönliche und finanzielle Zukunft eng mit der des Projekts FOOMA verknüpft. Dabei haben sie es geschafft, sich geschickt ein Netz aus fähigen Spezialisten aufzubauen (hey, ich arbeite schließlich auch daran mit) und die richtigen Leute für ihre Idee zu begeistern.

“Von Fans für Fans” ist das heimliche Firmen-Motto von FOOMA. Bilder sagen mehr als tausend Worte, und das es sich hierbei nicht nur um einen Marketing-Spruch handelt sondern man wirklich ebenso Fussballverrückt ist wie die Fans und Mitspieler, die man zu gewinnen versucht, zeigt eindrucksvoll folgender Schnappschuß, den der “Teamfotograph” Jan beim Elfmeterschießen während der WM06 gegen Argentinien von zweien der Mitarbeiter nach einem gehaltenen Elfer schoß…


Wenn man soviel Mut zum Risiko zeigt, so verbissen und enthusiastisch an einer Sache arbeitet, hinter ihr steht und so sehr daran glaubt, daß man sogar die eigene Zukunft und wirtschaftliche Existenz davon abhängig macht, dann muss man den Machern Benni, Matze und Dirk einfach den gebührenden Respekt zollen und ihnen alles Gute für Ihre Existenzgründung wünschen. Ich hoffe, wir werden noch eine ganze Weile lang zusammenarbeiten, Spaß machen tut es nämlich wirklich! Und jetzt: Schnell für das Spiel anmelden :-)

Fremdworte

Fremdworte

2. August 2006, 21:49 Uhr Derber Shit, Alter! , Netzfundstücke Halla

Oh Mann, ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich diesen Bullshit lesen muss:

Mehr Burkas und Bärte in Wuppertal

Toleranz? Respekt? Offenheit? Offensichtlich Fremdworte für die Verfasser. Solche Artikel und erst recht das, was in den Kommentaren abgeht, lassen mich wirklich Fremdscham empfinden. “Die Welt zu Gast bei Freunden” - das schien leider nur während der WM gegolten zu haben. Und auch nur dann, wenn man nicht zufällig zum “falschen” Gott betet oder seinen Rasierer nicht mehr findet. “Politisch Inkorrekt”? Wohl kaum, das ist ganz einfach nur saudumme und ignorante Hetze. Nicht mehr und nicht weniger. (via wirres.net).

Summertimes

Summertimes

14. Juli 2006, 11:54 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Passend zu den aktuellen Temperaturen und meiner Laune: Eine kleine Bildersammlung zum Thema “Sommer” in der Galerie.

Die Bilder stammen allesamt von mir (also nicht etwa aus dem Netz zusammengeklaut) und sind in New York, Rio, Tokio an der australischen Ost- und der fanzösischen Atlantikküste, in Singapur, Berlin, Kiel, Frankfurt, Dreieich und in San Sebastion entstanden. Hauptsache Sommer. Und hauptsache schön warm.

Herzliche Grüße an alle, die im Büro braten und schwitzen müssen.

Klinsmann, Sie sind raus

Klinsmann, Sie sind raus

12. Juli 2006, 00:24 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Tja, von wegen das wars mit WM/Fussball-Content hier im Blog. Just in dieser Sekunde bei SpOn gefunden:

Klinsmann schmeißt hin

Schade, Klinsmann. Aber man soll aufhören, wenn es am schönsten ist und vermutlich weiß er genau, was ihm für ein Tanz vor der EM2006 / WM2010 bevor stünde, wenn das ganze Gezerre um Wohnsitz, Trainigsmethoden, Kosten, Machtverhältnisse usw. wieder los geht. Bin gespannt, wer es als nächster richten soll. Loddar Maddäus? The Return of Berti? Ich wäre ja für Daum - die alte Koksnase weiß wenigstens wie man feiert, und das ist ja nicht ganz unwichtig, wie wir während der WM gesehen haben.

Der Tag danach

Der Tag danach

11. Juli 2006, 21:55 Uhr Derber Shit, Alter! , WG Life Halla

Junge, Mensch, das war ne Party gestern. Vielen Dank an alle, die so nett in den Kommentaren gratuliert haben! Wie gesagt, ich freue mich über jedes Feedback.

Leider hat jedes rauschende Fest trotz brasilianischer Tanzcombo, nicht leerlaufenden Bier- und Weinfässern, VIP-Auflauf, und Wet-T-Shirt Contest mal ein Ende, und im allgemeinen sieht das so (oder so ähnlich) aus:

Im übrigen ist das kein Bild, das ich irgendwo im Netz gefunden habe, sondern es entstand an einem Morgen Nachmittag in der Küche meiner zweiten WG, nachdem ein Freund bei uns spontan am Abend davor seinen 30sten Geburtstag gefeiert hatte. Das rote Ding in der Mitte auf dem Tisch ist die Lampe, die irgendwann von der Decke gefallen ist. Das sieht nicht nur nach einer wilden Party aus, das war auch eine!

Da ich in der letzten Zeit in der Stimmung für Haushaltstipps bin, kommt hier einer, den ich auf dieser Party gelernt habe:
Sollte euch mal ein Gast ins Waschbecken kotzen (z.B. weil vor der Kloschüssel jemand steht, der am pinkeln ist und sein Gemächt bei dem Ausruf “Platz da, ich muss kotzen” nicht schnell in der Hose verstauen kann), dann nicht verzweifeln. Durch den engen Ablauf des Waschbeckens kann nichts abfließen (vorallem bei noch unverdauten, großen Brocken), aber da gibts eine einfache Lösung: Stöpsel zumachen und ein wenig Wasser nachlaufen lassen. Dann kommt die chemische Keule: Drano Rohrfrei Aktivgranulat, ein Abflussreiniger, der selbst Haare wegätzt. Von dem Zeug einfach eine halbe Flasche drüberstreuen, flüchten und vor der Tür ein paar Bier trinken warten. Nach ein paar Minuten ist aus den Brocken eine einzige, homogene Masse geworden, die sich problemlos runterspülen läßt - auch durch das enge Abflussrohr des Waschbeckens. Zugegeben, etwas unappetitlich, aber besser als es selbst wegmachen zu müssen ist die Methode allemal.

Naja, wird mal Zeit, aufzuräumen und das Leergut wegzubringen.

Happy Birthday

Happy Birthday

11. Juli 2006, 00:32 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Reality on the Rocks.”

Auf den Tag genau vor genau einem Jahr ging Reality on the Rocks mit dem ersten Eintrag auf Sendung. Seitdem gabs 641 mehr oder wenige spannende Beiträge und Banalitäten zu lesen, ganze 1312mal habt ihr in Form von Kommentaren euren Senf dazu gegeben. Gar nicht mal schlecht, wenn ich mir überlege, daß ich ürsprünglich nur mit der Bloggerei angefangen habe, weil ich mich selbst so gern reden höre. Der Counter zeigt mittlerweile über 35.000 Besucher, und im Schnitt lesen knapp 300 Besucher pro Tag hier mit - meiner Meinung nach durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, daß es sich um ein rein privates Blog ohne festen Themenbezug handelt.

Vielen Dank euch allen dafür. Reality on the Rocks ist ein Weblog, und sowas schreibt man nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere, das liegt in der Natur des Internet - insofern lebt dieses Blog (und mit ihm meine Lust am Schreiben) von und mit seinen Lesern, und ich freue mich nach wie vor über jeden einzelnen Kommentar und über jedes Feedback, das man so zu hören bekommt - positiv wie negativ.

Eigentlich hatte ich geplant, irgendwas außergewöhnliches zu diesem Datum zu starten - vielleicht mal einen Podcast bereitzustellen, ein Redesign zu starten (jaja, sicher…) oder zu erklären wohin es in Zukunft mit RotR gehen soll. Aber stattdessen hänge ich hier ohne Zeit dazu, mitten in den letzten Zügen meiner Klausurwochen auf der Uni, mit einer Deadline für ein Projekt im Rücken und einer fiesen Economics-Klausur direkt voraus.

Aber was soll’s - wie schon geschrieben, so ein Blog lebt durch seine Besucher und ich zähle einfach mal auf euch. Mit anderen Worten, Freunde des geschriebenen Wortes: Ich will was hören, die Kommentare sind offen, nehmt euch ein Bier (oder ein Sektchen), es darf gratuliert werden!

Headspin

Headspin

10. Juli 2006, 10:24 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Wer in einem WM-Endspiel derart Alarm auf dem Platz macht wie Zidane mit seinem Kopfstoß gestern abend, der wäre auch ein Kandidat für die Ungeduldig&Jähzornig Bewegung. Wen intressiert schon das Gejammer der Kommentatoren, Italiener und Funktionäre, so eine Aktion sei ach-so-unsportlich und furchtbar gemein? Hey, dieser Kopfstoß war nicht nur Rock’n'Roll, das war Punkrock!

Achja, da war doch noch was: Herzlichen Glückwunsch, Italien.

(via Movieblog und esib)

Update: Ich wußte, es würde nicht lange dauern, bis dieser Kopfstoß Kultstatus im Netz erreicht.

Schwedler See

Schwedler See

2. Juli 2006, 14:20 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Mitten im dicksten Industrie- und Gewerbegebiet in Frankfurts Ostend, eingekeilt zwischen Main, Osthafenkanal und der Hanauer Landstraße mit all’ ihren Proll- und SchickiMicki-Clubs liegt ein wahres Kleinod von einer Partylocation, das man in der Form dort ums Verrecken nicht erwaten würde: Der Schwedler See. Eine Location im Herzen von Frankfurt (naja, gut, etwas rechts neben dem Herzen) als Geheimtipp , der eigentlich schon längst keiner mehr ist.

Der Schwedler See ist das Gelände eines Schwimmvereins - ausgerechnet an dieser Stelle hätte das keine Sau erwartet hätte… Der See wirkt in dem Grau der umliegenden Lagerhallen und dem schäbigen Hafengebiet wie eine kleine Oase. Auf dem Satellitenbild sieht man das deutlich (der kleine viereckige See in der Mitte isses’).

Seitdem es dort im letzten Sommer sporadische Partys gab, wurde das dieses Jahr von den Veranstaltern regelmäßiger angegangen und man darf sich von nun an alle 14 Tage darauf freuen. Das Schöne daran: Es ist alles sehr Frankfurt-untypisch, das heißt:

  • Gemischte Musik
  • ein Altersschnitt von Mitte 20
  • keine Prolls oder Geldsäcke
  • kein Dresscode
  • moderate Preise
  • entspannte Türsteher

Frankfurts Club- und Barszene ist dominiert von elektronischer Musik, meistens House in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Hier und da gibts noch einen HipHop-Schuppen wie das Funkadelic oder das Präsidium, und mit etwas Glück findet sich auch noch ein kleiner Indie- oder Rockladen wie das z.B. das O25, aber mehr ist im allgemeinen nicht - da ist es besonders nett, wenn man mal was anderes hört. Hauptsache, es groovt - und das tut es dort meistens.

Nur das man Cuba Libre nicht wie einen Caipirinha zubereitet, bei dem man nur Pitú gegen Havanna-Rum tauscht und dann Coke drüber kippt, das müssen die Mädels an der Bar noch lernen. Aber man kann ja nicht alles haben.