Die Kategorie „Celluloid“

Geschichten über Filme, das Business und über alles, was sich sonst so auf Celluloid bannen läßt.

26 Beiträge in dieser Kategorie.

Headpot

Headpot

19. September 2005, 13:31 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Ich bin ja verfechter der Legoli… ehh Ligaisation Legalisierung von Marijuana, allein um die deutsche Grundstimmung zu heben…
….verdammt, das Zeug ist der Hammer…
Es würde auch neue Berufsfelder eröffnen. Besonders…

…ahh, Arnie, unser Firmen-Eichhörnchen hüpfte gerade vorbei, wie süß!…

… wo war ich? hhmmm… Egal.

Halla meint ja kiffen führt zu nichts (…O-Ton von jemandem der problemlos 1 Flasche Havanna am Abend platt machen kann…) doch wer kommt dann auf so lustige Ideen wie ein Musical-Film mit Outkast?

Aber ich wollte was ganz anderes sagen. Doug Pray, den ich hier schonmal wegen seiner Docu “Scratch” gehyped hab, hat einen neuen Streifen über Amerikas Über-bomber gedreht. Infamy, begleitet die absoluten Graff-Chefs und ihre Spraycaps. Bin mir sicher das ist ein heißes Teil…

Oh, und gute Neuigkeiten für mich, Dave is back! Nach einer Kreativpause (wo wir gerade bei Grass sind) hat er die dritte Staffel “Chappelle’s Show” gestrichen und kehrt zum guten alten Stand-Up zurück. Schade, aber manchmal muß ein Mann tun, was ein Mann tun muß. Plus, he’s Rick James, bitch!

Zum Abschied noch ein Clip aus der Alten Schule… so, jetzt aber Husch, Husch eine Regierung bilden!

Tod der Dynastie

Tod der Dynastie

15. September 2005, 14:29 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Das mit dem Rap-Biz sollte man nicht zu ernst nehmen. Humorlose “Gangster” fand ich schon immer langweilig; wenn man schon hart bufft, muß man auch ein bißchen Spaß dabei haben.

Dachte sich auch Damon Dash, seineszeichens Gründer und bis vor kurzem CEO von Roc-A-Fella Records - dem Konzern Label das Geld druckt dem auch Jay-Z untersteht. Und bewegte Bilder mit Musik machen noch mehr Spaß als nur Musik.

Seufz! Leider.

Urplötzlich muß es durch Dash gefahren sein. “Boa, wenn mein Kumbl Jay die Top Fideos drehe kann, dann geh isch un mach ahnen uff Spielfilm. Am besten n bissi lustisch!”

Sein Film Death of a Dynasty ist höchstwahrscheinlich nur was für Insider und Kenner der Rap-Scene, wenn überhaupt. Aber man muß ihm zugute halten, daß er sich und Jay-Z durch den Kakao ziehen kann, ohne die beinharte Währung “Credibility” zu verlieren. Oder vielleicht doch? Warum ist er nochmal von Roc-A-Fella weg?

Ich werd meinen intuitivem Ekel beiseite kehren und ihn mir trotzdem mal anschauen, ich halte Euch auf dem laufenden. Doch wahrscheinlich habe ich hinterher lieber Krebs als diesen Streifen gesehen zu haben…

Filmsche, imma Filmsche

Filmsche, imma Filmsche

17. August 2005, 14:46 Uhr Celluloid Goofystylz

Passend zu meinem letzten Eintrag:
John Singleton hat sich ein neues Lichtspiel im Leierkasten, Four Brothers. Wer den Trailer mal gesehen hat weiß, die Premisse ist so abstrus und plump, daß es fast schon ein guter Film werden könnte. Auf jeden rockt er nen Einstieg auf (US) Platz 1, entzieht sich aber der Kategorie “HipHop”, wie auch Clyde Smith meint. Erwarte das deutsche Release.

Cant Stop, Wont Stop

Cant Stop, Wont Stop

14. August 2005, 14:36 Uhr Celluloid , Heavy Rotation Goofystylz

Ich bin letztens über einen Trailer von „Fitty“ gestolpert.

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich jetzt schon mit der Manifestation des HipHop im Film.
Und ich finde sie NICHT, wie man vielleicht zuerst annehmen möchte, in tollen neuen Filmen mit 50 Cent.

Nicht zwingend haben Filme die einen HipHop Soundtrack unter ihre Bilder legen oder einen Rap Künstler featuren auch einen HipHop-Charakter. So zählt für mich weder Barbershop (Tim Story, 2002) noch Perlen wie Exit Wounds (Andrzej Bartkowiak, 2001) [dat sacht ja schon alles] in diese Kategorie. Dann allerdings doch Do the Right Thing (Spike Lee, 1989) oder Scarface (Brian DePalma, 1983), was auf den ersten Blick vielleicht unlogisch klingt.

Ist es aber nicht! Mich interessiert zuallererst die stilistische Umsetzung fern von Konvention und anderen Stilrichtungen, eine distinktive Form; was zeichnet den Schnitt, die Kamera aus? Was differenziert das Spiel? Welchen Standpunkt nimmt die Dokumentation ein?
Außerdem thematische Auseinandersetzungen mit HipHop – d.h. neben den 4 Grundpfeilern (MC, DJ, Graff und B-Boy) politische und finanzielle Machtlosigkeit, Unterdrückung, Rasse und Leben im urbanen Kontext (um nur einige zu nennen). Von Beatstreet (Stan Lathan, 1984) über Menace II Society (Albert Hughes, 1993) bis 8 Mile (Curtis Hanson , 2002) sind diese Themen mal mehr mal weniger gelungen Inszeniert worden. Auch Filme wie The Harder They Come (Perry Henzell, 1974), der maßgeblich an der wachsenden Popularität des Reaggie beteiligt war, oder Sammy and Rosie get Laid (Stephen Frears, 1987) haben ähnliche Motive, auch wenn sie fernab der Wiege des HipHop angesiedelt sind. Nur folgen sie alle den klassischen Regeln des Filmemachens. Ein Film der mir in dieser Hinsicht wirklich imponiert hat war Status Yo (Till Hastreiter, 2004), der sehr ausdruckstarke und innovative Stilmittel eingesetzt hat und auch inhaltlich Stimmig war.
The Freshest Kids - History of the B-Boy (Israel, 2002) ist eine Doku und narrativen Einflüßen. Da die Kultur eine ohnehin weitgehend berichterstattende Form hat, bietet sich der Dokumentarfilm als Ausdrucksmittel geradezu an. Hier sind auch die Möglichkeiten der Stilisierung wesentlich vielfältiger. Was damals mit Wildstyle (Charlie Ahearn, 1982) anfing, wurde mit Scratch (Doug Pray, 2002) erstklassig zur Perfektion getrieben. Sicher gibt es auch ein paar schwarze Schafe, die Marketingmaschine für Aggro-Berlin und Schmoks dergleichen wirft auch ab und zu eine DokuDVD raus, das hat aber von der cinematographischen Seite soviel mit HipHop am Hut wie Eichhörnchen mit Koalas, auch wenn man ihnen den dokumentarischen Ansatz zugute hält. Ein Grenzfall ist Tupac: Ressurection (Lauren Lazin, 2003).

Klartext, ein Film über / mit HipHop ist nicht zwangsläufig selbst HipHop. Meine Suche hat mich bisher nicht weit gebracht, es scheinen sich nicht Viele Gedanken darüber zu machen wie man HipHop der Bewegung gerecht darbietet. Mittlerweile hat des bewegte Bild einen so hohen Stelenwert in dieser Kultur erreicht, dass ein paar Experimente in die Richtung sehr erfrischend wären. Auch in Musikvideos.

Mir ist klar, dass man nicht alle Werkzeuge des Filmemachens neu erfinden muss um einen stilistisches Unikat zu schaffen. Ich erwarte genauso wenig ständig mit Hawkin’schem Tiefgang oder hochpolitischer Didaktik umschmeichelt zu werden; ich sage nur:
Wenn schon „keep it real“, dann auch konsequent.

Perlen vor die Sau

Perlen vor die Sau

8. August 2005, 16:12 Uhr Celluloid Goofystylz

Ein Silberling mit der Aufschrift “Das Mädchen mit dem Perlenohrring” fand just den Weg in meinen DVD-Spieler. Ich bin kein großer Fan von Kostümfilmen aber die 2 Oscarnominierungen und 2 Golden Globes machen dann doch neugierig.

Peter Webber zeichnet mit seinem Regiedebut der Adaption des gleichnamigen Romans brilliant eine beklemmend mitreißende Atmosphäre. Man möchte sich garnicht vorstellen, wie deprimierend das spätfeudalistische Holland war.

Plot: 16hundertirgendwas. Griet, Tochter eines holländischen Bürgers in Geldnöten muß als Dienstmädchen am Hofe Vermeers Kohle ranschaffen. Sie wird ordentlich langgemacht, aber Vermeer erkennt, daß Sie mit Kunst was anfangen kann und pimpt Sie heimlich zur Assistentin / Muße. Die ständig aufgebockte Frau Vermeer’s findet das garnicht lustig, genausowenig wie der Rest des Haushalts, doch allem Widerstand zu trotz wird Griet gemalt. Das Ende sei verschwiegen.

Alles sehr gekonnt inszeniert, aber leider auch streckenweise langatmig, wobei die schön komponierten Bilder über diese Durststrecken mehr als hinweghelfen. Man könnte den Film auch ohne Ton schauen, er wäre immer noch sehenswert. Die Einstellungen sind sehr an Vermeer’s Bilder angelehnt, ein bewegtes Stilleben wunderschön auf diesem leicht unterbelichteten und kontrastreichem Filmmaterial. So bleich wie die Schauspieler tritt auch die Farbpalette vor. Props an Eduardo Serra!

Fazit: Die Oscarnominierungen wert, einen Ausflug in die Videothek ebenfalls.

Im Namen des Celluloids, zurück zur Hölle!

Im Namen des Celluloids, zurück zur Hölle!

4. August 2005, 10:51 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Hab mir gestern Constantine auf DVD angeschaut. Gar nicht so schlecht, wie er in den Medien gemacht wurde. Solide Arbeit für einen Jungregisseur, auch wenn man in der Bilderwahl etwas mutiger hätte sein können. Kann mir allerdings unter dem Titel seines neuen Films “Eddie Dickens and the Awful End” nur nen Schwulenporno vorstellen. Das Keanu Reeves nix kann, außer seiner Standardnummer, ist klar.
Fand ihn trotzdem OK. Ist eine Co-Produktion aus Deutschland, nebenbei gesagt (sprich: Geld kam von hier).

Die Videothek in Dietzenbach ist übrigens top! Echte Cineasten kommen hier zwar auch schon nach 5 Besuchen ins fluchen, aber die sind krass gut ausgestattet. Die Sprendlinger Videomuffe kann da mit ihrer vormittelalterlichen BetaMax Kollektion einpacken. Angst macht mir nur das türkische Regal – ich glaube auf einem Titel stand „Dschihad – der Aufstieg und Fall einer Legende“… oder „Gegen die Wand“, ich war zu high um das auf die Entfernung auszumachen.