Die Kategorie „Celluloid“

Geschichten über Filme, das Business und über alles, was sich sonst so auf Celluloid bannen läßt.

26 Beiträge in dieser Kategorie.

Snakes on a Plane

Snakes on a Plane

18. August 2006, 10:55 Uhr Celluloid Goofystylz

Man nehme zwei tiefe menschliche Ängste und verbinde beide zu einem Thriller. Voila, wir haben Snakes on a Plane mit Samuel L. Jackson.
Und ist doch egal wie dämlich sich das anhört! Es geht um Schlangen! In nem Flugzeug! Verdämmt!
Das Ding muß sich ja von selber schreiben und inszenieren… Ich finds jedenfalls schon als Prämisse großartig und freue mich auf Samuel, der vermutlich den halben Film lang so was in dieser Richtung sagen wird:
“There are motherfucking Snakes! On the Plane, motherfucker!”

Marc Cubans Marketing Challenge

Marc Cubans Marketing Challenge

1. August 2006, 14:43 Uhr Celluloid Goofystylz

Der Kampf um die Kinokarten tobt ja schon eine ganze Weile, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Abgesehen davon, daß sich die Filmindustrie im digitalen Zeitalter ständig selber ein Bein stellt (oder dem Konsumenten) und progressive Ansätze konsequent ignoriert, gibt es noch ein paar Menschen die tatsächlich zugeben, daß sie hinterher hinken.

Wer die Filmindustrie bei der Distribution und im Marketing revolutionieren, einen Job beim beim Ultimate Hustler bekommen oder einfach ein paar Kröten verdienen will, dem sei die Marketing Challenge von Marc Cuban ans Herz gelegt. Der braucht nämlich Hilfe, die Leute vom Sofa in die Kinosääle zu bekommen. Alles ist erlaubt und die Ansage kann man, glaube ich, auch ernst nehmen… Freunde des Guerilla-Marketing müßten jetzt ja bereits Pipi im Auge haben, ich bin auf jeden Fall gespannt, was und ob da was bei rumkommt.

Meinereins ist ja Verfechter des BBQ-Ansatzes.
Ich schau mir alles überall an, wenn’s dazu Buffalo-Wings gibt!

Kanye goes Big-Screen

Kanye goes Big-Screen

15. März 2006, 16:26 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Nicht jeder Rapper macht schlechten Rap, aber wenige Rapper machen gute Filme. Hoffen wir, daß dieser Rapper zu den wenigen gehört.

Reuters berichtet, daß Rapper/Producer Kanye West einen ziemlich interessanten Streifen in Planung hat. 10-12 Filmemacher sollen Kurzgeschichten entlang einem roten Faden schmieden, die von Kanyes Schauspiel gesegnet und anschließend mit seiner Musik untermalt werden. Ganz nach seinem Motto: “My Life is like a movie, dogg”…

Klingt jedenfalls sehr vielversprechend, bin gespannt.

You heard it here first!

Viele, viele bunte Filmchen

Viele, viele bunte Filmchen

28. Februar 2006, 11:30 Uhr Celluloid Goofystylz

Selten genug, daß ich auf so viele Flix auf einmal gespannt bin:

Falls jemand schon eine dieser Kisten gesehen hat, würde ich mich über ein kurzes Rezensionskommentar freuen.

Spidey 3

Spidey 3

27. Februar 2006, 10:46 Uhr Celluloid Goofystylz

14 Monate vor Kinostart belästigt beginnt die Marketingkampagne für Spiderman 3. Und das, bevor die überhaupt wissen, welche Rolle eigentlich Topher Grace spielen soll. Aber die Vorlagen von Stan Lee haben ja noch den einen oder anderen Bösewicht, den man problemlos einbauen kann. Damit dem Zuschauer nicht langweilig wird, haben sie den Spinnenmann diesmal in ein schwarzes Kostüm gesteckt - bin vor Begeisterung kaum zu halten… gähn
(via yahoo-news)

Stoiber-Ede und die Zensur

Stoiber-Ede und die Zensur

24. Februar 2006, 19:27 Uhr Celluloid , Political correctness Halla

Viel wurde in den letzten Tagen über “Tal der Wölfe” diskutiert, einem türkischen Actionfilm der derzeit in den Kinos läuft und in dem die Amerikaner als “Gegner” der Türken gar nicht gut wegkommen.

Ich muss vorausschicken, daß ich den Film nicht gesehen habe, allerdings einfach mal davon ausgehe, daß das was überall geschrieben wird, stimmt: Der Film ist extrem antiamerikanisch, so sehr, daß bayrische Hinterwäldler deutsche Politiker wie Stoiber und Beckstein dazu auffordern, den Film in deutschen Kinos nicht zu zeigen. Begründung dazu: “Der Film sei rassistisch, solle zu einem Kampf der Kulturen beitragen und spiele Radikalen in die Hände.” (vgl. SpOn)

Ja, Hallo? Wo leben wir denn, bitteschön? Was Rassismus ist und was nicht, ist gesetztlich klar geregelt. Wäre dieser Film tatsächlich so rassistisch, wie Stoiber-Ede meint, dürfte er schon gesetzlich kaum in Deutschland gezeigt werden. Über alles andere mag man denken, was man will: Es spielt keine Rolle. Wir leben in einem Rechtsstaat, der freie Meinungsäußerung garantiert. Den Rahmen, in dem man sich dabei bewegen darf, gibt das Gesetz vor - und das ist für alle gleich. Egal ob für Muslime oder für Hollywood. Das es ungeschickt sein mag, ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt mit einem solchen Film Öl ins Feuer zu gießen, kann gut sein. Das ändert aber nichts daran, daß man es darf, und das es ein starkes Stück ist, wenn deutsche “Spitzenpolitiker” einem Vorschreiben wollen, was man zu sehen hat und was nicht. Im übrigens wird niemand ernsthaft US-Amerikanische Filme aus besonders “ausgewogen” bezeichnen wollen - man hat sich eben nur daran gewöhnt und sieht mittlerweile in jedem Abendprogramm einen Film in dem die “guten” US Soldaten gegen irgendeine beliebige “böse” russische/arabische/sonstwas Armee kämpfen. Und dabei kommen die Gegner der Amerikaner genauso wenig gut weg, wie die die Amerikaner umgekehrt gegen die Türken.

Alles eine Frage der Betrachtungsweise also. Aber sicher keine Frage von Verbot oder nicht Verbot.

Deutlicher als ich es könnte, sagt es der Bundesverband Regie:

Ob ein Film gut oder schlecht, antiamerikanisch oder antiislamisch ist, sei kein Argument für eine Zensur oder Selbstzensur. Soweit keine strafrechtlichen Grenzen überschritten würden, stehe es dem Regisseur Sedar Akar frei, auch mit anti-amerikanischen Klischees zu arbeiten.

(Netzzeitung)

Release Dreams

Release Dreams

23. Februar 2006, 15:24 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Seit einigen Jahren stolpere ich immer mal wieder über Kevin Epps, Indie-Filmemacher aus San Francisco. Sein Film “Straight Outta Hunters Pointâ€? über die urbanen Ghettos der Bay-Area finde ich ziemlich aufregend. Epps hat nun für seine neue Low-Budget Doku “Rap Dreams” die umstrittene Distributionstrategie des “Day-and-Date Release” gewählt und scheint damit die Zeichen der Zeit erkannt zu haben.

“Rap Dreams” hat es in vereinzelte Kinos an der Westküste geschafft, ist aber zeitgleich auch als DVD und Podcast zu haben und folgt damit einem Experiment, daß von Steven Soderberg und Marc Cuban wenngleich nicht erfunden, zumindest in die Schlagzeilen katapultiert wurde. Soderberg’s Film “Bubble” wird unter einer einizigen Verwertungskette gleichzeitig auf 3 verschiedenen Medien anschaubar und steht damit konträr zu der üblichen “Fensterstrategie”, bei der erst das Kino den Film zeigt, dann das DVD Release und schließlich de TV / Internetverwertung kommt, mit ein paar Monaten Abstand zueinander.
Natürlich ein Schock für die Kinobetreiber, denn Sie sehen bereits ihr ohnehin kleines Kuchenstück von den Filmeinnahmen verschwinden. Sie haben Angst, daß die letzten Kinobesucher sich nun doch lieber vor den heimischen Fernseher knallen anstatt ins Kino zu gehen. Klar, wenn ich die Welt so schwarz-weiß sehen würde, hätte ich auch Angst.
Doch in meinen Augen kann man fast nichts schlaueres machen. Die Vorteile für einen Indie-Flick wie “Rap Dreams” liegen auf der Hand: Der Film ist nicht überall zu sehen, deswegen kann man ihn einfach per DVD zu Hause oder per Podcast unterwegs schauen. Damit erreicht man natürlich wesentlich mehr potentielle Kunden und spart sich außerdem das zusätzliche Marketing für die späteren Erscheinungen.
Bei Hollywood-Blockbustern die überall im Land laufen, denkt nun der Laie Stempelwichser Kinobetreiber, ist es schädlich, wenn man den Leuten die Wahl zwischen den eigene vier Wänden oder dem Kino läßt. Denn scheinbar hat das durchschnittliche Kino so wenig zu bieten, daß sich der durchschnittliche Verbraucher in jedem Fall gegen den Besuch im Lichtspieltheater entscheiden wird.

Das könnte sein, was wiederum dem Kinobetreiber zu denken geben sollte, aber was für eine kurzsichtige Schlußfolgerung! Ich kann mir doch auch zu Hause was kochen und gehe trotzdem zwischendurch gerne im Restaurant essen (um mich Cubans Analogie anzuschließen). Ich könnte mir auch Metropolis in allen Varianten mit einem Knopfdruck auf meinen Bildschirm holen, aber ich habe mich dafür entschieden, das restaurierte Original im Kino anzusehen (zusammen mit der schlimmsten Live-Musikuntermalung ever! Aber das ist eine andere Geschichte…). Ich hätte auch warten können, bis King Kong auf DVD erscheint, aber ich wollte es im Kino erleben. Und wer würde sich freiwillig Tarkovski auf einem Fernseher anschauen, wenn er/sie die Wahl hat? Zudem ist der Anreiz für Kino doch sowieso im ganzen Erlebnis, vom Antreffen bis zum Rausgehen, auch wenn der Film eine zentrale Rolle spielt.
Kann ich als Kinobetreiber den Kunden kein zufriedenstellendes Erlebnis bieten, geht der Kunde nach Hause. So einfach. Und wie halte ich ihn davon ab? Ich verbiete ihm, das Produkt woanders zu erwerben. Typisch! Keiner kommt auf die Idee vielleicht mal den Service zu ändern. Oder das Angebot. Oder das Produkt selbst zu vertreiben. So viel Weitsicht wäre zuviel verlangt. Vielleicht verlernt man das im dunklen Kinosaal…

Und wie kann man den Effekt von Mundpropaganda außer acht lassen? In Hollywood heißt das “buzz”, und je mehr “buzz” ein Film hat, desto mehr Mamon geht über den Ladentisch. Viele Zuschauer generieren viel “buzz”, wenn ich mich nicht täusche. Stattdessen werden die eigenen Kunden lieber verknackt, wenn sie versuchen einen Film zum Releasedate im Internet zu bekommen. Ich will Raubkopien nicht rechtfertigen, aber die Resourcen zu Erhaltung eines ohnehin veralteten Geschäftsmodells könnte man auch sinnvoll nutzen.

Und während die Kinos noch immer um Ihre Götzen schwänzeln, leiten Kevin Epps und Steven Soderberg die Revolution ein. Bald wird auch Hollywood kalte Füße von den Indies bekommen. Wie dann der Konsument rechtlich belangt leiden muß, wird wahrscheinlich gerade entschieden. Für wen sich die Kinos entscheiden, wird man sehen.

THE END

Quality of Life

Quality of Life

10. Januar 2006, 10:50 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Quality of Life ist ein Low- bis No-Budget Indie Flick über das turbulente Graph-Life. Check den Trailer hier. Interessant auch die Vermarktung - Eine Auswahl der Malereien (ich nehme an von den Künstlern im Film) ist auf Start Mobile gegen geringes Entgeld zum download als Wallpaper für’s Handy verfügbar um für die Distribution zu bezahlen, die sonst ohne Hollywood Budget so gut wie unmöglich ist. Schönes Konzept! (via hiphoppress)

Beam mich hoch, Schrotti

Beam mich hoch, Schrotti

5. Dezember 2005, 15:37 Uhr Celluloid , Für Nerds Goofystylz

Ich geb’s ja zu… ich bin cinephil.

Nein ehrlich, alle anderen träumen von Porsche und Ferrari, ich hingegen will mein eigenes Kino. Ich steh einfach auf diese projezierten Lichtspiele auf einer Leinwand in einem völlig dunklen Raum, in dem alle Anwesenden in ein und dieselbe Richtung starren.

Nicht einfach n Kino, ich will ein K Izzi to da N O; Cinema Extraordinaire - alles von Popcornwagen bis Poppsessel, konkave Cinescope Leinwand, schwere rote Pornovorhänge, THX, 35mm Projektoren, usw, usw, …. sprich: den Bentley unter den Lichtspielhäusern.

Ach, träum… aber selbst der schwuttige Heimkino-Scheiß ist ja für Menschen meines Standes finanziell nicht wirklich zu realisieren. Wer sich mal die Preise für einen gescheiten Beamer angeschaut hat, weiß was ich meine.

Doch seit Tim Taylors “Tool Time” wissen wir auch: selbst ist der Mann! Und so einen Beamer kann man sich schließlich selber bauen. Und die netten Menschen vom HWE Forum zeigen einem wie. Danke Jungs!
Morgen wird die Stichsäge ausgepackt, darauf könnt ihr einen laßen und Sony mich mal gehörig am Hobel blasen!

Wie heißt der beste Heimwerkerblog der Welt? Realityontherocks.com … hmmm, klingt nur halb so gut wie Tooltime. Gruß an alle Heimwerker!!!

DoItYourselfBeamer

A Hustla, Baby!

A Hustla, Baby!

6. Oktober 2005, 23:50 Uhr Celluloid Goofystylz

Bin wieder pünktlich zum Cometen (moment…… würg….) zurück aus Lala-Land und habe viele neue Filmtips mitgebracht; y’ heard!

Eine Schiene die schon reichlich „buzz“ gemacht hat ist Hustle & Flow (geschrieben und inszeniert von Craig Brewer, Indie Filmmaker der schon seit ein paar Jahren in der Szene rumgeistert). Hoch gepriesen, diese Muffe - zwei Sundance Filmfest Awards genügen mir zumindest, um auf’s Ticket zu spekulieren. Terrence Howard kennt man noch aus diversen B-Movies und Gastauftritte von Isaac Hayes und Ludacris sorgen für gutes Marketing. Ein paar bekannte MCs steuern den Soundtrack bei, et voilá: Cinema Extraordinaire. Zumindest wird man sehen…
Filmstart in Deutschland ist Ende November. Den Trailer gibt’s hier.

Eine belichtete Folie die mich umgehauen hat war A History of Violence (David Cronenberg). Eigentlich recht unspektakulärer Plot: ein glücklicher Familienvater und Restaurantbesitzer (Viggo Mortensen) in einer Kleinstadt avanciert zum Helden als er einen Überfall verhindert und die Jungs überraschend professionell zur Strecke bringt. Doch als er nochmal ein paar Gangster erfolgreich umlegt, werden Zweifel an seiner “Nettigkeit” laut. Kann sich ein Mensch verändern? Vom Guten ins Böse oder umgekehrt? Kann man ihm vergeben? Existentielle Fragen also ;-)
Der Film ist ertaunlicherweise recht spärlich mit Gewalt bestückt, sehr lange Einstellungen und klassische Kamera, aber trotzdem ungemein spannend… Hollywood halt, aber echte Quali. Rein da!

Und noch was Fettens Dicke(n)s: Oliver Twist!
Charles Dickens schrieb, Ronald Harwood adaptierte, Roman Polanski inszenierte…
Mehr muß ich ja nicht sagen, hoffe ich. Erstaunlich, wie die Polen immer die schönsten Bilder basteln können. Pawel Edelman (Ray, Pianist) hat seine Primelinsen ausgepackt und schwupps: Sooooooo deprimierend faszinierende Bilder. Damn, homes.

So, genug, wünsche frohes Schauen!