Die Kategorie „Celluloid“

Geschichten über Filme, das Business und über alles, was sich sonst so auf Celluloid bannen läßt.

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Zeichentrick

Zeichentrick

2. August 2007, 15:20 Uhr Celluloid Halla

Gestern abend vorm Autokino (ja, sowas gibts noch!) in der Kassenschlange, die Simpsons laufen. Ein tiefergelegter 3er BMW rollt neben mich, ein Mitbürger südländischer Herkunft Typ schiebt seine Nase aus dem Fenster und pöbelt mich fragend an:

-”Ey Alter! Iss’ das’n Zeichentrickfilm?!
-(”Ja, Alter! Krass, Oder? Und wie heißt der Stern, von dem Du kommst?”)

Achja - über den Film brauchen wir natürlich kein nur ein Wort verlieren: Weltklasse. Und der erste Film seit Jahren, der mich mal wieder ins Kino gelockt hat.

Schnellzusammenfassung

Schnellzusammenfassung

23. Mai 2007, 18:46 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Um Euch, liebe Leser, vor den Schmerzen zu bewahren, die mich beim Superhelden Epos “Ghost Rider” überfielen, habe ich hier eine kurze Zusammenfassung des Drehbuchs.

Zusammen mit dem Promotionsmaterial und den Fotos von IMDB habt ihr den Film (in Eurer Rübe zumindest) so gut wie gesehen und ich habe Euch einen Abend gespart, den man mit sinnvolleren Aktivitäten füllen kann - z.B. an die Decke starren oder sich die Zunge rasieren.

FADE IN:
INT: ZIRKUS
PETER FONDA (aus Easy Rider, wie passend) trifft einen JUNGEN NICHOLAS CAGE und führt sich BÖSE auf, was der beste Weg ist um bei jemanden Vertrauen zu erwecken.

PETER FONDA
Hallo Nicholas, unterschreib diesen ominösen Vertrag der mir Deine Seele zuschreibt. Muhhaaahhaaar.

JUNGER NICHOLAS CAGE
Was? Nö. Uuups, hab n bissi Blut drauf getropft. Aber das ist sicherlich nicht rechtskräftig.

PETER FONDA
Pffff, na klar. Was denkst Du für wen die besten Anwälte arbeiten?

NICHOLAS CAGE wird erwachsen und ein Motorrad-Stuntman, ist aber scheiße darin.

EVA MENDES
NICHOLAS, ich bin Deine große Schulhofliebe. Ich würde Dich gerne interviewen.

NICHOLAS CAGE
Klingt super!

EVA MENDES
Frage eins: Wieso bist Du 10 Jahre mehr als ich gealtert seit wir uns das letzte mal sahen?

PETER FONDA
Hey Nicholas. Weißt Du noch, daß Du mir Deine Seele verkauft hast? Du kannst sie wiederhaben wenn Du mein Ghost Rider wirst. Geh und bring Wes Bentley um, er ist mein Sohn, oder so. Er will so einen Vertrag den der letzte Ghost Rider geklaut hat.

NICHOLAS CAGE
Nein. (Pause) Okay, meinetwegen.

NICHOLAS’ Kopf verwandelt sich in einen SCHEISSE FLAMMENDEN TOTENSCHÄDEL und Film als Kunstform stribt. Offiziell.

FLAMMENDER NICHOLAS CAGE
Schädel sauer! Muß Motorrad fahren!

FLAMMENDER NICHOLAS konfrontiert WES BENTLEY, der offensichtlich vergessen hat wie man schauspielt.
NICHOLAS verliert den Kampf und fährt heim. Aus Seite 3 von “Wie man ein Comic-Heft-Film für spastische Vollidioten schreibt” kommt die unerwartete Ich-rette-eine-Frau-vorm-Handtaschenklau-Wendung

FLAMMENDER NICHOLAS CAGE
(zum Dieb)
Duuuuu. Schuuuuldig.

DIEB
Duuuuu. Allllbern.

OPFER
Statt mir aus Angst vor einem lebenden brennenden Skelett in die Hose zu scheißen sage ich Dir noch Danke und geh dann mal.

FLAMMENDER NICHOLAS CAGE tötet den Dieb und schickt ihn dadurch in die Hölle, nur um seinem Feind eine weitere Seele für seine Höllenarmee zu besorgen. Dann trifft er SAM ELLIOT.

SAM ELLIOT
Weil jeder Film dieser Art jemanden braucht, der die mythologischen Zusammenhänge versteht um sie dem Publikum zu erklären, hör gut zu. Eigentlich arbeitest Du Nachts für den Teufel und Tagsüber bist Du normal.

NICHOLAS CAGE
Weil Dunkelheit ein Symbol für Böse ist, während Licht eins für Reinheit darstellt?

SAM ELLIOT
Was? Quatsch, weil die Special Effects gut beleuchtet noch beschissener aussehen würden.

NICHOLAS CAGE
Oh. Was sind meine Superkräfte?

SAM ELLIOT
Naja, Du hast einen flammenden Schädel als Kopf. Du kannst Motorrad fahren. Und dann kriegste noch ne Kettenpeitsche. Das wars.

NICHOLAS CAGE
Ehrlich? Wie zur Hölle hat dieser Held seinen eigenen Film bekommen? Wie soll ich den Kerl denn ohne Superkräfte ummachen?

SAM ELLIOT
Wasweisnisch? Zeig ihm ne Papiertüte die vom Wind rumgewirbelt wird und erschlage ihm mit nem Ziegelstein wenn er abgelenkt ist.

NICHOLAS beschließt, daß das Publikum genug gelitten hat und kämpft gegen WES BENTLEY. Er gewinnt! Peter taucht wieder auf.

PETER FONDA
Gut gemacht, Nicholas. Laß mich nur schnell den Fluch lösen, dann kannste geh…

NICHOLAS CAGE
Nein. Ich behalte den Fluch und mach Dich damit platt.

PETER FONDA
Du meinst den Fluch, den ich jederzeit wieder lösen kann? Den willste gegen mich verwenden?

NICHOLAS CAGE
Genau. Wo Du auch bist werde ich auch stehen.

PETER FONDA
Du wirst höchstens im Obi an der Kasse für 3,99 stehen

Wagner Love Video Trailer

Wagner Love Video Trailer

17. März 2007, 11:57 Uhr Celluloid , Heavy Rotation Halla

Mein Mitstreiter und Freund Jan hat für den Rotari Klub die Jungs von Wagner Love ein schönes Video als Teaser für ein hoffentlich bald folgendendes “echtes” Video produziert. Jan könnte es auch selbst hier posten, aber vermutlich liegt ihm die Selbstbeweihräucherung einfach nicht. Daher mach’ ich das mal, hatte das ohnehin schon lange in den Entwürfen für neue Beiträge stehen.

Wer mehr über Jan und seine Arbeit als Medienschlampe Producer wissen will, schaut sich seine Website an oder liest seine Beiträge in diesem Blog. Um mehr über Wagner Love zu erfahren, muss man sich (leider noch) in die Untiefen von MySpace vorwagen. (Hier der youTube-Direktlink für die Feedleser).

Viel Spaß damit. (Falls das youTube Video zickt: Dasselbe Video gibts auch bei MySpace unter o.g. Link zu sehen)

Da geht noch was Herr Stromberg

Da geht noch was Herr Stromberg

6. März 2007, 12:08 Uhr Celluloid Halla

Also mal ganz im Ernst: Schlecht war Stromberg gestern abend nicht. Aber so richtig gut irgendwie auch nicht. Wo blieben die Brüller wie z.B.:

Stromberg: “Wollt nur mal gucken wie er so klar kommt ohne mich”
Tanja: “Ja, im Prinzip läuft’s!”
Stromberg: “Ja die Russen haben meinem Opa nen Bein weggeschossen, der lief auch, im Prinzip, aber die Frage ist ja wie?”

„Ich sag mal nach 45 kommen doch die besten Jahre. So war’s doch auch mit Deutschland.“

Zu Tanja: “Aber ich meine sie haben ja noch ein paar gute Jahre… also ich mein bevor die Schwerkraft bei Ihnen (kuckt auf die Brüste)….”

“Jochen? Jaaa, Jochen, altes Scheißhaus! Ich bins! Hörma, ich hab da ein kleines Problemchen mit der Sabbel, mit der Sabine Burer da aus deinem Haufen, du, die is aber nicht länger tragbar… Bernd!… Strombeeerg!… Hier aus dem Haus… Schadensregu… ja, oder so… ja, ist gut, tschüss.”

(Zitate vom Stromberg-Fanclub)

Der einzige Spruch in dem Stil, der bei mir hängenblieb war “Du siehst nüchtern so gut aus, wie ich mir andere erste schönsaufen müßte” (oder so ähnlich). Sehr gut gefallen hat mir allerdings die Story: Stromberg ist hinter der Büroschnitte her, bekommt eine 1A-Abfuhr und nimmt dann halt ersatzweise das häßliche Entlein, das er vorher mit dem Arsch nicht angesehen hat. Man ist ja schließlich auch nur ein Mann. Das hat schon wieder was von der alten, gehässigen Ekelpaket, das so viel Spaß macht. Bemerkenswert auch Ernie und die Story mit seiner Mutter - das war großes Kino…

Ich denke, die Erwartungen waren vielleicht etwas übertrieben hoch gesteckt, bei all dem Hype im Vorfeld. Schlecht war die Folge gestern es auf keinen Fall, aber ich hätte etwas mehr erwartet. Anyway, es ist noch Luft für Verbesserungen und nächste Woche gehts definitiv weiter.

Preview

Preview

30. Oktober 2006, 11:26 Uhr Celluloid Goofystylz

In meinem von Zeit-, Job- und Geldlosigkeit geplagten Alltag schummelt sich Regelmäßig eine Farce ein. Manchmal frage ich mich, ob nicht mein gesamtes Leben eine Farce ist, aber das ist ein anders Thema. Diesmal hätte ich es aber riechen können.

Jedenfalls wurde meine Annahme mal wieder untermauert, als ich mich zu einem kostenlosen Screening für den Kinofilm Borat (Genau, der alberne Ali-G Heini mit russischem Akzent) einladen ließ. Kostenlos nicht nur für mich, weil ischn gailer Tüpp binn, sondern für jeden. Frei registrierbar über’s Internet und so auch geschehen für mich über die Mitbewohnerin meiner Freundin.
Eigentlich eher eine Kost, die höchstens mein DVD-Spieler an total verregneten Tagen zu knuspern bekommt, die ich aber “für umme” und dazu noch vor dem Kinostart ungern ablehnen wollte. Man setzt sich zwar trotzdem ein paar Richtlinien, so was wie: “Wenn er synchronisiert ist, gehen wir wieder!” oder “Also, wenn der nix taugt gehen wir einfach in einen Film nebenan…”, aber wieso ich nicht von vornherin mißtrauisch war, ist mir ein Rätsel. Es gibt nichts umsonst! Nie!
Das ich als als armseliges Marketingwerzeug funktionieren sollte, war mir natürlich klar. Gerade bei Komödien läuft ja viel über Mund-zu-Mund-Propaganda, aber 20th Century Fox sollte noch ein paar weitere schicke Aufgaben für mich parat haben.

Also ab ins Multiplex, wo die Karten spätestens 2 Stunden vorher abgeholt werden mußten. Super, da hat man vor dem Film wenigstens mal ein wenig Zeit, die Auslage im Kino zu betrachten. Zum Beispiel das alte Popcorn hinter den verschmierten Scheiben oder das achte Plakat von einem computeranimierten Weihnachtsmärchen. Man kann sich auch nochmal über das Parkhaus amüsieren, das einen 20 Minuten vor der Schranke hat stehen lassen.
Aber wurscht, was macht man nicht alles um 7 Euro zu sparen, halt noch ein Asiaten von gegenüber zwischen die Kiemen und dann ins Kino.

Aber von wegen!
Zwischendurch erkannte einer meiner Begleitungen den netten Zusatz auf der Kinokarte: Bei Einlaß werden Personenkontrollen durchgeführt.
Dann haben wir kurz skeptisch geguckt, aber ist ja ne Komödie - vielleicht alles Teil der Show?
Bullshit, auf einmal standen wir zusammen mit den (wirklich) 250 Leuten, die auch unsere kühne Idee hatten, in einer Schlange vor einem Metalldetektor. Wie Wie am Flughafen! Ich wollte schon Gürtel und Schuhe ausziehen…
Da standen wir dann 45 Minuten, bis uns von geschultem Personal die Handys abgenommen wurden. Ausnahmslos jedes Handy wurde von jedem Gast eingesackt! Dazu wurden dann auch nette durchsagen gemacht, wie zum Beispiel “Wir entschuldigen uns für die Unanehmlichkeiten, doch die derzeitige Raubkopierer -Stituation zwingt uns….” bla, bla. Raubkopierer-Stituation? Bitte? Was ist mit der Kunden-Situation. Ach so, wir sind ja keine Kunden, wir sind Marketingschäfchen. Ich vergaß.
Dann wurden wir gefilzt. Das verbreitet prima Laune vor so einem stimmungsgeladenen Film.

Endlich im Kinosaal angekommen mußte natürlich noch auf jeden gewartet werden, der in die USA einreisenins Kino kommen wollte. Also saßen wir noch fast ne Stunde rum.
Dann der Film, der zwar lustig, aber in meinen Augen trotzdem kein Kinomaterial ist (but what the bleep do I know…).

Durchgstanden war es damit aber noch lange nicht, man will ja sein Handy wiederhaben. Bis wir draussen waren, hat mir 20th Century Fox, neben meiner Würde, 4 Stunden meines Lebens geklaut. Ohne Film.
Da kaufe ich mir das nächste mal doch lieber eine Karte zur Premiere.
Und filme den Schinken da ab.

Es war einmal…

Es war einmal…

8. Oktober 2006, 17:25 Uhr Celluloid Halla

Derber multimedialer Oldskool:

Wer kennt noch die Trickfilm-Reihe “Es war einmal…“? Ja, richtig - das waren die pädagogisch wertvollen Zeichentrick-Serien aus der Zeit, als es weder RTL noch Pro7 gab und Serien wie “Ein Colt für alle Fälle” oder das “A-Team” noch auf ARD/ZDF im Vorabend-Programm liefen. Es gab verschiedene Reihen wie “Es war einmal… Amerika” oder “Es war einmal… der Weltraum”. Ein Charakter mit einem riesigen weißen Rauschebart gab dabei historische oder wissenschaftliche Fakten von sich und eine Reihe von weiteren Charaktären bildete darum sowas wie eine Story. Typisch war dabei z.B. eine Jahreszahlanzeige an der Stelle, an der sich heutzutage die Senderlogos befinden. Eine der besten Reihen war zweifelsohne “Es war einmal… das Leben” bei der in jeder Folge andere biologische Themengebiete unterhaltsam vorgestellt wurden, z.B. die Augen, die Nerven, das Gehirn, die Muskeln, die Atmung etc.

Wer noch weiß, wie Twix früher hieß, weiß ganz sicher wovon ich spreche. Bei Amazon habe ich gerade eine “Collectors Edition” entdeckt, die alle Folgen der Staffel enthält. Ein Stück Kindheit für den DVD-Player. Juhu, her damit!

Ebenfalls eine Sache, die sich jeder von früher her kennt: “Die drei Fragezeichen”. Justus Jonas (zweifelsohne ein noch größerer Klugscheißer als ich) und die drei Detektive, die an jeder Straßenecke auf die wildesten Rätsel stoßen. Eine unveränderliche Größe meiner Kindheit. Zumindest bis jetzt.

Den ab sofort heißen “Die drei Fragezeichen” nicht mehr “Die drei Fragezeichen” sondern nur noch ganz hipp “Die Dr3i”. Und weil das noch nicht blöd genug klingt, benennt man auch noch Justus Jonas um. In -Achtung, aufgepaßt!- Indiana Pluto Jupiter Jones! Jupiter Jones… wie dämlich klingt das bitte? Hach, früher war eben alles besser

Mixtape Biz

Mixtape Biz

22. September 2006, 13:42 Uhr Celluloid , Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Mixtapes sind im HipHop essentiell um neuen Rap-Talenten eine Plattform zu bieten und sich zu präsentieren. Es ist gleichzeitig die Bühne der DJs, die hier Ihre unternehmerischen Muskeln spielen lassen. In USA, speziell in New York, ist die Mixtape-Szene im Vergleich zu Deutschland riesig und nimmt Formen eines eigenständigen Industriezweigs an. Keine Ecke, an denen man nicht ein Tape angeboten bekommt.

Manchmal gibts auch welche für umme, das freut dann auch den Jan.

Jeder Rapper, der etwas auf sich hält, war schon einmal auf einem Mixtape - so steigen und fallen die Preise diverser Mixtapes mit dem Bekanntheitsgrad der gefeatureten Künstler, beinahe vergleichbar mit einer Börse.

Dabei darf man allerdings nicht vergessen, daß die meisten Mixtapes die auf der Straße oder in einschlägigen Läden verkauft werden, in den Augen der Music-Majors “illegal” sind, da sie auf jegliche Copyrights pfeiffen. So werden seit neuestem unter den faschistoiden Methoden der RIAA Leute verklagt und verknackt, die eigentlich der Motor für eine lebendige Rap-Musik sind.

Mixtape Inc., the Movie, wirft einen Blick hinter die Kulissen und umreisst den Battle zwischen der einen und der anderen Musikindustrie.

Scheggitoud!

Apple vs. Asia

Apple vs. Asia

15. September 2006, 15:02 Uhr Celluloid , Industrie? Anarchie! Goofystylz

Apple scheint Asiaten nicht zu mögen. Cinematical berichtete gestern über Apples Verbot vom neuen iTunes Moviestore in ganz Asien (!). Der “Musicstore” für Filme, erst am Dienstag offiziell ins Leben gerufen, wird wegen der hohen Zahlen von illegalen Kopien in diversen asiatischen Ländern Millarden von Menschen vorenthalten.

Glückwunsch, mal wieder bestraft die Industrie Ihre Kunden, statt das Problem an der Wurzel zu bekämpfen. Oder will Aplle kein Geld von Fernost?

Ich war sehr gespannt auf diese Dienstleistung. Schade, daß sie jetzt einen fahlen Beigeschmack bekommen hat.
Ich trete jetzt glaube ich auch der Piratenpartei bei.

Eine Minute…

Eine Minute…

1. September 2006, 10:44 Uhr Celluloid Goofystylz

…für Filme, die gesehen werden müssen.

Meine “Think-About-One-Minute-Must-See-List”:

The Usual Suspects, Ghost Dog, Requiem for a Dream, Lost Highway, Being John Malkovitch, Dogma, Magnolia, Alien, The Big Lebowski, Boogie Nights, Braveheart, La petite vendeuse de soleil, Festen, Eternal Sunshine of the Spotless Mind, L.A. Crash, Fight Club, Jurassic Park, The Lord of the Rings, Magnolia, Moulin Rouge!, Reservoir Dogs…

Verdammt, eine Minute ist zu kurz!

Open Source Cinema

Open Source Cinema

21. August 2006, 16:04 Uhr Celluloid , Netzfundstücke Goofystylz

Manche nennen es pragmatische Methologie, andere wieder eine Philosophie, in jedem Fall ist es sozusagen einer der Grundpfeiler des vielgehypten Web 2.0. (…und im Moment in seiner Form wieder in der Diskussion…)
Eigentlich kannte ich das Konzept nur von Software -der Quellcode wird offen gelegt; das erklärt dann nämlich auch ziemlich genau den Namen und worum es geht.

Um so interessanter fand ich es, auf einen Open-Source-Film zu treffen, Filme haben ja eigentlich gar keinen Quellcode. ;-)
Aber es scheint ja mitlerweile alles Open-Source zu geben, wahrscheinlich auch bald eine Starbucks Karamell-Latte.

Um es voraus zu schicken, was einen Open-Source-Film wirklich ausmacht, ist bisher (zumindest nach meinen Recherchen) nicht ausreichend definiert. Das Label tragen deshalb zu allgemeiner Verwirrung nicht nur Werke die in ihrer Kreation offen sind, d.h. nachträglich von jedem verändert werden dürfen, sondern auch Filme die “nur” mit Open-Source-Technologie kreiert wurden.

Ich persönlich finde letzteres falsch deklariert, weil es nach der Einbindung von Open-Source-Technologie immer noch ein stinknormaler Film zu einem billigeren Preis darstellt. Aber wenn dann auch der tatsächliche Content frei editierbar ist, kann ich die Paralellen durchaus ziehen. Für mich macht der Name nur einen Sinn, wenn die einzelnen Filmkomponenten sozusagen den Quellcode darstellen und das ganze eine Creative Commons Lizenz bekommt. Egal, mich fragt ja eh keiner…

Eine schöne und gleichzeitig erschreckende Vorstellung, daß Menschen mit ganz verschiedenem Standort, Herkunft und Paradigmen an der Produktion mitwirken können. “Fremde” werden sozusagen ein Teil des Filmteams. Von der künstlerischen Tragweite bin ich fasziniert: Ein Film offenbart sich als Werk ohnehin nur entlang einer Zeitachse, aber dieses Werk dann auch noch konstanter Fluktuation entlang einer zweiten Zeitachse zu unterwerfen birgt mit beinahe unendlichen Möglichkeiten auch unendlich viel Potential. Was tatsächlich funktioniert, und was nicht, wird sich herausstellen, aber theoretisch ist ein Open-Source-Film niemals fertig. Gefällt mir! Von Profan bis Weltverändernd ist alles drin - im “selben” Film, veilleicht auch erst nach Jahren der Entwicklung.

Darauf läßt sich eine Diskussion über die moralische Verpflichtung der “Macher” entfachen, was auch mit einigen Erstlingwerken schon geschah, aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen dürfte. Auch Rezensionen passen nicht mehr hier rein, deswegen einfach mal ein paar Filme hier oder hier anschauen, vielleicht auch mal an einem rumschrauben…

Irgendwann gibt es keine schlechten Filme mehr, nur noch unfertige :-P