5 Minuten
13. April 2007, 13:22 Uhr Political correctness Halla
Warum sich selbst weiter den Mund fusselig reden (ich tu’s ja doch), wenn das andere schon so schön zusammengefaßt haben:
5-Minuten-Info: Vorratsdatenspeicherung
Wer das Thema noch immer mit einem “Ich hab nichts zu verbergen!” oder “Was quatschen die Datenschutzspinner da wieder?” abtut, könnte sich vielleicht den Artikel mal schnell durchlesen. Und sich danach überlegen, ob er mit dem Wahnsinn, der da gerade in Berlin grassiert, einverstanden ist.
Es ist schön zu sehen, daß dieses Thema auch in den Mainstream-Medien (z.B. in den SZ-Artikeln, Telepolis, SpOn, etc.) zusehends kritisch behandelt wird, Proteste aus dem Heise- oder CCC-Maschinenraum reichen aber nicht aus. Wenn es erstmal soweit ist, daß jeder(!) Einwohner zum Meldeamt darf, damit die Fingerabdrücke genommen werden, jede private E-Mail an Freunde und Familie 6 Monate lang im Wortlaut gespeichert bleibt oder mein privater Rechner mitsamt intimsten Daten (z.B. Bankverbindungen) dem Staat offen steht, dann ist es zu spät.
Klingt paranoid? Ist aber leider Realität. Das ist ein Teil der Vorhaben, die man in Berlin gerade mit aller Gewalt durchpeitschen will.
Den Nagel auf dem Kopf trifft übrigens auch dieser Artikel in der Westfälischen Rundschau:
Wolfgang Schäuble und seine Kollegen fahnden aber nicht nach Osama - sie schnüffeln hinter Otto Schulze her.





mal ganz davon abgesehen:
Wir zahlen nicht nur den Preis der Freiheit, sondern auch den Preis der Durchführung.
Weiß Schäuble eigentlich was da alles auf ihn zukommt?
IBM, HP & Co. reiben sich jetzt schon die Hände.
Am Ende zahlt der Steuerzahler kräftig für diesen Bullshit.
Ich kann mir nicht vorstellen dass T-Com & Co. die Kosten für die Petabytes an Speicher selber tragen wollen……
Fast. Die (beträchtlichen) Mehrkosten für die notwendige Infrastruktur der Vorratsdatenspeicherung tragen die Telko-Provider selbst. Eine Tatsache, gegen die der Branchenverband Bitkom schon lange Sturm läuft, da man es
1. nicht einsieht sich zum Hilfssheriff machen zu lassen und
2. keine Ausgleichsazhlungen von Seite des Bundes für die Mehrkosten vorgesehen ist.
D.h. im Endeffekt trägt nicht der Steuerzahler die Kosten, sondern der Provider, resp. dessen Kunde (quasi als Steuerzahler und Kunde in Personalunion), der für seine Bespitzelung auch noch selbst zahlen darf.
Davon abgesehen dürften die Kosten für die Hardware, die HP, IBM und Co. zugute kommen gering sein, vergleicht man die Hardwarekosten, mit den Kosten die für Betrieb, Wartung und Administration getragen werden müssen.
So oder so: Du darfst selbst dafür zahlen, daß Du per Verfügung aus
dem ReichsinnenministeriumBerlin überwacht wirst.Äh, super. Am besten mach ich mein BPS im Ausland und bleib gleich dort, wenn das hier so weiter geht!