Die bessere CD
18. März 2007, 14:10 Uhr Heavy Rotation , Industrie? Anarchie! Halla
Ich halte CD’s für überteuert, man bekommt einfach nicht genug fürs Geld, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht (Nein, keine Angst, ausnahmsweise gehts nicht um das übliche Musk-Industrie-Bashing)
Am Wochenende hatte ich genau darüber eine Diskussion mit einem der Jungs von Wagner Love: Wie könnte man ein Album auf CD wieder attraktiver machen, sodaß man als Fan mit einem guten Gefühl 12-15 Euro dafür ausgibt?
Ein paar Vorschläge:
- Ein Booklet mit schöner Cover-Art und viel Inhalt: Hintergrundinfos zur Entstehung des Albums, Texte, Fotos, vielleicht auch Autogrammkarten oder exklusive Poster (sofern es zur Zielgruppe paßt). Ein Pappeinleger, in dem im wesentlichen nur die Produzenten genannt werden und das über die Urheberrechte aufklärt, ist nicht akzeptabel.
- Kein Kopierschutz: Wenn ich eine CD kaufe, dann will ich sie nicht nur über die Stereoanlage hören, sondern auch als MP3 in mein iTunes bzw. auf meinen iPod importieren oder mir eine Kopie für den CD Player im Auto machen können. Sollte eigentlich selbstverständlich sein…
- Goodies, wie z.B. verbilligte Konzertkarten für Albenkäufer: Wer sich als Fan ein Album kauft, wird auch auf ein Konzert gehen wollen und den Rabatt durch den Albumkauf nutzen.
Einziger Nachteil dabei: Die Erlöse aus Tourneen bzw. von Auftritten gehen ohne Umwege an die Künstler selbst und stellen (im Gegensatz zum Albenverkauf) eine nicht unwesentliche Einnahmequelle dar. Mit den Eintrittsgeldern supportet man also nicht die Betonköpfe beim Label, sondern diejenigen, die man wirklich supporten will. Hier müßte also ein entsprechender Verdienstausfall der Künstler durch die Labels kompensiert werden.
Eine andere Idee: Ein Gewinnspiel oder eine Art “Los” im Booklet, bei dem Backstage-Pässe, Meet’n'Greets usw. zu gewinnen sind. - Videos: Musikvideos, Making-Of’s, Behind-the-Scenes, Mitschnitte von Live-Auftritten usw. Findet man ja schon bereits öfter.
Sicher nicht der Weisheit letzter Schuss, aber zumindest ist es ein Ansatz.
Falls euch noch mehr einfällt: Ab in die Kommentare damit.






gute Ideen, zum Teil ja auch schon nicht unüblich
auch oft: spezieller Online-Bereich, in dem man sich mit einenm speziellen Code, der sich auf der CD befindet, einloggen kann, und sich Musik herunterladen / Bilder ansehen etc. kann.
Stimmt, da hast Du recht, teilweise wird das auch schon so gemacht.
Gerade das mit dem Online-Bereich und dem entsprechenden Zugang dazu finde ich intressant - Dort könnte man z.B. die Tracks des Albums nochmals in versch. Formaten zum Download anbieten, damit man sich die Sachen auf den MP3-Player laden kann und nicht extra noch die CD vorher grabben muss.
Bei MP3 (bei anderen natürlich auch) am besten gewisse Sachen beachten, und nicht mit iTunes und am besten noch mit 128kb rippen, Lame ist nicht umsonst der häufigst eingesetzte Encoder
(siehe auch http://www.audiohq.de/index.php?showtopic=52&v...)
Cover, Booklet, Video, Goodies… wird und wurde doch immer mal wieder gemacht, muß sich aber wohl als unerheblich für die Verkäufe ausgewirkt haben, sonst würde man das ja auch mehr sehen.
Problem: Es muß das Packaging anders vermarktet werden, sonst merkt kaum jemand etwas von den “Extras”. Ist aber auch zuviel verlangt von einer Industrie, die lieber Ihre Zielgruppen verarscht…
Wie wäre es denn mit einer Locke der Sängerin/Sängers — Britney Spears soll z.B. nichts dagegen haben sich mal den Kopf rasieren zu lassen.
Ansonsten könnte man ja in jede 10. CD eine Locke legen, damit dem Star
noch ein paar Haare bleibe.
In jeder 10. CD …. mit dabei ….. LALALALALA
Spaß beiseite eure Ideen sind sehr gut und teilweise auch schon Realität.
Als beste Idee empfinde ich die Rabatt-Gutschein-Aktion.
Vielleicht auch unter dem Moto — je mehr man von einem Künstler besitzt umso mehr Vergünstigungen und/oder Specials kann man erhalten.
Die Musikindustrie hat da denke ich noch viel zu tun.
Sorry für Doppelpost aber heiße gar nicht Anonymous.
Sind zwar nette Ideen, aber ich als Musikliebhaber und regelmäßiger CD-Käufer muss dazu anmerken, dass mich die häufig angebotenen “Goodies”, “extra-features”, “Umsonst-online-tracks”, “DVD-specials” und was es da sonst noch so gibt, in keinster Weise interessieren und ich diese Angebote niemals nutze.
Diese Rabatt-Geschichte ist vielleicht eher der Schlüssel zum Glück…
Musikindustrie muss trotzdem mehr raffen und vor allem mehr an die Künstler zahlen…:-)
@Bernhardt: Bei den geringen CD-Verkäufen, die die MI immer beklagt, könnte man wirklich auf die Idee kommen, ein paar Locken würden ausreichen um alle verkauften CD’s damit zu bestücken - sind ja nur noch ein paar Hundert
Achja… Doppelposting hab ich mal gelöscht.
@Tili: Ist halt Zielgruppenabhängig. Könnte mir schon vorstellen, daß ein “exklusives” Poster z.B. bei Tokio Hotel-Groupies funktionieren könnte - bei jemandem hingegen, dem es “nur” um die Mukke und weniger um den Fankult geht, klappt das dann wohl eher nicht: Da ziehen sicher die billigen Tickets besser.
Man muss ja auch nicht alle Möglichkeiten (Poster, Rabatt, Videos, etc.) in ein Album packen, sondern könnte das etwas variieren.
Im übrigen gab es doch mal diese Versuche, ein Album in versch. Preiskategorien anzubieten, also z.B. Papphülle CD für 6 Euro, Jewel-Case mit Booklet 10 Euro und irgendeine Luxus-Variante mit Schnickschnack für 15 Takken. Leider ist das wohl gefloppt, zumindest hab ich nichts mehr davon gehört. Weiß aber auch nicht, was letzten Endes am häufigsten verkauft wurde.
Um Groupie zu sein, und alles vom Künstler haben zu wollen, muss man nicht Tokio Hotel Fan sein
Oha - Steckt da etwa ein verkapptes Groupie in Dir?
Uschi Obermeier hat aber keine Poster gesammelt
Also mit Booklets oder Postern könnte man mich auch nicht hinterm Ofen hervorlocken.
Hauptproblem ist in meinen Augen das Format (der CD-Hülle)
Als Tonträger noch aus Vinyl waren, konnte man (teilweise sehr ansprechende) Beigaben dazupacken, aber so kleine Heftchen finde ich einfach nur … uninteressant.
Und hast du schonmal versucht, ein DIN A3-Poster auf CD-Hüllen-Größe zu falten? Ich möchte mir das danach nicht mehr an die Wand hängen …
Fazit: ich wäre wohl ein starker Verfechter des 6-Euro-Papierhüllen-Albums.
Das mit den Postern ist aber so schlecht auch nicht.
Man könnte ja um wieder auf die Gutscheine zurück zukommen
eine Postergutschein dazulegen und muss dann halt den Versand zahlen.
Ich finde die Ideen eigentlich ganz gut.
Wie war es den mit den alten Platten, da hatte man Cover mit Gulideckel
zum Aufklappen oder andere Spielereien die einfach was hergemacht haben,
gehabt
Was mir persönlich ganz besonders gefallen würde wären halt wirklich so
Making of Sachen, was sie die Leute bei ihren Stücken gedacht haben oder
was ihre Motivation war.