Wenn das so ist, dann braucht sich ja niemand Gedanken um einen amerikanischen oder israelischen Militärschlag gegen den Iran zu machen. Das Geld ist schließlich eine bessere Leine für den Hund im Weißen Haus als es die Diplomatie oder die UNO sind.
Diese (Nordic-)Walker im Wald sind wirklich eine Klasse für sich. Angezogen und ausgerüstet als ginge es dirkt zum Ironman: Asics Hightech-Schlappen, lange Radlerhose, fingerlose Handschuhe und Schweißbänder an allen erdenklichen Gelenken.
Man bewegt sich dabei in einer geradezu militärischen Angriffsformation: Eine auseinandergezogene Kette, quer über die ganze Wegbreite gespannt (als ginge es darum, der Artillerie kein Ziel zu bieten), der Anführer marschiert voraus und gibt den Takt vor. Da versuch’ mal einer von hinten mit dem Rad vorbeizukommen.
Dumm nur, daß man bestenfalls Spaziergänger-Tempo erreicht, dazu gleich zwei Stöcke braucht und auch noch unglaublich uncool aussieht.
Nee, echt nicht. Walking stinkt. Und versperrt die Waldwege.
Ich weiß wirklich nicht, wieoft ich mich schon über Musicload, den iTunes Music Store oder andere Downloadpartale ausgekotzt habe - aufgrund der schlechten Umsetzung oder des nicht zu-Ende gedachten Konzepts.
Nun ja. Jetzt haben wir (eine Handvoll Studikollegen und meine Wenigkeit) endlich mal die Gelegenheit, nicht nur zu meckern und große Töne zu spucken, sondern der Industrie zu zeigen, wie man es besser machen könnte. Aus der Aufgabenstellung des Sommersemester-Projekts:
Entwickeln Sie eine B2B oder B2C Anwendung im Bereich der Medien-Downloads [Anm.: D.h. nicht notwendigerweise Audio]. Es ist Ihnen dabei frei gestellt, welche Medientypen Sie zum Download anbieten. […] Die Entwicklung muss ein Geschäftsmodell enthalten.
Die Aufgabe umfasst Recherche, Konzeption, Entwicklung,Implementierung und Vermarktung des Systems/der Anwendung. […] Von Ihnen [wird] über die Demonstration von Walkthroughs hinaus die komplette technische Entwicklung der Anwendung erwartet.
Sie sollten, ausgehend von der kritischen Analyse bestehender Systeme und der damit verbundenen Businessmodelle, eine ausgefeilte Architektur des Backends mit Administrations-Interfaces verschiedener Ebenen (Admin/Root, Betreiber, Shopbesitzer) entwickeln.
[…] Sie sollten, etwa durch Einbeziehung von innovativen Preview-Konzepten (speziell auch für Video), intelligenten Navigations-/Such-Konzepten einfachen und vertrauenswürdigen Zahlungsmethoden einem odernen, mediengerechten System entsprechen. Das Handling verschiedener Formate, Metadatenstandards und DRM Methodiken muss möglich sein. […]
Wird also wohl ein spannender Sommer. Und das meine ich nicht mal ironisch.
So, das Wochenende steht mal wieder vor der Tür und damit ist es Zeit für das passende Video.
Wer Samstag abend clubben gehen will, sollte wissen wie er zu tanzen hat, um die Dame des Abends nachhaltig beeindrucken zu können (Frauen umgekehrt wissen das sowiso schon von Geburt an). Als Mann ist das so eine Sache: Einen Motor aus- und einbauen, zum Mond fliegen oder einen Bagger fahren? Kein Problem! Tanzen? Schon schwieriger.
Aber keine Angst: Wozu gibts youTube? Med Leroy machts vor, wir machen es nach (youTube Direktlink für die Feedleser). Und dank ihm wissen wir jetzt auch, wie all die coolen Moves heißen.
Mein Tipp: Vorspulen bis Minute 4:30 - ab da wirds wild.
Es kommt langsam aber stetig näher, die Einschläge um mich herum mehren sich.
Nachdem sich bereits das erste Kind und die eine oder andere Hochzeit in meinem Dunst- und Freundeskreis ankündigen und die Freundin die ersten grauen Haare an mir entdeckt hat, erfahre ich gerade auch noch vom den zweiten Hexenschuss-Fall eines Freundes binnen weniger Wochen.
Das Urteil der Frankfurter Richterin, die die körperlichen Übergriffe eines Mannes auf seine Frau mit einem Vers aus dem Koran rechtfertigte (die Ehepartner sind Muslime), hat in den letzten Tagen für viel Empörung gesorgt.
Bei dem Urteil handelt es sich um ein krasses Fehlurteil und mir ist schleierhaft, wie eine Richterin auf ein derart schmales Brett kommen kann. Dass es ein Fehlurteil war und ganz sicher nicht im “Namen des Volkes” gesprochen wurde, zeigt sich schon am gewaltigen Sturm der Entrüstung, der sich nach dem Bekanntwerden durch alle Gesellschaftsschichten zog.
Soweit so gut - Fehler passieren, aber er wurde korrigiert, die Richterin abgesägt bzw. abgezogen, eigentlich ist alles geklärt.
Was mich aber an der Sache besonders ärgert, ist weniger das Fehlurteil an und für sich, als vielmehr die Tatsache, daß es Wasser auf die Mühlen der selbsternannten, intoleranten Islamkritiker ist (wie z.B. Politcally Incorrect, Pax Europa) und so ganz gewiß keinem förderlichen Dialog zuträglich sein wird.
VW ist einer der Hauptsponsoren bei der diesjährigen Echo-Verleihung und darf als solcher den Shuttle-Service organisieren, der die Teilnehmer und Stars zum roten Teppich fährt und dort ablädt. Bisher griff man dazu immer auf das dickste Schiff zurück, daß der Konzern zu bieten hatte: Den VW Phaeton mit 2.5t Lebendgewicht (und schon ohne den dicken Hinten von J-Lo!).
Dieses Jahr wird es anders:
VW hat sich im Zeichen der Klimadebatte entschieden, die prominenten Preisträger, Laudatoren und auftretenden Künstler in einer besonders spritsparenden Version des Polo (Modell BlueMotion) statt im Phaeton zu transportieren.
Eine Kolonne von Elefantenrollschuhen also, dieU2 und J-Lo, Tokio Hotel (die passen sicher alle zusammen in nur einen Polo) oder Simply Red auf den Teppich spucken. Schön zu sehen, daß die Volkswagen PR auch vor solchen Namen nicht zurückschreckt. Ganz großes Kino auf jeden Fall…
Die Geschichte mit dem ominösen Signal im Rhein-Main Gebiet, das angeblich die Funkübertragung meines neuen Bikecomputers stört, ließ mir einfach keine Ruhe. Zwar hat der Hersteller mir inzwischen den neuen (kabelgebundenen) Computer geschickt, der auch tadellos funktioniert - trotzdem: Ich wäre nicht der Wissenschafter der ich gern wäre der ich bin, wenn ich nicht solange forschen würde, bis ich die Ursache des Problems genau bennen kann.
Und wozu gibts schließlich das Internet?
Erste Anlaufstelle: Die Internet Bike Community. Nach einem entsprechenden Forenposting machte man mich auf das DCF77 Signal aufmerksam. Dabei handelt es sich um einen Langwellensender, der das Zeitsignal der Braunschweiger Atomuhr ausstrahlt, mit dessen Hilfe sich widerrum Funkuhren synkronisieren.
Bingo: Das Signal wird mit ungeheuren 50 Kilowatt ausgestrahlt (zum Vergleich: Radiosender erreichen i.d.R. weniger als 0.5kW, im Ernst!) und kann im 2000km Radius noch in Portugal, Tunesien, dem Polarkreis und sogar in Moskau empfangen werden.
Und jetzt ratet mal, wo der Sender steht? Aus der DCF77-Website:
Der DCF77 Sender steht in Mainflingen (50° 01’ Nord, 09° 00’ Ost), etwa 25 km südöstlich von Frankfurt/Main. Die Antennen sind hohe vertikale Rundstrahlungsantennen. Zwei von ihnen sind 200 Meter, die Dritte ist 150 Meter hoch. (Anm.: HAR HAR)
Der Sender sendet mit einer Boden- und einer Raumwelle, wobei die Empfangsfeldstärke der Bodenwelle anfänglich enorm stark ist, mit steigender Entfernung aber rapide abnimmt - wenn der Sender allerdings nur einen Steinwurf entfernt ist, macht das nichts aus.
Warum ausgerechnet Mainflingen?
Der DCF77 Sender steht deshalb in Mainflingen, weil im Sendegebäude ein gutes Erdungsnetz verlegt ist. Aber viel wichtiger ist die Lage des Sendegebäudes in der Mainebene. Der Grundwasserspiegel ist dort sehr hoch. Dadurch ist die Bodenleitfähigkeit heraufgesetzt. Dieses sind günstige Ausstrahlungsbedingungen für das Signal.
Tja, Rätsel gelöst: Das 50kW starke DCF77 Signal um die Ecke macht meinen Fahrrad-Tacho fertig. Rätsel in nur einem halben Tag gelöst, dem Internet sei Dank. Eine tolle Erfindung.