T-Irgendwas
28. Februar 2007, 22:53 Uhr Industrie? Anarchie! Halla
Mit der deutschen Terrorkom Telekom hat jeder so seine Erfahrungen gemacht. Meine eigenen waren derart verherend, daß ich vor drei Jahren mit Festnetz, DSL und Mobilfunk zu Arcor bzw. E-Plus umgezogen bin (und seitdem rundum glücklicher Kunde bin - und jetzt Schluss mit der Werbung).
Grund für den Wechsel in meinem Fall: Der haarsträubende “Service”.
Einige Jahre später scheint das Problem mit der Qualität des Service auch im Aufsichtsrat der Telekom angekommen zu sein (vermutlich hat Hr. Obermann mal bei seiner eigenen Hotline angerufen). Die Ausgliederung des Service-Geschäfts in ein neues Unternehmen namens T-Service soll Abhilfe schaffen. Dazu heißt es:
Die Wochenarbeitszeit der betroffenen Service-Mitarbeiter werde von 34,5 auf 40 oder 40,5 Stunden angehoben, der Stundenlohn unter dem bisherigen Niveau liegen, heißt es in dem Bericht weiter.
Mehr Service durch Schaffung eines neuen Unternehmens, bei dem die Mitarbeiter länger und für weniger Geld arbeiten sollen. Intressantes Konzept, kommt mir irgendwie bekannt vor. Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, daß durch die Ausgliederung auch ein paar Tausend Stellen wegfallen? Die Mitarbeiter jedenfalls gehen schon jetzt auf die Barrikaden (FAZ) - entsprechend hoch dürfte deren Motivation sein.
Heute nun wurde das Konzept vom Aufsichtsrat durchgewunken, heißt es bei heise.
Dazu das übliche Gewäsch:
Mit T-Service will Obermann die Kosten senken und die Servicequalität verbessern. Er verspricht sich davon einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz […]
Kosten senken? Ja, vielleicht. Verbesserung der Servicequalität unter diesen Voraussetzungen? Wer’s glaubt…






Jaja, die Telekom. Ist schon ein ganz besonderes Völkchen.
Die Telekom spielt hier ja auch mit ganz neuen Marktkonzepten… So in etwa muß das beim Meeting der Geschäftsführung ausgesehen haben: Herr Obermann - “Ich habe eine bahnbrechende Idee Geld zu sparen! Wir geben unseren Mitarbeitern einfach weniger Geld. Aber, meine Damen und Herren, jetzt kommts! Dafür lassen wir sie auch noch länger arbeiten! ha!” … Beifall im Konferenzraum…