Mit der deutschen Terrorkom Telekom hat jeder so seine Erfahrungen gemacht. Meine eigenen waren derart verherend, daß ich vor drei Jahren mit Festnetz, DSL und Mobilfunk zu Arcor bzw. E-Plus umgezogen bin (und seitdem rundum glücklicher Kunde bin - und jetzt Schluss mit der Werbung).
Grund für den Wechsel in meinem Fall: Der haarsträubende “Service”.
Einige Jahre später scheint das Problem mit der Qualität des Service auch im Aufsichtsrat der Telekom angekommen zu sein (vermutlich hat Hr. Obermann mal bei seiner eigenen Hotline angerufen). Die Ausgliederung des Service-Geschäfts in ein neues Unternehmen namens T-Service soll Abhilfe schaffen. Dazu heißt es:
Die Wochenarbeitszeit der betroffenen Service-Mitarbeiter werde von 34,5 auf 40 oder 40,5 Stunden angehoben, der Stundenlohn unter dem bisherigen Niveau liegen, heißt es in dem Bericht weiter.
Mehr Service durch Schaffung eines neuen Unternehmens, bei dem die Mitarbeiter länger und für weniger Geld arbeiten sollen. Intressantes Konzept, kommt mir irgendwie bekannt vor. Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, daß durch die Ausgliederung auch ein paar Tausend Stellen wegfallen? Die Mitarbeiter jedenfalls gehen schon jetzt auf die Barrikaden (FAZ) - entsprechend hoch dürfte deren Motivation sein.
Heute nun wurde das Konzept vom Aufsichtsrat durchgewunken, heißt es bei heise.
Dazu das übliche Gewäsch:
Mit T-Service will Obermann die Kosten senken und die Servicequalität verbessern. Er verspricht sich davon einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz […]
Kosten senken? Ja, vielleicht. Verbesserung der Servicequalität unter diesen Voraussetzungen? Wer’s glaubt…
Es ist schön zu sehen, daß sich die eigenen Alltags-Beobachtungen durch statistische Erhebungen belegen lassen.
Komm, wir trinken heute abend ein paar Wasser zusammen und ziehen um die Häuser.So geschehen im Rahmen einer Hausarbeit für meinen Statistik-Kurs. Die nachfolgende Tabelle gibt die Getränkepräferenz von 42 befragten Studenten an. Sicher, die langweiligen Spießer strebsamen Komilitonen unter uns entscheiden sich für Wasser als Lieblingsgetränk. Ob diese Angabe der Wahrheit entspricht oder nicht, das lassen wir mal dahingestellt.
Anders sieht es bei der Verteilung von Bier und (Weiss-)Wein aus: 17% der Männer und 0% der Frauen geben das als ihr Lieblingsgetränk an, genau umgekehrt verhält es sich mit Weisswein: 10% der Frauen stehen drauf, 0% der Männer (In der Tabellezellen steht der obere Wert für die absolute Häufigkeit, der untere für den entsprechenden Prozentwert).
Ob das im Umkehrschluss bedeutet, das Kerle, die auf Wein stehen im Geiste Frauen sind? Bei Frauen, die Bier mögen, habe ich zumindest manchmal den Eindruck, daß es in Wirklichkeit Kerle sind… Dabei mag ich selbst Wein sehr gern… Oder halt, nein, doch nicht. Ich trinke am liebsten Wasser. Ganz großer Quatsch.
Weitere statistische Kenngrößen wie Chi-Quadrat und den Fisher-Test (die ich beide nicht richtig kapiere) erspare ich euch an dieser Stelle.
Früher oder später musste es einfach so kommen: Ein Angreifer hat es offensichtlich geschafft, sich Zugriff auf die StudiVZ-Datenbank zu verschaffen und so E-Mail-Adressen, Zugangsdaten und Freundschaftsverbindungen auszulesen.
Schon oft wurde in der Vergangenheit darüber spekuliert, daß es möglich wäre, die Daten mittels eines Crawlers direkt aus dem Frontend zu parsen und zu speichern. Sollte nun aber der tatsächliche Zugriff auf die Datenbank gelungen sein (so liest sich zumindest die entsprechende Meldung auf golem.de), so hätte dieser Angriff eine völlig neue Qualität, da hier neben Passwörtern auch reichlich nicht-öffentliche Daten abgelegt sind. Was genau passiert ist, ist wohl noch nicht so ganz klar. Allerdings ist StudiVZ im Moment komplett vom Netz und die Passwörter aller User werden von den Betreibern zurückgesetzt - sowas läßt sich bei einer produktiven Site nur als SuperGAU bezeichnen. Die Betreiber sehen das wohl ähnlich, nicht umsonst wurde erstmals aufgrund eines Angriffs Strafanzeige gestellt.
Was die gestohlenen Passwörter angeht: Auch wenn es alarmierend klingt, dieses Problem dürfte im Moment noch das kleinste sein. Passwörter werden in Datenbanken niemals im Klartext abgelegt (zumindest wenn die Programmierer auch nur einen Funken Sachverstand besitzen), sondern immer nur durch bestimmte Algorithmen verschlüsselt gespeichert (sog. Hashes), sodaß der Angreifer mit diesen Passwörtern vorläufig nichts anfangen kann (zumindest nicht, bis er die Hashes zurückrechnen konnte). Trotzdem bin ich gerade ganz froh darum, daß ich für StudiVZ ein anderes Passwort als für meinen Mailaccount hatte…
Es wäre wünschenswert, dass die Betreiber genau bekannt geben, welche Daten in welchem Umfang betroffen sind. Allerdings habe ich die leise Ahnung, daß nichts dergleichen passieren wird.
Nur damit wir uns richtig verstehen: Dieser Angriff ist der absolute Worst-Case, schlimmer hätte es nicht mehr kommen können. Sollte der Angreifer Zugriff auf die gesamte Datenbank und damit die Userdaten gehabt haben (was ich nicht hoffe!) und wäre StudiVZ ein Unternehmen (und keine Community), dann könnte man jetzt wohl das Büro abschließen und heimgehen.
Hoppla - ich vergaß…
StudiVZ ist ja Holtzbrinck. Und damit durchaus ein Unternehmen.
Keine Frage, früher war natürlich alles besser. Vorallem die ersten Computerspiele wie z.B. die des Commodore C64 (ich sag nur “Datasette“), die im nachhinein betrachtet ihren ganz eigenen Zauber hatten.
Vom Amiga 500…
Nach dem C64 kam der Amiga 500. Und mit ihm Klassiker wie Turricane, California Games, R-Type, Oil Imperium, Ports of Call, Silent Service oder Gunship. 7,06 Mhz CPU, 512 KB Arbeitsspeicher: Zocken auf ganz hohem Niveau also, mit Sound, echter Top-Grafik (damals!) und Disketten-Wechsel-Orgien. Der Amiga hatte in der Grundausstattung keine Festplatte, sondern lediglich ein 3.5″-Disketten Laufwerk. So kam es, daß man z.B. grafisch anspruchsvolle Adventures auf bis zu 10 Disketten verteilen mußte, die natürlich je nach Position im Spiel gewechselt werden wollten.
…zum PC
Was danach kam, war so etwas wie die Götterdämmerung: Der PC begann den Amiga als Spielemaschine abzulösen. Zunächst mit 3- und 486en mit 33 und 40Mhz, danach die ersten Pentium I Rechner mit 90Mhz. Jede moderne Grafikkarte hat heutzutage zehn- oder gar zwanzigmal soviel Grafikspeicher zur Verfügung als damals der gesamte Rechner Arbeitsspeicher hatte.
Kleiner Link-Tip am Rande: Gabys (virtuelles) Computermuseum, mit Homecomputern aus den 80er Jahren. Einer Zeit also, in der eine Festplatte mit 10MB kaum erschwinglich war.
Civilization und Pirates haben mich mindestens zwei Jahre meines Lebens gekostet. Mir hatten es insbesondere Stratgiespiele und Simulationen angetan, ab und an auch mal ein Action-Adventure. In meiner “harten” Phase als begeisterter Zocker machte ich so manche Nacht durch und saß danach in der Schule im Unterricht, nur um dabei Strategien für den aktuellen Zock auszuarbeiten und aufzuschreiben.
Irgendwann mit Anfang/Mitte 20 legte sich die Begeisterung dann etwas, und ich verlor (nicht zuletzt auch dank chronischem Zeitmangel) das Intresse am Zocken. Heute kaufe ich nur noch selten ein Spiel, die beiden letzten waren Civilization IV und Call of Duty II, glaube ich.
Oldskool, Baby
Moderne Spiele sind technisch top, keine Frage, aber trotzdem haben die alten Games noch immer ihren Zauber und ich habe mir schon oft gewünscht, mal wieder einen der Klassiker in die Finger zu bekommen und etwas zu zocken. Nur woher nehmen? Google führt oft nur auf irgendwelche dubiosen russischen (Warez-)Seiten, die wenig vertrauenserweckend wirken.
Gestern dann der Fund des heiligen Grals: Abandonia.com!
Weit über 1000 Spiele, fein säuberlich nach Titel und Genre sortiert und durchsuchbar, jedes Spiel mit Beschreibung und Kompartibilitätshinweisen, Screenshots und Link zum direkten Download (sofern das Spiel mittlerweile freigegeben wurde). Alles ohne Viren oder Malware (soweit ich das beurteilen kann), nervige Banner und Popups.
Auf der Site finden sich z.B. Perlen wie Arkanoid, North&South, Railroad Tycoon, Pirates, Civilization, Ufo, Monkey Island, Battle Isle, California Games, Dune II, Test Drive, Castles, Heroes of Might&Magic, Wings of Fury, Bards Tale, Bundesliga Manager, Populous, Elite uvm.
Leider ist es so, daß der Zauber der Spiele doch recht schnell wieder verfliegt, wenn man sie erstmal angespielt hat - man ist zwischenzeitlich verwöhnter was Grafik und Gameplay angeht, als man denkt. Aber für einen gemütlichen Sonntagnachmittag reichts allemal.
Als Halb-Schweizer mitten in Deutschland die Mucke einer Band aus L.A., USA mit einem Album namens “Switzerland” und dem Titel “Germans in Mexico” zu hören, die sich über Frankreichs WM-Mannschaft lustig machen, das entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Der Kauf von zwei Pfund Tabak macht einen noch lange nicht zum Raucher.
Sicher kennt jeder das Problem: Man will sich irgendwo anmelden, z.B. an einem neuen Dienst im Netz oder einem Forum, weiß aber noch nicht, ob man den angelegten Account irgendwann nochmals benutzen wird (z.B. weil man den Dienst nur mal antesten möchte, oder nur eine einzige Frage in einem Forum loswerden will). Problem dabei: Bei solchen Anmeldungen muss zur Verifizierung meist die E-Mail Adresse angegeben werden, Links zum Löschen des Accounts finden sich aber bei den wenigsten Anbietern.
Eine Lösung könnte eine zweite Trash-E-Mail Adresse sein, die man sich extra für eine solche Problematik angelegt hat. Auf eine andere (weitaus elegantere) Lösung weist das Webmaster Blog hin: Guerillamail. Eine Mail-Adresse kann mit einem einzigen Klick für 15 Minuten ohne Angabe von weiteren Daten angelegt werden, nach Ablauf der Zeit verfällt die Adresse und ist schlichtweg nicht mehr existent.
Anhänge lassen sich zwar auf diese Art nicht verschicken, aber Filesharing per E-Mail war ohnehin noch nie eine Killerapplikation.
Jipiee… wie hab’ ich den youTube-Content vermißt.
Rechtzeitig zum Wochenende ein kleines, wunderbar trashiges Video.
Mein Tipp: Nach ein paar Bier (oder wasauchimmer sonst bevorzugt wird) ansehen, Sound aufdrehen und sich freuen. Albert Hofmann hätte seine wahre Freude daran, da bin ich mir sicher.
Microsoft sorgt sich mal wieder um das Wohlergehen seiner Kunden und stattet das neue Office 2007 mit einem Rückkanal aus, über den die Software nachhause und mit einem Marktforschungsunternehmen telefonieren darf - ungefragt, versteht sich.
Sowohl WebTrends als auch Microsoft beteuern, die gesammelten Daten nicht missbräuchlich zu verwenden. (Golem)
Die Daten seien nicht personenbezogen und angeblich geht es lediglich darum, die Qualität der Hilfefunktion zu verbessern. Aber muss das denn wirklich heimlich passieren? Könnte man vorher nicht den jeweiligen User um Zustimmung bitten? Wohl eher unpraktisch, denn Heise merkt zu Recht an, dass…
[…] sich der anscheinend selbst generierte numerische Code, den etwa Word an Webtrends schickt, mit dem Lizenzschlüssel des aussendenden Office korrelieren lässt und damit auch weitere Schlüsse über den Anwender ermöglicht.
Google Apps hat derartige Probleme nicht: Die “Office-Suite” befindet sich ohnehin schon online - nauchhause telefonieren ist also gänzlich überflüssig. Ein Durchsuchen der eigenen Server reicht bereits aus (und damit kennt Google sich ja recht gut aus), um wertvolle Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten der User zu machen zu können.
Das erste eigene Auto ist wie die erste Liebe: Man wird sie nie vergessen. Ich kenne zumindest niemanden, der nicht wie aus der Pistole geschossen dessen Hersteller, Modell, PS und das Baujahr (gut, Frauen erinnern sich zumindest an die Farbe) nennen könnte.
Mein erstes und bisher einziges Auto war ein 94er Seat Ibiza mit gewaltigen 45PS (sic!), ohne Schnickschnack wie Servolenkung, Alufelgen, Spoiler, Zigarettenanzünder oder gar elektrischen Fensterhebern. Dafür war die Kiste robuster als ein Zementmischer, mit Werkstattkosten zwischen Null und dem gesammelten Flaschenpfand nach einem durchschnittlichen Wochenende.
Mit 18 Jahren ist einem nichts peinlich. Das einzige Goodie, das ich mir gönnte, war eine wirklich brachiale Anlage mit 10-Fach CD-Wechsler (diese silbernen, runden Scheiben) , 800 Watt Magnat-Verstärker und einem Soundstream-Subwoofer mit 30cm Membran (ja, wir brauchen Bass). Wenn der Bass lospolterte, mußte man wirklich Angst um die Radmuttern haben. Das beste war der Aufkleber auf der Heckklappe: “Proud to be loud”, darunter ein Totenschädel mit Schallschutzkopfhörern. Ja ja, schon gut, mit 18/19 Jahren ist einem eben nichts peinlich und das war noch in den 90ern. (Die gesamte Anlage wurde ein Jahr später geklaut, während das Endspiel der WM98 in Frankreich lief. Vom Versicherungsgeld gabs dann keine neue Anlage, sondern ein Top-Fahrrad, das widerrum ein Jahr später geklaut wurde. Genau wie sein Nachfolger.)
Ende der 90er wurde das Auto sogar zu meinem Lebensunterhalt: Ich betrieb auf dem Schulhof einen schwungvollen Handel aus dem Kofferraum heraus mit allem möglichen Zeugs, von dem ich glaube, das es im elterlichen Haushalt von niemand vermissen würde: Klamotten, Werkzeug, alles was nicht niet- und nagelfest war. Unter anderem mal einen Fernseher, den mein Vater vorübergehend im Keller zwischenlagern wollte. Selber schuld. (Brachte immerhin 30 oder 40 Mark…)
Ich weiß bis heute nicht, woher die Flecken auf der Rückbank kamen!Was haben wir nicht alles miteinander erlebt. 2000km Touren an den Atlantik waren kein Problem, genauso wenig wie der TÜV - obwohl mir Freunde und Bekannte regelmäßig die Straßentauglichkeit abgesprochen haben. Die alte Klapperkiste lief wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, 10 wunderschöne Jahre (meine ganze verdammte Jugend!) hatten wir beide miteinander verbracht.
Bis dem legendären, heißgeliebten und altehrwürdigen Streitroß durch zwei hinterhältige Rammstöße im Abstand von nur wenigen Wochen der Todesstoß versetzt wurde. Die Geschichte erzähl’ ich dann aber ein andermal.