Monatsarchiv für den Oktober 2006

The Band formerly known as…

The Band formerly known as…

11. Oktober 2006, 23:37 Uhr Heavy Rotation Halla

So, das wars mit “Rotari Klub“, einer jungen, aufstrebenden Frankfurter (Pop-)Band. Aus und vorbei ist die Zeit des Klubs. Wenn ich richtig informiert bin, hat es mit dem langersehnten Plattenvertrag endlich geklappt, wobei leider der Bandname dran glauben mußte - zu groß war die Ähnlichkeit mit dem “Rotary Club“.

Der neue Name lautet -Trommelwirbel- “Wagner Love”. Klingt komisch, ist aber so. Zitat eine Bandmitglieds dazu:

“Mir gefällt der Name, weil man sich ersteinmal überhaupt nichts vorstellen kann und dann ganz langsam irgendwelche absurden Assoziationen kommen”

Assoziationen? Hmm.. Wagner Pizza, eine Band mit Wagner-Opern-mäßigen gelockten Perücken, die Army of Lovers oder ein Opern Opa-Fanclub, der Besitzer des Schreibwaren-Geschäfts in dem ich früher meine Schulhefte gekauft habe, hieß Wagner. Intressant auch die Ergebnisse des Assoziationsblasters zum Thema Wagner. Egal, die Musik ist dieselbe geblieben und das ist schließlich das Wesentliche.

Fürs erste gibts zum Übergang eine MySpace-Seite (hey, es haben schon ganz andere Bands mit MySpace angefangen): MySpace.com/thisiswagnerlove, die Weiterleitung von der alten Domain Rotari-Klub.de habe ich gerade eben scharf geschaltet, womit die Namensänderung endgültig offiziell sein dürfte. Von meiner Seite aus (haha, wie doppeldeutig auf meiner eigenen Website so eine Formulierung zu benutzen) weiterhin viel Erfolg und Rock’n'Roll und so. Ich hoffe, wir basteln euch auch noch die neue Seite (die alte stammte aus meiner Feder Tastatur) und das übernehmen nicht irgendwelche seelenlosen Vögel einer Plattenfirma.

Banana-Spam

Banana-Spam

11. Oktober 2006, 22:50 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

Der kreative Output einer Vorlesung Mathe/Statistik vor 2 Tagen. Ich hatte die Banane nach der Vorlesung mit ins Auto genommen, um sie zuhause fotografieren zu können. Bedauerlicherweise ging sie daraufhin im Auto verloren, wo ich sie heute abend erst durch Zufall zwischen ein paar alten Sneakern und einer Flasche Frostschutzmittel widerfand, daher die unschönen braunen Verfärbungen und Druckstellen.

Wer’s nicht lesen kann: Es heißt “Enlarge your…”

Eingefuehrt

Eingefuehrt

10. Oktober 2006, 00:59 Uhr Lernerei Halla

Initiationsrituale können bisweilen hart und gemein sein. Eine Tatsache, mit der man als Student unter Umständen sehr früh Bekanntschaft macht (Nein, keine Angst, ich bin keiner Burschenschaft beigetreten…).

Letzte Woche begann für geschätzte 150 Erstsemester im Fachbereich Media (meine FB) der Hochschule Darmstadt der studentische Alltag mit einer Prüfung. 150 Leute, die sich erst seit einem Tag kannten, saßen vor einem äußerst schlecht gelaunten Professor, der ihnen erklärte, man werde in der nun folgenden Prüfung ihre Fähigkeiten und Eignung zum Studium abklopfen. Für diejenigen die nicht bestehen sollten, werde es spezielle Vorlesungen an ansonsten freien Tagen geben. Falls es dann noch immer Studenten mit Defiziten gäbe, bestehe die Möglichkeit der Exmatrikulation, schließlich ist der Fachbereich Media sehr klein und könne es sich nicht leisten, schlechte Performer durchs Studium zu schleppen. Of course, the presentation was done in Englisch, because we’re an english study course.

Schreckensbleiche Gesichter überall, Totenstille im Raum.

Anschließend erfolgte die Einteilung der Erstsemester in 5er-Gruppen, die danach in sog. Prüfungsvorbereitungsräume gebracht wurden wo es ein Briefing in die Aufgabe gab: Die Analyse des Logos der Hochschule, einschließlich einem Re-Design. Wiederrum vorgestellt von einem missmutig dreinblickenden Professor in Englisch. Die Ergebnisse sollten vor Prüfungskomitee und Videokamera präsentiert werden. Zeit zur Vorbereitung: 20 Minuten. “And, Ladies and Gentleman, I want to hear everybody of you talking and presenting. This is part of your Studies”.

Wer die Hoffnung hatte, sich in der 5er Gruppe klein zu machen und gewissermaßen untertauchen zu können, dessen Hoffnungen wurden damit zerstört. Unbekannte Leute, unbekanntes Umfeld, eine Aufgabe von der man keine Ahnung hatte, die Aussicht auf Exmatrikulation oder zumindest Zusatzstunden, eine unerwartete Präsentation auf Englisch vor Kamera und Publikum und das alles noch vor dem Mittagessen - das ist schon ein ziemliches Pfund. Dementsprechend glichen die Mienen der Prüfunglinge beim Betreten der Prüfungsräume auch mehr Lämmern, die zum Schlachten geführt werde als fröhlichen Erstsemestern in der Blüte ihres Lebens.

Von der ganzen Veranstaltung gibts im Blog meines Studikollegen Phillip übrigens auch ein paar Videos zu bewundern…

Wir, die höheren Fachsemester, lungerten kaffeetrinkend in den Gängen rum, als eine Gruppe nach der anderen mit Leichenbittermiene aus den Prüfungen kam. Wäre ich nicht ein solcher Misantroph hätten sie mir beinahe leid getan.

Nach dem ganzen Stress gabs eine von uns organisierte Stadtrallye mit anschließender Party. Und was durften unsere geschundenen Erstsemester dort bewundern? Wände, die mit ihren zuvor geschriebenen Tests tapeziert waren und eine Leinwand auf denen die Aufnahmen der Präsentation liefen.

Sorry, liebe Erstsemester: Verarscht. Oder auch: OWN3D! :-D

Da nicht auszuschließen ist, daß kommende Generationen von Studieneinsteigern Google bedienen können (und damit der Überraschungseffekt flöten geht), wird sich dieser Beitrag in 7 Tagen selbst zerstören und das digitale Nirvana segnen.

Fast Food Overkill

Fast Food Overkill

9. Oktober 2006, 20:43 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

Mittags ein BigMäc Maxi-Sparmenue, 6er Chicken McNuggets sowie einen Chickenburger, abends Döner mit extra Fleisch und Gemüse, dazu jeweils ein Liter Coke.

Von der Tatsache, daß mir McDonalds nicht annähernd so gut schmeckt wie die anbetungswürdige Konkurrenz von Burger King (ja, auch die Fritten sind bei BK besser!), sollte ich meine Ernährungsgewohnheiten allmählich hinterfragen.

Eskorte

Eskorte

8. Oktober 2006, 20:36 Uhr Schafferei Halla

Ohne Internet kein Sex (oder nein, halt, umgekehrt). Diese Weisheit bewahrheitet sich nicht erst seit “One Night in Paris” sondern bereits seit den Anfängen des Netzes. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch ich als Netizen damit in Berührung komme. Nicht als Konsument (natürlich!), sondern als “Macher” sozusagen.

Eine (seriöse!) Agentur, mit der ich schon ein paar Mal zusammen arbeitete, bat mich um eine Aufwandsschätzung für eine Kleinigkeit. Es ging um den Einbau des Lightbox-Scripts in eine bestehende Website. Nicht weiter erwähenswert, wäre der Kunde nicht ein “Eskortservice” und das Lightbox-Script für die adäquate Präsentation der Girls Angestellten bestimmt. Eskortservice ist in diesem Fall übrigens nicht mißzuverstehen - die Mädels werden im einschlägigen Schemata beschrieben (”Mandy, süße 22 Jahre, AV,GV,ZK möglich”, etc.), es ist also klar, wie der Hase läuft.

Aber was solls - Geld stinkt bekanntlich nicht, und man(n) ist schließlich Profi. Daher verkniff ich mir auch die Frage, ob ich mich in Naturalien bezahlen lassen kann.

Es war einmal…

Es war einmal…

8. Oktober 2006, 17:25 Uhr Celluloid Halla

Derber multimedialer Oldskool:

Wer kennt noch die Trickfilm-Reihe “Es war einmal…“? Ja, richtig - das waren die pädagogisch wertvollen Zeichentrick-Serien aus der Zeit, als es weder RTL noch Pro7 gab und Serien wie “Ein Colt für alle Fälle” oder das “A-Team” noch auf ARD/ZDF im Vorabend-Programm liefen. Es gab verschiedene Reihen wie “Es war einmal… Amerika” oder “Es war einmal… der Weltraum”. Ein Charakter mit einem riesigen weißen Rauschebart gab dabei historische oder wissenschaftliche Fakten von sich und eine Reihe von weiteren Charaktären bildete darum sowas wie eine Story. Typisch war dabei z.B. eine Jahreszahlanzeige an der Stelle, an der sich heutzutage die Senderlogos befinden. Eine der besten Reihen war zweifelsohne “Es war einmal… das Leben” bei der in jeder Folge andere biologische Themengebiete unterhaltsam vorgestellt wurden, z.B. die Augen, die Nerven, das Gehirn, die Muskeln, die Atmung etc.

Wer noch weiß, wie Twix früher hieß, weiß ganz sicher wovon ich spreche. Bei Amazon habe ich gerade eine “Collectors Edition” entdeckt, die alle Folgen der Staffel enthält. Ein Stück Kindheit für den DVD-Player. Juhu, her damit!

Ebenfalls eine Sache, die sich jeder von früher her kennt: “Die drei Fragezeichen”. Justus Jonas (zweifelsohne ein noch größerer Klugscheißer als ich) und die drei Detektive, die an jeder Straßenecke auf die wildesten Rätsel stoßen. Eine unveränderliche Größe meiner Kindheit. Zumindest bis jetzt.

Den ab sofort heißen “Die drei Fragezeichen” nicht mehr “Die drei Fragezeichen” sondern nur noch ganz hipp “Die Dr3i”. Und weil das noch nicht blöd genug klingt, benennt man auch noch Justus Jonas um. In -Achtung, aufgepaßt!- Indiana Pluto Jupiter Jones! Jupiter Jones… wie dämlich klingt das bitte? Hach, früher war eben alles besser

Hallo Welt

Hallo Welt

8. Oktober 2006, 02:57 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

Ja, ich lebe noch, keine Angst, ihr wißt doch: Unkraut vergeht nicht. Man muss sich schon Gedanken machen, wenn ein Ausbleiben der täglichen Postings ernsthaft besorgte E-Mails und Nachfragen zur Folge haben - erst recht, wenn sich der letzte Eintrag meinerseits auch noch mit einem XXL-Döner und Gammelfleisch befasst hat.

Meine ungeplante Blog-Auszeit hatte verschiedene Gründe: Zum einen war die letzte Woche der Semesterferien von Langeweile geprägt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, daß absolut nichts passiert, dass es wert gewesen wäre, darüber zu schreiben. Dieses Gefühl verflüchtigte sich in der letzten Woche schnell wieder, was allerdings einen gegenteiligen Effekt nach sich zog: Irgendwie fand ich nicht mehr die Zeit zum Bloggen. Die Semesterferien und das Sommerloch sind vorbei, die Uni fängt wieder an, ich habe einige intressante Jobs am Wickel, es gibt sowas wie eine neue Frau an meiner Seite und das Rad der Politik dreht sich wieder - also eigentlich mehr als genug Stoff für Reality on the Rocks. Wer aber selbst (im Internet) schreibt, kann mir sicher bestätigen, dass man nach einiger Zeit beginnt, immer unterschwellig “in Blog-Einträgen zu denken” - schaltet man eine Zeitlang ab, gewinnt man davon wieder etwas Abstand, verliert aber gleichzeitig o.g. Fähigkeit.

Ich habe keine Ahnung, ob mir noch ein paar Leser geblieben sind (es gibt schließlich nichts was unintressanter ist, als ein “altes” Blog), aber hiermit beende ich offiziell meine Auszeit. Davon abgesehen gibts ja auch noch meinen Co-Autor Jan aka Goofystylz, der in meiner Abstinenz die Flagge hoch hielt.

Face Rebirthing

Face Rebirthing

5. Oktober 2006, 15:08 Uhr Erzähls der Parkuhr Goofystylz

Letztens bin ich im alltäglichen Tran über die Landstrasse gedonnert und hatte vor mir einen dieser fahrenden Reifenkeile, nen Ford Fiesta im zweiten Gang. Nachdem ich mit obzönen Ausdrücken und Gesten meinen Unmut über diese Schnarchtante Luft gemacht hatte, fiel mir der Aufkleber auf der Heckscheibe auf:

Haar- und Nagelstudio Brigitte Müller (Name von der Redaktion geändert), Permantent Make-Up, Pediküre, Maniküre, Face Rebirthing…
Wat? Face Rebirthing? Da mußte ich dann doch laut lachen. Die Brigitte hat’s nicht so mit Englisch, dachte ich bei mir…

Aber den Mist gibts tatsächlich!

Nach kurzem googeln entpuppt sich der nahe Verwandte der deutschen “Gesichtsnachgeburt” als echter Kassenschlager bei den Beautysalons.
Mit esoterischem gequatsche wird der “Instant-Anti-Aging” Effekt einer stinknormalen Gesichtsmassage gehyped.

Naja, wenn’s schee macht.

;-)