Mixtapes sind im HipHop essentiell um neuen Rap-Talenten eine Plattform zu bieten und sich zu präsentieren. Es ist gleichzeitig die Bühne der DJs, die hier Ihre unternehmerischen Muskeln spielen lassen. In USA, speziell in New York, ist die Mixtape-Szene im Vergleich zu Deutschland riesig und nimmt Formen eines eigenständigen Industriezweigs an. Keine Ecke, an denen man nicht ein Tape angeboten bekommt.
Manchmal gibts auch welche für umme, das freut dann auch den Jan.
Jeder Rapper, der etwas auf sich hält, war schon einmal auf einem Mixtape - so steigen und fallen die Preise diverser Mixtapes mit dem Bekanntheitsgrad der gefeatureten Künstler, beinahe vergleichbar mit einer Börse.
Dabei darf man allerdings nicht vergessen, daß die meisten Mixtapes die auf der Straße oder in einschlägigen Läden verkauft werden, in den Augen der Music-Majors “illegal” sind, da sie auf jegliche Copyrights pfeiffen. So werden seit neuestem unter den faschistoiden Methoden der RIAA Leute verklagt und verknackt, die eigentlich der Motor für eine lebendige Rap-Musik sind.
Mixtape Inc., the Movie, wirft einen Blick hinter die Kulissen und umreisst den Battle zwischen der einen und der anderen Musikindustrie.
Die Frage, ob ich meinen Lamacun zum halben Preis bekomme, wenn das Fleisch “etwas näher am Mindesthaltbarkeitsdatum” liegt oder aus München kommt, kam nicht wirklich gut an. Zumindest war ich froh, daß mein schnauzbärtiger, türkischer Freund nur einen elektrischen Dönerfleischrasierer in der Hand hielt und kein meterlanges Old-School-Dönerschwert.
Das Upgrade auf “Doppelt Fleisch” plus “Doppelt Gemüse” verbunden mit 5,30 Euro für den größten, von mir je vertilgten Lamacun hat ihn aber wieder besänftigt. Schwein Lamm gehabt.
Als ich vor über einem Jahr mit Reality on the Rocks gestartet bin, stand dahinter eine einfache Motivation: Ich war neugierig auf Wordpress und wollte damit experimentieren. Im Laufe der Zeit kam auch noch die Lust an der Schreiberei dazu und auch das Verständnis für Wordpress wuchs.
So langsam scheint sich das bezahlt zu machen: Heute kam schon wieder ein Auftrag rein, der mit Wordpress als “Lightweight” CMS umgesetzt werden soll, mittlerweile der dritte in Folge. Wordpress bietet dabei aus Sicht des Kunden eine Reihe von Vorteilen gegenüber einer Eigenentwicklung:
es fallen keine Lizenzgebühren an
der Code ist robust und verhältnismäßig sicher
regelmäßige Updates und Patches werden geliefert, das hält die Folgekosten klein
der Kunde kann fast alles selbst administrieren
Ganz wichtig: durch die hohe Verbreitung des Systems findet sich immer jemand, der sich damit auskennt. Er ist also nicht an mich als “Webmaster” gebunden, sondern kann bei Bedarf wechseln.
die Umsetzung eines Projekts benötigt im Vergleich mit einer Eigenentwicklung nur einen Bruchteil der Zeit
freie Plugins (bspw. für den Spamschutz oder für Bildergallerien) sind bei Bedarf in Hülle und Fülle kostenlos verfügbar
die Suchmaschienenoptimierung ist ungeschlagen (ein echtes Killerargument)
Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen, das sind nur Punkte, die mir adHoc aus Kundensicht einfallen…..
Mit Grup Tekan war das so eine Sache. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands haben die Jungs sich ja nicht den Arsch auf einsamen Bühnen abgespielt, bevor sie ihren Durchbruch hatten. Ganz im Gegensatz zu der Coverband aus dem folgenden Video….
Etwas schief ist der Gesang schon noch, aber wer mit einer solchen Inbrunst vor leeren Bühnen performt, der hat früher oder später seinen Durchbruch - Das wird schon noch, Freunde der Sonne! (youTube Direktlink für die Feedleser)
Ein Samstag im August, in einer beliebigen Großstadt. Es ist früher Abend gegen acht Uhr, die Temperatur liegt bei angenehmen 25°: “Summer in the City” sozusagen, die schönste Zeit des Jahres. Ein Blick in den stahlblauen Himmel verrät mir, daß die Sonne noch ein paar Stunden scheinen wird.
Ich sitze friedlich in einer großen Grünanlage auf einer Bank und warte auf einen Kumpel von mir. Auf dem Weg joggen ein paar unverbesserliche Sportler vorbei, Rentner führen ihre Hunde aus, auf der Bank neben mir küßt sich ein offensichtlich frisch verliebtes Pärchen, etwas weiter entfernt spielen ein paar Jungs Frisbee - einer der beiden ist ziemlich gut, selbst die Würfe mit der Vorhand fliegen seinem Partner praktisch direkt in die Fang-Hand.
Ich warte derweil auf einen Kumpel von mir. Wir wollten uns im Park treffen, um danach auf eine Outdoor-Party um die Ecke weiterzuziehen.
Als er kommt, trägt er ein Six-Pack unter dem Arm. Wir begrüßen uns und gleich darauf drückt er mir ein Bier in die Hand. Wir haben uns lange nicht mehr gesehen, kein Wunder, seit wir alle Schule und Studium entwachsen sind bleibt neben dem Job nicht mehr soviel Zeit zum Abhängen wie früher. Spielt aber gerade im Moment keine Rolle, den schließlich ist die Situation fast perfekt: ein lauer Sommerabend, die Luft riecht nach Gras (das aus dem Boden kommt) und jeder genießt friedlich den Samstag abend auf seine Weise, egal ob mit Joggen, Frisbeespielen, Gassi gehen oder wildem Rumknutschen.
Bis es sich lohnt weiterzuziehen, ist es noch eine Weile hin, und wir beschließen, uns unter einen Baum in den Schatten zu knallen, ein paar Bierchen zu trinken, über alte Zeiten zu quatschen und dem Treiben im Park zuzusehen. Gesagt getan: Ein Baum ist schnell gefunden, das Bier offen und wir relaxen und unterhalten uns.
Plötzlich durschneidet eine laute, blecherne Stimme die abendliche Idylle im Park:
“Hier spricht die Polizei von Frankfurt am Main. Das Betreten der Wiese sowie der Konsum von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit ist nicht gestattet. Räumen Sie sofort das Gebiet und stellen Sie den Konsum ein. Sollten Sie leere Flaschen zurücklassen, wird eine angeforderte Streife ihre Personalien aufnehmen und an die Stadt weiterleiten.”
Wir schauen uns ungläubig an, eine Streife ist nirgendwo zu sehen. Sind wir gemeint? Oder erlauben sich irgendwelche Kiddies, die zum Geburtstag ein Megaphon geschenkt bekommen haben, einen Spaß mit uns? Wir ignorieren die Stimme.
“Dies ist eine letzte Aufforderung, das Gelände zu räumen. Sie beide unter dem Baum sind gemeint.”
In welchen Film sind wir jetzt geraten? “Was? Wer? Wir oder was? Wo seid ihr denn überhaupt?”, brüllt mein Kumpel ziellos in den Park.
“Hier spricht die Videoüberwachungsstaffel der Polizei Frankfurt. Dieser Park wird videoüberwacht. Bitte räumen Sie den Platz”.
Neben der Laterne am Weg vor uns sehe ich sie: die Überwachungskamera. Direkt darunter angebracht: Lautsprecher. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Wild fluchend räumen wir zusammen und ein Rentner, dessen Hund gerade an den Wegrand scheißt, sieht uns an, als wären wir die letzten asozialen Penner. “Gottseidank hat es die Polizei gerade noch mal geschafft, eine Straftat zu verhindern. Diese präventiven Massnahmen in den letzten Jahren - Toll!”, denkt er sich. Aber ihr wißt ja, wie das ist: Wer frei ist von Sünde, der werfe den ersten Stein, oder so ähnlich.
Das wild knutschende Pärchen auf der Bank direkt daneben entwirrt sich ebenfalls schleunigst, ich sehe noch wie ihre Hand aus seiner Hose verschwindet, bzw. sich seine Hand unter ihrem Pulli wieder zum Verschein kommt. Eine schöne Live-Show für die Beamten an den Kameras, die zweifelsfrei auch noch über eine Zoomfunktion verfügen. Die beiden verschwinden schnell von der Bank und verdrücken sich irgendwo anders hin, wo sie von keiner Kamera gestört werden - genau wie die Dealer früher, die sind auch einfach einen Park weitergezogen, in einem Park ohne Kameras. Gedealt wird aber noch immer. Genauso wie das Pärchen auch später noch weiterknutschen und sich befummeln wird.
Was meinen Kumpel und mich anging: Wir waren eben etwas früher bei der Party. Und unterhielten uns über die Zeit, als es noch keinen Überwachungsstaat gab. Eine Vorteil hat die Sache ja: Auf die Art wird wirklich auch dem letzten Träumer klar, daß die Kameras nicht zum Spaß rumhängen, sondern zur Überwachung dienen, selbst wenn man “gar nichts zu verbergen hat”. Aber diese Erkenntnis kommt wohl zu spät.
Die Geschichte ist natürlich rein fiktiv und auch die Stadt Frankfurt setzt ein solches System (noch) nicht ein. Ernsthaft erprobt wird es derzeit allerdings im britischen Middlesbrough, bei einem Erfolg ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Blitzbirne auf die Idee kommt, daß das doch auch eine schöne Sache für uns hier in Deutschand wäre. (englischer Orginalbericht in der Daily Mail, gefunden bei gulli.com und Telepolis)
Glückwunsch, mal wieder bestraft die Industrie Ihre Kunden, statt das Problem an der Wurzel zu bekämpfen. Oder will Aplle kein Geld von Fernost?
Ich war sehr gespannt auf diese Dienstleistung. Schade, daß sie jetzt einen fahlen Beigeschmack bekommen hat.
Ich trete jetzt glaube ich auch der Piratenpartei bei.
Eine Software, die dem technophilen Nerd in mir das Messer in der Hose aufklappen läßt und den Speichel zum unkontrollierten Laufen bringt: Sailing Clicker.
Sailing Clicker wird auf PC und Handy und/oder Handheld instaliert, von wo aus sich dann Applikationen auf dem PC, konkret PowerPoint, der MediaPlayer und iTunes, steuern lassen. Unterstützt werden Bluetooth, W-Lan und Infrarot. Endlich iTunes vom Handy aus steuern, dank Bluetooth auch durch Wände hindurch oder über größere Entfernungen.
Besonders cooles Gimmick: Sailing Clicker stoppt Filme oder Musik bei einem eingehenden Anruf automatisch. Bleibt nur zu hoffen, daß die Verbindung verschlüsselt oder sonstwie geschützt funktioniert - sonst browst sich am Ende auch mein Nachbar durch meine Musik.
Dumm nur: Nicht alle Handys werden unterstützt, das gilt leider auch für mein altes Samsung. Verdammt!
[DRM - Digital Rights Management] rettet das Geschäftsmodell der Industrie, welche kommerzielle Inhalte produziert. Aber DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein – und die Maschine gibt Ihnen nur Zugriff, wenn Sie den richtigen Schlüssel haben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass wir in zehn Jahren überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben, weil sich die Software ändert. Die Bücher aus dem 16. Jahrhundert hingegen können wir heute noch lesen, wir müssen sie nur aufschlagen.
Guter Punkt, den er da anspricht: Digitale Technologien unterliegen extrem kurzen Innovationszyklen. Lawrence Lessig, Verfassungsrechtes und Begründer der Creative Commons Initiative im Interview. (via Netzpolitik.org).
Nur weil die Stirn immer höher wird, hab ich nicht gleich das Gefühl, dass die Friedhofsgärtner hinter mir herlaufen. Im Gegenteil.
Ich bin ein sehr geselliger Typ, aber nicht immer zwingend mit anderen Leuten.
Wenn die Katze ein Pferd wäre, würde sie den Baum hochreiten.
Frauen sind wie Zahnbürsten, nützlich, wichtig, und so weiter, aber man sollte ein und dieselbe nicht zu lange benutzen äääähhh…. haben!!
Na? Woher kommen die Zitate? Nicht allzuschwer zu erraten, vermute ich. Stromberg ist Kult, keine Frage. Und jeder Kult gerät früher oder später in den einen oder andere Mash-Up, wie es auf neu-Deutsch so schön heißt. Der nachfolgende ist besonders gut geworden…
Eine der nervigsten Tätigkeiten im Web-Business ist sicherlich das Aktualisieren von Inhalten auf Websites. Als ich vor meiner Studizeit noch Fulltime in einem großen, altehrwürdigen Handelsunternehmen gearbeitet habe, haben meine Kollegen und ich gleich 5 verschiedene Sites betreut: Ein Intranet, 3 Firmenwebsites (unsere eigene plus diejenigen der Konzerntöchter) sowie eine große E-Commerce Plattform. Und obwohl wir ein wahres Schlachtschiff als Content Management System (Vignette, auch verwendet von SpOn) verwendeten und prinzipiell jeder der 1000 Mitarbeiter auf den Websites (geprüfte) Inhalte hätte publizieren können, sah der unternehmensinterne Workflow im schlimmsten Fall wie folgt aus:
Mitarbeiter erhält von einem Lieferanten per E-Mail eine Information, die dieser gern auf einer unserer Sites veröffentlicht sehen würde.
Der Mitarbeiter druckt die Mail aus, klebt ein Post-It dran und krakelt ein “Bitte ins Internet stellen” drauf (im Ernst!).
Der Ausdruck samt Post-It wird ohne einen bestimmten Empfänger an “Abteilung IT” (bestehend aus 60 Kollegen) geschickt und anschließend vergessen.
Das Blatt samt der daran klebenden, nonchalant formulierten Bitte schlug dann früher oder später bei meinen Kollegen oder mir auf - was die immer gleichen Fragen aufward:
Welcher Produktbereich ist von der Information betroffen?
Auf welcher der fünf Websites soll der Zettel veröffentlicht werden? Und in welchem Bereich der Websites?
Warum um Himmels willen macht der Mitarbeiter das nicht selbst?
Und ebenso oft: WER ist eigentlich der Mitarbeiter, von dem die Bitte stammt?
Für gewöhnlich brachten wir derartige Kollegen dann per Rückruf zunächst auf die Idee, uns die Texte per E-Mail weiterzuleiten. Copy&Paste ist schließlich einfacher, schneller und weniger anfällig für Fehler als von einem Ausdruck abzutippen. Eine derartige geistige Transferleistung haben sogar Vertriebs- oder Marketingmitarbeiter zustande gebracht. Anschließend gabs eine kleine Schulung für das CMS und die nächsten Infos konnten dann von den Betreffenden selbst im Internet veröffentlicht werden. Nur wer es dann nochmals fertig brachte, dieselbe Nummer ein zweites Mal abzuziehen, konnte sich auf entsprechenden Gegenwind gefasst machen (um es mit Strombergs Worten zu sagen: “Büro ist Krieg”).
Eine Person aber drückt mir seit Jahren(!) kopierte oder handschriftlich verfasste Zettel in die Hand, die ich entziffern und abtippen muss. Schaffe ich das nicht in einem adäquaten Zeitrahmen, bekomme ich auch gern noch einen Einlauf hinterher verpasst, gegen den ich nicht mal was tun kann. Was will man auch schon groß sagen, wenn diejenige ihre Website aktualisiert haben will, und sich jeder Bitte, mir die Texte in irgendeiner elektronischen Form zukommen zu lassen, standhaft mit der Aussage “Hab’ Dich nicht so, Du fauler Hund - das ist doch schnell getippt!” verweigert?
Mit Kollegen oder Kunden werde ich fertig. Bei der eigenen Mutter aber bin ich völlig macht- und chancenlos.