Hilti, Pt. 1
8. August 2006, 03:45 Uhr Derber Shit, Alter! Halla
Seit ich vor zwei Monaten in meine neue Wohnung eingezogen bin, führe ich einen Kampf gegen Decken und Wände, deren Beton über denselben gefühlten Härtegrad wie Hitlers Führerbunker verfügt. Ein Anruf beim Vermieter heute mittag hat mich bestätigt: Bei allen tragenden Wänden und den Decken wurde massiver Stahlbeton verarbeitet (das erklärt auch den schlechten Empfang von fremden WLANs…).
Ein Opfer hat der Fight Halla vs. Stahlbeton bereits gefordert: Auf meinem Oberarm befindet sich eine Daumennagelgroße Brandwunde, entstanden durch die Berührung mit einem Bohrer, der nach 2 Minuten Bohren bei 2500 Umdrehungen/Minute und eingeschaltetem Schlagwerk tiefrot geglüht hat. Unterbrochen wurde ich damals übrigens durch diese Spezialistinnen. Gebracht hat das freilich trotzdem nichts - das entstandene Loch ist nur wenige Zentimeter tief und hat dabei bereits zwei Bohrer gefressen. Wohlgemerkt, ich habe das alles nicht mit einem Warmduscher-Akkuschrauber versucht, sondern mit einem 800 Watt starken Metabo-Schlagbohrer.
Aber ab sofort ist Schluß mit den Fisimatenten: Ich habe massivst aufgerüstet und mir eine schwere Hilti besorgt, einen elektropneumatischen Bohrhammer (Hi , Grant). Allein das Wort “elektropneumatischer Bohrhammer” muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: 900 Watt Leistung, 3000 Umdrehungen/Minute, ein pneumatisches Schlagwerk, SDS-Max-Bohrfutter, Sicherheitskupplung, gekapseltes Getriebe, automatische Schnellabschaltung wenn der Bohrer auf Kabelschächte oder Armierungseisen trifft, über 5 Kilo Kampfgewicht. Diese Höllenmaschine wird den Wolframcarbid-“Widia” Bohrer zweifelsohne genauso brachial durch den Stahlbeton schieben wie eine Saturn5-Rakete Apollo 11 quer durch die Atmosphäre auf dem Mond geschossen hat.
Morgen ist der große Showdown zwischen Halla vs. Stahlbeton. Wäre ich meine Nachbarn der Stahlbeton würde ich mich schon jetzt (Achtung, ganz schlechtes Wortspiel folgt!) verbröseln. Denn wird ein echter Gewinnertyp die Drecksarbeit übernehmen: Die Hilti und ihr elektropneumatisches Schlagwerk. Hach, isch freu misch drauf!






Na, da kann man ja nur viel Erfolg wünschen, war ja auch bestimmt nicht günstig das Teil.
P.S.: Ich fand das Wortspiel super