Fooma gestartet

Fooma gestartet

3. August 2006, 16:44 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Gestern mittag, pünktlich mit nur einer Stunde Verspätung, war es endlich soweit: FOOMA ist offiziell gestartet. (Einer der Gründe, weswegen hier die letzten Tage relative Funkstille herrschte…)

FOOMA steht für Football Online Manager und ist -ähnlich wie Comunio.de- ein browserbasierendes Online-Spiel, bei dem es darum geht, die Geschicke eines Bundesliga-Teams zu übernehmen und gegen andere Mitspieler zu bestehen. Das besondere dabei: Vereins- Spielernamen, Fotos usw. entspricht der realen Bundesliga, das heißt, man kann den “echten” Odonkor kaufen und muss sich nicht auf einen “Udunkur” oder sowas beschränken. Auch die Ergebnisse stützen sich auf die reale Bundesliga: Die Noten der Zeitschrift Kicker werden in das Spiel eingeflochten, sodaß sich die Geschehnisse im realen Fussball direkt auf das Spiel auswirken. Also das perfekte Spiel für all die kleinen Bundestrainer im Lande.

Vor einigen Monaten haben wir dazu eine kleine Vorab-Seite ins Netz gestellt, gestern dann ging endlich das fertige Spiel für alle Fans an den Start.

Klingt alles nach Schleichwerbung im Blog? Falsch, das ist keine Schleichwerbung, das ist direkte Werbung für FOOMA! Ich selbst habe seit Anfang des Jahres aktiv an dem Projekt als Coder/Programmierer mitgearbeitet und daher ein großes Intresse am guten Gelingen und am Erfolg der Sache. Außerdem sind die drei Macher Freunde von mir und versuchen sich damit eine Existenz aufzubauen. Bisher läßt es sich ausgesprochen gut an: Seit gestern mittag die Registrierung für alle geöffnet wurde, haben die Userzahlen alle Erwartungen und Kalkulationen übertroffen und entsprechen eher der Anzahl an getrunkenen Sektgläsern, als der Zahlen in den Excel-Sheets. Hoffen wir, daß das so bleibt.

Die Idee zu einem solchen Spiel kam den Drei fussballbegeisterten Vieren im Juli 2005 beim (wie sollte es anders sein?) Grillen während des Confed-Cups: Allesamt waren bereits Zocker von vorhandenen, ähnlichen Managerspielen, die aber auch latent unzufrieden mit der vorhandenen Qualität waren. Und so beschloss man es einfach besser zu machen als die anderen und nahm sich viel vor. Das Problem dabei: Keiner von ihnen hatte wirklich eine entsprechende Ausbildung oder die Erfahrung um eine derart komplexe Aufgabe umzusetzen. Weder im technischen noch im kaufmännischen Bereich (Gut, einer der drei ist ein wirklich fähiger Grafiker, aber ein Grafiker allein macht genausowenig so ein Projekt wie eine Schwalbe einen Sommer macht).

Wer schon sich schon mal an derartige Projekte herangewagt hat, der weiß, wie ungeheuer Komplex sowas sein kann: Businessplan aufbauen, Kalkulationen erstellen, das Buhlen um Kredite, Juristische Fragen, Lizenzrechte, Verhandlungen mit den Lizenzgebern, Bürokratie von Vadder Staat, die hochkomplexe Technik, die nötig ist, Auswahl einer Plattform und deren Architektur, die Suche nach Programmieren und die Programmierung selbst, die Umsetzung des Spiels, das Grafik- und Gamedesign, das Payment, Aufbau und Administration der Server, die Spiel- und Sicherheitskonzeption, das Testing, das Marketing, Bekanntmachen eines solchen Spiels und und und und…

Das Internet kann in jeder Hinsicht ein technisches, juristisches und kaufmännsiches Mienenfeld sein, wenn man sich nicht entsprechend auskennt. Ich würde mal behaupten, ich weiß ungefähr welche Fallstricke dort lauern und wüßte, wie ich die eine oder andere Fallgrube zuschütten könnte. Trotzdem: Ein Projekt in dieser Größenordung hätte ich verworfen, noch bevor ich mit dem gegrillten Steak vor mir fertig gewesen wäre. Erst recht, wenn ich Copy nicht von Paste unterscheiden könnte.

Damit wir uns richtig verstehen: Es ging von Anfang an nicht darum, eine Hobbysite aufzubauen, sondern man wollte irgendwann davon leben können, sprich: Wir reden von einer Existenzgründung. Im Internet. Irre? Ja, das dachte ich auch.

Das die drei sich trotz allem an eine solche Aufgabe getraut haben, hat nicht nur mir ein müdes und mitleidiges Lächeln ins Gesicht gezaubert: Ich war überzeugt davon, daß sowas einfach unmöglich zu schaffen sein kann. Sicher - Glaube kann Berge versetzen und für ein erfahrenes, gemischtes Projektteam mit einem angeschlossenen Netzwerk aus Spezialisten wäre das alles kein Problem. Aber für die 3 Flitzpiepen? Nur mit Fussballwissen, einem Grafiker und entsprechendem Enthusiasmus ausgestattet? Never!

Anfang des Jahres mußte ich meine Meinung von damals revidieren: Man war weiter gekommen, als ich es überhaupt für möglich gehalten hätte. Die drei Macher haben alles in die Waagschale geworfen, über ein Jahr ausschließlich an dem Projekt gearbeitet, von weit weniger als Hartz4 im angemieteten kleinen Büro gelebt (teilweise sogar geschlafen) und die persönliche und finanzielle Zukunft eng mit der des Projekts FOOMA verknüpft. Dabei haben sie es geschafft, sich geschickt ein Netz aus fähigen Spezialisten aufzubauen (hey, ich arbeite schließlich auch daran mit) und die richtigen Leute für ihre Idee zu begeistern.

“Von Fans für Fans” ist das heimliche Firmen-Motto von FOOMA. Bilder sagen mehr als tausend Worte, und das es sich hierbei nicht nur um einen Marketing-Spruch handelt sondern man wirklich ebenso Fussballverrückt ist wie die Fans und Mitspieler, die man zu gewinnen versucht, zeigt eindrucksvoll folgender Schnappschuß, den der “Teamfotograph” Jan beim Elfmeterschießen während der WM06 gegen Argentinien von zweien der Mitarbeiter nach einem gehaltenen Elfer schoß…


Wenn man soviel Mut zum Risiko zeigt, so verbissen und enthusiastisch an einer Sache arbeitet, hinter ihr steht und so sehr daran glaubt, daß man sogar die eigene Zukunft und wirtschaftliche Existenz davon abhängig macht, dann muss man den Machern Benni, Matze und Dirk einfach den gebührenden Respekt zollen und ihnen alles Gute für Ihre Existenzgründung wünschen. Ich hoffe, wir werden noch eine ganze Weile lang zusammenarbeiten, Spaß machen tut es nämlich wirklich! Und jetzt: Schnell für das Spiel anmelden :-)


9 Kommentare für “Fooma gestartet”

  1. 1 Raffzar schrieb am 3. August 2006 um 21:54 Uhr:

    Vielleicht solltest Du Werbetexter werden, Halla. Aber Spass beiseite, habe mir das Ding mal angesehen und mich angemeldet und bin von den Socken! Dir und den anderen Jungs viel Glück!!

  2. 2 miri schrieb am 3. August 2006 um 22:34 Uhr:

    drück euch auch ganz fest die daumen! habs zwar nicht so mit fussball, aber sieht ja schon geil aus, die kiste…

  3. 3 MiBi schrieb am 4. August 2006 um 09:42 Uhr:

    Daniel, finde auch du solltest die Gabe so schreiben zu können mehr nutzen ;-)!

    Sehr verwunderlich jedoch der Kommentar von “Miri” - frage mich wer das wohl geschriben hat??? Wie kann man es nach der WM noch immer nicht so mit Fussball haben …

    Dirk, Matze, Benni und Daniel - Herzlichen Glückwunsch nochmal zum Start.
    Ihr habe Eure ganze Energie hineingesteckt und das ist bei dem Resultat wirklich nicht zu übersehen!!
    Freu mich vielleicht bald schon in einer Mini-Liga Odonkor - mit orginal Foto - in meinem Team zu haben :-)

    Bleibt am Ball Jungs - und ich drück die beiden Daumen für vollen Erfolg ganz fest!

  4. 4 eichtown schrieb am 4. August 2006 um 10:41 Uhr:

    dammit, jemand hat mir Bordon vor der Nase weggeschnappt ;-(

  5. 5 Halla schrieb am 4. August 2006 um 11:40 Uhr:

    @eichtown:
    Ja, das war ich :-D

  6. 6 eichtown schrieb am 4. August 2006 um 12:13 Uhr:

    @$%&n!!!

    und ich sag noch: verkauf Saenko an mich … grml…

  7. 7 Hessenmob schrieb am 4. August 2006 um 13:59 Uhr:

    Sehr geiler Artikel Haller,
    …Tränen in den Augen vor Rührung…*fg*

    aber hat dir irgendjemand das Recht gegeben meinen Luxusbody zu veröffentlichen???

    Grins…Naja Ausnahmegenehmigung erteilt, weil du dir soviel Mühe mit dem Blog gegeben hast!

  8. 8 Halla schrieb am 4. August 2006 um 17:20 Uhr:

    Frag mal Dirk nach der Genehmigung ;-)

  9. 9 Dirk schrieb am 5. August 2006 um 18:15 Uhr:

    Nachdem Du Deinen Luxusbody hier jeden Tag ins Büro schleppst, dachte ich mir, wir lassen auch den Rest der Welt daran teilhaben ;)

Mein Kommentar dazu: