Monatsarchiv für den Juli 2006

falscher Fehler

falscher Fehler

24. Juli 2006, 01:13 Uhr Für Nerds Halla

Flash und ich, wir beide stehen einfach auf Kriegsfuß miteinander. Was soll ich mit so einer Fehlermeldung denn bitteschön anfangen?

Durchatmen

Durchatmen

23. Juli 2006, 22:34 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

Es ist gerade dunkel geworden, draußen sind es noch 27°, ein kräftiger, warmer Sommerregen kommt runter und außer den Regentropfen hört man nichts. Der Asphalt, der sich den ganzen Tag in der Sonne aufgeheizt hat, fängt an zu dampfen und die Luft riecht genau so, wie es einem diese Werbespots (”BlaBla Sommerfrische”) für alle möglichen Duschgele immer vermitteln wollen.

Dazu empfiehlt sich ein entspanntes Glas Martini (das Zeugs ist besser als sein Ruf, wie ich unlängst festellen durfte) mit ein paar Eiswürfeln, ein Platz am Fenster im Schiesser-Feinripp sowie Lionel Richies “Nightshift”. Savoir Vivre nennt sich das dann. Glaube ich.

Nein, dieser Sommer läßt bisher keine Wünsche offen. Nur die Liegewiese im Freibad, die könnte morgen etwas feucht sein. Zumindest bis die Sonne sie wieder im Laufe des Vormittags wieder getrocknet hat.

Der Bonker

Der Bonker

23. Juli 2006, 13:50 Uhr Netzfundstücke Halla

Spätestens seit sich “Das kleine Arschloch” von Walter Moers mit den gängigen Drogen auseinandergesetzt hat, weiß ich, daß Moers zu den ganz Großen gehört… Diesen Eindruck führt er mit Adolf, der Nazisau und “Der Bonker” konsequent fort. Zwar erinnere ich mich düster dran, daß diese Sau bereits ein paarmal durch die Blogosphäre getrieben wurde (z.B. bei Mike), aber es ist auch einfach zu groß…. Vor Lachen gerade fast aus dem Schreibtischsessel gefallen. (Jaja… Schon wieder youTube, ich weiß…. Hier der Direktlink)

Genervt

Genervt

23. Juli 2006, 13:27 Uhr Industrie? Anarchie! Halla

Werbung ist eine Pest. Flash kann ebenfalls eine Pest sein. Beides zusammen ist mehr als ich ertragen kann und kommt eher Ebola denn der Pest gleich.

Mir fallen in der letzten Zeit verstärkt Flash-Werbebanner auf, die nervigerweise nicht nur jeden PopUp-Blocker umgehen, sondern die darüber hinaus auch noch Sounds integrieren. Zum Kotzen! Normalerweise beachtet man die Banner gar nicht mehr, aber wehe es quakt plötzlich irgendein scheppernder, blechiger 32kBit/s-Sound aus den Lautsprechern. Besonders negativ sind mir dabei Golem mit einem Werbebanner für Plus’ “Viva Vital” (mit Kai Pflaume - ausgerechnet…) und die Intro aufgefallen. Bei dem Introbanner kommt plötzlich von der Seite unter ekelhaftem “Reifenquietschen” ein Formel1 Wagen ins Bild geschossen - klickt man ihn schnell weg, dauert es 5 Sekunden, und der Banner kommt direkt wieder.

Was bitte soll sowas? Das ist die reinste Anti-Werbung! Wenn ich mit sowas genervt werde, reagiere ich regelrecht wütend auf das Unternehmen. Aufmerksamkeit schaffen ist schön und gut, aber doch bitte nicht um jeden Preis! Wenn diese Beispiele Schule machen, werde ich Flash kurzerhand deaktivieren.

Übrigens: Die Bannereinblendungen werden in beiden Fällen durch irgendwelche Ad-Server gesteuert, also nicht wundern, wenn ihr vielleicht gerade keines findet. Surft einfach öfter mal auf den o.g. Sites rum und früher oder später kriegen sie euch.

Beschlagen

Beschlagen

23. Juli 2006, 04:23 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

Es gibt Dinge, die mache ich besonders gern. In diese Kategorie fällt definitiv die Klugscheißerei. Wer wußte z.B. warum die Brüder bei Starbucks, BK oder McDonalds immer nachfragen, ob man seinen Neuerwerb “zum Mitnehmen” oder zum “hier essen” möchte? Die Antwort gibts im Finblog.

Eine andere Sache: Wer heute nacht so ab 3 Uhr im Freien unterwegs war, dem dürfte nicht entgangen sein, daß alles nass war. Nasse Autos, nasse Straßen, nasse Fahrräder: Alles war irgendwie mit einer “Schicht Wasser” bzw. dicken Wassertropfen überzogen. Warum?

Dahinter steckt eine einfache physikalische Gesetzmäßigkeit: Warme Luft speichert mehr Wasser als Kalte. Durch die Affenhitze der letzten Tage heizte sich die Luft enorm auf, die Luftfeuchtigkeit war entsprechend hoch (”schwül”). Heute abend kamen dann die heftigen Gewitter, zumindest hier im Rhein-Main Gebiet. Die Luft kühlte in kurzer Zeit ab (von 33° auf 17°) und da kalte Luft weniger Feuchtigkeit speichert als warme, schlug sich das in der Luft gebundene Wasser eben an allen glatten Oberflächen nieder, also z.B. an Autos oder Fahrrädern. Easy.

Dasselbe Problem entsteht beim Tauchen: Wenn man die Brille aufsetzt, schließt man warme, feuchte Umgebungsluft darin ein. Nach dem Abtauchen kühlt die Brille und die zwischen Gummi/Glas und dem Gesicht eingeschlossene Luft durch das kalte (Meer-)Wasser ab und das in der Luft gebundene Wasser schlägt sich am Brillenglas nieder. Da hilft nur eines: Reinspucken und verreiben. Das vermeidet beschlagene Gläser, funktioniert 100%ig. Bei der Frage, warum ausgerechnet Speichel so gut gegen das Beschlagen hilft, muss ich aber leider passen…

Panzer

Panzer

22. Juli 2006, 03:53 Uhr Political correctness Halla

Panzeraufmarsch an der Grenze zu Libanon

Ich bin ja nur froh darum, daß Israel und der Libanon mit diesem “Konflikt” bis zum Ende der WM gewartet haben und jetzt das Sommerloch füllen können. Zynisch? Ach was. Das ist ein Konflikt? Eine Krise? Nennt das Kind endlich mal jemand beim Namen: “C’est la guerre!” - Das ist Krieg im nahen Osten.

Nudist

Nudist

21. Juli 2006, 13:31 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

In der letzten Zeit häufen sich die Anfragen nach Angeboten, verschiedene Jobs werden einem offeriert und auch als reiner Freelancer könnte man gerade wieder etwas Geld verdienen, so zumindest mein persönlicher Eindruck - kann aber auch mit den Semesterferien zusammenhängen.

Das tolle daran: Dank Telefon, Instant Messenger und E-Mail kann man eigentlich in 95% aller Fälle von zuhause aus arbeiten. Was natürlich einen besonders relaxten Dresscode zuläßt. Waren früher in der Firma Lederschuhe, lange Hose und Hemd (in der Hose getragen!) auch bei den aktuellen Temperaturen Pflicht, so würden heute selbst die damals am knappsten bekleideten Kolleginnen neidisch werden, lautet mein aktueller Dresscode doch einfach: Boxershort bzw. Badehose.

Besonders gut gefallen mir dabei die höchst seriösen Auftritte am Telefon. Wenn ich mir bewußt mache, daß mein Gesprächspartner keine Ahnung hat, daß er/sie sich mit einem schwitzenden, halbnackten Etwas unterhält, könnte ich mich jedesmal totlachen.

O Gott, macht die Hitze schon debil? Lt. Forecastfox sind es noch moderate 31°… (der verlinkte Beitrag stammt übrigens vom August 2005: 21° und grauer Himmel - nein, dieses Jahr können wir uns nicht beschweren…)

Schlecht formuliert

Schlecht formuliert

20. Juli 2006, 21:59 Uhr Netzfundstücke Halla

Bin ich der einzige, der diese Überschrift im namics-Weblog für etwas… hmm… sagen wir “unglücklich” gewählt hält, und der sich beim Lesen krampfhaft ein Grinsen unterdrücken muss?

Ohne Konversion zu Kunden (oder Puff und das Geld ist weg)

Jaja, im Puff mit den Kunden ist das Geld schnell weg. Das wird es aber kaum gewesen sein, was Jürg Stuker in seiner Funktion als Geschäftsführer von namics der geneigten Leserschaft mitteilen wollte. Vielleicht wäre “Ohne Konversion zu Kunden (und schon ist das Geld verpufft)” weniger missverständlich gewesen. Aber auch weniger lustig. Just my 2 Cents…

Geschenkt

Geschenkt

20. Juli 2006, 18:46 Uhr Für Nerds Halla

Zugegeben, es fällt schwer, sich bei dieser Hitze und in meiner aktuellen Ferienstimmung mit tiefschürfenderen Dingen als der Frage ob Licher bitterer ist als Jever, zu befassen. Nichtsdestotrotz möchte ich auf ein Posting von Dirk “Bembelkandidat” Schneider verweisen, der sich mit den neuen, geänderten Nutzungsbedingungen von youTube auseinandersetzt.

Demnach erhält youTube (oder spätere rechtliche Nachfolger, vulgo: Käufer) ab sofort sämtliche (Verwertungs-)Rechte der hochgeladenen Clips. Mit anderen Worten: Wer selbst Videoclips erstellt und diese bei youTube veröffentlicht, gibt sämtliche Rechte daran ab und “schenkt” sie sozusagen dem Unternehmen. Wie gesagt, mehr dazu bei Dirk und auch bei Golem.

Schade, daß es diese Geschäftsbedingungen bei Grupp Tekan und dem Sonnenlischt noch nicht gab. Dann wäre uns dieser unsägliche Raab-Auftritt und die noch schlimmere Single dazu vielleicht erspart geblieben.

Wiedergeburt als Wurm

Wiedergeburt als Wurm

20. Juli 2006, 16:57 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

Eigentlich glaube ich nicht an diesen ganzen Schicksals- Karma- und ausgleichenden-Gerechtigkeits-Mist. Aber machmal passieren Dinge, für die ich es verdient hätte, als Regenwurm oder Ein-Tagsfliege wiedergeboren zu werden.

Ich bin kein aggressiver oder chlolerischer Mensch, aber am Steuer meines 12 Jahre alten, 45PS-Seat-Ibiza werde ich zum ungerechten, egoistischen und Minderheiten-verachtenden Arschloch. Manchmal ekle ich mich nach dem Aussteigen vor mir selbst. Eines dieser Dinge, die mich verrückt machen, sind zum Beispiel andere Autofahrer, die ganz unverblümt so parken, daß sie dabei nicht einen, sondern zwei Parkplätze vollstellen. Hautpsache neben der Fahrertür ist genug Platz, um diese meilenweit aufreissen zu können, damit man auch ja ganz gemütlich aussteigen kann - nach mir die Sintflut. Besonders auf der Uni, die ohnehin unter chronischen Parkplatzmangel leidet, nervt das. Wer häufig zu spät kommt (ich bin nicht immer pünktlich), der schaut meist in die Röhre. Wenn ich dann Leute sehe, die gleich mal zwei Parkplätze für den Fiat Punto brauchen, könnte ich ausrasten.

Dann kommt es auch schon mal vor, daß ich mich auch noch in viel zu enge Parklücken quetsche und mit meiner Beifahrerseite bewußt wenig Abstand zu dem Platzhirsch neben mir lasse. Soll er sich doch irgendwie reindrücken, in seine Karre, von mir aus durch den Kofferraum oder die Beifahrertür einsteigen. Wer mir erzählen will, daß ich mir damit ins eigene Fleisch schneide, weil der andere beim Einsteigen seine Fahrertür gegen meinen Lack knallt, der hat mein Auto noch nicht gesehen (da sind Lackschäden das geringste Übel).

So geschehen am Tag meiner Prüfung in MultiMediaTechnik, die bis 19:00 Uhr dauern sollte. Ich stand extrem dicht neben einem blauen Peugeot Kangaroo, so einem Mini-Transporter, der fast zwei Parkplätze gebraucht hat. Zum Einsteigen war gerade noch genug Platz, vorausgesetzt der Fahrer litt nicht an Übergewicht. Dreckig grinsend verließ ich mein geparktes Auto in Richtung Prüfung.

Als ich einige Stunden später gegen 19:00 Uhr wieder zurückkam, war der komplette Uni-Parkplatz leer. Nur mein schwarzer, zerbeulter Seat stand noch da. Direkt neben dem blauen Peugeot. Mist, dachte ich mir, warum ist der Typ noch immer da? Am Ende hatte ich noch einen der Profs eingeparkt - nur die sind um solche Zeiten noch in der Uni.

Trotzdem schlich ich schnell zu meinem Auto, als ich den Peugeot von hinten sah: Auf der Heckklappe pappte ein dicker, roter Aufkleber. Darauf war der symbolische Hinweis zu lesen, man möge bitte auf der linken Seite Platz lassen, da hier ein Rollstuhlfahrer ein- und aussteigen muss… Merdé! Seit diesem Tag weiß ich: Meine Seele wird in der Hölle schmoren.

(…warum stellt er/sie sich denn auch nicht auf die dafür vorgesehenen Parkplätze, die alle frei waren…?!)