On the blog again

On the blog again

24. Juli 2006, 21:02 Uhr Ich und mein Martyrium Goofystylz

Um etwaige Verwechslungen zu vermeiden: dies ist weder ein Beitrag vom Halla noch ein Gastbeitrag (wie mir Daniel geraten hat, diesen Beitrag zu nennen… Frechheit, scheinbar bin ich vom Mitblogger zum Gastblogger degradiert worden!)
Gut, ich gebe zu, meine Abstinenz von 3 Monaten läßt auch den Schluß zu, daß ich mich aus diesem profanem literarischen Gekröse des Informationszeitalters gänzlich verabschiedet hätte. Keine sinnfreien HipHop Posts, null Kinobeiträge, nix mit Wetterei über toxische Profanitäten, überhaupt alles sehr einseitig.

Zu meiner Entschuldigung - mein Leben war aber in letzter Zeit sowas von turbulent, daß mir jedesmal, wenn ich ans bloggen dachte, mein Bett einfach interessanter erschien. Kurze Abhandlung gefällig? (…wer hat da “nein” gesagt?…)

Nachdem ich aus meiner alten Knechtschaft bei dem Werbefilmproduktionsladen entflohen bin, habe ich das mit der Selbsständigkeit losgetreten.
Naja, leise in den Wind geflüstert triffts eher, nach 3 Aufträgen (immerhin!) war erstmal die Luft raus und ich mußte mir Alternativen zum Durchkommen ausdenken.

Da ich meine Lebenserhaltungskosten schon ziemlich ans Minimum gefahren habe, blieb nur noch eins: Freundin anpumpen einen echten Job suchen. Mein Mitbewohner war so nett, mir einen anzutragen. Und so scanne ich seit fast zwei Monaten jetzt Dokumente in Wiesbaden. Ein furchtbar uninteressanter, monotoner aber dennoch hochbezahlter Job, der sehr viel freie Zeiteinteilung zuläßt. So kann ich zwischendurch auch mal den ein oder anderen Filmjob mitmachen. Und mein Konto regelt das mit der Zeiteinteilung auch ganz effizient für mich.

Die freie Zeit verbringe ich dann mit der Freundin mit Elterngeburtstagen in Stuttgart oder Bremen (warum mußten meine Eltern nur aus 2 grundverschiedenen Himmelsrichtungen in Frankfurt ansiedeln um dann nach 20 Jahren wieder zurück zu ziehen? WTF, Mom and Pops???), vor Gericht in Hamburg (als Zeuge, wohlgemerkt - aber das wird ein eigener Post…), als freies Taxiunternehmen für meine diversen Familienmitglieder, oder einfach nur im Freibad, wo ich über mein schweres Los unter der Sonne philosophieren konnte.

Da kam mirdann, so unter unter einer Eiche im Freibad, nach dem üblichen Selbstmitleid wieder in den Sinn, wie therapeutisch dieser Blog immer war. In jedem Fall sieht man mich jetzt wieder öfter, ob’s Euch gefällt oder nicht.

Vielleicht befördert man mich dann auch wieder zum Mitblogger…

…hoffe ich.


4 Kommentare für “On the blog again”

  1. 1 Halla schrieb am 24. Juli 2006 um 21:56 Uhr:

    Chapeau, mein Lieber ;-)
    Du klagst so schön Dein Leid, das könnte fast von mir sein - auf jeden Fall paßt es wunderbar zum Titel dieses Blogs. Wenn Du weiter so machst, darfst Du auch gern wieder der Mit- und nicht mehr der Gastblogger sein.

    Für alle verwirrten Leser: In diesem Blog schreiben eigentlich 2 Autoren, Jan aka. Goofystylz und meine Wenigkeit, der gefakte Hr. Halla.

    Kopf hoch, das mit den Werbefilmern war von Anfang an eine Ausbeutung deluxe. Nur weil man in der Medienbranche ist, muss man sich schließlich nicht auch gleich als Hartgeld-Hure verkaufen - insofern war die Selbstständigkeit die einzig logische Konsequenz und wenn das Sommerloch vorbei ist, wird das auch was werden. Tschaka und so.

    Ansonsten versuch es positiv zu sehen: Du hast Dir den richtigen Sommer ausgesucht, dieses Jahr lohnt sich die Sache mit der freien Zeiteinteilung richtig. Wahre Lebensqualität mißt sich ohnehin nicht am Bankkonto, sondern eben gerade daran, daß man mal die Sonne genießen oder in lauen Sommerabenden einen Martini trinken und dem Regen zusehen kann ;-)

  2. 2 Keule schrieb am 24. Juli 2006 um 23:08 Uhr:

    Koole Sache!

    Dann jetzt wieder Film-Tipps mit ordentlich Querlinks..?!?
    Immer reinhauen!

  3. 3 grant von bierstein schrieb am 25. Juli 2006 um 00:03 Uhr:

    jawohl!

    immer weitermachen!

  4. 4 Andy schrieb am 25. Juli 2006 um 18:14 Uhr:

    Juhu; noch mehr zum Lesen!

Mein Kommentar dazu: