Happy Birthday

Happy Birthday

24. Juli 2006, 13:22 Uhr Erzähls der Parkuhr , Ich und mein Martyrium Halla

Geburtstage sind schlimm. Ganz schlimm war mein eigener 25ster, mit dem meine Pubertät endete und der nahtlos in die Quarterlife-Crisis führte, die wahrscheinlich zu meinem 30sten von der Midlife-Crisis abgelöst wird.

Aber auch die Geburtstage von Freunden und Bekannten haben ihre Tücken, auch wenn diese weniger psychischer Natur sind, sondern mehr mit den Geschenken zusammenhängen. Kommt man bei männlichen Freunden meist ohne Probleme mit einem Kasten Bier, einer Flasche Whisky oder einfach einem Playboy als Geschenk aus (das worüber man sich selbst auch freuen würde), so erfordern Frauen da schon etwas mehr Aufmerksamkeit. “Was schönes” soll es für gewöhnlich sein, etwas “Individuelles”, eine “Überraschung” bitte. Gern auch was “Selbstgebasteltes”.

Gerade bei der eigenen Freundin stößt man schnell an die Grenzen. Die Standardgeschenke wie Parfüm, Einladungen zum Essen, Unterwäsche (wer da wen beschenkt ist die Frage…) oder Schmuck hat man innerhalb von 2 Jahren durch. Und will man der Freundin klarmachen, daß die Carrerabahn auf keinen Fall ein Geschenk mit Eigennutz ist, muss man schon wirklich überzeugend auftreten und sich gut verkaufen können. Ist die Schonfrist, während der man noch Schmuck, Unterwäsche etc. verschenken darf, abgelaufen, bricht einem als Mann vor jedem Geburtstag und Weihnachten der kalte Schweiß aus, zumindest wenn man ähnlich fantasie- und einfallslos wie ich ist. Wiso geht das nicht einfacher, liebe Frauen? Gebt eurem Partner doch einfach die Bestellnummer der Sache, die ihr euch wünscht, und alles wäre gut. Vergeßt das mit den “versteckten Hinweisen” ein halbes Jahr vor dem Event: Wir vergessen das sowiso oder verstehen es erst gar nicht. Und noch ein Tipp an die Männer: Einfach mal die Mutter oder Schwester der Freundin anfragen, das führt häufig zu sehr guten Eingebungen oder Tipps.

Meine Mutter hat das mit den Geburtstageschenken in der Zwischenzeit übrigens aufgegeben. Wir kennen uns ja schon seit 27 Jahren, wie sollte ich da schließlich noch Ideen für Geschenke haben? Nachdem sie schon das eine oder andere Mal Geschenke von mir mit Kommentaren wie “Nächstes Jahr aber wieder Blumen, ok?” quittiert hat, ist sie in den letzten Jahren dazu übergegangen, ihre Geschenke selbst zu kaufen und sie mir danach zu mit dem Kommentar “Hier, das kannst Du mir zum Geburtstag schenken” in die Hand zu drücken. Der Pragmatismus liegt eben in der Familie…

Meinen internen Reichsparteitag in Bezug auf Geburtstage feiere ich aber jedes Jahr am 30. Juli: An diesem Tag fallen die Geburtstage einer lieben Bekannten, meiner eigenen Mutter und der besten Freundin an einem Tag zusammen.

Für die Frauen gilt übrigens: Wenn ihr ein schönes Geschenk für uns sucht, begebt euch einfach in das Männer-Wunderland (nein, nicht in die Playboy Villa), zu ThinkGeek.com. Nach nahezu allem, was man dort bestellen kann, würde ich mir sämliche zehn Finger lecken: ein Ring mit integriertem Flaschenöffner, eine LED-Taschenlampe ohne Batterien, einem Leatherman, dem Super-Ohr, einem Stift, mit dem man in die Luft schreiben kann, einem Tape-Deck (MC’s!) für den PC, einem Mini-Katapult, einer Marshmellow-Kanone, einer 10-Schuss-Gummiband-Kanone, einem ferngesteuerten Ufo, einem Raketenwerfer oder die Krönung: Ein ferngesteuerter Zeppelin, mit dem man im Zimmer rumfliegen kann.


Ein Kommentar für “Happy Birthday”

  1. 1 eichtown schrieb am 24. Juli 2006 um 16:28 Uhr:

    muhaharhar, signed! du sprichst mir aus der seele.

    aber eins kommt noch bedeutend hinzu:
    gewünscht wird, dass das ’schöne, individuelle, überraschende und selbstgebastelte’ geschenk bitteschön mit einem knallebumm-copperfield-mega-event überreicht wird.

    als kein: da! bidde! sondern mit ansprachen wie: dieses geschenk symbolisiert unsere….blablabla.

    man halla, du tust mir echt leid, aber btw sei froh dass die alle an einem tag geburtstag haben, so vergisst du das wenigstens nie!

Mein Kommentar dazu: