The Game
30. Juni 2006, 11:46 Uhr
Erzähls der Parkuhr
Halla
Auch wenn ich mir nicht mal die genaue Erklärung der Abseits-Regelung zutrauen würde, behaupte ich einfach mal: Der Sieger des Spiels Deutschland-Argentinien heute abend wird auch Weltmeister.
In diesem Sinne: Möge der Bessere gewinnen. Knallt sie ab, ich will Leichen sehen! (Film-Zitat ” Dobermann“)
Dreckige Wäsche waschen
30. Juni 2006, 10:14 Uhr
Erzähls der Parkuhr
Halla
Mit 20 bin ich vor gut 7 Jahren von zuhause ausgezogen. Und auch sonst halte ich mich für einen sehr selbstständigen Menschen. Nur in einem Punkt, da stelle ich mich blöd: Beim Waschen. Ich wasche nicht, ich lasse waschen. Vorzugsweise von meiner Oma. Ich denke mir mal, ich tue ihr damit einen Gefallen, denn schließlich freut sie sich bestimmt, wenn sie gebraucht wird. Leider ist sie mittlerweile 84, das ist zu alt zum Waschen. Da meine Mutter zur Zeit aber im Urlaub ist, sind erstmalig beide Lieblings-Wasch-Gehilfinnen von mir gleichzeitig ausgefallen und stehen dem hohen Herrn Halla somit nicht zur Verfügung. Merdé!
Schon seit Tagen sehe ich dieses Problem in Form von wachsenden Wäschebergen auf mich zukommen. Nachdem ich heute morgen nur noch Simpsons-Socken im Schrank fand, war mir klar: Da muss was passieren. (Die Socken selbst sind gut, sehen aber komisch aus auf kurze Hosen…) Selbst waschen? Gefährlich! Wer weiß, wohin das führt. Am Ende muss ich dann immer selbst waschen. Reinigung? Zu teuer für ein paar Socken. Eine Freundin bitten, das zu übernehmen? Naja, muss ja nicht jeder meine dreckigen Unterhosen und verschwitzen Shirts sehen riechen.
Nach langem Hin und Her habe ich mich dazu entschlossen, die Sache sozusagen heimlich für diese eine Mal selbst zu übernehmen. Allerdings habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Webserver programmieren, Netzwerke administrieren oder Photoshop bedienen, alles kein Problem. Aber diese dämliche Waschmaschine!!! Tausende Programme, die man einstellen kann. Mit Vorwäsche oder ohne. Engergiesparen. Kurzwäsche. Und wo bitte ist der Unterschied zwischen Koch- und Buntwäsche? Und was sollen 30° Temperatur? Da kann ich ja gleich in der Badewanne waschen. Und wozu sind die 2 Fächer in dieser Schublade? Fürs Pulver? Da würde eines reichen! Oder kann man einfach so einen Waschpulver-Flüssig-Ball wie in der Werbung direkt in die Maschine geben?
Schnell war klar: So wird das alles nichts. Horrorvisionen von T-Shirts, die im XS-Format aus der Maschine kommen oder von vormals weißen, jetzt Rosa-farbenen Hemden ziehen an meinem Auge vorbei. Aber selbst ist der Mann, und so sprang ich mutig über meinen Schatten und rief meine Lieblingsfreundin an, um mir von ihr erklären zu lassen wie das mit dem Waschen läuft.
Wichtigste Erkenntnis: Meine Sortierung nach 1. Socken, 2. Unterhosen, 3. Handtüchern und 4. T-Shirts ist nicht sinnvoll. Nach Farben muss sortiert werden, nicht nach Art der Wäsche. Nun ja. Kann man ja vorher nicht wissen. Lange Rede, kurzer Sinn: Seit 20 Minuten dreht sich die erste von mir persönlich bestückte Waschmaschine im Keller. Was MC Winkel kann, kann ich schon lange. Und ich hoffe, daß meine Mutter diesen Eintrag nie lesen wird, sodaß ich mein neu erworbenes Wissen um Bedienung dieses Wäsche-Wasch-Dingens noch lange vor ihr verstecken kann.
GEZ Besuch
29. Juni 2006, 19:25 Uhr
Ich und mein Martyrium , Industrie? Anarchie!
Halla
Es klingelt unerwartet und durch die Sprechanlage lispelt eine Stimme, die mir erzählt, daß man mich in einer “amtlichen Sache” sprechen müsse. Auf meine Frage, worum es ging kam nur ein “Ist nichts schlimmes, nur eine Auskunft”. Nun gut, denke ich mir, und lass den Typen ins Haus. Aufgrund meiner allgegenwärtigen Paranoia empfange ich den “amtlichen Besucher” allerdings vor geschlossener Tür im Hausflur. Kurz darauf kriecht ein schleimiger, verschwitzer Wurm mit Sandalen, kurzer Hose, Wal-Mart Hemd und Halbglatze entgegen. Ob wir die Angelegenheit drin besprechen könnten, es wäre wichtig. Nein, sage ich, erstmal Ausweis her, vorher geht gar nichts. Und siehe da, mein Verdacht bestätigt sich, der Sack gutgekleidete Herr kommt von meinem Lieblingsverein: Der GEZ. Womit sich auch die Frage geklärt hätte, um welche “amtliche Angelegenheit” es überhaupt geht. Talk to the Hand, Asshole.
Von da ab war das Gespräch eigentlich schon gelaufen. Er hätte genauso gut mit der Wand anstatt mit mir reden können. Allerdings wollte ich sofort wissen, wie die GEZ an meine neue Anschrift gekommen ist. Ich bin bei der Stadt noch nicht umgemeldet, und im Nachsendeantrag habe ich der Post mehrfach untersagt, meine Daten an irgendwen weiterzugeben. Auf diese Frage hin verkroch der Wurm in Sandalen sich in irgendwelche Formularen auf seinem siffigen Klemmbrett und nuschelte was von “Keine Ahnung”. Ich habe ihm daraufhin deutlich zu verstehen gegeben, daß ich das für eine Frechheit halte und meine Frage wiederholt. Ohne Ergebnis. Soweit zum Thema “Datenkrake”. Eine Schweinierei sondergleichen.
Dann wollte diese Ein-Mann-Drückerkolonne auch noch wissen, ob ich einen Computer besäße. Die seien nämlich auch Gebührenpflichtig, wollte er mir weismachen. Eine Aussage, für die es beinahe geklatscht hätte, aber sicher keinen Applaus. PC’s werden erst ab 2007 gebührenpflichtig , Wurm! Was erzählt mir dieser Typ für einen Schrott? Klar, schön Daten sammeln. Soll er doch andere für Dumm verkaufen, aber nicht mit mir. Mistverein!
Danach war ich so frei, das Gespräch als für beendet zu erklären und ihm die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Wer versucht, mich derart über den Tisch zu ziehen, dem braucht man auch weder Anstand noch Höflichkeit entgegen zu bringen. Muss ein tolles Leben sein, wenn man so beliebt ist wie ein Kopfschuss.
Achja, damit wir uns richtig verstehen: Ich habe ein angemeldetes Radio, für das ich auch gern zahle. Die deutsche Welle und HR3 sind jeden ganz sicher Cent wert. Aber über mehr Elektronik verfüge ich nicht. Zum Fernsehen gehe ich in die Kneipe und dieses Blog pflege ich natürlich aus einem Internetcafe.
Top-Idee
29. Juni 2006, 18:13 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Aufgrund chronisch leerer Kassen befinde ich mich permanent auf der Suche nach einer zündenden Geschäftsidee. Im Grunde muss man nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, und schon rollt der Rubel. War bei Gates in den 80ern ja auch nicht anders.
Wie wäre es also mit einer Versicherung gegen eine Klage der Musikindustrie wegen Filesharing? Die Leute zahlen mir 15 Euro im Jahr, dafür übernehme ich im Falle eines Falles die Anwaltskosten und zahle den im Anschluss üblichen Vergleichsbetrag. Es gibt Millionen Filesharer in Deutschland, von denen nur alle naselang mal eine Handvoll zur Rechenschaft gezogen wird. Gleichzeitig sitzt den meisten die Angst vor der Industrie durchaus im Nacken, so eine Sache könnte sich also durchaus rechnen. Würde mich mal interessieren, ob sowas legal wäre… Oder in die Kategorie “Anstiftung zur Straftat” (o.ä.) fallen würde.
Gute Idee, was? Tja - gibts nur leider schon.
(via Gulli)
Stöckchen
28. Juni 2006, 22:03 Uhr
Für Nerds
Halla
Achja, so ein Stöckchen wie dieses ist doch immer wieder billig generierter Content. Vielen Dank, Mike, und ich schmeiß’ das Teil doch gleich mal meinem Kumpel Reuben von SNAFU sowie meinen Studikollegen von Freshsworld und Burning Star (die Revoluzzer dürfen sich auch natürlich auch gern bedienen, wenn es denn thematisch passen sollte) an den Kopf.
Und weil ich schon immer mal wissen wollte, wie regelmäßig Torsten hier mitliest, man ja auch mal einen A-Blogger ins Boot holen kann und das Thema Reisen naturgemäß auch was mit Taxifahren zu tun hat, bekommt noch Torsten vom Taxi-Blog (auch wenn er Stöckchen hasst - glaub ich…) sein Fett weg Stöckchen hinterher geworfen.
Und jetzt der spaßige Teil mit der Angeberei: My visited Countries, von World66.
Mal sehen, ob einer das Ding so richtig rot bekommt… USA und Russland wären da natürlich sowas wie der Bonus.

We’re a happy Family
28. Juni 2006, 18:21 Uhr
Erzähls der Parkuhr
Halla
Zumindest einige der Mieter scheinen netter zu sein, als die Schabracken jungen Mütter über mir. Das schließe ich jedenfalls aus den Autos die sie fahren.
Mein Seat fühlt sich sauwohl zwischen den beiden anderen. Oder um es mit den Worten von Sven zu sagen: “Habt ihr Bock auf Ibiza?”

Geschichte des Grillens
28. Juni 2006, 10:12 Uhr
Erzähls der Parkuhr
Halla
Wenn man sich früher zum Grillen getroffen hat, ging es im Grunde gar nicht ums Essen, sondern man brauchte einen Vorwand um mit Freunden einige Bier zu trinken. Das Grillgut bestand üblicherweise aus einem Paket Würstchen. Vozugsweise diese Nürnberger Rostbratwürste vom Aldi oder einem anderen Discounter. 12er Pack, jede Wurst so groß wie ein Zeigefinger - könnte man theorethisch auch allein essen. Trotzdem, die reichten damals für ein halbes Dutzend Leute. Ging ja schließlich gar nicht ums essen. Und klar - für diese Phosphatstangen mußte extra der Holzkohlengrill angefeuert werden. Aber Bier, das war immer ausreichend da. Entweder hatte sich jeder “vorsichtshalber” ein Six-Pack mitgebracht oder der Gastgeber hatte einen Kasten gekauft.
Das Grillen selbst lief häufig wie folgt ab: Man traf sich, trank ein Bier und unterhielt sich. Irgendwann kam jemand auf die Idee auch den Grill anzufeuern - für die paar Mini-Würste. Bis die Glut heiß war, hatte man meist noch ein Bier im Hals und wenn die Würste dann endlich fertig waren, wollte sie niemand mehr (”Oder doch, ich nehm mal eine(!) von denen”). Erst ein paar Stunden später entwickelte aufgrund des Biers doch jeder wieder Heißhunger auf die Teile. Klar, daß sie dann schon völlig verbrannt waren, aber wen hat das interessiert? Meist zog zu dem Zeitpunkt dann noch jemand ein weiteres Paket dieser Billigwürste aus der Tasche, die zusätzlich auf dem Grill landeten, dessen Glut schon längst tot war. Egal, die wurden noch halbroh als Beilage zu den Verbrannten verzehrt. Am Ende gingen alle nachhause, zu Essen gabs verbrannte Wurst oder halbrohe Wurst man war man sturzbetrunken leicht beschwippst und kam an nächsten Morgen nur schwer aus dem Bett.
Heutzutage läuft das anders: Es gibt tatsächlich was zu Essen beim Grillen! Und nicht mal nur Fleisch: Aufgrund des steigenden Pärchenanteils in meinem Freundeskreis finden sich plötzlich auch Frauen beim Grillen wieder und bringen bis dato unbekannte Speisen wie Grillkäse, Grilltomaten, selbstgemachte Salate und exotische Saucen (nein, kein Ketchup!) mit. Man wird tatsächlich satt vom Essen, Gas- bzw. Elektrogrills werden wie selbstverständlich akzeptiert (”Ist doch praktisch?”) und nicht mehr wie früher gedisst. Beschwippst ist man höchstens einige Stunden später, aber darum geht es im Grunde gar nicht mehr (whudat?!). Das Durchschnittsalter bewegt sich weg von der “Mitte 20″ hin zu “Mitte/Ende 20″, und gestern abend war es dann soweit: Das erste Kind einer Bekannten -wenige Tage alt- tauchte beim Grillen auf: Die absolute Sensation bei allen anwesenden Doppel-X-Chromosomen - schlimmer noch als der Hundewelpe den sich ein Freund ein paar Monate zuvor zugelegt hatte.
Der ganze Abend lief so…. hmm… zivilisiert und gesittet ab. Im Grunde hätte mich noch wegen der lauten Musik in der Wohnung nebenan beschweren können - nicht weil es mich gestört hätte, sondern nur so zum Spaß. Sozusagen um meiner gestiegenen Seriösität Ausdruck zu verleihen.
Ja, ja… Die Zeiten ändern sich.
Wie war das noch gleich:
-”Sie sterben mal alt und allein!”
-”Ja, sicher. Zumindest wenn ich Glück habe.”
Terminkonflikt
26. Juni 2006, 19:51 Uhr
Lernerei
Halla
Schade. Australien ist raus - hätte mich gefreut, wenn die “Zockeroos” weitergekommen wären. Ich frage mich nur, was für einen Tick die Aussies mit ihren “o’s” haben. Welcher normaler Mensch kommt schon auf die Idee, einen Stadtteil von Sydney “Woolloomooloo” (!) zu nennen.
Nun ja - drücken wir also mal dem Schweizer Team die Daumen. Als Auslandsschweizer ist das Ehrensache.
Währenddessen dürfte die Kombination aus Sommereinbruch, Dauerparty und WM den ersten Tribut meinerseits gefordert haben: Eine heute morgen mit ziemlicher Sicherheit gegen die Wand gefahrene Spanischklausur. Gottseidank nur ein Nebenfach, aber ärgerlich ist das allemal. Ab nächster Woche beginnen dann die eigentlichen Prüfungswochen in der Uni, und mir ist es noch nie so schwer gefallen konzentriert zu lernen wie zur Zeit. Meinen streberhaften Notenschnitt von 1.3 aus dem Wintersemester werde ich diesmal wohl kaum halten können.
Prüfungswochen während der WM: Klausuren am 3., 5., und 6. Juli. Endspiel am 9. Juli. Weitere Klausuren am 12. und 13. Juli. Vielen Dank.
Serverstress, Pt. 4
21. Juni 2006, 20:41 Uhr
Für Nerds
Halla
Und schon wieder ein vierstündiger Serverausfall heute abend. Sorry.
Mein Provider hat sich vorgestern bei mir entschuldigt: An meinem Wirtssystem gäbe es ein Problem (ach, echt?), das man nur schwer einkreisen könne, daher die langen Ausfallzeiten. Man hoffe aber, das jetzt alles wieder rund läuft.
Klappt prima, wie ich gerade gesehen habe. Toll.
MP3 Suchmaschine
21. Juni 2006, 10:54 Uhr
Netzfundstücke
Halla
Das Gulli-Board weist auf ein neues Interface zur Suche nach MP3’s hin: G2P.
Interface deshalb, weil die Seite lediglich ein Formular zur Eingabe bereitstellt, die eigentliche Suche hingegen wird von Google selbst übernommen. Die Suchanfrage wird dabei so umformuliert, daß nur nach MP3-Dateien gesucht wird, die von Apache-Servern vorgehalten und als DirectoryIndex präsentiert werden.
Über die Technik, bzw. den entsprechenden Google-Hack dafür hatte ich mich hier selbst vor einigen Monaten schon mal ausgelassen…
Praktische Sache auf jeden Fall. Wie Gulli aber richtigerweise anmerkt, nur für Musik nahe des Mainstreams zu gebrauchen… Aber ihr wißt ja ohnehin: Kein urheberrechtlich geschütztes Material downloaden. Das treibt schließlich unsere sympahtische, unverständlicherweise darbende Musikindustrie in den Ruin. Am Ende kann man sich nicht mal Koks und Nutten für die Meetings leisten.