Aus der Reihe “Schon lange vorgenommen, aber nie gemacht”: Aufräumen meiner Linkliste Blogroll. Und nun: Mission accomplished, die Blogroll entspricht weitestgehend dem Inhalt meines Feedreaders.
Wer Interesse an einem Austausch von Links hat, kann mich einfach anmailen. Wenn mir das Blog inhaltlich gefällt, nehme ich es gern in meinen Feedreader und die Blogroll auf.
Gerade im Studium gerät man oft an Menschen, die nicht aus dem schönen Frankfurter Raum stammen, sondern von weiter weg kommen. Aus fernen Orten in Bundesländern wie Bayern oder NRW zum Beispiel. Oder gar aus Malaysia, Russland oder Bulgarien.
Harald Schmidt hat mal gesagt, die Hessen wären in Deutschland das, was die Bulgaren in Europa wären: Anonym und ohne Gesicht. Die Bayern haben Biergärten und Weißwürste, die Schweizer Geld, die Franzosen Baguette und Rotwein, die Nordlichter Wattwanderungen und Labskaus, die Polen hübsche Frauen und unsere Autos und die Niederländer haben ihr Gras, Coffeeshops und Frauen in Schaufenstern. Und was haben die Bulgaren? Oder die Hessen? Na? Eben! Dazu fällt einem außer Rollo “The talking Ferkel” Koch wenig ein.
Dabei bietet Hessen eine Reihe von regionalen Spezialitäten (Nein, damit meine ich nicht den Döner): Handkääs mit Musik, Apfelwein und Grüne Soße zum Beispiel. Auch die Frankfurter Skyline ist ausgesprochen sehenswert - die einzige Stadt in Deutschland mit Hochhäusern, die diesen Namen verdienen.
Gerade zu Ostern gibts traditionell die Frankfurter Grie Soss’, eine kalte Kräutersoße, die mit Kartoffeln, hartgekochten Eiern und evtl. noch mit Kochfleisch genossen wird. Extrem lecker und gesund. Was die genaue Rezeptur angeht, so hat warhscheinlich jede Familie ihre Eigenarten (manche behaupten gar, es gehört Schmand dazu). Aber selbstverständlich macht meine Oma die beste grüne Soße überhaupt, und ebendiese Soße wird es auch heute zum Abendessen bei mir geben. Als Ostermahl sozusagen.
Der “Äppler” (”Stöffche”)hingegen ist ein erfrischender Apfelwein, dan man pur oder als “G’spritzen” mit Mineralwasser (Saurer) oder mit Zitronenlimonade (Süßer, für Frauen) trinken kann. Getrunken wird aus 0.5er oder 0.25er Gläsern, die wegen ihres Musters auf der Aussenseite als “Gerippte” bezeichnet werden, serviert wird der Äppler in großen Steinbutt Krügen (”Bembel”). Äppler ist ausgesprochen erfrischend und schmeckt vorallem im Sommer sehr gut. Allerdings sollte man vorsichtig sein, das Zeug kann sehr heimtückisch sein, da man den Alkohol kaum rausschmeckt.
Ich weiß leider nicht mehr, wo ich davon gelesen habe, aber einer Statistik zufolge trinkt jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr 3 Liter Äppler, in Hessen sind es schon 10 Liter pro Kopf und Jahr und in Frankfurt 50(!) Liter. Demzufolge dürfter Frankfurt-Sachsenhausen wohl unbestritten als Äppler-Welthauptstadt gelten.
Zu Handkäs’ mit Musik kann ich nicht viel sagen, da ich es nicht besonders mag. Aber hier ist der Link auf die Wikipedia.
Er so: “Hier, ich les’ gerade ein Buch, das muss ich Dir mal geben, wenn ich fertig bin. Ist wie für Dich geschrieben”.
Ich so: “Warum? Wie heißt es denn?”
Er so: “Vollidiot!”
Ich dachte immer, an Karfreitag wäre Amüsieren wegen dem Tod Jesu verboten. Eine Bar, zwei Clubs, die Dönerkurve und das Sich-Fühlen-wie-ein-EinMann-Slum für Fortgeschrittene belehren mich jedoch eines besseren. Kinners’, ich bin zu alt für sowas. Ehrlich.
If Germans are happy, it means someone else is miserable. It’s called “Schadenfreude”.
…aus einer (US?-)Show mit Stephen Colbert. Sehr lustig - vorallem verbrät man in dem Gag sogar die peinliche “Du bist Deutschland”-Kampangne, die offensichtlich bin in die Staaten geschwappt ist. Ich muss ja selbst gestehen, daß ich unglaublich Schadenfroh bin, es gibt nur wenig was mich stärker zum Lachen bringen kann.
Aber ist es wirklich so, daß man im Englischen kein Wort für “Schadenfreude” kennt?
Es ist zum Kotzen: Ich vergleiche gerade den WM-Fahrplan mit meiner persönlichen Planung für die nächsten Monate. Dabei fällt mir auf, daß die WM haargenau in meine Klausurenphase fällt. Das Endspiel ist am 9. Juni, meine Klausurwochen gehen vom 3. Juni bis zum 13. Juni. Ich bin kein Fussballfan, aber bei der WM hätte ich schon ne Ausnahme gemacht.
Super. Soll ich jetzt etwa Fussball ohne Bier schauen? Oder nach dem Finale heimfahren und weiterlernen? Verdammte Uni - erst nimmt man mir mein Geld, jetzt auch noch die WM und das Bier. Und was bekomme ich dafür? Verstand, Kultur und Bildung. Toller Tausch.
Golem berichtet über eine Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, die im Download von Musik aufs Handy ein enormes Potential und einen Zukunftstrend sieht.
Verschiedene Marktforscher prognostizieren dem Handy als digitalen Musik-Player in Europa ein großes Wachstumspotenzial. Damit einher gehen neue Vermarktungsmöglichkeiten für die Musikindustrie. So könnten große wie kleine Musik-Labels in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern profitieren, wenn sie die Songs zum Download aufs Handy anböten.
Dazu fällt mir nur eines ein: Totaler Bullshit!
Nietzsche hat mal gesagt “Wer fliegen will, muss erstmal laufen können”. Die Musikindustrie ist nach fast 10 Jahren Internet noch immer zu dämlich um trotz riesiger Nachfrage(!!) nennenswerten Umsatz mit alternativen Vertriebswegen zu generieren, sondern klammert sich noch immer an der CD aus den 80er und 90er Jahren fest. Und so jemand soll mit dem nächsten Schritt, dem Download auf mobile Geräte, Geld verdienen? Vollkommen lächerlich.
Das Problem dabei werden nicht mal die horrenden Verbindungsgebühren sein, genausowenig zu langsame Downloadraten von mobilen Geräten: Beides werden die großen Carrier innnerhalb weniger Jahre in den Griff bekommen, da bin ich mir sicher. Allerdings wird es mal wieder die Musikindustrie sein, die es verbockt: Ein Lied zum Download kostet dann wahrscheinlich noch immer 1 Euro oder mehr und wird dank DRM-Verarsche an das Gerät gebunden sein, auf das es geladen wurde. Handy weg oder neues Gerät? Tja, Pech - dann ist auch die (bezahlte) Musik futsch.
Die Vertriebswege werden also billiger und die Songs können den Kunden schneller zur Verfügung gestellt werden. Davon profitieren insbesondere Künstler und unabhängige Labels
Hallo? Gehts noch? Haargenau diese Möglichkeiten bietet das Internet. Spottbilliger und extrem schneller Vertrieb. Weltweit. Egal, wie groß das Label dahinter ist. Aber die Möglichkeit haben wir schon seit Ewigkeiten - vielleicht sollte man erstmal den einen “Zunkunftstrend” (der schon lange keiner mehr ist) bedienen, bevor man dem nächsten hinterher hetzt.
Diese Aufgabe hätte direkt von meinem Design-Prof kommen können: Erstellen Sie ein 30 Sekündiges Werbevideo für den Browser Firefox.
Keine leichte Aufgabe. Wie will man schon einen Browser bewerben? Spontan fällt mir da nix ein - ganz im Gegensatz zu den Kreativen, die beim Firefox Flicks-Wettbewerb teilgenommen haben. Eine Liste der besten sechs Einsendungen findet ihr hier, mein Favorit ist aufgrund seiner Simplizität dieser hier (großartiges Ding…):
Nach Generation X kommt die Generation P. P steht für Praktikum. (Fast) unbezahlt natürlich. So ziemlich jeder, der auch nur annähernd etwas mit Medien zu tun hat (egal ob Web-, Print-, Film-, Grafik- oder Werbepraktikum) kommt leider kaum drumrum.
Die bei solchen Praktika faktisch nicht-vorhandene Entlohnung umschreibt Harald Schmidt in seiner Focus-Kolumne so:
Eine Bezahlung zwischen null und “Flaschenpfand kannste’ behalten”.
Harald Schmidt. Manchmal möchte ich ihn fast heiraten.
Gestern Nacht gegen 1 Uhr hat sich mal wieder der Server von Reality on the Rocks verabschiedet. Nach meinem Anruf (schön zu sehen, daß auch nachts um 2 Uhr jemand telefonisch bei HostEurope zu erreichen ist….), wurde mir gesagt, daß es Wartungsarbeiten in meinem IP-Addressbereich gibt. Nun gut - heute morgen gegen 9 Uhr war die Maschine jedoch noch immer nicht zu pingen, lt. Provider gabs ein paar unerwartete Probleme während der Wartungsarbeiten. Jetzt allerdings scheint alles wieder zu laufen (offensichtlich…).
Sorry für die Unterbrechung, aber diesmal war’s nicht meine Schuld.
Ok, hier also die Auflösung zum vorletzten Posting “Aufreisser”. Anders als in den Kommentaren vermutet, handelt es sich weder um ein Buch um meine Schüchternheit zu überwinden und auch nicht um eine Anleitung, eine Frau in 10 Minuten in die Kiste zu bekommen.
So ganz erschließt sich mir der Sinn dieser Einleitung nicht. Allerdings ist besonders dieser Satz hängengeblieben:
Sie können mit diesem Buch weder Frauen beeindrucken noch hochgewachsene Kerle niederschlagen.
Das ist doch nett. Da bekommt man als Programmierer gleich mal gesagt, woran man ist und welchem Klischee man entspricht: Dem des blassen und viel zu dürren/viel zu dicken, Kaffee- und Nikotinabhängigen Sozialautisten, der sich lieber die Nächte allein vorm Monitor um die Ohren schlägt und niemals eine Frau abbekommt. Fehlt nur noch, daß diese Einleitung auf Seite 23 oder 42 gedruckt wäre.
Recht haben sie allerdings durchaus, die Autoren. Mit Java, PHP, XML/XSLT, CSS und WTF beeindruckt man wirklich keine Frau - meine eigene, leidvolle Erfahung. Stattdessen wollen sie mich immer nur wegen meinem Körper. Das Leben ist manchmal schon hart.