My name is Elena. I run this website and I don’t have anything to sell. What I do have is my motorbike and the absolute freedom to ride it wherever curiosity and the speed demon take me.
Eigentlich wollte ich bis Ende der Woche Stillschweigen bewahren, was aber aufgrund des 20sten Jahrestags von Tschernobyl und meiner “Begeisterung” für alles, was die Silbe “Atom” enthält, nicht drin ist.
Elena hat nicht nur ein Motorrad und sieht verdammt gut aus, Elena wohnt auch noch in der Nähe von Tschernobyl und darf dank Sondererlaubnis bereits seit Jahren durch die “Todeszone”, den 50km Radius um den Reaktor, fahren. Von dort aus macht sie packende Bilder und erzählt - besser als das jedes Nachrichtenjournal und jede Phoenix-Reportage je könnte.
Nach beinahe einem Jahr und 700 Artikeln auf Reality on the Rocks begebe ich mich hiermit in eine einwöchige Pause. Daher wird es bis zum nächsten Wochenende keine neuen Beiträge meinerseits geben. Meine Leseempfehlungen findet ihr in meiner Linkliste Blogroll.
In den letzten 2 Monaten sind die Zugriffe von Reality on the Rocks ziemlich stark gestiegen, stellenweise auf bis zu 400(!) Leser täglich. Es gibt etliche Themen, die mir unter den Nägeln brennen und über die ich gern schreiben würde: Mein bevorstehender Umzug und die Renovierung, mein Studium, die Politik in Deutschland und im Ausland, die Vorratsdatenspeicherung und Datenschutz allgemein, über Urheberrechtsgeschichten, über Fooma, Musik, Schimpfereien über die (Musik und Computer-)Industrie, meinen Alltag und weiteren Nonsens - die Liste mit angefangenen Artikeln ist länger als manch sprichwörtlicher Zopf.
Trotzdem schaffe ich es nicht mehr, mich hinzusetzen und einen guten Artikel zu schreiben, der mir selbst gefällt. Schuld daran ist nicht mal unbedingt Zeitmangel, vielmehr bekomme ich einfach nichts änständiges auf die Reihe (bezogen auf Einträge in diesem Blog) - irgendwie tippt es sich nicht mehr so locker wie “früher”.
Stattdessen gebe ich der Versuchung nach, mittels YouTube-Videos, Verlinkungen auf andere Blogs und 5-Zeilern billigen und platten Inhalt nur um des Inhalts willen zu erzeugen damit hier auch bloß jeden Tag was neues steht. Copy&Paste-Content, den man genausogut in den üblichen, nervtötenden Büro-Witze-Powerpoint-E-Mails rumschicken könnte.
Das ist aber nicht das, was ich machen wollte, als ich letztes Jahr dieses Blog eröffnet habe - und das ist auch nicht das, was ich selbst in einem Blog lesen wollte. Daher diese Pause von einer Woche bevor die Qulität völlig den Bach runtergeht, ich zu einer Zugriffs-Statistik-Nutte werde und Reality on the Rocks nur noch als Link-Dump und YouTube Verzeichnis herhalten muss.
Wir sehen uns also bald in (hoffentlich) alter Frische wieder. Im übrigen schreibt mein Kumpel und Co-Autor Jan aka. Goofystylz sicher auch noch den einen oder anderen Beitrag.
MicroSoft bewirbt das neue Visual Studio 2005. Man kann über MS denken, was man will, aber die entsprechenden Kurzfilme dazu sind wirklich lustig und bringen dieses Zielgruppen-Dingenskirchen auf den Punkt.
Wer mit dem Begriff “Geek” etwas anfangen kann oder sogar selbst ein Entwickler ist, der klickt bitte hier (für Normalsterbliche: Nicht nachvollziehbarer Humor): Visual Studio: 400 Differences.
(Besonders gut: #6, #144, #195, #212, #256 - obwohl… vielleicht bin ich auch einfach zu müde…)
Die Einführung des Dosenpfands war niederschmetternd für mich. Immer nerviges Geklimper, wenn man mal Bier im Rucksack verstauen wollte, Dosenstechen wurde zum Luxus und das schlimmste: überall wurde der gute Gerstensaft in billigen, ekligen PET-Dosen verschachert.[…] Ich war wirklich froh, als im letzten halben Jahr endlich wieder die Alu-Büchsen in die SuperMarkt und Tankstellen-Regale zurückkehrten…
…und ebenfalls schlimm damals: Kein Bier mehr an Tankstellen - zumindest nicht mehr zu dem Preis, zu dem man es gewohnt war. Wer sich heute über Spritpreise jenseits der 1.30€ aufregt, sollte sich die Preisexplosion (!!) vor Augen halten, die damals mit Einführung des Dosenpfands eingesetzt hat. Dagegen verlief Benzinpreissteigerung moderat! Mal ehrlich: Wer geht schon derart vorsichtig mit den Flaschen (oder Dosen) um, um den Kasten bei Rückgabe vollstädnig zu haben? Katastrophal vorallem die Quote bei Six-Packs, wo bei Rückgabe häufig 6 von 6 Flaschen fehlen…. - Mit anderen Worten: Den Pfand kann man meist getrost auf den Kaufpreis aufrechnen, geht das Leergut doch oft verloren, vergessen oder schlicht kaputt.
Ich bin mit den Blechbrötchen groß geworden - hat es mir geschadet? Ja! Nicht direkt! Als ich (damals) in Darmstadt Chemie studiert habe, habe ich eine enge Freundschaft mit Neptun-Pilsener (0.69 Pfennig!!/0.5er Dose) * geschlossen und bringe seitdem dem blechigen Geschmack und dem Verschluss zum Aufreissen einiges an Sympathie entgegen. Abgesehen davon: Auch andere Delikatessen wie Leberwurst oder Gulaschsuppe werden in Dosen verkauft.
* Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen Link zu Neptun-Pils auf die Wikipedia setzen. Die hat Neptun dummerweise nicht im Index, stattdessen stößt man beim Googlen danach auf ciao.de. Ich muss sagen, ich bin etwas überrascht über die Bewertungen:”Die Plörre”, “Pennerbier von Welt “,”PFUI TEUFEL “,”schwerer kopf vorprogrammiert “,”Baaahhhhh! Ist das ekelhaft!! “,”Preiswertes Bier von der Tankstelle “,”Kann man nicht trinken!” sind noch die nettesten Überschriften. Könnte das ein Grund dafür sein, daß aus meinem Chemiestudium mit abschließendem Doktortitel nichts geworden ist…?
Mich wundert es, daß YouTube das Video noch nicht vom Server gekickt hat. Was man so hört, ist man dort in Bezug auf “Sexuell explicit content” ja extrem streng… Trotzdem, das iPorn Video ist eine großartige Persiflage auf den bekannten iPod Werbespot.
(für die Feed-Leser: Direktlink zu youTube)
Für alle anderen: Nicht klicken, wenn Du unter 18 bist, ansonsten gilt SFW (Safe for Work, Cheffe darf zusehen) und ohne Sound ist es witzlos.
Das Dr. Web Weblog zeigt eine ganze Reihe von Hauptnavigationen von aktuellen und modernen Websites (Nein, ich vermeide jetzt ganz bewußt die Angabe einer Versionsnummer…).
Eine schöne Zusammenstellung, die bestätigt was mir seit längerem schon auffällt: Der Trend geht eindeutig zu einer horizontalen, d.h. “querliegenden” Hauptnavigation, oft auch in Verbindung mit einem Tab-mäßigen Look-and-Feel. Vor einigen Jahren sprachen einschlägige Usability-Sites und Bücher noch unisono davon, die linke Spalte sei der beste Platz für die Navigation, Besucher würden dort instinktiv zuerst suchen. Das gilt mittlerweile wohl nicht mehr.
Wer hier mitliest und mich persönlich kennt, dem ist vielleicht schon aufgefallen, daß ich meinen Namen auf Reality on the Rocks meistens mit einem kleinen Schreibfehler bzw. einem kleinen Unterschied zu meinem “echten” Namen verwende.
Bisher habe ich das mehr aus Spaß getan, ohne mir dabei so recht was zu denken. Heute aber habe ich meinen “echten” Namen in der korrekten Schreibweise an jeder Stelle von dieser Seiter entfernt und durch die “verfälschte” Version ersetzt. Die Inhalte dieses Blogs sind in den letzten 10 Monaten zunehmend persönlicher geworden und verraten viel von meiner Person, meinen Einstellungen zu verschiedenen Dingen, meiner Freizeitgestaltung, meinen politischen Ansichten, meiner Arbeit. Außerdem ist dieses Blog hervorragend von Google indiziert, dessen Bot mehrfach täglich vorbeischaut. Wer gezielt nach meinem Namen sucht, wird also unweigerlich hierher finden.
Nun gibt es eine Reihe von Personen, bei denen ich genau das vermeiden will. Das berühmt-berüchtigte Szenario kennt jeder: Man bewirbt sich irgendwo, der Personalchef googelt nach dem Namen und findet diese Seite, auf der ich mich darüber auslasse, wie verkatert ich heute morgen schon wieder bin. Das muss nicht sein, und mir fallen noch einige mehr dieser Szenarien ein. Ich stehe durchaus zu dem was ich schreibe, wenn es allerdings um solche Sachen wie einen Job oder ein Praktika geht, gibt es Grenzen. Und für das Verständnis bzw. den Spaß am Mitlesen ist mein genauer Name vollkommen unerheblich.
Mir ist durchaus klar, daß es kein Problem für einen Leser darstellt, meinen richtigen Namen herauszubekommen, sobald er diese Seite erstmal kennt (Query nach dieser Domain bei der Denic reicht schon, im Webmaster Blog gabs kürzlich aber auch einen Artikel über das anonyme Registieren einer Domain) - aber darum geht es auch nicht. Ich will nur vermeiden, daß Google mich kennt und eine Suche nach meinem Namen mein Blog, meine Fotos bei Flickr, meine Projekte bei Basecamp, meine Lieblingsmusik bei lastFM und Satellitenfotos von meinem Haus bei Plazes ergibt. Datenschutz light, sozusagen.
Wie? Ich bin Paranoid? Mag sein - aber das “neue Social Web 2.0″ birgt eben auch Gefahren, die man kennen muss, wenn man sich dort bewegt. Wie schnell und einfach man alles über eine Person herausbekommen kann, die mit den “neuen” Diensten im Web 2.0 unbedacht umgeht, zeigt das folgende Beispiel:
Ein Poster mit dem Pseudonym “Genesis 3000″ greift Don Alphonso auf Flickr.com in diesem Post mehr oder weniger persönlich an, woraufhin in den Kommentaren eine ziemlich heftige Diskussion losgeht die schnell in Richtung Web 2.0 und (scheinbare) Anonymität abgleitet.
Don Alphonso haut darauf mal in die Tasten, und zeigt auf, was sich alles binnen weniger Stunden dank Web2.0 über den bis dato unbekannten Poster Genesis 3000 herausfinden läßt (der Typ muss mutig sein, sich ausgerechnet mit dem Berufs-Wadenbeißer Don Alphonso anzulegen…):
Er hat ein Blog, das viel über seine Person verrät - etwa, dass er Web2.0 toll findet. Er hat einen Open-BC-Account, der seinen Lebenslauf verrät. Es ist ohne Probleme möglich, seinen Bildungsweg inclusive Note nachzuvollziehen, seinen Aufenthaltsort verrät er über Places, und dabei auch gleich die Firma, bei der er arbeitet, und ihre Adresse. Seine Bilder lädt er bei Flickr hoch, er hält voll drauf auf seine Bankkarte und die Gesichter anderer Leute, die er mitunter auch namentlich nennt, und er verrät sogar sein Kameramodell. Manche Bilder seiner Bekannten wären angesichts der Situation, nehme ich an, bei Bewerbungen nicht wirklich hilfreich. Wenn ich mir die Mühe machen würde, seiner von ihm veröffentlichten Beschreibung der Anfahrt zu seiner Haustür zu folgen, […]
Ich denke, dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, welchen “Risiken” man sich aussetzen kann, wenn man sich im Web 2.0 bewegt - und das gilt besonders dann, wenn schon der eigene Name in einer Suchmaschine ausreicht, um den Einstieg in eine derartige Verkettung von persönlichen Informationen (verteilt auf vielen “2.0-Diensten”) zu finden. Mir jedenfalls wäre es nicht recht, wenn ein mir Unbekannter mein halbes Leben im Netz nachvollziehen kann. Die EU-Vorratsdatenspeicherung ist dagegen wirklich fast harmlos - allerdings habe ich darauf auch keinen Einfluss, ganz im Gegensatz zu den Dingen, die sich über mich im Netz finden (schließlich zwingt mich niemand dazu, ein OpenBC-Profil auszufüllen).
Achja, falls noch irgendwer einen anderen Namen als “Daniel Halla” in diesem Blog findet, bitte Nachricht an mich - Vielen Dank!
Das nenn’ ich mal ein klares Statement auf dem Kennzeichen (von einem Freund, der in den Staaten im Urlaub war): Ich gar will nicht wissen, was der Fahrer so alles im Kofferraum rumfliegen hat (Pistolen, Gewehre, Granatwerfer, Flak-Kanonen etc.)
Nein, ich bin noch nicht wieder rückfällig geworden und schon seit über 4 Monaten Nicht-Raucher. Wenn mir das jemand im Dezember 2005 gesagt hätte, hätte ich ihn wohl ausgelacht…
Rückblickend war die Entscheidung genau richtig. Das allgemeine Wohlbefinden ist sehr viel größer, man riecht und schmeckt besser, schläft tiefer, wacht erhohlter auf und meine Ausdauer ist seitdem geradezu explodiert, was ich z.B. bemerke wenn ich laufen gehe. Ich bilde mir auch ein, über ein deutlich verbessertes Hautbild zu verfügen - die Haut kommt nicht mir nicht mehr so fahl wie früher vor.
Das mit der Gewohnheitsmäßigen Zigarette in den Pausen auf der Uni, nach dem Essen, vorm Rechner oder zum Bier in der Kneipe hat sich auch erledigt, danach habe ich nicht mehr das geringste Verlangen. Von daher betrachte ich mich mittlerweilie als echten Nichtraucher.
Wenn ich mir überlege, daß ich früher pro Woche durchaus eine Stange für 40 Euro weggezogen habe, dann macht das 640 Euro, die ich seitdem gespart habe: Ein kompletter Urlaub. Vollkommen verrückt, soviel Geld für einen Quatsch wie Zigaretten zu verballern. Aber als Raucher habe ich immer gesagt “Das ist es mir wert, das ist ein Stück Lebensqualität für mich”. Wer sich dieser Aussage wiedererkennt, dem kann ich nur sagen: Einfach mal aufhören. Das bringt wirklich mehr Lebensqualität.