Samstag abend, viertel vor Acht und ein gähnend leerer Plus-Markt: Einkaufen für Männer. Rein, Beute aufsammeln, zahlen und Raus. Schnell und effektiv, so macht Einkaufen Spaß, ohne irgendwelchen Verrückten im Kassenbereich.
Allerdings wundert es mich auch nicht, daß der Plus-Markt auf dem Bild so leer ist. Dort, wo ich immer Einkaufen gehe, sind ein Plus, ein Lidl, ein Aldi, ein Minimal, ein KiK, und ein Profi- und Minimal-Getränkeshop untergebracht. Allesamt nur einen Steinwurf oder eine Straßenbreite von einander getrennt. Ich verstehe nicht, wie sich das rechnen kann…
Das Bild wurde übrigens mit einem Samsung D-600 gemacht. Ich bin positiv überrascht und muss sagen: Für ein Handybild sieht das ganz brauchbar aus.
Na, wenn das mal keine astreine Suchmaschinenspammerei bzw. eine Doorwaypage ist: www.iuw-darmstadt.de
Die FH Darmstadt Hochschule Darmstadt, kurz h_da genannt, bietet seit bereits 20 Jahren einen Studiengang an: IuW bzw. Informations- und Wissensmanagement. Dessen “echte” URL ist aber folgende: iuw.fh-darmstadt.de. Ich würde sagen, da versucht jemand auf Kosten der FH h_da sein Ranking zu verbessern.
Lt. Denic ist iuw-darmstadt.de auf irgendeine britische Person registriert worden. Und ich glaube auch nicht, daß die h_da irgendein Interesse am Verkauf von Rasierern oder Rennradschläuchen hat, selbst wenn die Kassen chronisch klamm sind…
Nicht, daß das im restlichen Netz unerwähnt geblieben wäre, aber an dieser Stelle auch für mich mal eine Art Reminder, wer was wo über die ganze Sache geschrieben hat.
Auch in Blogs gehts hoch zu dem Thema. Auffällig dabei: Niemand, aber auch wirklich niemand hegt auch nur die geringste Sympathie mit der Industrie. Der allgemeine O-Ton: Jetzt kaufen wir erst recht nichts mehr.
Ich glaube, ausnahmslos jeder hat ein Interesse an guter Musik. Und ausnahmslos jeder ist auch bereit, dafür zu zahlen. Trotzdem schafft die Industrie nicht, ihr “Produkt” zu verkaufen. Dabei kann man sich bessere Voraussetzungen doch gar nicht wünschen: Zig’ Millionen Kunden, alle im Grunde kaufbereit wenn Preis und Leistung stimmen würden - und trotzdem sinken die Umsätze? Und daran sollen ausgerechnet die schuld sein, die an dem “Produkt” das größte Interesse zeigen?
Irgendwas läuft da schief. Und zwar gewaltig!
Wer sich ebenfalls dazu ausgelassen hat: Einfach in den Kommentaren posten. You’re welcome.
Wer hier öfter mal reinschaut, weiß wie sehr ich auf Google Earth stehe. Nach wie vor bin ich der frohen Hoffnung, mir eines Tages dadurch Sightseeing-Touren oder gar ganze Urlaube ersparen zu können. Ein Kasten Bier / Flasche Wein, einen Computer und Google Earth: Ab nach New York, Rio oder Tokio.
747 am Frankfurter Flughafen (so sah das vorher aus…) Hauptwache Frankfurt mit Auf- bzw. Abgang zur B-Ebene. Jetzt sind sogar einzelne Menschen zu erkennen, auch wenn das Bild komischerweise immer sehr unscharf an den Rändern ist.
So. Das wars. Gerade eben habe ich mich mit meiner künftigen Vermieterin getroffen und den Mietvertrag für meine neue Wohnung unterschrieben. Nach mehr als 7 Jahren WG-Leben mit 5 verschiedenen Mitbewohnern in 2 Wohnungen, davon allein 5 Jahre in meiner aktuellen WG, gehts nun endgültig in die eigenen vier Wände, die momentane WG wird sich leider auflösen.
Komisches Gefühl irgendwie - fast so als wäre ich noch 20 und würde zum ersten Mal von zuhause ausziehen. Sobald ich mehr Zeit habe, werde ich mal einen Nachruf auf “die Kommune” (wie sie von ihren Partizipienten gern genannt wurde) verfassen.
“Sie werden kein Designer sein. Sie werden auch kein Programmierer werden. Und auch kein BWL’er”, so die Begrüßung eines Profs im ersten Semester. Spätestens an diesem Punkt habe ich mich gefragt, warum ich eigentlich wieder mit Studieren angefangen habe, wenn ich hinterher doch nichts auf die Reihe bringe. Gut, gelegentlich mal ausschlafen ist ein klarer Pluspunkt, aber das allein kann’s ja nicht sein. Der nachfolgende Satz dagegen stimmte mich ein wenig hoffnungsvoller: “Aber sie werden verstehen, worum es in den Teilbereichen geht, sie werden mit den Leuten reden können und sie verstehen und sie vielleicht sogar dazu bringen, daß sie miteinander reden”. Klingt zwar ein wenig nach Eheberatung, aber bitteschön: Jetzt ist es ja sowiso zu spät, ich habe gekündigt und bin immatrikuliert (mittlweile sogar schon im zweiten Semester, aber darum gehts ja nicht).
So blöd war das auch nicht, was mein Prof damals gesagt hat: Projekte im Web oder anderen komplexen (IT-)Umgebungen laufen immer mehr im interdisziplinären Umfeld ab. Man braucht Designer und Grafiker, Programmierer, System- bzw. Serverspezialisten, Marketing- und Werbeleute, evtl. Texter und auch Tester schaden nicht. Wenn’s dann auch noch um E-Commerce gehen soll, sind genauso BWL’ler und Produktspezialisten gefragt. Ein bunt gemischter Haufen, der unter Zeit- und Kostendruck hochkomplexe Projekte auf die Reihe bekommen soll. Jeder einzelne soziologisch und technisch vollkommen unterschiedlich geprägt - man stelle sich nur mal vor, wie ein Programmierer und ein Werber miteinander kommunizieren sollen! (Am besten gar nicht.) Ohne jemanden, der sozusagen zwischen den Fronten steht, geht das nicht.
Eigentlich merkwürdig, daß man jemanden braucht, der dafür sorgt, daß alles reibungslos abläuft. Besonders Programmierer sind ein schwieriges und charismatisches Völkchen: Intelligent, aber sozial nicht so ganz auf der Höhe. Man schlägt sich als Einzelgänger durch, Kontakte zu anderen Personen bitte nur online oder mit irgendeiner Technik dazwischen und auch nur mit Typen des gleichen Schlags. Probleme einfach mal so formulieren, daß sie jeder verstehen kann? No way! Ich weiß, daß klingt sehr böse, und ist sicher auch überspitzt formuliert (und es sind auch nicht alle so, blabla…), aber ich habe genau diese Erfahrung gerade mit Programmierern schon öfter selbst gemacht - und dabei habe ich aufgrund von Ausbildung, Arbeitserfahrung und Studium schon einen weitaus technischeren Background als manch anderer.
Kürzlich habe ich sogar ein nettes Wort aufgeschnappt, daß diesen o.g. Typus benennt: “Sozialautisten”. Wer ist also derjenige, der alle diese Sozialautisten zusammenbringt? Genau: Der Projektmanager. Derjenige, der von allem ein wenig Ahnung hat, aber trotzdem nichts richtig kann. Derjenige, der das Kindermädchen zwischen einem Haufen Sozialautisten spielen darf. Derjenige, der Media System Design studiert und sich nicht rechtzeitig auf ein Teilgebiet dieses interdisziplinären Studiengangs einschießt. Das wird noch lustig.
Stahlblauer Himmel, kein Wölkchen weit und breit, die Sonne scheint und der Frühling liegt in der Luft. Zumindest im Rhein-Main Gebiet. Leider ist es noch immer etwas kalt, aber es gibt einen Weg, den Frühling/Sommer vorab zu simulieren: Sommer für Arme, sozusagen. Einfach mal im Auto die Heizung aufdrehen und die Fenster zumachen. Dazu Sonnenbrille aufsetzen und Radio IPod laut aufdrehen. Nach ein paar Minuten Zeit und etwas gutem Willen glaubt man tatsächlich, im Sommer gelandet zu sein. Funktioniert alternativ auch an kalten, klaren Wintertagen.
Musik ist ganz wichtig dazu, daher nachfolgend 10 Track die für mich selbst einfach genauso zum Frühling gehören wie kürzer werdende Röcke bzw. länger werdende Beine (Betonung liegt auf Frühling, für den Sommer ist die Mukke zu anstrengend). Bevor sich in den Kommentaren wieder die Musik-Nazis beschweren (*was Musik-Nazis sind, könnt ihr am Ende dieses Posts nachlesen): Das ist meine Mukke, die nicht zwingend für jeden was mit dem Frühling zu tun haben muss.
Los geht’s:
Sonnenlischt - Grup Tekan Make it tonight - The Hellacopters.
Den Albumtitel “Rock&Roll is dead” strafen die Jungs selbst ab. Frisch, rockig, rotzig und laut mit einer echt fröhlichen Gitarre.
Song2 - Blur
In your Face, M’Fukka! Na? Endlich wach? Komm zu Dir, Winter ist vorbei, draußen scheint die Sonne!
Rubicon - Alan Braxe & Fred Falke
Ausgesucht von Erlend Oye, seines Zeichens eine Hälfte der Kings of Convience, für sein DJ Kicks Album. Frische, glückliche und tageslichttaugliche House-Mukke.
You wish - Nightmares on Wax
Fast schon zu entspannt für den Frühling, eher was Downbeatmäßiges für den Sommer. Oder für den Übergang. Oder einfach für beides.
Paranoid - Black Sabbath
Ein weiterer Track aus der “In your Face” Reihe, diesmal vom Prince of Darkness himself. Nicht mehr taufrisch, aber nach wie vor ungeschlagen und Bestandteil jeder Playlist. Wenn ich das im Ohr habe, verwandelt sich der Büro-Drehstuhl auf dem ich mir den Hintern platthocke in eine schwere, hochvolumige Maschine auf irgendeinem sonnenbeschienen Highway. Biergeschmack im Mund und eine Brünette auf dem Sozius inklusive.
Roll the Dice - Moonbootica
Klingt zwar nach Großraumdisco in Hoyerswerda, macht aber trotzdem Spaß und der Bass knallt auch gewaltig. Und das ist es, was letzten Endes zählt. Bass.
The Groove Machine / Boogie Train - The Glimmers
Der Name ist Programm. Wer da keine gute Laune bekommt oder anfängt mit dem Fuss zu wippen, dem ist nicht mehr zu helfen.
Schrapnell - Isolee
Diese Hawaiimäßigen-Gitarren und dazu die Elekro-Beats. Besser gehts nicht mehr. Einfach nur Fett. Viel zu energiegeladen für einen heißen Sommertag, aber für den Frühling genau richtig.
Dancing on the Ceiling - Lionel Richie
Der Typ hat nicht nur Mukke gemacht, die man zum Frauen-rumkriegen benutzen kann: “Dancing on a Ceiling” ist ein echter Partytrack und macht einen Heidenspaß.
Mehr als das - Mono & Nikitaman
Mono&Nikitaman klingt zwar mehr nach der Banenenplantage eines alternativen Aussteigerpärchens, ist aber Raggae/Dancehall/Jamaica-irgendwas mit deutschen Texten. “Mehr als das” groovt und kann laut im Auto mitgesungen werden. Allein für Textzeilen wie “Ich will leben und nicht nur existieren” gibts von mir einen Grammy oder sowas.
Papa Noah - Seeed
Mit dem neuen Album und dem Ding-Video haben sie ja nicht gerade Punkte bei mir gesammelt, aber das New Dubby Conqueros Album fand ich Weltklasse. Papa Noah darf nie fehlen, wenn die Sonne scheint.
Dr. Pressure - Mylo vs. Miami Sound Machine
Ok, Ok - überschüttet mich mit Spott und Häme, lacht mich aus und verachtet mich - aber ich steh ein bißchen auf Gloria Estafan und ihre Miami Sound Machine. Dazu noch die Beats von Mylo und schon ist ein megafettes Sommer-Sonne-Gute-Laune Ding ferddisch’.
Hawaii Five-0 - Ventures
Das Theme der 70er Jahre Fernsehserie “Hawaii Five-0″ (ach, echt?) von den Ventures als Instrumental nachgespielt. Erinnert mich ständig an “Endless Summer“, Meer und an Hawaii.
Susanne zur Freiheit - Fischmob
Womit wir mal wieder bei der alten Schule des deutschen HipHop wären. Völlig Laid-Back, entspannt, groovend und mit fettem Text zum Mitsingen (”Nivea für die trockene Haut / und ein Slayer-Tape für die rockende Braut”)
Sind mehr als 10 Tracks geworden… egal.
Genießt die Sonne!
*Achja, die Musiknazis: Jeder hat einen oder mehrere davon in seinem Freundeskreis. Musiknazis haben den guten Geschmack in Sachen Musik gepachtet (meist kennen sie sich auch wirklich aus, das muss man ihnen lassen) und lassen diesen auch gern raushängen. Der Begriff selbst entspringt der Tatsache, daß sie sich gern zum Richter über die Vorlieben anderer aufschwingen und neben der eigenen Meinung nur schwer eine weitere akzeptieren können (es sei denn die andere Meinung kommt ebenfalls von einem Musiknazi).
Demnach würden viele Leute besonders angesagte Blogs nur ansteuern, um mit ihrem angelesenen Fachwissen um neueste Entwicklungen und kulturelle Strömungen glänzen zu können. Auf diese Weise, so die Hoffnung, würde man attraktiver, anziehender und hätte bessere Chancen jemanden abzuschleppen, so Dumenco.
Raus mit der Sprache: Lest ihr Blogs etwa nur , weil ihr glaubt, damit jemanden abschleppen zu können? Nachvollziehen könnte ich das natürlich… Aber macht eucht keine Illusionen, das klappt nicht. Ansonsten hätte ich nämlich mehr Frauen an den Händen als Haare auf dem Kopf.
Ich habe keine Ahnung, ob mir der Döner, den ich gerade esse, im Hals steckenbleiben oder ich ihn jede Sekunde direkt auf meine Tastatur erbrechen muss: Dank der großartigen Lobbyarbeit von Musik- und Filmindustrie wurde die P2P-Bagatellklausel aus dem Regierungsentwurf für die Urheberrechtsnovelle gestrichen, so berichten heute Heise , das Handelsblatt und Golem. Vielen herzlichen Dank für diese Politik im Sinne der Menschen in diesem Land.
Was das bedeutet?
Das Downloaden von Urheberrechtlich geschützten Inhalten aus Tauschbörsen ist eine Straftat(!). Ursprünglich wollte man davon private Anwender ausnehmen, die sich hier und da mal ein Album ziehen (”in geringer Zahl”) oder einem Bekannten eine CD brennen - das wurde dann als P2P-Bagetellklausel bekannt, die die Kriminalisierung weiter Teile der Gesellschaft und der “Schulhöfe” vermeiden wollte. Und diese Klausel wurde nun auf Druck der Musikindustrie gekippt.
Wer sich also künftig auch nur noch ein einziges Album aus einer Tauschbörse lädt, macht sich strafbar. Das was uns die Industrie fälschlicherweise schon immer in den “Raubkopierer sind Verbrecher”-Spots weißmachen wollte, ist nun Realität. Keine Gnade mehr für private Anwender.
Wer einem Freund eine CD brennt, macht sich ebenfalls strafbar. In vollem Umfang. Auch “Bearbeitungen oder Umgestaltungen von Werken” fielen unter die Bagatellklausel, d.h. wer der Freundin jetzt eine CD zusammenstellt, macht sich uneingeschränkt strafbar. Selbst wenn er die Originale im Schrank stehen hat (zumindest gilt das bei kopiergeschützten CD’s, aber das sind sie ja mittlerweile alle).
Achja: Damit man das auch alles durchsetzen kann, soll es ab sofort auch noch einen Auskunftsanspruch von Internet-Providern geben gegenüber Dritten geben. Diese müssen dann die Namen und Adressen der Anschlussinhaber rausrücken(!!), wenn man ihnen die IP-Adressen übergibt. Übernimmt die Industrie jetzt die Rolle der Exekutive in dieser Bananenrepublik?
Wie praktisch, daß es da noch die kürzlich eingeführte “EU-Richtlinie zur Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten” gibt, aufgrund derer sämtliche Verbindungsdaten Jahre lang gespeichert werden müssen (Erklärung des CCC dazu). Eigentlich zur “Bekämpfung des Terrorismus” gedacht (was für ein Hohn!), stellt sie gleich noch jeden EU-Bürger unter Generalverdacht und eignet sich jetzt auch noch zur Durchsetzung der Interessen der Musikindustrie.
Ein schönes Bild, das sich da zusammenfügt….
Vielen Dank, liebe Bundesregierung: Wenn das alles durchgesetzt wird (und das wird es auf kurz oder lang), wie es gedacht ist, habt ihr 100%ig im Sinne der Industrie (des Geldes) und 100%ig gegen den Bürger gehandelt. In welcher Bananenrepublik leben wir? Ich bin so wütend, daß ich am liebsten der RAF mein Sparbuch übereignen würde.
Das schlimme daran: Die Künstler werden durch sowas keinen Cent mehr einnehmen. Und die Qualität der Musik wird auch nicht besser werden - schlimmstenfalls ist jetzt mehr Geld da, um Castingshows zu veranstalten oder Grup-Tekan-Nullnummern in die Charts zu pushen, bestenfalls machen sich jetzt die “Rechteverwerter” die Taschen eben noch voller. Die Trauerbeflaggung, die die Kollegen von Netzpolitk aufhängen ist voll und ganz gerechtfertig. Weiteres auch beim Bembelkandidaten und dem Lawblog.