Hoaxes

Hoaxes

29. März 2006, 13:20 Uhr Netzfundstücke Halla

Wer kennt Sie nicht, die “Bill Gates verschenkt Vermögen”, “Sony Ericsson Handy für umsonst” oder “armes Mädchen braucht Blutspende”-Mails. Alles natürlich totaler Bullshit, solche Mails werden als “Hoaxes” bezeichnet: Mal von der Tatsache das sie unnötigen Traffic erzeugen abgesehen, sind sie vollkommen ungefährlich, aber eben sehr nervig.

Einer der bekanntesten Hoaxes im deutschsprachigen Raum, ist eine Mail in der zum Blut- oder Knochenmarkspenden aufgerufen wird. Im Gegensatz zum Inhalt solcher Hoaxes können die darin genannten Personen allerdings wirklich real sein - und denen tut man mit dem Weiterleiten ganz und gar keinen Gefallen. So schreibt die TU Berlin dazu:

Bitte sehen Sie unter allen Umständen davon ab mit Personen Kontakt aufnehmen zu wollen, deren Telefonnummer oder Adresse in diesen Kettenbriefen enthalten sind! Diese Leute werden z.T. seit Monaten oder gar Jahren mit 50 und mehr Anrufen täglich(!) dafür abgestraft, dass sie diesen Kettenbrief weitergeleitet haben. Es reicht…

Julia S. (bzw. ihr Arbeitgeber) und die Uni-Klinik Regensburg haben unter den in dem Kettenbrief genannten Telefonnummern Bandansagen geschaltet. Dort gehen noch heute täglich Dutzende von Anrufen ein.

Die Seiten der TU Berlin geben einen guten Überblick über aktuelle Hoaxe. Bevor man das nächste Mal etwas weiterleitet also lieber zunächst dort vorbeisurfen und nachsehen, was man da gerade bekommen hat.

Wesentlich unterhaltsamer als solche textlichen Hoaxes sind ihre visuellen Pendants: “Gefakte” Bilder.
Im “Museum of Hoaxes” gibt es große Liste mit Bildern, die wahrscheinlich jedem schon mal in einer E-Mail von Bekannten “über den Weg gelaufen” * sind - zusammen mit der Erklärung dazu, ob das jeweilige Bild echt oder gefaked ist. Sehr unterhaltsam, sich das anzusehen. Vorbeisurfen lohnt sich!

Achja: Beide Bilder in diesem Beitrag sind keine Montage, sondern wurden tatsächlich so gemacht. Wo und von wem steht beim Museum of Hoxes.

* Bei der Formulierung von “Bildern, die einem über den Weg laufen” sehe ich vor meinem inneren Auge in aller Schärfe ein Foto mit kleinen Füßen und winzigen Armen daran, das vor meinen Füßen vorbeiläuft, wenn ich auf den Boden sehe. So ähnlich wie bei den kleinen Preisen von Plus. Eines der Bilder, das meine Weg kreuzt, grüßt mich dabei noch cool. Vielleicht hätte ich doch die Finger von dem Aufschnitt lassen sollen, den ich heute morgen im Kühlschrank gefunde habe…


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