Monatsarchiv für den März 2006

Bitte laecheln

Bitte laecheln

31. März 2006, 04:22 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

Das kommt dabei raus, wenn man den Sparkassen-Azubi an den Drucker läßt:

aka “Liebe Motorradfahrer, bitte gebt euch zu erkennen, wenn ihr schon diesen Geldautomaten klauen und auf den Gepäckträger eures Mopeds laden wollt. Danke”.

Machen wir doch gern, liebe SpaKa.

Versteh ich nicht

Versteh ich nicht

30. März 2006, 01:01 Uhr Für Nerds Halla

Computer haben ein Eigenleben, das man manchmal einfach nicht verstehen, geschweige denn nachvollziehen kann - womit sie Frauen im Grunde in nichts nachstehen (nicht schlagen, bitte!).

Gerade bin ich wieder über so einen Fehler gestolpert: Beim Kompilieren eines Java-Programms über Eclipse (eine Java-IDE) , können schon mal Probleme auftauchen, die vom Compiler angemahnt werden. Entschließe ich mich aufgrund der Warnungen zum Abbruch, piepst eine meiner angeschlossenen Boxen und geht aus. Anschließend wird das gesamte System elend langsam, und die Auslastung steigt in schwindelerregende Höhen. Der Übeltäter lt. Taskmanager: iTunes (was zum Geier hat iTunes mit meinem Java-Compiler zu tun?).

Öhmmm… Ja, genau. Den Zusammenhang muss man nicht verstehen, oder?

Sechs

Sechs

29. März 2006, 20:41 Uhr Erzähls der Parkuhr Halla

“Mein” Fitnessstudio ist klassisch viergeteilt: “Wellness”-Bereich mit Sauna, die Hallen fürs Spinning, Tae-Bo (wenn man sich nach Feierabend mal so richtig zusammenbrüllen lassen will) und den Bauch-Beine-Po Kursen für Übergewichtige Mittvierziger, dem Ausdauer- und dem Gerätebereich. Bei den Geräten gibts nochmals eine Abtrennung extra für Frauen - das ist da, wo die Gewichte aussehen wie Golfbälle, die mit Zahnstochern verbunden sind.

Der Männerbereich hat einen zusätzlichen Raum, in dem nur Frei-Hanteln (also keine geführten Gewichte) stehen - der “klassische” Bereich zum Eisen fressen: Es sieht etwas abgegammelt aus, alle sind einen Tick zu breitschultrig, es riecht immer etwas streng, die Witze sind deutlich derber als in den anderen Bereichen, der Alterschnitt liegt höchstens bei Anfang 30 und man hat den Eindruck, dem Testosteron beim von-der-Wand-tropfen zusehen zu können. Mit anderen Worten: Der gemütlichste Raum in der ganzen Muckibude.

In ebendiesem Raum hat sich heute eine schlanke, hübsche Mittzwanzigerin verirrt - um Klimzüge zu machen (Ich vermute ja eher, sie wollte G.I. Joe mir beim Training zusehen - Verstehen könnte ich das natürlich sehr gut.) Jedenfalls hängt sich die Kleine an die Klimmzugstange und fragt einen der Trainer nach Unterstützung. Der nuschelt irgendwas von “Wieviele willst Du machen?” und sie antwortet laut, klar und deutlich, mitten in der vom Testosteron geschwängerten Luft mit etlichen Eisen-fressenden Typen: “Ich will Sechs versuchen. Aber ich brauch Hilfe dabei.”

Die Reaktionen kann sich jeder selbst ausmalen…

Hoaxes

Hoaxes

29. März 2006, 13:20 Uhr Netzfundstücke Halla

Wer kennt Sie nicht, die “Bill Gates verschenkt Vermögen”, “Sony Ericsson Handy für umsonst” oder “armes Mädchen braucht Blutspende”-Mails. Alles natürlich totaler Bullshit, solche Mails werden als “Hoaxes” bezeichnet: Mal von der Tatsache das sie unnötigen Traffic erzeugen abgesehen, sind sie vollkommen ungefährlich, aber eben sehr nervig.

Einer der bekanntesten Hoaxes im deutschsprachigen Raum, ist eine Mail in der zum Blut- oder Knochenmarkspenden aufgerufen wird. Im Gegensatz zum Inhalt solcher Hoaxes können die darin genannten Personen allerdings wirklich real sein - und denen tut man mit dem Weiterleiten ganz und gar keinen Gefallen. So schreibt die TU Berlin dazu:

Bitte sehen Sie unter allen Umständen davon ab mit Personen Kontakt aufnehmen zu wollen, deren Telefonnummer oder Adresse in diesen Kettenbriefen enthalten sind! Diese Leute werden z.T. seit Monaten oder gar Jahren mit 50 und mehr Anrufen täglich(!) dafür abgestraft, dass sie diesen Kettenbrief weitergeleitet haben. Es reicht…

Julia S. (bzw. ihr Arbeitgeber) und die Uni-Klinik Regensburg haben unter den in dem Kettenbrief genannten Telefonnummern Bandansagen geschaltet. Dort gehen noch heute täglich Dutzende von Anrufen ein.

Die Seiten der TU Berlin geben einen guten Überblick über aktuelle Hoaxe. Bevor man das nächste Mal etwas weiterleitet also lieber zunächst dort vorbeisurfen und nachsehen, was man da gerade bekommen hat.

Wesentlich unterhaltsamer als solche textlichen Hoaxes sind ihre visuellen Pendants: “Gefakte” Bilder.
Im “Museum of Hoaxes” gibt es große Liste mit Bildern, die wahrscheinlich jedem schon mal in einer E-Mail von Bekannten “über den Weg gelaufen” * sind - zusammen mit der Erklärung dazu, ob das jeweilige Bild echt oder gefaked ist. Sehr unterhaltsam, sich das anzusehen. Vorbeisurfen lohnt sich!

Achja: Beide Bilder in diesem Beitrag sind keine Montage, sondern wurden tatsächlich so gemacht. Wo und von wem steht beim Museum of Hoxes.

* Bei der Formulierung von “Bildern, die einem über den Weg laufen” sehe ich vor meinem inneren Auge in aller Schärfe ein Foto mit kleinen Füßen und winzigen Armen daran, das vor meinen Füßen vorbeiläuft, wenn ich auf den Boden sehe. So ähnlich wie bei den kleinen Preisen von Plus. Eines der Bilder, das meine Weg kreuzt, grüßt mich dabei noch cool. Vielleicht hätte ich doch die Finger von dem Aufschnitt lassen sollen, den ich heute morgen im Kühlschrank gefunde habe…

So gehts

So gehts

28. März 2006, 20:52 Uhr Heavy Rotation Halla

Jazzanova legen ihrem Album “The Remixes 2002-2005” einen leeren, bedruckten CD-Rohling bei, den man verwenden kann, um vom Orginal ein Backup zu brennen oder eine Kopie für Freunde oder den CD-Player auf dem Klo zu machen.

The release “Jazzanova Remixes 2002-2005″ comes alongside a blank, but designed cd-r. Either for back-up or for a copy to friends, everybody can use this blank disc as he chooses to. Jazzanova created a special DJ mix, exclusively downloadable on www.jazzanova.net.

(via Netzpolitkik.org)

So weckt man (zumindest bei mir) echte Sympathien, bekommt noch ein bißchen Gratis-PR und zeigt den “Rechteverwertern” auf subtile Art und Weise den Mittelfinger.

Doppeldeutig

Doppeldeutig

28. März 2006, 11:27 Uhr Netzfundstücke Halla

Nicht nur E.On leidet unter ungünstig platzierter Zeitungswerbung. Es kann auch andere erwischen, wie die nachfolgenden Fotos zeigen:


Sei auch Du erfolgreich

Sei auch Du erfolgreich

28. März 2006, 02:43 Uhr Lernerei Halla

Wer regelmäßig mitliest (oder sich selbst ein Studium antut), weiß, daß die Vorlesungen nach den Winterferien an der FH Darmstadt wieder angefangen haben, daher gibts auch wieder verstärkt studienrelevanten Content.

Zu einem der interessantesten Nebenfächer dürfte sich dieses Semester wohl “General Studies” aka “GS2″ entwickeln, ein Fach mit allgemeinen Inhalten, das den Blick auf Themen abseits unserer Hauptfächer Economics, Informatik und Design lenken und den Horizont erweitern soll. Ging es in GS1 (letztes Semester) noch um wissenschaftliche Arbeitsweisen und allg. Dinge aus den Bereichen Technologie und Multimedia, so hat man uns dieses Jahr mit Dr. Johannes Fischer einen Wirtschaftspsychologen (wtf…!?) vorgesetzt. Klingt nicht nur interessant, ist es (bisher) auch.

Und so stellte man uns die folgende Frage : “Was macht Verhalten erfolgreich?“, was in Gruppen mit je knapp 10 Leuten diskutiert, protokolliert und präsent werden sollte. Die Frage war dabei bewußt allgemein gehalten. Das klingt zwar nach üblem Yuppie- und EBS-Quatsch, stellte sich aber als durchaus interessantes und anregendes Gesprächsthema heraus. Nachfolgend mal die Ansichten/Ergebnisse “meiner” Diskussionsgruppe zu dem o.g. Thema - schließlich wollen wir ja alle reich, erfolgreich und berühmt werden.

Wir versuchten zunächst, die Begrifflichkeiten zu klären und zu definieren um eine einheitliche Gesprächsgrundlage zu schaffen. So beschreibt der Begriff des Verhaltens das Handeln eines Einzelnen oder einer Gruppe. Genauso wenig wie man nicht “Nicht-Kommunizieren” kann, kann man sich auch nicht “Nicht-Verhalten”, das heißt auch “kein Verhalten” ist eine Art von Verhalten. Das Verhalten wird bestimmt durch die Erziehung, persönliche Wertevorstellungen, das soziale bzw. gesellschaftliche Umfeld und bestehende Regeln.

Erfolg bedeutet, ein gestecktes Ziel zu erreichen - vollkommen egal, ob dieses Ziel beruflich, privat oder sonstwie gartet ist. Der Erfolg als solcher ist wertefrei (ein Diebstahl der Handtasche einer Oma kann genauso ein Erfolg sein wie dieselbe Oma vor dem Herzkasper zu retten - beides ein Erfolg, nur eine Frage des Sichtwinkels bzw. der Wertvorstellungen).

Bringt man beides zusammen, dann ist erfolgreiches Verhalten das Handeln, daß das Erreichen von gesteckten Zielen ermöglicht. Erreicht man diese Ziele, so hat man erfolgreicht gehandelt (und der Oma die Handtasche abgezogen oder einen dicken Aktiendeal eingefädelt).

Um erfolgreich Handeln zu können bzw. gesteckte Ziele zu erreichen sind die folgenden Eigenschaften unverzichtbar:

  • Planvolles Handeln:
    Instinktives Handeln “aus dem Bauch heraus” führt nur in den seltensten Fällen zum Erfolg. Die Voraussetzung für planvolles Vorgehen ist eine gewisse Fachkenntnis, das heißt, man muss im Grunde wissen, was man eigentlich tut. Im Grunde könnte man auch schreiben “Erst denken, dann Handeln”.
  • Anpassungsfähigkeit:
    Will man innerhalb eines bestimmten (sozialen, wirtschaftlichen) Systems Erfolge erzielen, muss man sich anpassen, die Regeln des System verstehen und befolgen können. Das gilt für den Börsenmakler, der verstehen muss wie internationale Finanzmärkte funktionieren ebenso wie für den pakistanischen Einwanderer, der verstehen muss, wie unsere Gesellschaft funktioniert um hier “Erfolg” zu haben. Oder wie das Pärchen, das auf gegenseitige Kompromisse angewissen ist, wenn die Beziehung funktionieren soll.
  • soziale Kompetenz
    Ich bin ein Einzelkind und kann mit dem Begriff nichts anfangen.
  • Zielstrebigkeit und Selbstdisziplin
    Nur wer seine Ziele nicht aus den Augen verliert, ist in der Lage, diese zu erreichen. Um ein gesetztes Ziel zu erreichen, muss man diesem Ziel eine gewisse Priorität einräumen. Je höher diese ist, desto schneller wird das Ziel erreicht sein (und das nächste kann in Angriff genommen werden). Selbstdisziplin ist hier gleichzusetzen mit einer gewissen Arbeit, die man investieren muss.
  • Intelligenz
    Häh, was’n das? Letzten Endes die Grundvoraussetzung um soziale Kompetenz zu entwickeln, planvoll Handeln oder sich anpassen zu können.

So - dann hätten wir das ja geklärt. Nachdem wir wissen, wie wir erfolgreich handeln und unsere Ziele erreichen können, müssen wir uns nur noch welche suchen. Ich glaub, ich geh zum Bauhof!

Juristerei

Juristerei

27. März 2006, 20:12 Uhr Industrie? Anarchie! Halla

Zur Zeit vergeht keine Woche, ohne das ein Anwalt/Unternehmen und ein Blogbetreiber aufeinander knallen. Diese Woche hat es Moni von wasweissich aufgrund dieses Postings erwischt.

Schon eine crasse Sache: Eine Freundin von ihr wird unter meiner Meinung nach vollkommen inakzeptablen Umständen von ihrem Arbeitgeber , der NGO-Organisation Transparency International, gefeuert. Als sie darüber in ihrem Blog berichtet, fährt der “Ethik-Beauftragte” der Organisation ganz, ganz schwere Geschütze auf und beginnt mit juristischem Trommelfeuer.

Was ist zur Zeit eigentlich los hier? Darf man sich nur noch beschweren, wenn es keiner hört? Oder beginnt man in der Industrie jetzt erst zu merken, daß es im Internet mehr gibt als monolithische Firmen-Websites zur Selbstbeweihräucherung und Jamba-Downloadportale? Wenn das mal nur nicht nach hinten los geht.

Update: Mittlerweile berichtet auch Golem über den Fall.

Balanceakt

Balanceakt

27. März 2006, 19:09 Uhr Ich und mein Martyrium Halla

  • 1000g TK-Kaisergemüse
  • 300g TK-Blattspinat
  • 800g Kakaopulver
  • 500g Schokomüsli
  • 500g garfertige Bratkartoffeln
  • gekochter Schinken
  • Putenaufschnitt
  • 12 Eier
  • 2 Dosen Schaumfestiger
  • 500g Müller Wackelpudding
  • 1 Krustenbrot
  • 4 Schokomuffins

Schon mal versucht, so einen Einkauf in einem handelsüblichen Pappkarton für Milchtüten zu balancieren (geht nur, wenn man das Kinn als dritte Hand verwendet)? Ganz miese Sache. Und so richtig blöd kommt man sich vor, wenn man das durchgestanden hat und danach zuhause in der Hosentasche doch noch den Euro findet, den man für einen Wagen gebraucht hätte. Hab ich schon erwähnt, wie sehr ich Einkaufen hasse?

Site down

Site down

27. März 2006, 18:52 Uhr Für Nerds Halla

Kleine Mitteilung in eigener Sache: In der letzten Zeit scheint mir die Erreichbarkeit von RealityOnTheRocks.com nicht immer die beste zu sein - gelegentlich ist die Site offensichtlich einfach down, auch Pings auf die Domain selbst funktionieren nicht mehr. Allerdings ist es nicht der Server, der dabei die Grätsche gemacht hat, sondern lediglich der Apache-Daemon hat sich aus mir noch unbekannten Gründen beendet.

Ein Restart des entsprechenden Dienstes und die Site ist wieder da - dasselbe Problem hatte ich letzte Woche schon mal, ohne ihm allerdings allzuviel Bedeutung beizumessen. Nachdem es aber heute schon wieder passiert ist, werde ich wohl mal in den Logs auf die Suche gehen müssen.

Als Entschädigung für die Downtime ein kleiner Witz für euch:
Sagt die Kuh zum Polizisten: “Stellen sie sich mal vor, mein Mann ist auch Bulle.”