Politisch nicht ganz korrekt

Politisch nicht ganz korrekt

26. Januar 2006, 15:51 Uhr Netzfundstücke Halla

Ich bin ein großer Freund des Politisch unkorrekten…. aber DAS hier zielt dann selbst unter meine Gürtellinie - und die hängt schon verdammt tief…

Eine Zeitungsanzeige von E-On als Gasversorger (”Wir sorgen für das Gas von morgen”) ausgerechnet prominent auf einer Seite mit einem Bericht über Ausschwitz zu platzieren ist crass. Ich dachte immer, bei den Zeitungen achtet jemand auf sowas?!


3 Kommentare für “Politisch nicht ganz korrekt”

  1. 1 ManU schrieb am 26. Januar 2006 um 23:42 Uhr:

    Das ist wirklich krass!! Sollte auch nicht vorkommen, wird aber auch nicht wirklich kontrolliert.
    Da der Blattplaner keine Ahnung von dem hat, was der Redakteur auf der Seite schreibt, auf welcher er die Anzeige plaziert.
    Und der Redakteur sich i. d. R. nur für das Format, aber nicht für den Inhalt einer Anzeige, interessiert. Bzw. sein Text schon geschrieben ist, bevor die Anzeige “fertig ist” (also schon das motiv fertig gestaltet/belichtet und unter die Anzeige gespeichert wurde), er also nur die Größe der Anzeige, aber nicht den Inhalt sieht.

    Ich würd sagen dumm gelaufen

    Es gibt allerdings Unternehmen die in ihren Plazierungswünschen neben dem Konkurrenzauschluss auch “keine Negativberichterstattung” angeben. Eines deiner Lieblingsunternehmen macht sowas…

  2. 2 Halla schrieb am 27. Januar 2006 um 01:33 Uhr:

    Hier ist übrigens die Reaktion der Zeitung, nachdem ein anderer Blogger sie darauf angesprochen hatte:
    http://www.treehugginpussy.de/2006/01/26/fauxpas-d...

    Welches Unternehmen von meiner Hass-Liste meinst Du? Telekom? Microsoft? Ebay? Irgendein Musikverlag? Sony gar? Der Sack von der Pizzaria nebenan, der mir immer zu wenig Käse auf die Pizza macht? Apple?

  3. 3 reuben schrieb am 29. Januar 2006 um 18:16 Uhr:

    Naja. Die ganze Aufregung (ich hatte es über einen Verteiler lesen dürfen) erinnert stark an den im Dokumentarfilm “Hollywood und der Holocaust” aufgegriffenen Fall JUDGMENT AT NUREMBERG. Hierbei hatte der Hauptsponsor, die American Gas Company, in der TV Erstversion nach dem Dreh die Löschung des Wortes “Gas” in der Nachstellung der Prozesse eingefordert und durchgesetzt.

    Das Ganze hatte für einen solchen medialen Wirbel gesorgt, dass der eigentliche Focus -die Aufarbeitung des Holocausts über die Verurteilung der Verantwortlichen- völlig verschwand.

    Hier das Gleiche. Alles ist Thema: Die Blogs, die Zeitung, die Aufdecker, der Inserent… aber nicht der Artikel.

    Hierzu: THIS IS YOUR LIFE: HANNA BLOCH-KOHNER

Mein Kommentar dazu: