Rauchfrei, 6 Wochen
23. Januar 2006, 11:11 Uhr Rauchfrei Halla
Mittlerweile bin ich seit über 6 Wochen ohne Zigaretten unterwegs, seit dem 10.12.05 um genau zu sein - auch wenn mir in den Kommentaren bereits gegenteiliges unterstellt wurde.
Die Vorteile sind mittlerweile nicht mehr so offensichtlich, allerdings auch im Laufe der letzten Wochen gegenüber meiner Zeit als Raucher in Vergessenheit geraten. Wer erinnert sich schon gern an stinkende Hände oder Wohnungen, an den Geruch von kaltem Rauch, an überquellende Ascher, an das Kratzen im Hals und das astmathische Husten, an die betäubte Zunge und die systemathische Vergiftung des eignen Körpers und die Unsummen von Geld, die das auch noch gekostet hat?
Nein, ich spare noch immer jede Menge Geld (das ich auch bitter nötig habe… jemand ne PS2 kaufen?), schlafe tief, rieche gut und seh (relativ) frisch aus - hey ladies….
Die einzige Kippe, die ich seit letztem Jahr geraucht habe, war an Silvester um -politisch unkorrekt- ein paar Raketen abzufeuern. Allerdings war ich überrascht: Selbst voll wie eine Haubitze nicht mehr ganz nüchtern hat die Kippe ziemlich bitter geschmeckt. Ich bin sicher, wenn man das ignoriert, hätte man an dem Abend auch noch in ein paar mehr wegziehen können, aber hey: What for? Wenn’s nicht schmeckt, lass ich es. Ist ja nicht wie beim Obstler: Der schmeckt zwar auch nicht, aber man hat wenigstens was davon…
Was aber nach wie vor verblüfft: Wenn man gemütlich mit Freunden bei einem Bier zusammensitzt, kommt einem doch schnell der Gedanke, daß man doch mal gern eine rauchen würde. Nur ganz kurz, mehr wie so eine Art Geistesblitz. Vergleichbar mit dem plötzlichen Heißhunger auf Schokolade oder so. Gottseidank läßt sich dieser “Reflex” genauso leicht bekämpfen wie er kam, aber es ist schon interessant zu sehen, wie sich manche Gewohnheiten im Laufe der Jahre festgebrannt haben. 10 Jahre Rauchen lassen sich halt nicht in ein paar Wochen wegwischen.
Ich glaube, darin liegt auch das Geheimnis nicht wieder anzufangen: Man muss der Tendenz, die Vergangenheit immer rosig zu sehen, bewußt entgegenarbeiten und sich bewußt machen, wie beschissen die Raucherei eigentlich war. Ganz ablegen wird man die Gewohnheit, bei bestimmten Situationen zur Kippe greifen zu wollen, sicher nicht (vielleicht nach ein paar Jahren mal…), aber wenn es dann mal macht, schmeckt es eh nicht (Stichwort Silvester). Also läßt man es lieber gleich ganz bleiben.
Was mich wirklich freut: Mein Konsum von Bonbons und Kaugummis geht allmählich wieder auf ein vertrebares Maß zurück.
Geld gespart: 42 Tage * 4 Euro = 168 Euro (mindestens… eher mehr)
Gegenwert: eine gebrauchte Playstation 2 plus eine Flasche Havanna Club. Oder ein neues Rad.






“Ist ja nicht wie beim Obstler: Der schmeckt zwar auch nicht…”
Hä? Versteh ich nicht.