Rauchfrei, 2 Wochen
25. Dezember 2005, 19:44 Uhr Rauchfrei Halla
Allen Unkenrufen und Gegenwetten zum Trotz bin ich noch immer Nichtraucher, mittlerweile schon stolze 2 Wochen. Donnerstag war ich auf einem Geburtstag und gestern abend an Weihnachten richtig bis 6 Uhr morgends feiern. Ohne Rauch. Das, was mir anfangs am meisten Sorgen gemacht hat, nämlich die Kombination aus Alkohol und Zigaretten, bekomme ich von Mal zu Mal besser in den Griff. War es in der ersten Woche noch sehr schwer, das unter Kontrolle zu halten, war es gestern abend eigentlich ein Kinderspiel. Ein, Zweimal hatte ich das Bedürfnis zu rauchen, das ließ sich aber genauso schnell niederkämpfen wie es gekommen war. Und wie schon mal gesagt: Ich habe mindestens ein Päckchen am Tag geraucht, über Jahre hinweg - ich war also durchaus ein starker Raucher (auch noch blaube Gauloises, die übelsten Lungentorpedos überhaupt…).
Zugenommen habe ich übrigens auch kein Gramm. Meine Essgewohnheiten haben sich nur in den ersten 3 Tagen geändert (ich hatte mehr Appetit), aber das hat sich schnell wieder gelegt. Außerdem habe ich beim Sport mehr Spaß und verbrenne dementsprechend mehr auch mehr Kalorien.
Ich muss sagen, bisher fällt mir die Entwöhnung wesentlich leichter als erwartet. Aber seien wir doch mal ehrlich: Jeder sagt, aufzuhören wäre unglaublich schwer, es wäre die Hölle, etc. Blabla… Aber wer sagt das denn? Nur Personen/Gruppen, die selbst ein Intresse daran haben, diesen “Irrglauben” zu verbreiten. Als da wären:
- Die Tabakindustrie
Das Intresse der Tabakindustrie ist klar: Die wollen verkaufen. Kein Wunder, daß die sagen, es wäre schwer aufzuhören. Schließlich sollen ja alle Kippen kaufen. - Die Hersteller von Nikotinpflastern, Kaugummis mit Zigarettengeschmack usw.
Klar - die wollen auch nur verkaufen, und reden einem ein, man könne es ohne die (teuren) Hilfen kaum schaffen. - Freunde und Bekannte
Die haben zwar kein finanzielles Intresse daran, aber sowas sagen normalerweise nur Raucher, die es nicht geschafft oder wieder angefangen haben. Das gerade diese Gruppe es als kaum schaffbar darstellt, liegt wohl mehr daran, daß man sich die eigene Schwäche nicht eingestehen will….*duck*
Am schwierigsten waren eigentlich die ersten 3 Tage - danach wird es immer einfacher… Also nur Mut - So schwer ist das mit dem Aufhören gar nicht.
Notiz an mich selbst:
Eine Woche hinter mir, Rauchverlangen gleich null, auch wenn mir die Gewohnheiten noch immer im Kopf rumschwirren
Geld gespart: 14*4 Euro Euro + 4 Extrapäckchen zum Feiern/Wochenende, gesamt: 70 Euro.
Gegenwert: günstige Jacke, ein paar neue Schlappen oder ein guter, dicker Kapuzenpulli






Hey…
erstmal Respekt. Ich hab zwar noch nie mit dem Rauchen aufgehört (Hängt wohl auch damit zusammen, dass ich nie angefangen habe), aber ich stelle mir das wirklich Schwer vor.
Und um weiter durchzuhalten, kann ich dir von meiner Oma erzählen, die nach 50 Jahren rauchen, von heute auf morgen aufgehört hat und jetzt schon drei Jahr rauchfrei ist.
Gruss
Ich bin jetzt seit sechs (oder sind schon sieben?) Wochen rauchfrei und freue mich grade tierisch, daß ich nicht der Einzige bin, der exakt die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Eine Schachtel der blauen G. am Tag, und das die letzten rund 8 oder 9 Jahre… Und dann kam der Punkt, an dem mir kein Grund mehr fürs rauchen aber dutzende dagegen einfielen. Die letzten Kippen verraucht und seitdem ein paarmal am Anfang gegen die Gewohnheit ankämpen und das wars. Keine Entzugserscheinungen oder son Quatsch. Auch ich glaube inzwischen, daß die ganze Aufhörerei nicht annähernd so schlimm ist, wie es von bestimmten Interessensgruppen gerne hingestellt wird…
Allerdings bin ich auch überzeugt, daß Aufhören nur dann Sinn ergibt, wenn man es wirklich will. Dafür gehts dann ganz einfach!
Als jemand, der für zwei Jahre aufgehört hatte und momentan wieder raucht, kann ich nur sagen: Meistens ist es einfacher, als man glaubt…aber es kommen immer wieder diese Momente, und darin liegt die große Gefahr…und das kann auch noch Jahre später passieren. Respekt für alle, die es ein für alle Mal durchhalten, aber es gibt einfach genügend Leute, die auch erzählt haben, wie einfach doch alles sein, bloss um zwei Monate später wieder mit der Kippe im Mund rumzuhängen. Deswegen sage ich immer: keine großen Kommentare schwingen, sondern abwarten…