Wohnen in der Presse
30. September 2005, 21:15 Uhr
Erzähls der Parkuhr
Halla
Auf dem Weg zur Uni komme ich immer an einem Möbelhaus vorbei: “Mobile Wohnspass“. Die Rückseite des Gebäudes ist von der B3 aus wunderbar einsehbar, an der Stelle liegen auch die Laderampen, Müllpressen, Parkplätze etc.
Grinsen mußte ich, als ich zwei riesengroße Müllpressen dort gesehen habe. Auf denen in riesigen Lettern “Mobile Wohnspass” gepinselt war… Im Vorbeifahren gelesen: “Mobiler Wohnspass”. Auf einer mobilen Müllpresse. Soll ich da einziehen oder was? Praktisch wäre es sicher, wenn ich mir manchmal die WG hier ansehe - zumindest das Müll-runterbringen könnte man sich dann schenken.
Du bist Deutschland
30. September 2005, 10:37 Uhr
Derber Shit, Alter!
Halla
Vor ein paar Wochen wurde die “Du bist Deutschland” Kampagne der Bundesregierung gestartet. Worum es geht weiß ich nicht so genau - das ist etwas undurchsichtig. Ich denke, sie soll den Menschen einfach nur Mut machen und sie anspornen. Wozu auch immer.
Da Blogger a) gemeinhin medienkritisch und b) außerdem notorische Nörgler sind, hat Jonny von Spreeblick die Kampagne auf seine Art und Weise interpretiert. Und alle dürfen mitmachen. Bei Flickr gibts dazu einen Foto-Pool.
Ich habe die Sache natürlich mal vor meinem frisch-studentischen Standpunkt aus interpretiert.
Meine weiteren Favoriten (die Reihenfolge soll keine Wertigkeit darstellen…):
Ebay Ringtones jetzt auch auf Deinem Skype
29. September 2005, 20:07 Uhr
Industrie? Anarchie!
Halla
Ich muss ja herzlich lachen. Vor ein paar Wochen hat EBay den Internet Telefonie-Anbieter Skype aufgekauft. Die Spekulationen gingen in Richtung einer “Ein-Klick-Käufer-Verkäufer-Gesprächsverbindung” bei Gewinn einer Auktion.
Alles Mist. EBay will natürlich in das Klingeltongeschäft einsteigen und verkauft kostenpflichtige Klingeltonabos an Skype-Kunden. Jamba, zieh dich warm an
Rollerball reloaded
29. September 2005, 19:48 Uhr
Meine Definition von Fett
Halla
Wer erinnert sich nicht an die Klassen- und Studienfahrten, die man in europäischen Metropolen im Ausland zugebracht hat? Das Herz schlug (und/oder schlägt) am linkem Fleck, man lehnte (und lehnt) und Kriege und Waffen zutiefst ab.
Trotzdem: Das, worauf immer alle scharf waren, war eine Partie Lasergames. In Deutschland verboten (glaube ich zumindest - auf jeden Fall kenne ich keine Arena dazu), gab es in Prag, London etc. riesige Spielarenen dafür. Einziger Sinn: dem Gegenspieler mit einem gezielten Schuß aus der Laserwaffe in großen Städtekampf-Arealen das Leben in Form eines Treffersensors auf der Brust auszuhauchen.
Für damalige Verhältnisse schon ganz lustig, geht es in Zukunft mit dem gleichermaßen feuchten Traum aller (Ex-)Lasergames-Zocker und Counterstrike-Sesselpubser wohl richtig ab: Virtusphere.
Für alle denen Paintball zu hart und die Bundeswehr zu blöd ist, gibts die volle Beweglichkeit im 350°-3D Hamsterrad mit Virtual-Reality Brille auf den Augen. Die Zukunft rockt halt einfach - die Videos dazu sind echt sehenswert!
(via Riesenmaschine)
Uni-Feldstudie: Tag 1
26. September 2005, 22:20 Uhr
Lernerei
Halla
Also ich weiß ja nicht, worauf ich mich da eingelassen habe…
Meine Ergebnisse nach einem Tag Uni-Feldstudie:
- Ich muss zwar erst eine Stunde später da sein als bei der Arbeit, der Vorteil wird aber vollständig durch die Fahrtzeit von 35-40 Minuten aufgerieben (One-Way!).
- 40 Minuten Autofahren ohne Radio macht keinen Spaß.
- Ein 40 Tonnen schwerer Baustellen LKW ist nur geil, wenn man nicht hinter ihm fahren muss.
- Mein Auto fährt doch noch 30km am Stück.
- Mathe ist noch immer so besch…. wie damals in der Schule.
- 26 ist doch nicht so alt wie ich befürchtet habe. Im Gegenteil, ich liege eher so im Mittelfeld. Methusalem Komlex ist somit neutralisiert.
- Die Architekten haben wirklich mit Abstand die besten Mädels am Start. Mist. Hab ich mich doch im Studiengang werwählt.
- Schlappen von Gola sind wirklich Studenten-Treter.
- Es gibt noch immer Profs/HiWi’s/Dozenten/Lehrer die Leute an die Tafel zum vorrechnen holen. Auch wenn die weder Lust dazu noch Ahnung davon haben.
- Uni-Toiletten sind schlimmer als ihr Ruf. Ich würde sogar sagen noch schlimmer als das WG-Klo.
- Bauingeneure haben eine erstaunlich hohe Frauenquote.
- Ein Job auf dem Baufhof ist doch nicht das schlechteste…
Ich bin raus
23. September 2005, 16:46 Uhr
Lernerei , Schafferei
Halla
Die letzten fünf Jahre: Arbeit.
Die nächsten fünf Jahre, ab Montag: Student.
Ab jetzt. Macht’s gut und Danke für den Fisch.
Alles nur ein Fake
23. September 2005, 10:52 Uhr
Netzfundstücke
Halla
Ich kann mich ja immer sehr für die Mädels in den Zeitungen auf dem WG-Klo begeistern. Als ich mich kürzlich mit einer Freundin die in der Werbung arbeitet, darüber unterhielt, hat sie mir verraten, daß das alles nur retuschiert sei und somit unecht ist. Ich weiß das. Aber ich verdränge es. Und dann kommt sie und sagt es mir so klipp und klar. Herzlos. Als würde man einem Kind von heute auf morgen den Weihnachtsmann oder den Osterhasen wegnehmen. Sowas macht man nicht.
Ich war kaum darüber hinweg und hatte das Gespräch verdrängt, da stoße ich bei Medienrauschen auf einen Eintrag, der die Tatsache der Bildretusche klipp und klar belegt. Und ich dachte immer, irgendwann treffe ich eines der Mädels aus FHM, Playboy etc. mal auf beim Fleischwurst-Einkaufen oder so (die müssen ja auch mal einkaufen). Aber nein Danke: In echt sehen die mir zu mies aus.
Glenn Feron zeigt auf seiner Website anhand von Vorher-Nachher Bildern eindrucksvoll was in Sachen Bildretusche so drin ist. Aber Achtung - die Site ist schweinelangsam…
Sex sells, und Content-Nutte die ich nunmal bin habe ich das Bild zu diesem Beitrag von ihm geklaut. Sorry for that. Aber ihr wollt wissen wie Black Beauty unretuschiert aussieht? Bitteschön, hier klicken. Nur meine Sorgenfalten, die lassen sich sicher nicht wegretuschieren. Auch nicht von Glenn Feron.
Land unter
22. September 2005, 22:19 Uhr
Derber Shit, Alter!
Halla
Autsch. Das wird verdammt weh tun. Nachdem New Orleans es nur knapp geschafft hat nicht abzusaufen, dürfte das wohl das erste moderne Atlantis werden: Galveston, Texas. Hurricane Katrinas Nachfolgerin, “Rita” hält direkt auf die Stadt zu. War Katrina noch ein Stufe 4 Hurricane, ist Rita Stufe 5 und damit in den Top 3 der stärksten Stürme überhaupt.
Sieht man sich Galveston (immerhin 60.000 Einwohner) mal bei Google Earth an, kann man sich vorstellen, was passieren wird und weshalb die Stadt zwangsevakuiert wurde. Das ist ne bessere vorgelagerte Sandbank mitten im Golf von Mexiko auf der die Stadt steht. Gerade mal 2,50 Meter über dem Meeresspiegel. Dummerweise schiebt Rita 15 Meter hoch das Wasser vor sich her…
Diese dünne Gasse im Hintergrund, die über die Meeresbucht führt, ist übrigens die einzige Verbindung für die 60.000 Einwohner aufs Festland. Wahnsinn. Wer sich das online ansehen will: Galveston auf Google Maps. Und hier eine Ölbohrinsel mitten im Golf, bei Corpus Christi (ja, der kleine Fliegenschiss, einfach mal ranzoomen auf die höchste Stufe) - die wirds nach Rita vermutlich auch nicht mehr geben…

SPD wirft die Kettensaege an
22. September 2005, 15:30 Uhr
Political correctness
Halla
“Ich habe den Eindruck, der [Anm.: Gerhard Schröder] kommt einfach nicht schnell genug runter von diesem großen Wahlkampf und auch von dem relativ großen Erfolg.”
Das hat nicht etwa ein CDU Politiker gesagt, das war Henning Scherf, seines Zeichens SPD Ministerpräsident von Bremen.
Damit fängt dann wohl auch die SPD ebenso wie die CDU laaaaangsam an am Ast ihres Kanzler(kandidaten) zu sägen. In dem Maße wie Ampel- Rot-Rot-Grün- Jamaica- Tansania- und Takkatukkaland-Koalition unwahrscheinlicher werden, werden die Gedanken über eine große Koalition mit “frischen” Kandidaten immer lauter. Das Merkel kann einem da fast schon leid tun - “gewinnt” sie doch die Wahl, wird dann aber vom “besiegten” Schröder noch mit in die Tiefe gerissen (dazu, wer tatsächlich gewonnen und verloren hat sage ich nichts ohne meinen Anwalt).
Und ich bleibe bei meiner Wette: Es wird eine große Koalition geben. Aber weder mit Merkel noch mit Schröder. Es bleibt spannend.
2 days to Go
22. September 2005, 10:38 Uhr
Schafferei
Halla
Schon ein komisches Gefühl - heute mein vorletzter Tag in der Firma nach fünf Jahren. Meine Dokumentation ist fertig geschrieben, die Arbeit ist übergeben und am Montag werde ich schon in den ersten Uni-Vorkursen sitzen. Ich bin gerade dabei meinen Schreibtisch auszuräumen (will jemand einen Christstollen von 2003? Den kann man noch essen, wenn man ihn in Kaffee tunkt!) und muss nur noch ein paar persönliche Daten löschen, dann habe ich de facto meine Zelte hier abgebrochen.
Für morgen heißt es dann nur noch meinen Ausstand organisieren, und dann wars das. 80 Brötchen, 30 Laugenstangen und 25 Stückchen/Teilchen, dazu ein Kasten Prosecco und ein Kasten Bier. Auch wenn die EDV traditionell verfressener (und versoffener feier-freundlicher) ist als andere Abteilungen, muss das reichen.
Aber jetzt wo ich eh bald weg bin, kann man ja nochmal so richtig losholzen. So ergab sich gerade folgender Dialog
-”Ich geh in der Mittagspause einkaufen. Ich brauch Kopfschmerztabletten.”
-”Willst Du Aspirin? Hab welche in der Schublade.”
- “Ne, nicht für mich, sondern für meine Frau wegen unserem Urlaub”
- “Verstehe - damit sie auch ja keine Ausrede mehr hat…”