New Orleans und der Klimawandel

New Orleans und der Klimawandel

29. August 2005, 15:12 Uhr Derber Shit, Alter! Halla

Junge, Junge… in den Staaten gehts mal wieder ab. Hurricane Katrina setzt New Orleans schwer zu. Zwar sieht es zur Zeit so aus, als käme die Stadt nochmals halbwegs mit einem blauen Auge davon (die befürchtete Flutwelle blieb bisher aus), aber der nächste Hurrican wird mit Sicherheit kommen. Für die Städte, die im Einflussbereich des Golfs von Mexiko liegen, bleibt da eine permanete Unsicherheit.

Da fragt man sich doch, was noch alles passieren muss, bis die US-Regierung endlich anerkennt, das mit unserem Klima was nicht stimmt und die signifikante Häufigkeit von “Anomalien” eben kein statistischer Ausreisser mehr ist, sondern auf unserem Mist gewachsen ist. Wahrscheinlich müssen die volkswirtschaftlichen Schäden durch Unwetter erst die durch Klimaschutzmaßnahmen entstandenen Mehrkosten übersteigen bis man handelt.

Das die Menschheit selbst für diesen Klimawandel und die “Anomalien” verantwortlich zu sein scheint, erkennt mittlerweile selbst die Münchner Rück an, ihres Zeichens der weltgrößte Rückversicherer. Dort hat man zu diesem Thema sogar ein Buch veröffentlicht: “Wetterkatastrophen und Klimawandel - Sind wir noch zu retten?”.
Mich beunruhigt es gewaltig, daß selbst ein eher konservatives Unternehmen wie ein Rückversicherer diese These anerkennt. Zu dem Buch gibts übrigens eine intressante Vorschau im PDF Format. Und warum? Weil die Rückversicherer immer mehr Geld für durch Wetter entstandene Schäden aufwenden müssen. Und damit hat der Klimawandel die Menschheit eben endgültig da gepackt, wo es letzten Endes am schmerzhaftesten ist: Am Geld.


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